Deilingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Deilingen
Deilingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Deilingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 11′ N, 8° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 826 m ü. NHN
Fläche: 10,91 km2
Einwohner: 1722 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 158 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78586
Vorwahl: 07426
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 1
78586 Deilingen
Website: www.deilingen.de
Bürgermeister: Albin Ragg (CDU)
Lage der Gemeinde Deilingen im Landkreis Tuttlingen
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Über dieses Bild

Deilingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Tuttlingen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über Deilingen nach Westen zum Oberhohenberg

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deilingen liegt im nördlichsten Zipfel des Landkreises Tuttlingen in einem Hochtal an der Südwestecke der Schwäbischen Alb auf dem Großen Heuberg. Die Gemarkung erstreckt sich über eine Höhenlage von 790 bis 1009 m ü. NHN.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Westen an den Ortsteil Schörzingen der Stadt Schömberg, im Norden an Weilen unter den Rinnen und Ratshausen sowie im Osten an Obernheim, alle im Zollernalbkreis; die im Süden angrenzenden Gemeinden Wehingen und Gosheim gehören zum Landkreis Tuttlingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Deilingen gehören das Dorf Deilingen, der Gemeindeteil Delkhofen und die Höfe Delkhofer Mühle, Delkhofer Säge und Ziegelhütte.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deilingen wurde bereits im Jahre 786 in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen erstmals erwähnt. Das Dorf und der 1253 erwähnte Weiler Delkhofen gehörten zur oberen Grafschaft Hohenberg, kamen 1381 zu Vorderösterreich und 1805 zu Württemberg. Im Königreich Württemberg wurde das Dorf dem Oberamt Spaichingen zugeordnet. An das früher ausgeübte Köhlerhandwerk erinnert heute die Larve (Maske) der Narrenzunft.

Eingemeindungen und Gebietszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Vertrag vom 4. Juli 1860 wurde Deilingen zur zusammengesetzten Gemeinde, bestehend aus den Teilgemeinden Deilingen und Delkhofen. Die beiden Orte teilten die bis dahin gemeinsame Gemarkung etwa im Verhältnis 3:2 auf. 1909 wurde die ebenfalls zur Gemeinde zählende Gemarkung Hohenberg aufgelöst und ein Teil an Schörzingen abgegeben. Die Deutsche Gemeindeordnung erzwang 1935 die Umwandlung der zusammengesetzten Gemeinde in die Einheitsgemeinde Deilingen. Bei der Gebietsreform 1938 gelangte die Gemeinde zum Landkreis Tuttlingen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Heuberg mit Sitz in Wehingen an.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wahl 2014 hat der Gemeinderat 10 Mitglieder.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2017 wurde Albin Ragg für eine vierte Amtszeit wiedergewählt.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Blick über Deilingen im Winter

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgruppe Deilingen-Delkhofen des Schwäbischen Albvereins wurde im Jahr 2002 mit der Eichendorff-Plakette ausgezeichnet.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher war Deilingen bäuerlich geprägt, die Landwirtschaft bildete die Haupterwerbsquelle. Ab 1950 ging die Landwirtschaft allerdings stark zurück. 2004 bot die Gemeinde 615 Arbeitsplätze, hauptsächlich in den Industriebetrieben und im Handwerk. Das produzierende Gewerbe stellt mehr als 70 % aller örtlichen Arbeitsplätze. Dennoch ist die Pendlerbilanz negativ, 440 Einpendlern stehen 500 Auspendler gegenüber. 2017 gibt die Gemeinde für Deilingen 720 Arbeitsplätze an.[6]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deilingen gibt es eine Grundschule; Hauptschüler besuchen die Schule in Wehingen. Die Realschule und das Gymnasium befinden sich im Bildungszentrum Gosheim-Wehingen.

Fernmeldeturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deilingen betrieb die Deutsche Telekom AG bei 48° 9′ 57″ N, 8° 47′ 42″ O von 1961 bis 2007 den Fernmeldeturm Deilingen als Grundnetzsender für das 2. und 3. Fernsehprogramm. Als Antennenträger diente ein 60 Meter hoher Stahlbetonturm (Typenturm), der mit dem Antennenmast eine Gesamthöhe von 91 Metern erreichte. Am 27. November 2007 erfolgte mit der Einführung von DVB-T, das über die Senderstandorte Raichberg und Donaueschingen verbreitet wird, die Stilllegung des Grundnetzsenders. Der Fernmeldeturm wird seither für den Mobilfunk und auch für den digitalen BOS-Funk genutzt.

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
35 583,25 ZDF 260 D H
55 743,25 SWR Fernsehen Baden-Württemberg 260 D H

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinde Deilingen (Hrsg.): Deilingen – Beiträge zur Geschichte. Deilingen, 1985.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 632–633
  3. http://www.deilingen.de/gemeinderat/
  4. https://www.staatsanzeiger.de/staatsanzeiger/wahlen/buergermeisterwahlen/deilingen/
  5. Eichendorff-Plakette 2002 in Blätter des Schwäbischen Albvereins Heft 2/2003, S. 33
  6. http://www.deilingen.de/geschichte/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deilingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Deilingen – in der Beschreibung des Oberamts Spaichingen von 1876