Deinste

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Deinste
Deinste
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Deinste hervorgehoben
Koordinaten: 53° 32′ N, 9° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Fredenbeck
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 27,25 km²
Einwohner: 1999 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21717
Vorwahl: 04149
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 011
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schwingestraße 1
21717 Fredenbeck
Webpräsenz: www.fredenbeck.de
Bürgermeister: Jörg Müller (parteifrei)
Lage der Gemeinde Deinste im Landkreis Stade
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Über dieses Bild

Deinste (plattdeutsch Deinst) ist eine Gemeinde im Landkreis Stade in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Deinste besteht aus zwei Ortsteilen. Die beiden Dörfer Deinste und Helmste sind mit jeweils knapp über 1.200 Einwohnern annähernd gleich groß.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Juli 1972 gehört die ehemalige Gemeinde Helmste zur Gemeinde Deinste.[2]

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen von Deinste sind um 900 Tunstede, 1315 Deinstede, 1383 Deynstede, 1433 Deyenste und 1500 Deynstede. Das Grundwort des Ortsnamens stammt vom niederdeutschen „-stede“ ab, dessen Bedeutung mit „Stelle, Stätte, Siedlungsstelle“ gedeutet werden kann. Im ersten Teil ist ein Personenname zu vermuten. Letztlich ist von einer Grundform „Dein-s-sted-“ auszugehen, die aus einem männlichen Personenname „Dego, Dago“, und „-sted(e)“ besteht. Der Ortsname bedeutet wohl „Siedlung des Dego oder Dago“; „dag“ bedeutet „Tag, glücklicher Tag“. [3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 11. September 2011 trat in der Gemeinde Deinste neben der CDU und der SPD erstmals auch die Freie Wählergemeinschaft - Pro Bürger an. Die CDU musste große Verluste hinnehmen und verlor ihre absolute Mehrheit. Auch die SPD musste starke Verluste hinnehmen, während die Freie Wählergemeinschaft 28,49 % der Stimmen bekam.

Stimmen- und Sitzverteilung:[4]

Partei Stimmen
absolut
Gewinne/Verluste
Stimmen absolut
Stimmen in
Prozent
Gewinne/Verluste
in Prozentpunkten
Sitze Gewinne/Verluste
Sitze
CDU 1262 (−) 577 39,21 (−) 17,60 5 (−) 2
SPD 1039 (−) 359 32,28 (−) 10,90 4 (−) 2
FWG 917 (+) 917 28,49 (+) 28,49 3 (+) 3

Bürgermeister und Gemeindedirektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 29. Oktober 2013 Jörg Müller (SPD).[5] Er folgt seinem am 30. September 2013 verstorbenen Vorgänger Jochen Sturhan (SPD).[6] Zum Jahreswechsel 2015/2016 trat Jörg Müller aus der SPD aus, bei der Gemeindewahl 2016 soll er auf der Liste der CDU als Bürgermeisterkandidat antreten.[7]

Gemeindedirektor ist der parteilose Fredenbecker Samtgemeindebürgermeister Ralf Handelsmann.

ehemalige Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972–1996 Heinrich Klintworth (CDU) †, Ehrenbürgermeister der Gemeinde Deinste[8]
  • 1996–2006 Hans-Wilhelm Schmetjen (CDU)
  • 2006–2011 Marianne Wiebusch (CDU)
  • 2011–2013 Jochen Sturhan (SPD) †

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde Deinste zeigt in Gold über einem halben schwarzen Wasserrad einen silbernen Stechhelm im roten Quadrat.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbar war die Gegend schon in der Jungsteinzeit besiedelt, denn 1,5 km südöstlich des Ortes wurden um einen verlandeten See Grabhügel gefunden. Bei Untersuchungen in den 1950er Jahren wurde dabei auch ein Ganggrab entdeckt.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingeborg Glock (1941–2016), Politikerin (GAL), Schriftstellerin und Satirikerin (Pseudonym: Fanny Müller)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 246.
  3. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  4. http://www.fredenbeck.de/v3/upload/wahl/kw2011/deinste/00_tabelle.html. 4. Februar 2012
  5. tageblatt.de: Jörg Müller wird mit knapper Merheit zum neuen Deinster Bürgermeister gewählt, abgerufen am 29. Oktober 2013
  6. Kreiszeitung Wochenblatt Politik vom 1. Oktober 2013: Bürgermeister von Deinste verstorben (sb), abgerufen am 1. Oktober 2013
  7. Hans-Lothar Kordländer: Kandidatenkür mit Überraschungen. In: tageblatt.de, 23. Januar 2016. Abgerufen am 22. Januar 2016.
  8. http://www.tageblatt-trauer.de/27881244
  9. Hauptsatzung der Gemeinde, § 2.1 Gestaltung des Wappens

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deinste – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien