Dejan Ljubicic

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Dejan Ljubicic
Dejan Ljubicic (2017)
Personalia
Geburtstag 8. Oktober 1997
Geburtsort WienÖsterreich
Größe 187 cm
Position Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
2004–2006 Favoritner AC
2006–2015 SK Rapid Wien
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2015–2017 SK Rapid Wien II 45 (3)
2017–2021 SK Rapid Wien 101 (6)
2017 → SC Wiener Neustadt (Kooperation) 7 (0)
2021– 1. FC Köln 20 (1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2014 Österreich U-17 1 (0)
2015 Österreich U-18 3 (0)
2015–2016 Österreich U-19 2 (0)
2017–2019 Österreich U-21 12 (0)
2021– Österreich 3 (1)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 19. Februar 2022

2 Stand: 6. Juni 2022

Dejan Ljubicic (* 8. Oktober 1997 in Wien[1]) ist ein österreichischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wien geboren, spielte Dejan Ljubicic als Kind zuerst beim Favoritner AC. 2006 kam er in die Jugend des SK Rapid Wien. Nachdem er diverse Jugendmannschaften durchlaufen hatte, rückte er im Sommer 2015 in den Kader der Amateurmannschaft auf.

Sein Debüt für die zweite Mannschaft von Rapid gab er im Juli 2015, als er am ersten Spieltag der Saison 2015/16 gegen den FK Austria Wien II in der Startelf stand, bis er in der 81. Minute ausgewechselt wurde. Zu Saisonende hatte er 20 torlose Spiele zu Buche stehen. In der folgenden Saison absolvierte er 25 Partien, in denen er drei Tore erzielte.

Im Juli 2017 erhielt Ljubicic einen Profivertrag bei Rapid, wurde aber sofort als Kooperationsspieler an den Zweitligisten SC Wiener Neustadt verliehen.[2] Im selben Monat debütierte er in der zweiten Liga, als er am ersten Spieltag der Saison 2017/18 gegen die SV Ried in der Startelf stand.

Im August 2017 wurde er aufgrund des Fehlens von Maximilian Wöber ins Training der Wiener zurückbeordert, hätte aber wieder als Kooperationsspieler für Wiener Neustadt spielen können.[3] Im selben Monat debütierte er für Rapid in der Bundesliga, als er am sechsten Spieltag gegen den LASK in der Startelf stand, bis er in der 78. Minute durch Stephan Auer ersetzt wurde.[1] Im Wintertransferfenster der Saison 2019/20 scheiterte ein Wechsel zum MLS-Franchise Chicago Fire aufgrund einer von den Ärzten von Chicago Fire diagnostizierten Kreuzbandverletzung. Beim SK Rapid Wien wurde nach einhergehender Untersuchung diese Einschätzung nicht geteilt.[4] In vier Spielzeiten bei den Profis von Rapid absolvierte der Defensiv-Allrounde insgesamt 101 Bundesligapartien, in denen er sechs Tore erzielte. In der Saison 2020/21 war er Kapitän der Wiener.

Zur Saison 2021/22 wechselte er nach Deutschland zum 1. FC Köln, bei dem er einen bis Juni 2025 laufenden Vertrag erhielt.[5]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ljubicic absolvierte im Juni 2014 gegen Serbien sein einziges Spiel für die österreichische U-17-Auswahl. Zwischen April und Mai 2015 kam er zu drei Einsätzen für die U-18-Mannschaft.

Im Oktober 2015 absolvierte er gegen die Schweiz sein erstes von zwei Spielen für die U-19-Mannschaft. Im Oktober 2017 debütierte er gegen Armenien für die U-21-Auswahl. Im März 2021 wurde er erstmals in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen.[6] Im Oktober 2021 debütierte er schließlich im Nationalteam, als er in der WM-Qualifikation gegen die Färöer in der 76. Minute für Konrad Laimer eingewechselt wurde.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ljubicics Eltern sind bosnische Kroaten, die vor dem Krieg nach Österreich flohen.[1] Sein Vater Zoran spielte als Stürmer unter anderem für den SKN St. Pölten.[7] Sein Bruder Robert (* 1999) ist ebenfalls Fußballspieler.[8] Dejan Ljubicic wuchs in Pressbaum[9] und in Wien auf.

Ende Dezember 2017 wurde Ljubicic in der bosnischen Stadt Kiseljak vorübergehend wegen Vandalismus festgenommen, weil er und Daniel Sudar Glasflaschen auf eine Moschee geworfen hatten.[10] Von der Rapid-Vereinsführung wurde dieses Vorkommnis aufs Schärfste verurteilt; Ljubicic entschuldigte sich und sagte zu, den Schaden wiedergutzumachen und eine Spende an die betroffene Glaubensgemeinschaft zu leisten.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dejan Ljubicic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Alexander Huber: Ljubicic: „Richtig böse war ich schon lange nicht“. kurier.at, 21. Oktober 2017, abgerufen am 30. Dezember 2017.
  2. Dejan Ljubicic erhält Profivertrag bis 2020. Presseaussendung von SK Rapid Wien, 7. Juli 2017, abgerufen am 30. Dezember 2017.
  3. Aktuelle News rund um die Profimannschaft. Presseaussendung von SK Rapid Wien, 22. August 2017, abgerufen am 30. Dezember 2017.
  4. Ljubicic: Rapid-Abwehrchef statt US-Legionär - derStandard.at. Abgerufen am 13. Juni 2020 (österreichisches Deutsch).
  5. FC verpflichtet Dejan Ljubicic fc.de, am 26. April 2021, abgerufen am 26. April 2021
  6. Franco Foda nominiert Großkader oefb.at, am 16. März 2021, abgerufen am 16. März 2021
  7. Zoran Ljubicic. transfermarkt.at, abgerufen am 30. Dezember 2017.
  8. „Kleiner Bruder“ vor großem Sprung@1@2Vorlage:Toter Link/meinfussball.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. meinfussball.at, am 20. Dezember 2017, abgerufen am 12. Mai 2018
  9. Alexander Huber: Ljubicic: "Richtig böse war ich schon lange nicht". In: Kurier. Telekurier Online Medien GmbH & Co KG, 21. Oktober 2017, abgerufen am 25. Juli 2020.
  10. Wien-Profi schleudert Flaschen gegen Moschee, t-online.de vom 30. Dezember 2017, abgerufen am 1. Januar 2018
  11. Statements zu Medienberichten um Dejan Ljubicic auf der Website des SK Rapid vom 29. Dezember 2017, abgerufen am 1. Januar 2018