Dekanat Meiningen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dekanat Meiningen
Basisdaten
Politische Lage Deutschland, Südthüringen und Westthüringen
Kirchenprovinz Paderborn
Diözese Bistum Erfurt
Metropolit Hans-Josef Becker
Diözesanbischof Ulrich Neymeyr
Dekan Bernhard Bock
Pfarreien 8 (2016)
Katholiken 17.119 (2016)
Ritus Lateinischer Ritus
Liturgiesprache deutsch
Dekanatskirche Unsere Liebe Frau Meiningen

Das Dekanat Meiningen ist eines von 7 Dekanaten im römisch-katholischen Bistum Erfurt.

Das Dekanat liegt im Süden und Westen Thüringens an den Landesgrenzen zu Bayern und Hessen, das im Wesentlichen die Landkreise Wartburgkreis, Gotha, Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen und Sonneberg sowie die kreisfreien Städte Eisenach und Suhl umfasst. Eine Ausnahme bildet ein Großteil der Thüringischen Rhön mit dem Dekanat Geisa, das zum Bistum Fulda gehört. Das Dekanat Meiningen wurde 1949 gegründet und hat seinen Sitz in der Mauergasse 22 in Meiningen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1007 bis 1994 gehörten zum Bistum Würzburg große Teile vom heutigen Südthüringen, das bis 1920 dem Staatsterritorium von Herzogtum und Freistaat Sachsen-Meiningen entspricht. Nachdem Sachsen-Meiningen in dem neugegründeten Land Thüringen aufging, wurde das würzburgische Bischöfliche Kommissariat Meiningen eingerichtet. Bischof Julius Döpfner gründete Angesichts der deutschen Teilung 1949 die Dekanate Meiningen und Saalfeld, um nicht die Bindung zu den würzburgischen Pfarreien in Thüringen zu verlieren. Ab 1958 durften keine Bischöfe mehr in die DDR einreisen, sodass Bischof Josef Stangl 1959 die beiden Thüringer Dekanate zum Generalvikariat ernannte. Generalvikar wurde Dekan Joseph Schönauer, der ab 1967 Bischöflicher Kommissar war. Mit Hilfe des Bistums Würzburg erbaute man von 1967 bis 1972 in Meiningen eine neue Pfarrkirche.

1973 bildete der Vatikan aus den Thüringischen Gebieten der Bistümer Fulda und Würzburg das Bischöfliche Amt Erfurt-Meiningen. Apostolischer Administrator wurde der Erfurter Generalvikar Hugo Aufderbeck, für die Meininger Gebiete standen ihm Weihbischof Karl Ebert (1973/74) und Dieter Hömer (1975–1990) zur Seite. Das Dekanat Meiningen kam schließlich 1994 zum neugegründeten Bistum Erfurt.

Strukturreformen im Bistum Erfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 reduzierte man durch eine Neuordnung des Bistums die Anzahl der Dekanate von 14 auf 7. Des Weiteren wurden 2008 die Pfarrgemeinde St. Kilian in Bad Liebenstein als Filialgemeinde der Pfarrei St. Andreas in Bad Salzungen und die Pfarrgemeinde St. Petrus in Ohrdruf als Filialgemeinde der Pfarrei St. Bonifatius in Gotha zugeordnet. Mit einer ab 2012 begonnenen Strukturreform wird es bis zum Abschluss im Jahr 2020 in den 7 Dekanaten durch Zusammenlegung nur noch 33 Pfarreien geben. Die Pfarrei Friedrichroda wurde bereits 2012 der Pfarrei Gotha zugeordnet. Im Dekanat Meiningen entstehen so aus den einst 9 Pfarreien die 4 Pfarreien Eisenach, Gotha, Meiningen, und Sonneberg.[2]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dekanatssitz – Unsere liebe Frau, Meiningen
St.-Andreas-Kirche, Bad Salzungen
St. Leopold, Hildburghausen
St. Stefan, Sonneberg

Pfarreien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dekanat Meiningen hat 8 Pfarreien und 13 Filialkirchen (Stand: 2016).

Pfarrei Bad Salzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche: St. Andreas, Bad Salzungen

Filialkirche:

Pfarrei Eisenach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche: St. Elisabeth, Eisenach

Filialkirchen:

Pfarrei Gotha[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche: St. Bonifatius, Gotha

Filialkirchen:

Kirche:

  • Christ König, Gotha

Kapelle:

  • Maria Mutter der Kirche, Tabarz

Pfarrei Hildburghausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche: St. Leopold, Hildburghausen

Filialkirche:

Kapelle:

Pfarrei Meiningen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche: Unsere Liebe Frau (Unbefleckte Empfängnis), Meiningen

Filialkirchen:

Kirche:

Pfarrei Schmalkalden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche: St. Helena, Schmalkalden

Kapelle:

Pfarrei Sonneberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche: St. Stefan, Sonneberg

Filialkirche:

  • St. Marien (Muttergottes von der Immerwährenden Hilfe), Gräfenthal

Kirche:

Pfarrei Suhl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche: St. Kilian, Suhl

Filialkirchen:

Kapelle:

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dekanatsjugendseelsorge Meiningen in Eisenach, Anschrift: Alexanderstraße 45, 98544 Eisenach
  • Caritas-Niederlassungen in Eisenach, Gotha, Meiningen und Suhl.
  • Mutter-Kind-Klinik Maria am See, Bad Salzungen
  • Altenpflegeheim Elisabethenruhe, Eisenach
  • Hospiz St. Elisabeth, Eisenach
  • St. Georg Klinikum Eisenach gGmbH, Eisenach
  • Katholische Kindertageseinrichtung St. Elisabeth in Wolfmannshausen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bistum Würzburg, das Bistum zur Zeit der innerdeutschen Teilung
  2. Strukturreform im Bistum Erfurt 2012 (Memento des Originals vom 31. Oktober 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bistum-erfurt.de