Delmenhorster Kreisblatt

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Delmenhorster Kreisblatt
Dk logo weiss.png
Beschreibung Delmenhorster Tageszeitung
Verlag DK Medien GmbH & Co. KG
Erscheinungsweise täglich / sonnabends
Verkaufte Auflage 14.225 Exemplare
(IVW 2/2018, Mo–Sa)
Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke
Herausgeber Jan Dirk Elstermann, Werner F. Ebke, Dirk Schulte Strathaus
Weblink www.dk-online.de

Das Delmenhorster Kreisblatt ist eine in der kreisfreien Stadt Delmenhorst und den umliegenden Ortschaften in den Landkreisen Diepholz und Oldenburg erscheinende Tageszeitung. Die verkaufte Auflage beträgt 14.225 Exemplare, ein Minus von 38,2 Prozent seit 1998.[1] Daneben wird das Sonntags-Anzeigenblatt „Kreisblatt am Sonntag“ verlegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1832 wurde das Delmenhorster Kreisblatt durch den Drucker und Buchbinder Hinrich Rieck erstmals herausgegeben. [2] Seit 1978 erscheint das Delmenhorster Kreisblatt mit lokalen Nachrichten auf der Titelseite. Das Konzept wurde im Laufe der Jahre weiter ausgebaut. Seit 1. Februar 2008 gibt die Zeitung eine eigene Ausgabe für Ganderkesee und den Landkreis Oldenburg heraus. Die lokalen Nachrichten aus Ganderkesee stehen entsprechend dem Konzept der Zeitung auf den ersten Seiten. Von 2004 bis 2010 unterhielt der Verlag keine eigenen Lokalredaktionen mehr. Die Seiten wurden in dieser Zeit von einer Redaktionsgesellschaft (RIECK24 News Service GmbH) zugeliefert, die wiederum Redaktionen in Delmenhorst und Ganderkesee unterhielt. Gesellschafter waren der Chefredakteur des Delmenhorster Kreisblattes Ralf Freitag (seit 2014 Geschäftsführer bei der Lippischen Zeitung [3]) und Verleger Frank Dallmann (bis Juni 2018 beim Delmenhorster Kreisblatt [4]). Die Ausgliederung sorgte für Schlagzeilen, da etliche Altredakteure nach mehreren hintereinandergeschalteten Firmengründungen entlassen wurden. In den Schlagzeilen war das Unternehmen außerdem, weil das Redaktions-Tochterunternehmen nicht nur die Erstellung der Zeitungsinhalte übernahm, sondern zugleich bis 2014 Öffentlichkeitsarbeit für Unternehmen anbot. In Personalunion war DK-Chefredakteur Ralf Freitag gleichzeitig auch Geschäftsführer der PR-Firma,[5] was gemeinhin als Problem für die Unabhängigkeit einer Zeitung betrachtet wird. 2010 produzierte die Zeitung den Regionalteil erstmals selbst. Zuvor hatte sie den Mantel-Teil vom Weser-Kurier (WK) bezogen. Seit diesem Zeitpunkt gehört die Redaktion wieder zum Verlag und ist nicht weiter Bestandteil der Rieck24 News Service GmbH. [6] 2012 stellte sich heraus, dass die wirtschaftliche Lage des Rieck-Verlags nicht gut sei. Der Fokus wurde wieder vermehrt auf die lokale Berichterstattung gelegt und der Anteil an überregionalen Nachrichten verringert.[7]

Am 24. Juni 2014 wurde bekannt, dass die Neue Osnabrücker Zeitung 75 % an der Verlagsgesellschaft DK-Medien aufgekauft hatte, dass der Newsdesk in Delmenhorst aufgelöst und die Mantelseiten von der Osnabrücker Zentralredaktion erstellt lassen werden sollte.[8] Zwei Tage später wurde der Abbau von 30 (von seinerzeit 90 vorhandenen) Arbeitsplätzen angekündigt.[9]

In Folge dessen wurde die redaktionelle Struktur des Delmenhorster Kreisblatts im September 2014 erneut verändert. Die Basis aus der Lokalredaktion in Delmenhorst wird nun durch die überregionale Berichterstattung der Neuen Osnabrücker Zeitung ergänzt. Seit 2015 erscheint das Delmenhorster Kreisblatt in der neuen Verlagsgesellschaft DK Medien GmbH, an der NOZ MEDIEN mit 75 Prozent beteiligt ist.[10] Seit Mitte 2018 ist Jens Wegmann alleiniger Geschäftsführer von DK Medien.[11]

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Delmenhorster Kreisblatt hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 38,2 Prozent gesunken.[12] Sie beträgt gegenwärtig 14.225 Exemplare.[13] Das entspricht einem Rückgang von 8776 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 91,8 Prozent. Entwicklung der verkauften Auflage[14]


Internetportal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1997 ist die Tageszeitung mit einer eigenen Nachrichten-Website im Internet vertreten. Seit der Einführung der digitalen Abo-Modelle im Jahr 2016 ist die Website kostenpflichtig. Pro Monat sind 10 Artikel frei lesbar.[15] Darüber hinaus wurde das Online-Nachrichten-Angebot im März 2018 um sogenannte dk Plus-Artikel ergänzt, die durch die Redaktion ausgewählt werden und immer kostenpflichtig sind. [16]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  2. NOZ Medien plant Beteiligung in Delmenhorst DNV Online. Abgerufen am 3. Juli 2018.
  3. LZ-Geschäftsführer Ralf Freitag im Interview Deine Zukunft in OWL. Abgerufen am 3. Juli 2018.
  4. DK Medien: Jens Wegmann alleiniger Chef, Thorsten Schulze Verlagsleiter In: kress, 22. Mai 2018, abgerufen am 3. Juli 2018.
  5. kress Köpfe: Ralf Freitag In: kress, abgerufen am 3. Juli 2018.
  6. Delmenhorster Kreisblatt - Kleines Blatt ganz groß taz vom 10.12.2010 auf Website Saar und Scher. Abgerufen am 3. Juli 2018.
  7. Delmenhorster Kreisblatt speckt ab In: taz, 7. November 2012, abgerufen am 3. Juli 2018.
  8. Delmenhorster Traditionszeitung verkauft. Artikel in der Nordwest-Zeitung vom 24. Juni 2014. Abgerufen am 24. Juni 2014.
  9. Delmenhorster Kreisblatt baut massiv Stellen ab. Artikel in der Nordwest-Zeitung vom 26. Juni 2014. Abgerufen am 26. Juni 2014.
  10. NOZ Mehrheitsgesellschafter beim „Delmenhorster Kreisblatt“ Website des BDZV. Abgerufen am 3. Juli 2018.
  11. DK Medien: Jens Wegmann alleiniger Chef, Thorsten Schulze Verlagsleiter In: kress, 22. Mai 2018, abgerufen am 3. Juli 2018.
  12. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  13. laut IVW, zweites Quartal 2018, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  14. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  15. Journalistische Qualität in Zeiten des Medienwandels In: Neue Osnabrücker Zeitung, 3. Juli 2016, abgerufen am 3. Juli 2018.
  16. Neue OZ startet mit Angebot „noz+“ In: Neue Osnabrücker Zeitung, 1. März 2018, abgerufen am 3. Juli 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]