Delphi Automotive

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Delphi Automotive PLC
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Rechtsform Public limited company
ISIN JE00B783TY65
Gründung 6. Oktober 2009
Sitz Saint Helier, Jersey
Leitung Kevin P. Clark (Präsident und CEO)[1]
Mitarbeiter 145.000[2]
Umsatz 16,661 Mrd. US-Dollar[2]
Branche Automobilzulieferer
Website www.delphi.com
Stand: 31. Dezember 2016 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2016

Delphi Automotive ist ein Automobilzulieferer mit Sitz in Saint Helier und operativer Hauptzentrale in Gillingham im Vereinigten Königreich.

Delphi betätigt sich als einer der weltweit führenden Zulieferer der Automobilindustrie mit Standorten auf der ganzen Welt. In dem Bereich der Unterhaltungselektronik betätigt sich Delphi mit SDARS-Empfangsgeräten für den mobilen und stationären Empfang.

Die Aktien des Unternehmens werden an der New York Stock Exchange gehandelt und sind im S&P 500 enthalten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Delphi Corporation war ein 1998 gegründeter amerikanischer Automobilzulieferer. Der Konzern hatte sich am 28. Mai 1999 von General Motors getrennt und wurde seither bis zum Delisting an der New Yorker Börse gehandelt (Tickersymbol DPH). Der Ausgabepreis lag bei 17 US-Dollar.

Da die Delphi Corporation bis zum 28. Mai 1999 als Unternehmensteil von General Motors bestand und damit das neue Unternehmen den General-Motors-Aktionären nach wie vor gehörte, bekam jeder General-Motors-Aktionär für zwei General-Motors-Aktien eine Delphi-Gratisaktie. Gleichzeitig fiel der General-Motors-Aktienkurs am 28. Mai 1999 um 8,50 Dollar.

Auf dem europäischen Markt übernahm Delphi im November 2003 die Grundig Car InterMedia System GmbH.

Chapter 11[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Oktober 2005 beantragte das Unternehmen Gläubigerschutz nach dem amerikanischen Chapter 11, vergleichbar dem europäischen und deutschen Schutzschirmverfahren. Betroffen waren nur die US-amerikanischen Teile von Delphi, nicht jedoch die Geschäftssitze außerhalb der USA.

Laut einem am 31. März 2006 veröffentlichten Reorganisierungsplan konzentrierte sich Delphi auf sein Kerngeschäft und trennte sich von anderen Bereichen. Hierdurch wurden weltweit etwa 8.500 Arbeitsplätze abgebaut bzw. an interessierte Firmen weitergegeben. Durch diese Maßnahmen sollte das laufende Chapter-11-Verfahren im ersten Halbjahr 2007 beendet werden.

Wegen der Subprime-Krise der amerikanischen Kreditbanken wurde dieser Schritt erst auf das erste Quartal 2008 verschoben. Es dauerte jedoch bis zum 7. Oktober 2009, bis es vor dem New Yorker Gericht zu einer Einigung kam, um das Chapter 11 Verfahren zu verlassen. Ein zuvor im Juni 2009 geplanter Einstieg des Investors Platinum Equity wurde von den Gläubigern abgelehnt.

Neue Inhaber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Sanierung gingen Teile der Firma zurück an den früheren Mutterkonzern General Motors. Die Reste der alten, nun deutlich kleineren Firma firmierte als DPH Holdings Corporation.[3] Das Kerngeschäft des Automobilzulieferers Delphi kaufte eine Investorengruppe und formierte am 6. Oktober 2009 das neue britische Unternehmen Delphi Automotive.

Delphi Deutschland GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutschland-Zentrale im Wuppertaler Technologiepark

Die deutschen Werke werden von der Delphi Deutschland GmbH betrieben. Diese hat ihren Sitz im Technologiepark im Süden von Wuppertal-Elberfeld. Dort befindet sich auch die Deutschland-Zentrale von Delphi Automotive sowie das Kompetenzzentrum für E-Mobilität.

Die Delphi Deutschland GmbH beschäftigt knapp 2900 Mitarbeiter, 700 davon in der Wuppertaler Zentrale. Der Anteil der GmbH am Umsatz des gesamten Unternehmens beträgt mit 1,2 Milliarden Euro knapp 7,5 %.[4]

Teststrecke für autonom fahrende Autos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Delphi Deutschland erhielt die Genehmigung, ab 1. Januar 2016 eine Teststrecke für autonom fahrende Autos auf öffentlichen Straßen in Wuppertal zu betreiben.[5] Die Bezirksregierung hatte auf Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Wuppertal die Strecke genehmigt. Mit einem umgebauten PKW Typ Audi SQ 5 sollen die Tests beginnen, bei denen ein Ingenieur weiterhin hinter dem Steuer sitzt, um jederzeit ins Geschehen eingreifen zu können.

Die Strecke verläuft größtenteils auf der vierspurig ausgebauten Landesstraße 418, die auch am Standort des Unternehmens vorbei führt. Nach Osten hin verläuft sie bis zum Lichtscheider Kreuz und führt von dort nach Norden in die Obere Lichtenplatzer Straße. Weiter geht es über die Müngstener Straße nach Westen bis zur Kreuzung mit der Oberbergischen Straße, von dort wieder nach Süden auf die Landesstraße 418. Diese setzt sich nach Westen fort und folgt dann der Straße Am Freudenberg nach Süden über die Jägerhofstraße in südwestlicher Richtung. Am Theishahner Kreuz wird in die Küllenhahner Straße eingebogen, kurz danach in die Theishahner Straße nach Süden. Dort geht der Streckenverlauf in östlicher Richtung wieder auf die Landesstraße 418, und endet bei Delphi Deutschland.

Teststrecke für autonom fahrende Autos

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Senior Leadership
  2. a b Form 10-K 2016
  3. US-Autozulieferer Delphi verlässt Insolvenz (AF) auf swissinfo.ch, Artikel vom 7. Oktober 2009
  4. Serie Bergische Marktführer auf wz-newsline.de, Artikel vom 20. September 2012, aufgerufen am 5. Oktober 2012
  5. Andreas Boller: Hier fahren bald Autos ohne Fahrer. In: wz-newsline.de. Abgerufen am 23. August 2015.