Demandware

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Demandware

Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN US24802Y1055
Gründung 2004
Auflösung 2016
Auflösungsgrund Übernahme durch Salesforce
Sitz Burlington, USA
Leitung Thomas Ebling CEO[1]
Mitarbeiterzahl etwa 1000 (Stand 2016)
Umsatz 160.6 Mio. USD (2014)[2]
Branche eCommerce
Softwareentwicklung
Website demandware.de, salesforce.com/de/products/commerce-cloud
Stand: 1. November 2016

Demandware (jetzt Salesforce Commerce Cloud) war ein US-amerikanischer Softwareanbieter für E-Commerce-Shopsysteme. Die Firma entwickelte und vertrieb Ecommerce-Software für Online-Händler. Neben dem Hauptsitz in den USA bestanden weitere Niederlassungen in Frankreich und Deutschland. Die Demandware-Shop-Software war eine Software-as-a-Service-Lösung. Die notwendigen Hardwareressourcen wurden von Demandware zur Verfügung gestellt, sodass sich Kunden lediglich mit Weiterentwicklung und Anpassung ihres Shops beschäftigen mussten.[3]

Seit Ende 2016 ist Demandware im Besitz von Salesforce. Die Standorte bestanden zunächst fort, ebenso oblag die Weiterentwicklung und Betreuung nach wie vor den gleichen Teams. Im Rahmen der Übernahme durch Salesforce erfolgte die Umbenennung des Shop-Systems in Salesforce Commerce Cloud.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 2004 durch Stephan Schambach, dem Mitgründer von Intershop Communications, gegründet.

Demandware war seit dem 15. März 2012 an der New York Stock Exchange notiert. Mit dem Börsengang konnten insgesamt 88 Millionen US-Dollar an Kapital eingespielt werden.[4] Demandware wurde dadurch mit circa 448 Millionen US-Dollar bewertet. Der Einstandspreis der Aktie betrug zum Start 16 US-Dollar.[5] Im September 2015 erreichte die Aktie mit 68,87 Euro ihren bisherigen Höchststand. Im Juni 2016 gab Salesforce.com bekannt,[6] dass sie Demandware zum Preis von 75 US-Dollar je Aktie kaufen wolle.

Nach der vollstreckten Übernahme erfolgte die Umbenennung und Eingliederung in die Cloud-Dienste von Salesforce. Die Produkte und Dienstleistungen von Demandware wurden fortan unter der Marke Salesforce Commerce Cloud weitergeführt.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demandware besaß 2015 elf Standorte weltweit. Der Hauptsitz befand sich in Nordamerika in Burlington/USA, in Europa befanden sich Standorte in Lyngby/Dänemark, Paris/Frankreich, Jena/Deutschland, München/Deutschland, Amsterdam/Niederlande, London/Großbritannien. 2012 wurde eine Niederlassung in Asien in Shanghai/China eröffnet.[7] Demandware beschäftigt an diesen Standorten ca. 550 Mitarbeiter.[8]

Produkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demandware (jetzt Commerce Cloud) war eine Software as a Service-Lösung. Shopbetreiber mussten somit keine eigene Hardware bereitstellen, sondern bezogen die benötigte Rechenleistung von Demandware. Damit sollte eine bedarfsgerechte Skalierung der notwendigen Rechenleistung sowie eine hohe Verfügbarkeit und Geschwindigkeit jedes Online-Shops möglich sein. Die gesamte Architektur des Shop-Systems wurde in mehrere Ebenen aufgeteilt. Käufer in Onlineshops nutzten das sogenannte "Production System" zum Einkauf. Diese Stufe der Architektur war auf hohe Verfügbarkeit und Performance ausgelegt und stellte somit das Frontend der Shoparchitektur dar. Das Production System war via Web Services mit dem "Staging System" verbunden, diese Ebene war die Testumgebung für System und Benutzertest. Mitarbeiter des Marketings und der Contententwicklung arbeiteten auf dieser Ebene. Neuentwicklungen und Veränderungen von Funktionalitäten wurden vom Staging auf das Production System übertragen. Diese beiden Systeme hatten somit in der Regel den gleichen Entwicklungsstand. Die unterste Ebene bildeten das "Development System" und die "Sandboxes". Auf dieser Ebene wurden neue Funktionen entwickelt.[9]

Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltweit nutzten mehr als 308 Kunden Demandware zum Verkauf diverser Arten von Produkten in über 1399 Online-Shops.[10]

Sportartikelhersteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektronikindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modeindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kosmetikindustrie und Gesundheitsindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wettbewerber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Demandware: Demandware Board of Directors 2015. Demandware, abgerufen am 26. Februar 2015.
  2. Demandware: Demandware Pressemitteilung Jahresergebnis 2014. Demandware, archiviert vom Original am 26. Februar 2015; abgerufen am 26. Februar 2015.
  3. Demandware: Demandware Firmenüberblick. Demandware, archiviert vom Original am 18. März 2013; abgerufen am 26. März 2013.
  4. Tino Zippel: Neue Firma von Intershop-Gründer erlöst an der Börse 88 Millionen. OTZ, abgerufen am 26. März 2013.
  5. Reuters: Demandware IPO prices above expected price range. Reuters, abgerufen am 26. März 2013.
  6. Jochen G. Fuchs: Salesforce kauft Demandware: Die Hintergründe zum 2,8-Milliarden-Dollar-Deal. Golem, archiviert vom Original am 2. Juni 2016; abgerufen am 2. Juni 2016.
  7. Demandware: Demandware Standortübersicht. Demandware, archiviert vom Original am 26. Februar 2015; abgerufen am 26. Februar 2015.
  8. Demandware: Fast facts about Demandware. Demandware, abgerufen am 26. Februar 2015.
  9. Demandware: Demandware Architektur. Demandware, archiviert vom Original am 14. Juli 2014; abgerufen am 30. März 2013.
  10. Demandware: Demandware Announces Third Quarter 2015 Financial Results. Demandware, archiviert vom Original am 26. Februar 2015; abgerufen am 11. November 2015.
  11. Puma: PUMA Shop Länderauswahl. Puma, archiviert vom Original am 6. Mai 2013; abgerufen am 26. März 2013.
  12. Patrick Steller: Von Intershop zu Demandware. gruenderszene.de, abgerufen am 26. März 2013.
  13. textilwirtschaft.de: Quiksilver setzt auf Demandware. gruenderszene.de, archiviert vom Original am 14. Juli 2014; abgerufen am 27. März 2013.
  14. Martin Farjah: ADIDAS ERWEITERT ONLINEPRÄSENZ ÜBER DREI KONTINENTE. mobilebusiness, abgerufen am 26. März 2013.
  15. Boots, shoes and more for men, women and kids. Abgerufen am 20. Juni 2018.
  16. Chantal Todé: Columbia Sportswear to launch e-commerce channel with Demandware. direct Marketing News, abgerufen am 2. April 2013.
  17. Demandware: New Balance Launches Multi-Brand, International Digital Commerce with Demandware. Demandware, abgerufen am 2. April 2013.
  18. Demandware: Deckers Outdoor Corporation Powers Global, Multi-Brand eCommerce with Demandware. Demandware, abgerufen am 4. April 2013.
  19. Matthias Hell: Demandware gewinnt Panasonic als Kunden. crn.de, abgerufen am 30. März 2013.
  20. Demandware: Jones Apparel Group Rolls Out Multiple eCommerce Storefronts On Demandware as Part of Aggressive Online Growth Strategy. Demandware, archiviert vom Original am 14. Juli 2014; abgerufen am 2. April 2013.
  21. mittelstandcafe.de: NETRADA launcht die neuen Online-Shops von Lacoste / Das Krokodil nun auch in Deutschland und Großbritannien online. mittelstandcafe.de, abgerufen am 4. April 2013.
  22. mittelstandcafe.de: Fashion eCommerce Spezialist NETRADA bringt die beliebte Schuh-Marke Tamaris ins Netz – Start des Online-Shops im Herbst 2012. mittelstandcafe.de, abgerufen am 4. April 2013.
  23. Demandware: LUSH Cosmetics Freshens up its eCommerce Storefronts with Demandware. Demandware, abgerufen am 5. April 2013.
  24. Medipolis: Über die medipolis Online-Apotheke. Medipolis, archiviert vom Original am 28. März 2013; abgerufen am 10. April 2013.
  25. Demandware: REWE Group Tochter BIPA nutzt Demandware E-Commerce. Demandware, archiviert vom Original am 25. Oktober 2014; abgerufen am 8. April 2013.