Demchugdongrub

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Prinz Demchugdongrub 1937

Demchugdongrub, auch bekannt als Prinz Teh (De) Wang (* 8. Februar 1902, Rechtes Sonid-Banner, Innere Mongolei; † 23. Mai 1966, Hohhot, Volksrepublik China) war ein mongolischer Prinz und Präsident des japanischen Marionettenstaats Mengjiang während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der konservative mongolische Adlige zählte sich zu den Nachfahren Dschingis Khans. 1933 bis 1935 benutzte Demchugdongrub die japanische Bedrohung Chinas zur Formierung einer mongolischen Unabhängigkeitsbewegung. Am 18. Februar 1936 wurde im Osten der Inneren Mongolei der japanische Marionettenstaat Mengjiang gegründet, im Wesentlichen aus den Provinzen Chahar und Suiyuan. Die Autonomie des Landes war jedoch rein theoretischer Natur, da die tatsächliche politische Machtausübung in den Händen der japanischen Besatzer blieb. Formelles Staatsoberhaupt war Demchugdongrub. Die Hauptstadt war Kalgan (Zhangjiakou). Ab 1941 galt Mengjiang formal als autonomes Gebiet unter der Nanjing-Regierung. Im Verlauf der sowjetischen Operation Auguststurm unmittelbar vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Mengjiang von der Roten Armee und der Mongolischen Revolutionären Volksarmee besetzt. Demchugdongrub wurde festgenommen und nach 12 Jahren Gefängnishaft begnadigt. Er starb 1966 in Hohhot, Volksrepublik China.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sechin Jagchid: The Last Mongol Prince: The Life and Times of Demchugdongrob, 1902–1966. 1999, Western Washington University. ISBN 978-0-914584-21-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]