Demjanskschild

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Demjanskschild
Demjanskschild in der 57er Version mit 16 mm Anstecknadel
Stiftungsdekret Demjanskschild

Der Ärmelschild Demjansk ist eine militärische Auszeichnung aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Er wurde am 25. April 1943 gestiftet und an etwa 100.000 deutsche Teilnehmer der Kesselschlacht von Demjansk verliehen.

Die Stiftung der Auszeichnung ein Jahr nach der Schlacht war Teil einer Kampagne von Joseph Goebbels, in der die NS-Propaganda die Kämpfe um Demjansk als „mythisches Heldenepos“ inszenierte, um von der deutschen Niederlage in Stalingrad abzulenken.[1]

Die Größe des Schildes, der auf dem linken Ärmel getragen wurde, betrug 51 x 92 mm.

Der Demjanskschild konnte an alle Wehrmachtsangehörigen und der Wehrmacht unterstellten Personen verliehen werden, die an den Kämpfen im Kessel von Demjansk teilgenommen hatten. So erhielten ihn Soldaten, die im Kessel mindestens 2 Monate im Einsatz waren oder das Verwundetenabzeichen für dortige Verletzungen verliehen bekamen. Piloten, die mindestens 50 Flüge in den Kessel durchgeführt hatten, wurden ebenfalls mit dem Schild ausgezeichnet. Unter Führung des Befehlshabers der Gruppe Demjansk und Generals der Infanterie, Graf Brockdorff-Ahlefeld, wurden die Schilde verliehen.

Laut Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26. Juli 1957 ist das Tragen der Auszeichnung in der Bundesrepublik Deutschland nur ohne nationalsozialistische Embleme gestattet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Ulrich Krantz: Orden und Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland. Maximilian-Verlag, Köln u. a. 1958.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Niels Weise: Eicke. Eine SS-Karriere zwischen Nervenklinik, KZ-System und Waffen-SS. Schöningh, Paderborn 2013, ISBN 978-3-506-77705-8, S. 314f.