Demografie Israels

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Lage des Staates Israel
Demografie Israels 2014
Juden
  
75 %
Araber
  
20,7 %
Andere
  
4,3 %

Die Demografie Israels beschäftigt sich mit der israelischen Bevölkerung. Ein Hauptakteur ihrer Datenerhebung ist das Israelische Zentralbüro für Statistik.

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 zählte Israel 8.222.700 Einwohner, rund 6.135.000 (rund 75,0 %) davon Juden und 1.694.000 (20,7 %) Araber. Andere Einwohner sind rund 351.000 (4,3 %).[1] Israel ist der einzige Staat der Welt, in dem Juden die Bevölkerungsmehrheit stellen. Die jüdische Bevölkerung besteht unter anderen aus Aschkenasim, Misrachim, Sephardim, jemenitischen Juden und äthiopischen Juden. Die meisten arabischen Israelis sind sesshafte Muslime, es gibt aber auch einen nicht geringen Anteil an Beduinen, Christen und Drusen. Zu den Minderheiten in Israel gehören Samaritaner, Armenier, Tscherkessen und Roma. Seit den 2000er Jahren leben in Israel auch mehrere Tausend asiatische Arbeitsmigranten und Asylbewerber aus Afrika.

Auf die Einwohnerzahl bezogen stand Israel 2014 an 96. Stelle aller Länder direkt hinter Österreich und vor der Schweiz.[2]

Die Staatsangehörigkeit wird durch Geburt oder Einbürgerung erworben. Durch das Rückkehrgesetz können grundsätzlich alle Juden, die nach Israel einwandern, die israelische Staatsbürgerschaft bekommen, wobei eine doppelte Staatsangehörigkeit möglich ist.

Das Land wird zu den dichter besiedelten Ländern Asiens gezählt und weist mit 2,62 die höchste Fertilitätsrate der Industriestaaten auf. Die Lebenserwartung in Israel gehört zu den höchsten der Welt und betrug im Jahr 2014 81,28 Jahre: 83,61 Jahre für Frauen und 79,05 Jahre für Männer.

Ethnische Gruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ethnische Zusammensetzung Israels seit 1948

Juden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut dem israelischen Zentralbüro für Statistik waren im Jahr 2008 von Israels 7,3 Millionen Menschen 75,6 Prozent Juden. Unter ihnen waren 70,3 Prozent Sabras (in Israel geborene), meist aus der zweiten oder dritten Generation der Israelis, und der Rest waren Olim (jüdische Einwanderer in Israel).[3][4]

Innerhalb der jüdischen Bevölkerung wird unterschieden zwischen:

  • Aschkenasim, Einwanderer aus Europa und Amerika und deren Nachkommen
  • Sephardim, Einwanderer, deren Vorfahren von der Iberischen Halbinsel stammen
  • Misrachim, Einwanderer aus dem vorderen Orient und Nordafrika und deren Nachkommen
  • Beta Israel, andere Bezeichnung Falaschen, Einwanderer aus Äthiopien und deren Nachkommen
  • Tzabar, andere Bezeichnung Sabra, Bezeichnung derjenigen Kinder, die im Staat Israel zur Welt gekommen sind und nicht einer anderen Gruppe zugehörig sind. Der Begriff leitet sich vom hebräischen Namen für „Kaktusfeige“ ab.

Araber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der arabischen Bevölkerung, 2000

Als arabische Israelis werden von offizieller Seite die arabischen Bürger Israels bezeichnet. Sie selbst bezeichnen sich meist als „palästinensische Bürger Israels“.[5] Sie kommen aus dem ehemaligen Völkerbundsmandat für Palästina und sind entweder im Israelischen Unabhängigkeitskrieg nicht geflüchtet bzw. vertrieben worden oder Nachkommen gebliebener Araber. Im Jahr 2006 lebten in Israel 1.413.500 arabische Israelis, etwa 20 % der Gesamtbevölkerung. Sie leben vor allem im Norden des Landes, aber auch in Städten wie Jerusalem und Tel Aviv.[6]

Mit 82,6 % sind die meisten Araber Sunniten.

Christen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Israel lebt eine bedeutende christliche Minderheit. Etwa 300.000 Christen leben im ganzen Land verteilt. Die meisten von ihnen sind Araber und gehören der Melkitischen Kirche an. Zu den Minderheiten gehören Kopten aus Ägypten, Aramäer und Assyrer mit je 1.000 Gläubigen und die Maroniten mit 7.000 Gläubigen.

Migranten aus Subsahara-Afrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 2000er Jahren leben in Israel auch Migranten aus Subsahara-Afrika. Es wird geschätzt, dass es sich hierbei um mindestens 70.000 Afrikaner aus Eritrea, dem Sudan, Südsudan, Äthiopien und der Elfenbeinküste handelt. Mit 40.000 leben die meisten im Süden Tel Avivs und stellen rund zehn Prozent der Stadtbevölkerung. Die Restlichen leben vor allem im Süden des Landes, insbesondere in den Städten Eilat, Arad und Be’er Scheva.

Nach dem Regierungsantritt Benjamin Netanjahus 2009 wurden afrikanische Migranten zunehmend von Polizei- und Armeekräften aufgegriffen und vorübergehend inhaftiert.[7] Die Regierung begann mit Vorbereitungen für Massenabschiebungen in verschiedene afrikanische Länder, die ursprünglich im April 2018 beginnen sollten.[8]

Anfang April 2018 einigte sich die israelische Regierung mit dem UNHCR darauf, 16.250 der betroffenen Afrikaner vom UNHCR in westliche Industriestaaten umsiedeln zu lassen und die übrigen 16.000 in Israel zu verteilen und zunächst für die Dauer von fünf Jahren nicht abzuschieben.[9] Die westlichen Staaten, die die Menschen offenbar aufnehmen sollten, ließen verlauten, nicht informiert worden zu sein. Die Vereinbarung scheiterte nach wenigen Stunden, weil rechtsgerichtete Parteien Regierungschef Netanjahu die Unterstützung versagten. Sie bestanden darauf, sämtliche Personen der Gruppe aus Israel nach Afrika zurückzuschicken, um keine Anreize für künftige Migranten zu schaffen, sich nach Israel zu begeben.[8]

Weitere ethnische und religiöse Gruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beduinen

Im Süden Israels lebt eine große Zahl von Beduinen. Sie sind Muslime und werden meist zu den Arabern gezählt. 1999 lebten rund 110.000 Beduinen in der Negevwüste, 50.000 in Galiläa und 10.000 im Zentralbezirk.[10]

Ahmadiyya

Die Ahmadiyya-Gemeinde Israels wurde in den 1920er Jahren gegründet. Heute ist Israel das einzige Land im Nahen Osten, wo Ahmadi-Muslime offen ihren Glauben ausüben können, da sie in den muslimischen Staaten nicht als Teil des Islam anerkannt werden. Die Gemeinde hat in Haifa ihren Sitz.

Es ist nicht bekannt, wie viele israelische Ahmadis es genau gibt, die Zahl wird auf 2.200 geschätzt.[11][12][13]

Drusen

Zu den arabischen Bürgern Israels gehören auch Drusen. Ende 2011 lebten 129.800 Drusen in Israel. Sie sind auf 18 Dörfer und Städte verteilt und leben im Norden des Landes. Die meisten Drusen sind israelische Staatsbürger und ziehen ihrer arabischen Identität die israelische vor.

Samariter

Die Samariter sind eine ethnisch-religiöse Gruppe der Levante. Sie leben in dem Dorf Kiryat Luza auf dem Berg Garizim bei Nablus im Westjordanland und in der israelischen Stadt Holon bei Tel Aviv. Die meisten der etwa noch 700 Samariter sind israelische Staatsbürger.

Tscherkessen
Tscherkessen in Kfar Kama
Russischer Laden in Haifa
Treffen zwischen sudanesischen Migranten und israelischen Studenten, 2007

In Israel gibt es auch einige tausend Tscherkessen. Die meisten leben in Kfar Kama (2.000) und Reyhaniye (1.000). Diese beiden Dörfer sind ein Teil der größeren Gruppe von Tscherkessendörfern rund um die Golanhöhen. Die israelischen Tscherkessen genießen, wie die Drusen, einen gewissen Sonderstatus. Männliche Tscherkessen sind aber nicht vom Wehrdienst befreit, Frauen schon.[14]

Nichtjüdische Einwanderer aus der Sowjetunion

In Israel leben etwa 4.000 Armenier. Sie leben vor allem im armenischen Viertel von Jerusalem, aber auch in Tel Aviv, Haifa und Jaffa.[15]

Weitere nichtjüdische Gruppen aus der Sowjetunion sind vor allem Russen und Ukrainer. Zu den Minderheiten gehören Georgier und Finnen. Obwohl die meisten Finnen in Israel entweder finnische Juden oder deren Nachkommen sind, gibt es eine kleine Anzahl von finnischen Christen. Sie zogen vor allem während des Zweiten Weltkriegs aus den von der Sowjetunion im Winterkrieg annektierten Gebieten nach Israel. Insgesamt gibt es in Israel 40.000 nichtjüdische Einwohner aus der UdSSR.

Bahai

In Israel befindet sich in Haifa mit dem Schrein des Bab ein Heiligtum des Bahaitums. Die aus rund 14.000 Menschen (Stand 2000) bestehende ethnische Gruppe besteht aus verschiedenen Gruppen und lebt überwiegend in Haifa.[16][17][18][19][20]

Ost- und südostasiatische Migranten

In Israel leben etwa 100.000 bis 250.000 Arbeitsimmigranten aus den folgenden Ländern Ost- und Südostasiens: China, Thailand[21], Vietnam, Japan und den Philippinen. Die älteste Gruppe unter ihnen sind die Vietnamesen, deren Anzahl aber nur auf etwa 200 bis 400 geschätzt wird. Sie wurden von der israelischen Regierung unter Menachem Begin während des Vietnamkriegs in den 1970er Jahren aufgenommen. Die Anzahl der Arbeitsmigranten in agrikulturellen Großbetrieben aus Thailand wird derzeit auf etwa 20.000 geschätzt.[22] Eine weitere wichtige ostasiatische ethnische Gruppe sind die Chinesen. In Israel leben etwa 23.000.

Sinti und Roma

Sinti und Roma kamen in den späten 1940er und den frühen 1950er Jahren nach Israel. Ihre Zahl ist unbekannt. Die meisten kommen aus den Ländern des Ostblocks und Indien. Vor allem Roma werden von Teilen der israelischen Bevölkerung nicht akzeptiert und diskriminiert. Die meisten leben daher eher zurückgezogen.

Bevölkerungswachstum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungswachstum Israels seit 1948
Einwohnerzahl und demografisches Wachstum (%)
Bezirk 2010 2011 2012 2013
Bezirk Jerusalem 945.000 2,3 968.800 2,5 987.400 2,0 1.008.400 2,1
Nordbezirk 1.279.200 1,7 1.304.600 2,0 1.320.800 1,6 1.341.500 1,6
Bezirk Haifa 913.000 1,6 926.700 1,5 939.000 1,5 951.900 1,4
Zentralbezirk 1.854.900 2,2 1.894.400 2,1 1.931.000 2,2 1.976.300 2,3
Bezirk Tel Aviv 1.285.000 0,6 1.295.000 0,8 1.318.300 1,1 1.331.300 1,0
Südbezirk 1.106.900 2,1 1.121.600 1,3 1.146.600 2,0 1.168.600 1,9
Judäa und Samaria 311.100 4,9 325.500 4,6 341.400 5,0 356.500 4,4
Total 7.695.100 1,9 7.836.600 1,8 7.984.500 1,9 8.134.500 1,9

Geburten- und Todesrate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Informationen stammten aus dem Statistical Abstract of Israel.[23]

Fruchtbarkeitsrate
Population 2010 2011 2012 2013
Juden 2,97 2,98 3,04 3,05
Muslime 3,75 3,51 3,54 3,35
Drusen 2,48 2,33 2,26 2,21
Christen 2,14 2,19 2,17 2,13
Andere 1,64 1,75 1,68 1,68
Total 3,03 3,00 3,05 3,03
Geburtenrate (‰)
Population 2010 2011 2012 2013
Juden 21,0 20,8 21,1 21,0
Muslime 27,8 26,3 26,3 24,9
Drusen 20,0 19,2 18,2 17,7
Christen 16,5 16,8 16,6 16,3
Total 21,8 21,4 21,6 21,3
Sterblichkeit (‰)
Population 2010 2011 2012 2013
Juden 5,9 6,0 6,1 5,9
Muslime 2,5 2,6 2,6 2,5
Drusen 3,0 2,9 3,2 2,9
Christen 5,0 4,7 5,1 4,8
Total 5,2 5,3 5,3 5,2
Natürliche Wachstumsrate (‰)
Population 2010 2011 2012 2013
Juden 15,1 14,7 15,0 15,1
Muslime 25,3 23,8 23,7 22,4
Drusen 17,0 16,3 15,0 14,8
Christen 11,5 12,1 11,5 11,5
Total 16,6 16,1 16,3 16,1

In den letzten Jahren war unter der muslimisch-arabischen Bevölkerung und unter den ultraorthodoxen Juden (Haredim) ein Rückgang der Fruchtbarkeitsrate zu verzeichnen. Die der Muslime sank von 4,6 im Jahr 2005 auf 3,5 im Jahr 2010 und die der ultraorthodoxen Juden von 7,5 auf 6,5.[24]

Bei den Beduinen in der Negevwüste sank sie von durchschnittlich zehn Kindern 1998 auf 5,7 im Jahr 2009 ebenfalls.[25]

Städte und Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haifa

Etwa 3,1 Millionen Israelis, etwa 45 % der Gesamtbevölkerung des Landes, lebten 2010 in Großstädten.

Die größten Agglomerationen in Israel waren am 1. Januar 2008:[26]

  1. Tel Aviv-Jaffa: 3.268.479 Einwohner
  2. Jerusalem: 1.264.640 Einwohner
  3. Haifa: 1.182.173 Einwohner
Die sechs größten Städte Israels[4]
Stadt Einwohner Bezirk
Jerusalem 933.200 Bezirk Jerusalem
Tel Aviv 405.300[27] Bezirk Tel Aviv
Haifa 268.200 Bezirk Haifa
Rischon LeZion 228.200 Zentralbezirk
Aschdod 208.100 Südbezirk
Be’er Scheva 194.300 Südbezirk

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionen
Jahr Juden Muslime Christen Drusen Andere
1950 87,8 % 08,5 % 2,6 % 1,1 % 0,0 %
1960 88,9 % 07,7 % 2,3 % 1,1 % 0,0 %
1970 85,4 % 10,9 % 2,5 % 1,2 % 0,0 %
1980 83,7 % 12,7 % 2,3 % 1,3 % 0,0 %
1990 81,9 % 14,1 % 2,4 % 1,7 % 0,0 %
2000 77,8 % 15,2 % 2,1 % 1,6 % 3,2 %
2010 75,4 % 17,2 % 2,0 % 1,7 % 3,8 %
2011 75,3 % 17,3 % 2,0 % 1,7 % 3,8 %
2012 75,1 % 17,4 % 2,0 % 1,6 % 3,9 %
2013 75,0 % 17,5 % 2,0 % 1,6 % 3,9 %
Religiosität der israelischen Juden
(ab dem Alter von 20 Jahren) nach Jahr
Religiöses Empfinden 2008 2009 2010 2011 2012
Liberal 41,7 % 41,4 % 43,5 % 42,5 % 43,9 %
Konservativ 40,2 % 38,5 % 38,1 % 38,4 % 36,2 %
Orthodox 09,8 % 11,7 % 09,6 % 10,0 % 09,9 %
Ultraorthodox 08,0 % 08,2 % 08,8 % 08,8 % 09,4 %

Atheismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Einwohner Israels sind religiös und glauben an die Existenz Gottes, wobei es große Unterschiede unter den einzelnen Bevölkerungsgruppen gibt. Die Religiosität nimmt in Israel, im Gegensatz zu den meisten anderen Industriestaaten der westlichen Welt, nicht kontinuierlich ab, sondern bleibt konstant.

Bei einer Umfrage 2009 des Guttman Zentrums unter israelischen Juden kam es zur folgenden Verteilung:

  • Ich glaube an die Existenz Gottes: 80 %
  • Ich glaube nicht an die Existenz Gottes: 20 %

Immigration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 2,5 Millionen Juden sind zwischen der Staatsgründung 1948 und 1994 nach Israel emigriert. 65 % der Einwanderer sind aus Europa und Amerika, 19 % aus Afrika und 15 % aus Asien.[28]

Jüdische Immigration nach Israel nach Periode und Kontinent
Periode der Immigration Amerika Europa Afrika Asien Total
1948–1951 5.140 326.786 93.951 237.352 687.624
1952–1954 2.971 9.748 27.897 13.238 54.676
1955–1957 3.632 48.616 103.846 8.801 166.492
1958–1960 3.625 44.595 13.921 13.247 75.970
1961–1964 14.841 77.537 115.876 19.525 228.793
1965–1968 9.274 31.638 25.394 15.018 82.244
1969–1971 33.891 50.558 12.065 19.700 116.791
1972–1974 26.775 102.763 6.821 6.345 142.753
1975–1979 29.293 77.167 6.029 11.793 124.827
1980–1984 25.230 35.508 15.711 6.912 83.637
1985–1989 19.301 36.461 7.700 6.563 70.196
1990–1994 17.220 553.622 32.157 5.900 609.322
Total 191.193 1.394.999 461.368 364.394 2.443.325

Altersstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungspyramide aus 2010
  • 0–14 Jahre: 26,1 % (Männer 858.246/Frauen 818.690)
  • 15–64 Jahre: 64,2 % (Männer 2.076.649/Frauen 2.046.343)
  • 65 Jahre und mehr: 9,8 % (Männer 269.483/Frauen 357.268) (2007)
Durchschnittsalter nach Religion
  • Total: 29,7 Jahre
  • Juden: 31,6 Jahre
  • Muslime: 21,1 Jahre

Eheschließungen und Scheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab es in Israel 47.855 Eheschließungen. Zur gleichen Zeit gab es 13.042 Scheidungen. Ehen innerhalb der jüdischen Bevölkerung werden in der Regel in einem höheren Alter geschlossen, während bei den jungen Israelis im Alter von 25 bis 29 Jahren 64,5 % der Männer und 46,1 % der Frauen unverheiratet waren.

Bei der muslimischen Bevölkerung betrug der Anteil der unverheirateten Männer 44,5 % und der der unverheirateten Frauen 19 %.

Bevölkerungsdichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsdichte Israels 2008

Im Jahr 2011 betrug die Bevölkerungsdichte 347 Einwohner pro km² (ohne Judäa und Samaria), verglichen mit 288 Einwohnern pro km² im Jahr 2000.

Die höchste Bevölkerungsdichte wies der Bezirk Tel Aviv (7.522 Einwohner pro km²) auf. Auch eine relativ hohe Bevölkerungsdichte hat

Die niedrigste Bevölkerungsdichte haben

Die höchste Bevölkerungsdichte hat mit 22.145 Einwohnern pro km² die vorwiegend von ultra-orthodoxen Juden bewohnte Stadt Bnei Berak bei Tel Aviv.

Alphabetisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alphabetisierungsrate betrug 2014 97,8 % und war damit die höchste des Nahen Ostens und eine der höchsten Asiens.

  • Männer: 98,7 %
  • Frauen: 95,8 %

Bei der Alphabetisierung gibt es aber unter den einzelnen ethnischen Gruppen gewisse Unterschiede. Die höchste Rate weisen die israelischen Juden auf.[29]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die am meisten gesprochenen Sprachen sind Hebräisch, Arabisch und Russisch.[30]

Weitere wichtige Sprachen sind Jiddisch, Englisch, Spanisch und Französisch.[31]

Prognosen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2013 legte das israelische Zentralbüro für Statistik einen Bericht vor, der das Wachstum der israelischen Bevölkerung auf 11,4 Millionen Einwohner im 2035 datierte. Die jüdische Bevölkerung wird auf 8,3 Millionen heranwachsen, wird aber nur noch 73 % der Gesamtbevölkerung stellen. Die arabische Bevölkerung wird auf 2,6 Millionen oder 23 % heranwachsen. Etwa 2,3 Millionen Menschen werden Muslime sein und 20 % stellen. Die Drusen werden auf 185.000 und die restlichen Christen auf 152.000 heranwachsen. Der Anteil der ultraorthodoxen Juden wächst von 10 % auf 30 % der jüdischen Bevölkerung an.[32]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Demografie Israels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Israel's Population on the Eve of Independence Day (Hebrew only). The State of Israel, Central Bureau of Statistics, archiviert vom Original am 5. Juni 2014; abgerufen im 12. Juni 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www1.cbs.gov.il
  2. List of countries by population. in der engl. Wikipedia
  3. Population, by Population Group. In: Monthly Bulletin of Statistics. Israel Central Bureau of Statistics. 31. Dezember 2013. Archiviert vom Original am 3. Februar 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www1.cbs.gov.il Abgerufen am 17. Februar 2014.
  4. a b CBS Statistical Abstract of Israel, 2009: Table 2.24 – Jews, by country of origin and age (PDF) Abgerufen am 22. März 2010.
  5. Nabila Espanioly: Eine Minderheit, die nicht mehr schweigt. In: Rosa-Luxemburg-Stiftung Israel Office. 22. September 2016, abgerufen am 24. Mai 2017.
  6. Selected Statistics on Jerusalem Day 2007 (Hebrew). Israel Central Bureau of Statistics. 14. Mai 2007.
  7. Ulrich Schmid: Flüchtlinge in Israel: Mahlzeit, Hotel und Billett einfach nach Uganda. In: Neue Zürcher Zeitung. 10. Juni 2015, abgerufen am 27. Dezember 2017.; Reut Michaeli: Fremdenhass als Mittel der Politik. In: Rosa-Luxemburg-Stiftung Israel Office. 15. Dezember 2017, abgerufen am 27. Dezember 2017.
  8. a b Jochen Stahnke: Druck von rechts. Netanjahu löst unterschriebenes Flüchtlingsabkommen auf. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 3. April 2018.
  9. Tamara Zieve: Israel reaches deal with U.N. to resettle asylum seekers in Western states. In: Jerusalem Post vom 2. April 2018.
  10. Yosef Ben-David: The Bedouin in Israel. Israel Ministry of Foreign Affairs. 1. Juli 1999. Abgerufen am 5. April 2013.
  11. Kababir and Central Carmel – Multiculturalism on the Carmel. Abgerufen am 17. Februar 2015.
  12. Kababir– a neighborhood that was formerly an Arab village. In: visit-haifa.org. 2017, archiviert vom Original am 17. Februar 2017; abgerufen am 24. Mai 2017 (englisch).
  13. Kababir. Israel and You. Abgerufen am 17. Februar 2015.
  14. The Circassians in Israel. In: Circassianworld.com. Mai 2001, archiviert vom Original am 31. Mai 2013; abgerufen am 24. Mai 2017 (englisch).
  15. Joyce M. Davis. Jerusalem’s Armenian Quarter. Catholic Near East Welfare Association.
  16. Nechemia Meyers (1995). "Peace to all nations - Baha'is Establish Israel's Second Holy Mountain". The World & I. Retrieved Mar 5, 2015
  17. Donald H. Harrison (April 3, 1998). "The Fourth Faith". Jewish Sightseeing (Haifa, Israel). Retrieved Mar 5, 2015
  18. World Religions in America: An Introduction - Page 264, Jacob Neusner - 2003
  19. David B. Barrett, World Christian Encyclopedia (2001)
  20. Global Institutions of Religion, page 88, Katherine Marshall - 2013
  21. Matan Kaminer: Ein einsamer Songkran in der Arava. In: Rosa-Luxemburg-Stiftung Israel Office. 8. März 2017, abgerufen am 24. Mai 2017.
  22. A Raw Deal. Abuse of Thai Workers in Israel's Agricultural Sector. In: Human Rights Watch. 21. Januar 2015, abgerufen am 24. Mai 2017 (englisch).
  23. Statistical Abstract of Israel (Memento des Originals vom 14. August 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www1.cbs.gov.il
  24. In Israel, Haredi and Muslim Women Are Having Fewer Children
  25. Demographic Trends in Israel
  26. World Gazetteer: Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deBallungsräume in Israel
  27. לוח 3.- אוכלוסייה( 1), ביישובים שמנו מעל 2,000 תושבים, abgerufen am 29. September 2012.
  28. William Berthomière, « L’émergence d’une Tel-Aviv cosmopolite ou les effets d’un fin mélange entre reconfigurations sociopolitiques internes et externes », Cahiers de la Méditerranée En ligne, 67 | 2003, mis en ligne le 25 juillet 2005
  29. Literacy. In: The World Factbook. CIA. Abgerufen am 3. Juli 2015.
  30. http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Immigration/immigration_by_country2.html
  31. Calvin Goldscheider: Israel's Changing Society: Population, Ethnicity & Development. Westview Press, 2002, ISBN 978-0-8133-3917-7
  32. Peering into the crystal ball: How Israel will look, statistically, in 2035 – Haaretz