Demografie der Schweiz

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Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz umfasste am 31. Dezember 2018 8,545 Mio. Einwohner. Das Bevölkerungswachstum beträgt seit dem Jahr 1999 jährlich rund 1 %. Der Ausländeranteil ist im gleichen Zeitraum von 19,4 % auf 25,1 % gestiegen. Die Zahl der Personen mit Schweizer Staatsbürgerschaft stieg um 11 % von 5'757'000 (1999) auf 6'396'000 (2018) Personen, derjenige der ausländischen Personen um 53 % von 1'407'000 Personen (1999) auf 2'148'000 (2008). Der Anteil von Personen im Alter bis 19 Jahre fiel von 23,2 % auf 20,0 %, der für Personen ab 65 Jahre stieg von 15,3 % auf 18,5 %. Die Zahl der Lebendgeburten fiel leicht von 11,1 auf 10,3 je 1000 Einwohner.[1]

Vergleiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[2][3]

Bevölkerungsentwicklung 2010 bis 2018

Ständige Wohnbevölkerung 1861 bis 2018 nach Angaben des BfS

Zusätzlich leben im Jahr 2018 in der Schweiz als Nichtständige Bevölkerung 76'166 Personen, im Jahr 2010 waren dies 70'835 Personen.[4]

Im Ausland leben im Jahr 2018 760'230 Schweizer, davon haben 192'477 Personen nur die Schweizer Staatsbürgerschaft und 567'756 Personen mehrere Staatsbürgerschaften. Ende 2019 ist die Zahl auf 770'871 Personen angestiegen. Ein Grossteil davon sind eingebürgerte Schweizer, die in ihr Heimatland zurückgezogen sind.[5] Betrug die Zahl der jährlichen Einbürgerungen im Jahr 2011 36'012 Personen, stieg sie 2018 auf 42'493 Personen. Davon waren (Länder mit mehr aus 1000 Personen): 6136 aus Deutschland, 5066 aus Italien, 3285 aus Portugal und 2852 aus Frankreich, 1644 aus der Türkei, 1606 aus Nordmazedionien, 1460 aus Spanien, 1440 aus Serbien und 1029 aus dem Vereinigten Königreich. Bezüglich des oben dargestellten Wachstums der Personenzahl mit Schweizer Staatsbürgerschaft (seit 2014 jährlich rund 39'000 Personen) muss man feststellen, dass die Zahl der Einbürgerungen etwa die gleiche Grösse aufweist, der Zuwachs weniger durch Geburtenüberschuss innerhalb dieser Gruppe entstand.[6]

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ständige Wohnbevölkerung am Jahresende: 8'544'527
    • Ausländer: 2'148'275 (25,1 %)
  • Männer: 4'237'121 (in %: 49,6)
  • Frauen: 4'307'406 (in %: 50,4)

Altersgruppen und Geschlecht

Altersgruppen (Jahre) Zahl männlich in % männlich Zahl weiblich in % weiblich Gesamt in %
0–19 879030 20,7 830428 19,3 1709458 20,0
20–39 1151607 27,2 1116322 25,9 2267929 26,5
40–64 1503433 35,1 1486406 34,5 2989839 35,0
65–79 534835 12,6 598814 13,9 1133649 13,3
> 79 168216 4,0 275436 6,4 443652 5,2
Total 4237121 4307406 8544527
in % 49,6 50,4
  • Geburtenüberschuss je 1000 Einwohner: 2,4
  • Todesfälle je 1000 Einwohner: 7,9
  • Wanderunssaldo je 1000 Einwohner: 4,7
  • Jährliche Wachstumsrate der Bevölkerung (in %): 1
  • Lebenserwartung bei der Geburt (Jahre)
    • Männer: 81.7
    • Frauen: 85.4
  • Scheidungen je 1000 Einwohner: 1,9 (Scheidungsziffer: 40 %)

Prognose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Resultate der drei neuen vom Bundesamt für Statistik (BFS) ausgearbeiteten Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz sowie zur Entwicklung der Erwerbsbevölkerung sind eine markante Alterung der Wohnbevölkerung zwischen 2005 und 2035 und eine rückläufige Erwerbsbevölkerung ab 2015.

Seit 1984 veröffentlicht das Bundesamt für Statistik im Auftrag des Bundesrates und in Zusammenarbeit mit dem Perspektivstab der Bundesverwaltung periodisch Bevölkerungsszenarien für die Schweiz. Die Bevölkerungsszenarien dienen als Grundlage für die Vorausschätzungen des Bundes, insbesondere für die Wirtschaftsszenarien.

Zwei Alternativszenarien befassen sich eingehender mit der Alterung der Bevölkerung. Das eine baut auf einer Hypothesenwahl auf, bei der das Verhältnis der Anzahl der mindestens 65-Jährigen zur Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (20–64) am stärksten ansteigt. Schliesslich kann auf Grund von 9 Varianten des Szenarios «Trend» untersucht werden.

Im Jahr 2050 werde laut Bundesamt für Statistik (BFS) die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz von 8,6 Millionen Personen Ende 2019 auf 10,4 Millionen ansteigen. In erster Linie sei dies der Migration zuzuschreiben. Das Ausmass hänge von den sozioökonomischen und politischen Entwicklungen in der Schweiz ab. Das Bevölkerungswachstum werde rund um Zürich und Genf am stärksten ausfallen.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BfS: Bevölkerungsdaten im Zeitvergleich, 1950-2018 auf bfs.admin.ch
  2. STAT-TAB: Die interaktive Statistikdatenbank, Bevölkerungsentwicklung nach institutionellen Gliederungen, 1850–2000. Schweizerische Eidgenossenschaft, abgerufen am 29. August 2019.
  3. STAT-TAB: Die interaktive Statistikdatenbank, Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung. Schweizerische Eidgenossenschaft, abgerufen am 29. August 2019.
  4. STAT-TAB – interaktive Tabellen (BFS) Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung auf pxweb.bfs.admin.ch
  5. STAT-TAB – interaktive Tabellen (BFS): Auslandschweizer nach Wohnsitzstaat, Bürgerrecht, Geschlecht und Altersklasse auf pxweb.bfs.admin.ch
  6. STAT-TAB – interaktive Tabellen (BFS): Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach Kanton, Art des Erwerbs, Geschlecht, Alter und ehemalige Staatsangehörigkeit auf pxweb.bfs.admin.ch
  7. [https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-79240.html Bevölkerungsentwicklung von 2020 bis 2050: Wachstum, Alterung und Konzentration rund um die grossen Städte Medienmitteilung Bundesrat vom 28. Mai 2020