Demografie

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Dieser Artikel behandelt die Bevölkerungswissenschaft – zur Untersuchung der Gesellschaftsstruktur siehe Sozialstrukturanalyse.
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Die Demografie, Demographie (altgriechisch démos „Volk“, und graphé „Schrift, Beschreibung“) oder Bevölkerungswissenschaft ist eine Wissenschaft, die sich statistisch und theoretisch mit der Entwicklung von Bevölkerungen und ihren Strukturen befasst. Sie untersucht ihre alters- und zahlenmäßige Gliederung, ihre geografische Verteilung sowie die umweltbedingten und sozialen Faktoren, die für Veränderungen verantwortlich sind. Die Erforschung der Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten in Zustand und Entwicklung der Bevölkerung wird vor allem mit Hilfe der Statistik erfasst und gemessen, wofür Beschreibungs- und Erklärungsmodelle entwickelt werden (siehe auch Amtliche Statistik).

Die Demografie besteht aus vier großen Fachgebieten, die sich schwerpunktmäßig mit folgenden Theorien befassen:

  • Theorien der Fertilität zur Geburtenzahl
  • Theorien der Migration zur Aus- und Einwanderung
  • Theorien der Mortalität zur Sterblichkeitsrate
  • Theorien zur Struktur des Bevölkerungsbestandes

Geschichte und Untersuchungsobjekte der Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte der Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Begründer der Demografie gilt der deutsche Statistiker und Theologe Johann Peter Süßmilch (1707-1767). Besonderen Ruhm erlangte Süßmilch durch sein 1741 erschienenes Werk Die göttliche Ordnung in den Veränderungen des menschlichen Geschlechts. Bereits vorher beschäftigte sich der Mathematiker und politische Berater Gottfried Wilhelm Leibnitz (1646-1716) mit statistischen Themen zur Bevölkerungsentwicklung. Jedoch hatte Süßmilch sich auf systematische Forschung fokussiert und analysierte dazu jahrzehntelang Kirchenbücher und amtliche Familienregister.[1][2] Er führte Berechnungen z.B. zu Säuglingssterblichkeitsraten und der Größe von Populationen einer Stadt oder Region durch. Des Weiteren beschäftigte sich auch der britische Ökonom und ehemalige Pfarrer Thomas Robert Malthus (1766-1834) mit Bevölkerungsfragen. [1][2] Er veröffentlichte im Jahr 1798 das berühmte Werk An Essay on the Principle of Population.

Untersuchungsobjekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Demografie beschreibt, analysiert und erklärt (bzw. versucht zu erklären) insbesondere:

  • die Bevölkerungsstrukturen (Zusammensetzung der Bevölkerung aus Gruppierungen, die sich durch bestimmte Merkmale voneinander unterscheiden, z. B. Alter, Geschlecht, Nationalität, Zugehörigkeit zu Haushalten bestimmter Größe, Lebensstile und -gewohnheiten),
  • die Bevölkerungsbewegungen, namentlich
    • die räumlichen Bevölkerungsbewegungen (Wanderungen, räumliche Mobilität, Migration),
    • die natürlichen Bevölkerungsbewegungen (Geburten als Ergebnis der Fertilität, Sterbefälle als Ergebnis der Mortalität) sowie die mit diesen Bewegungen im Zusammenhang stehenden Verhaltenskomplexe (z. B. Heirats- und Scheidungsverhalten)
  • die Bevölkerungsentwicklungen (z. B. Veränderung der Bevölkerung nach Zahl und Altersstruktur), die aus Ausgangsbestand, Alters- und Geschlechtsstruktur einer Bevölkerung sowie den Bevölkerungsbewegungen und deren Änderungen resultieren,
  • die Bevölkerungsverteilung und deren Veränderungen,
  • als historische Demografie die Bevölkerungsgeschichte.

Objekte der Untersuchungen können sich jeweils in einem Staat befinden. Daneben gibt es, allerdings aufgrund der verschiedenen Erfassungsmethoden erschwert, Übersichten zu ganzen Kontinenten oder zur Weltbevölkerung.

Methodik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der Volksrepublik China 1950–2007

Ihre Daten bezieht die Bevölkerungswissenschaft aus der laufend fortgeschriebenen Statistik, aus Stichproben, Befragungen und aus Volkszählungen.

Zur Untersuchung demografischer Prozesse (also der Bevölkerungsbewegung) werden neben verschiedenen, statistischen Kennziffern wie Geburtenrate, Zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer, Sterberate, Migrationsrate, Lebenserwartung, etc. auch grafische Darstellungen wie die Alterspyramide verwendet.

Bei der Fruchtbarkeitsrate wird zwischen der Zusammengefassten Fruchtbarkeitsziffer (engl. total fertility rate (TFR)) und der Kohortenfertilität (engl. cohort fertility rate (CFR)) unterschieden. Die TFR gibt an wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens theoretisch gebären würde, wenn sie in jedem Altersabschnitt ihres Lebens das heute für Frauen dieses Altersabschnittes typische Gebärverhalten zeigen würde. Die TFR wird kritisiert, da sie oft nicht das tatsächliche Geburtenniveau widerspiegelt und Veränderungen des Geburtenverhaltens zu zu hoher oder zu niedriger TFR führen können. Daher ist es üblich die so genannte zeitadaptierte TFR zu berechnen, von der man annimmt, dass sie die tatsächliche Fruchtbarkeit besser widerspiegelt. Die CFR gibt an, wie viele Kinder Frauen einer bestimmten Alterskohorte tatsächlich zur Welt gebracht haben. Sie ist leichter zu interpretieren als die TFR.[3]

Für die vorstatistische Zeit (also vor 1850) werden derartige Daten durch die Auswertung von Kirchen- und Ortsfamilienbüchern sowie durch andere Quellen berechnet.

Soweit die Demografie Prognosen über zukünftige Bevölkerungsentwicklungen erstellt, ist sie – wie jede Prognose – auf Annahmen angewiesen, insbesondere zum künftigen Geburtenverhalten, zur Sterblichkeit und zur Zu- und Abwanderung. Wie groß die dadurch entstehende Unsicherheit und damit auch die potentielle Beeinflussbarkeit der Bevölkerungsentwicklung ist, hängt einerseits vom betrachteten Einflussfaktor, andererseits vom betrachteten Aspekt ab.

Betrachtet man etwa den Aspekt der Gesamtzahl einer Bevölkerung, so schlagen Veränderungen des Geburtenverhaltens nur langsam auf deren Entwicklung durch, denn die 30-, 50- oder 80-Jährigen von morgen sind heute bereits geboren. Außerdem wird die zahlenmäßige Stärke der nachkommenden Generationen entscheidend nicht nur durch die Geburtenraten bestimmt, sondern auch von der Stärke der jeweiligen Elterngeneration. Würde daher z. B. in Deutschland von heute auf morgen eine dauerhaft bestandserhaltende Geburtenrate von etwa 2,1 Kindern pro Frau erreicht, so würde sich die Bevölkerungszahl erst viel später stabilisieren, wenn nämlich die heute geborenen Menschen gestorben sind – und dies auf dem Niveau einer deutlich verringerten Gesamtbevölkerung, welche durch die Stärke der jetzt fruchtbaren Generation bestimmt wird. Selbst bei höheren Geburtenraten würde die Gesamtbevölkerung, bedingt durch die schwache Elterngeneration, eine ganze Weile lang zurückgehen. Die Zusammensetzung der Bevölkerung, etwa die Zahl der Schüler, Studenten oder der Altenquotient, ändert sich hingegen schneller. Andere Faktoren, etwa Zu- und Abwanderung oder gar Kriege und Seuchen, können die Bevölkerungsentwicklung rascher beeinflussen.

Da Prognosen ein wesentlicher Bestandteil der demografischen Arbeit sind, ist es nötig, Annahmen zu bestimmten Faktoren treffen und versuchen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit zu bestimmen. Dazu ist oft der Rückgriff auf andere Forschungsgebiete, etwa die Soziologie, notwendig.

Fertilitätstheorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fertilitätstheorien befassen sich mit den Gründen für Fertilitätsentscheidungen in Bevölkerungen. Dabei spielen insbesondere die folgenden demografischen Phänomene eine entscheidende Rolle:

Ökonomische Theorie der Fertilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ökonomische Theorie der Fertilität[4][5] von Harvey Leibenstein und Gary S. Becker gilt als eines der überzeugendsten theoretischen Modelle, um das global sehr unterschiedliche Fertilitätsverhalten von Bevölkerungen zu erklären. Insbesondere die sehr niedrigen Fertilitätsraten in den entwickelten Staaten ließen sich mit älteren Theorien nicht in Einklang bringen.

Gemäß der ökonomischen Theorie der Fertilität lassen sich drei verschiedene Nutzenarten für Kinder unterscheiden:[6]

  • Konsumnutzen,
  • Einkommensnutzen,
  • Sicherheitsnutzen.

Diesen Nutzenarten stehen zwei Kostenarten gegenüber:

Sozialpsychologische Theorie der Fertilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sozialpsychologische Theorie der Fertilität[7] benutzt zwar eine etwas andere Terminologie als die ökonomische Fertilitätstheorie, ist aber konzeptionell mit ihr weitestgehend deckungsgleich. Sie entspringt im Gegensatz zur ökonomischen Theorie eher sozialpsychologischen Forschungsarbeiten. Als Nutzenarten für Kinder stellt sie heraus:[8]

  • materieller Nutzen
  • psychischer Nutzen
  • sozial-normativer Nutzen (zum Beispiel Statusgewinn durch Kinder, Vererbung des Familiennamens)

Zum Beispiel bei der Abschaffung der Ein-Kind-Politik in China konnten diesbezügliche Effekte beobachtet werden.[9]

Biographische Theorie der Fertilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der biographischen Theorie der Fertilität[10] handelt es sich um die demographische Entsprechung der Individualisierungsthese.[11] Sie argumentiert ökonomisch, konzentriert sich aber kostenseitig auf die biographischen Opportunitätskosten der Familiengründung und klammert Nutzenaspekte und direkte Kosten weitestgehend aus. Kernaussagen der Theorie sind:[10]

  • Die Größe des biographischen Universums nimmt durch den Wegfall sozialer, normativer und ökonomischer Beschränkungen permanent zu.
  • Je größer das biographische Universum ist beziehungsweise je vielfältiger die Optionen für eine eigene Biographie sind, desto größer ist die Zahl der Alternativen, die mit einer biographischen Festlegung aus dem Möglichkeitsspielraum ausscheiden.
  • Bei einer Expansion des biographischen Möglichkeitsspielraums steigt das Risiko einer biographischen Festlegung.
  • In Gesellschaften mit Konkurrenzprinzip im Individualverhalten ist das Risiko biographischer Festlegungen in der Familienbiographie größer als das Risiko von Festlegungen in der Ausbildungs- und Erwerbsbiographie.
  • Das Risiko familiärer Festlegungen lässt sich aufschieben oder vermeiden.
  • Schlussfolgerung: Die Wahrscheinlichkeit der demographisch relevanten biographischen Festlegungen nimmt ab.

Dies bedeutet: Durch die zunehmende Individualisierung[11] steigt die Anzahl der Lebenslaufalternativen für eine konkrete Person. Bei einer Familiengründung erfolgt aber eine sehr große biographische Festlegung für einen längeren Zeitraum, und folglich scheiden sehr viele Lebenslaufalternativen aus dem sogenannten biographischen Universum aus. Dies macht es wahrscheinlicher, dass eine solche Festlegung zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht erfolgt, zumal familiäre Entscheidungen größere Risiken bergen können als Ausbildungs- oder Karriereentscheidungen. Die Konsequenz ist, dass die Entscheidung für eine Familiengründung immer später oder gegebenenfalls gar nicht mehr getroffen wird.

Die biographische Fertilitätstheorie gilt allgemein als eine der schlüssigsten Thesen für die Erklärung der niedrigen Fertilitätsraten in entwickelten Gesellschaften, denn immerhin konnten einzelne Folgerungen der Theorie empirisch bestätigt werden. So war etwa beim Frauenjahrgang 1955 für die Teilgruppe der Frauen mit drei Kindern die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines vierten Kindes ab dem Alter 32 höher als die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines ersten Kindes bei den noch kinderlosen Frauen dieses Jahrgangs und Alters.[12]

Demografische Prognosen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der rassistischen Bevölkerungspolitik des NS-Regimes fristete die Demografie in Deutschland lange ein Schattendasein, galt die Untersuchung oder gar Beeinflussung reproduktiven Verhaltens doch als moralisch bedenklich.

Erst im Zusammenhang mit der politischen Debatte um die Aufrechterhaltung der Sozialversicherungen kamen auch in Deutschland Debatten über die demografische Entwicklung oder den demografischen Wandel wieder auf. Zum Teil bis heute blieb die Diskussion dabei stark auf Themen der Wirtschaft und Sozialsysteme fixiert. So sprach (und spricht man z. T. bis heute) im Hinblick auf die Altersversorgung vom Problem der Überalterung – wobei objektiv nicht die Existenz älterer Menschen, sondern das Fehlen jüngerer (Unterjüngung) Sorgen bereitet.

Inzwischen hat die Demografie in Deutschland wieder Anschluss an den internationalen Kenntnisstand gefunden. Ursula Lehr nannte bereits 1987 folgende 16 demografische Faktoren:

1. Zunahme der Lebenserwartung,
2. mit dem Alter zunehmende Differenz der Anzahl Männer – Frauen,
3. wachsender Anteil älterer Menschen (1890 ?? % über 60, heute 21 %, im Jahr 2000 ca. 26 %),
4. wachsender Anteil Hochbetagter und Über-100-Jähriger (Hochaltrigkeit, alte Alte),
5. zunehmende Differenzierung der Alten in verschiedene Lebens- und Verhaltensformen,
6. Entwicklung zu einer alters-egalitären Gesellschaft,
7. veränderte Relation der Altersgruppen,
8. Rückgang der Dreigenerationenhaushalte, Zunahme Eingeneration- und Einpersonhaushalte,
9. Singularisierung,
10. Zunahme der Vier- und Fünfgenerationenfamilien,
11. Veränderungen im Lebenszyklus,
12. Verkürzung der Familienphase,
13. Zunahme Rentnerkurorte,
14. absolute Zunahme von Pflegebedürftigkeit, Abnahme des Potenzials an häuslichen Pflegepersonen;
15. Zunahme alt werdender Behinderter,
16. Zunahme alt werdender ausländischer Bürger.

Seither sind in der wissenschaftlichen Diskussion hinzugekommen:

17. Verjüngung des Alterns – Die Menschen werden heute früher und im Lauf ihres Lebens länger mit Altersproblemen konfrontiert.
18. Entberuflichung des Lebenslaufs
19. weitere Feminisierung des Alters.

Demografiedaten Deutschlands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer zusammengefassten Fruchtbarkeitsziffer (TFR) um die 1,34 Geburten pro Frau hatte Deutschland 2005 eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit, fast gleichauf mit Italien und Spanien und wurde nur noch von einigen Ländern des ehemaligen Ostblocks unterboten. Seit den 1980er Jahren schwankt sie zwischen ca. 1,2 und 1,5 Kindern je Frau. Die Kohortenfertilität (CFR) ist hingegen – parallel zu einem immer höheren Durchschnittsalter der Mütter – von knapp 2,0 beim Frauenjahrgang 1940 auf knapp 1,5 beim Frauenjahrgang 1965 relativ kontinuierlich gefallen. In Ostdeutschland verharrte sie für die Jahrgänge 1948 bis 1958 bei etwa 1,8, fällt danach ab und hat sich für den Jahrgang 1965 mit knapp 1,6 dem westdeutschen Niveau weitgehend angenähert. Nach der Wende fiel die TFR der neuen Länder auf ein historisches Tief von ca. 0,8 Kinder je Frau im Jahr 1994 (dem niedrigsten je gemessenen Wert weltweit) und hat sich seitdem dem westdeutschen Wert allmählich weitgehend angenähert. Zur Reproduktion einer Bevölkerung mit Sterblichkeitsverhältnissen, wie sie z. B. in Deutschland vorliegen, ist es demgegenüber erforderlich, dass jede Frau im Durchschnitt rd. 2,1 Kinder zur Welt bringt (TFR 2,08).

Deutschland befindet sich damit in einem globalen Trend, der auch als so genanntes „demografisch-ökonomisches Paradoxon“ bezeichnet wird: Je wohlhabender, freier und gebildeter eine Gesellschaft wird, desto weniger Kinder bekommt sie. Einer Studie des Berlin-Instituts zufolge[13] gilt dies für den Binnenvergleich hochindustrialisierter Länder allerdings nicht mehr: „Im Westen Europas ist ein ökonomisch-demografisches Paradoxon nicht mehr nachzuweisen.“

Prognosen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von den Statistischen Landesämter in Deutschland durchgeführten Bevölkerungsvorausberechnungen enthalten stets einen Abschnitt zur Methodik, Parametern und Annahmen.[14][15]

In Thüringen wurde 2009 auf Basis der Werte vom 31. Dezember 2008 eine Bevölkerungsprognose aufgestellt. Für das Jahr 2009 wurde ein Wanderungssaldo von –13.000 Personen (tatsächlich waren es –8026 Personen) und für das Jahr 2010 von –11.800 Personen (tatsächlich waren es –5741 Personen) prognostiziert.[16] Damit lag die Abweichung bei den Wanderungen schon im zweiten Prognosejahr bei über 50 %. Fortgesetzt über fünf, zehn oder zwanzig Jahre würde die Ungenauigkeit so groß, dass die Aussagekraft einer solchen Bevölkerungsprognose stark absinkt. Das Beispiel zeigt, dass die Wanderungsbewegungen der Zukunft schwer zu prognostizieren sind und stark von kurzfristigen Faktoren abhängen. Für das Jahr 2011 sind solche Faktoren etwa die Aussetzung der Wehrpflicht, die Öffnung des Arbeitsmarkts für Osteuropäer oder die doppelten Abiturjahrgänge in einigen westdeutschen Bundesländern. Entscheidend ist auch die Entwicklung der Konjunktur, die sich ebenfalls nicht über Jahrzehnte in die Zukunft prognostizieren lässt. Diese Faktoren gelten auch für die Bevölkerungsprognosen der anderen deutschen Länder.

Auch die unterschiedlichen Ergebnisse aus ZENSUS 2011 sind noch zu berücksichtigen. So musste man zum Beispiel bei den Männern über 90 Jahre die angenommenen bzw. zu Grunde liegenden Zahlen um deutlich 30 Prozent nach unten korrigieren[17]. Aber auch in anderen Altersklassen und bei früheren Einwohnerzahlen gab es meist „Bevölkerungsverluste“. Allein in Flensburg fehlten ca. 6500 Einwohner, die oft unerklärlich waren. Viele Städte und Gemeinden haben gegen die festgesetzten Ergebnisse gem. ZENSUS 2011 geklagt.[18] Das Urteil wird im Jahre 2016 erwartet.[19]

Die Prognosen haben politische und wirtschaftliche Bedeutung, weil auch der kommunale Finanzausgleich von der Einwohnerzahl abhängt. So hat die Stadt Bremerhaven im Jahre 2014 vor dem Verwaltungsgericht Bremen geklagt, weil offiziell 5000 weniger Einwohner ausgewiesen worden waren und die Stadtgemeinde Bremerhaven dadurch knapp eine halbe Million Euro weniger pro Jahr erhält.[20]

Die demografische Entwicklung in Ostdeutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die demografischen Veränderungen in Ostdeutschland haben aufgrund ihres Umfangs und ihrer Geschwindigkeit sowohl ökonomische als auch fiskalische Auswirkungen. Neben einem Schrumpfen der Bevölkerung kommt es zu Altersstruktureffekten, deren ökonomische Wirkungen ganz erheblich sein können. Der Anteil der Rentnergeneration wird stark zunehmen, der Anteil von Kindern und Jugendlichen dementsprechend kräftig sinken. Auch die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter wird sich deutlich reduzieren, weil mehr Menschen altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden als junge Personen „nachrücken“. Die neuen Länder nehmen damit eine Entwicklung vorweg, die in ähnlicher Form in Westdeutschland mit einer Verzögerung von 20 Jahren ebenfalls eintreten kann. Dadurch sind für den westdeutschen Raum gerade Analysen von Politikmaßnahmen in ostdeutschen Regionen von hoher Relevanz.[21]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der britische Demograf David Eversley, dessen Spezialgebiet Bevölkerungsprognosen sind, kritisiert den „irrigen Glauben“, eine künftige Bevölkerung lasse sich exakt berechnen. „So komplex diese Modelle auch sein mögen, die ihnen zugrunde liegenden Thesen sind doch von zweifelhafter Gültigkeit. Entweder handelt es sich um rein mechanische Extrapolationen vergangener Trends oder um Berechnungen, die auf Vermutungen der Verfasser beruhen.“ Bevölkerungsprognosen, so Eversley, hätten normalerweise immer auch einen politischen Zweck verfolgt: „Die Geschichte der Bevölkerungsprognosen ist daher nie frei von Ideologie, und es muss immer gefragt werden, warum wurde die Prognose aufgestellt, was bezweckte der Autor wirklich.“[22] Weiter bemängelt er eine unkritische Haltung zur Geschichte ihrer eigenen Disziplin. „Bis heute haben es die Demografen weitgehend vermieden, eine fachinterne Kritik zu leisten. Während es in anderen Disziplinen eine Heterogenität der Ansätze gibt, Richtungs- und Meinungsstreite offen ausgetragen werden, dominiert in der Bevölkerungswissenschaft dagegen ein Korpsgeist, der sich nicht zuletzt aus der besonderen Regierungsnähe, aus dem intimen und nie kritisch hinterfragten Verhältnis zur jeweiligen Macht erklärt.“[22]

Die Bremer Sozialwissenschaftler Gunnar Heinsohn, Otto Steiger und Rolf Knieper haben in ihrer Studie „Menschenproduktion – allgemeine Bevölkerungstheorie der Neuzeit“[23] gezeigt, wie die Demografie auf dem Hintergrund des Arbeitskräftebedarfs des neuzeitlichen Staats entstanden ist. Laut diesen Autoren diente die Bevölkerungswissenschaft dem modernen Staat zunächst dazu, durch eine Reihe von Maßnahmen, die auch die umfassende Kriminalisierung der Geburtenkontrolle einschloss, die Reproduktion der Bevölkerung in ausreichender Zahl sicherzustellen. Dieser These zufolge seien Geburtenraten, die wesentlich über der Reproduktionsrate von 2,1 liegen, entgegen einer Grundannahme vieler Demografen nicht naturgegeben, sondern meist durch Bevölkerungspolitik politisch hergestellt. Die Bevölkerungspolitik des deutschen nationalsozialistischen Regimes der 1930er Jahre sei kein historischer Ausnahmefall, sondern stehe in der Kontinuität frühmoderner Bevölkerungspolitik, die Hitler lediglich wiederbelebt und radikalisiert habe.

Wirtschaft und Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) hat mehrere Dokumente[24][25][26][27][28] zur Analyse der demografischen Entwicklung in Deutschland in Form von z.B. sogenannten Positionspapieren oder bzgl. Immobilien-Analysen[26] erstellt. Diese Dokumente enthalten für Deutschland statistische Zahlen und Grafiken unter anderem zur regionalen Verteilung ausgewählter demografischer und wirtschaftlicher Daten.

Im März 2006[24] wird die demographische Situation Deutschlands folgendermaßen beschrieben:

  • „anhaltend niedrige Geburtenrate und nicht ausreichende ‚ökonomische‘ Zuwanderungsgewinne, prägen das Bild“
  • „Bereits heute sehen sich einige Regionen mit entsprechenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen konfrontiert.“
  • „Kinder stehen für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.“
  • „Anerkennung für die Erziehung von Kindern eine unabdingbare Voraussetzung“.
  • Außerdem wird betont, dass die 16 Förderbanken auf Landesebene „ordnungspolitische Ergänzungsfunktionen in Bereichen, die der Markt nicht ausreichend abdeckt“, übernehmen.[24]

Im Dokument VÖB-Positionen zu 10 Kernthemen zur Bundestagswahl 2009[28] wird prognostiziert: „Bevölkerungsrückgang und Alterung werden ... zu sehr ungleichen Entwicklungen in den Regionen führen. Da der demografische Wandel bereits unumkehrbar ist, wird eine langfristige und effektive Förderstrategie benötigt, die die demographisch bedingten Entwicklungen abfedern, ausgleichen und steuern kann.“ Eine weitere Analyse des Zusammenhanges zwischen Wirtschaft und Demografie wurde von ‚Deutsche Bank Research‘ 2013 in Form der Ausarbeitung „Mittelstand und Demografie“[29] erstellt. Hier wird das Risiko des Nachwuchsmangels genannt: „Krise im Eurogebiet und Demografie trüben Perspektiven auf europäischen Absatzmärkten“ (Seite 8). Als mögliches Lösungsszenario wird dort der Zuzug von Fachkräften nach Deutschland vorgeschlagen: Beispielsweise „... bietet sich Talentsuche im Ausland an. So suchen derzeit viele junge Menschen aus den südeuropäischen Ländern eine Beschäftigung in Deutschland. Das hat zu verstärkter Zuwanderung aus diesen Ländern geführt.“

Im Dezember 2015 gab der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau, die demografische Prognose im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise ab,[30] dass er ohne Zuwanderung ‚keine Lösung‘ für die Überalterung der deutschen Gesellschaft sehe.“.[31]

Demografieziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland, Demografieziel (2015/2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesregierung formulierte 2015 auf ihrer Webseite das Ziel,[32] "Die Demografiepolitik der Bundesregierung hat daher das Ziel, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Wohlstand für die Menschen aller Generationen in unserem Land erhöhen und die Lebensqualität weiter verbessern."

Frankreich, Demografieziel (1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frankreich sah Charles de Gaulle schon 1945 sein Volk vom Aussterben bedroht: „Frankreich braucht zwölf Millionen Babys!“ ‘.[33] Frankreich hatte z. B. 2015 höhere Geburtenraten (Fertilitätsrate, ca. 1,99)[34] als die Bürger in Österreich (1,49 Kinder je Frau; Jahr 2015),[35] Schweiz (1,54 Kinder je Frau; Jahr 2014),[36] Luxemburg (1,5 Kinder pro Frau; Mitte 2016)[37] und Deutschland (1,5 als durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau für 2015).[38]

Türkei, Demografieziel (2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Türkei gibt es Vorgaben von Seiten des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan (2013): es ‚sollen Türkinnen mindestens drei Kinder zur Welt bringen‘,[39] sowie ‚es sei sein Recht als Regierungschef, dies zu fordern‘.

Demografiestrategie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäische Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 wurden von der Europäischen Kommission fünf strategische Maßnahmen zur "Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels" vorgeschlagen:[40]

  • Unterstützung der demografischen Erneuerung durch bessere Bedingungen für Familien und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Förderung der Beschäftigung – mehr Arbeitsplätze und ein längeres Erwerbsleben mit hoher Lebensqualität
  • Steigerung der Produktivität und Wirtschaftsleistung durch Investitionen in Bildung und Forschung
  • Aufnahme und Integration von Migranten in Europa
  • Gewährleistung nachhaltiger öffentlicher Finanzen für angemessene Renten, medizinische Versorgung und Langzeitpflege

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Demografiestrategie der deutschen Bundesregierung vom September 2015[41][42] nennt vier Ansatzpunkte von zentraler Bedeutung:

  • Wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand langfristig zu sichern, damit auch künftige Generationen am Wohlstand teilhaben können.
  • Den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, denn belastbare soziale Beziehungen – in der Familie, der Nachbarschaft bis hin zu Gesellschaft und Arbeitswelt – sind unverzichtbar.
  • Gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in allen Regionen zu unterstützen und eine hohe Lebensqualität in Stadt und Land zu sichern.
  • Die Handlungsfähigkeit des Staates zu erhalten, verlässliche soziale Sicherungssysteme zu gewährleisten und den öffentlichen Dienst attraktiv zu halten.

In ihrer „weiterentwickelten Demografiestrategie“ von 2015 nennt die Bundesregierung Partner, mit denen sie vertieft in zehn Arbeitsgruppen zusammenarbeiten möchte.[43]

  • „Gute Partnerschaften für starke Familien“[44] (18 Mitglieder[45]),
  • „Jugend gestaltet Zukunft“[46] (20 Mitglieder[47]),
  • „Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten“ (20 Mitglieder[48]),
  • „Selbstbestimmtes Leben im Alter“[49] (27 Mitglieder[50]),
  • „Allianz für Menschen mit Demenz“[51] (23 Mitglieder,[52] z. B. BUNDESÄRZTEKAMMER),
  • „Regionen im demografischen Wandel stärken – Lebensqualität in Stadt und Land fördern“ (11 Mitglieder[53]),
  • „Mobilisierung aller Potenziale zur Sicherung der Fachkräftebasis“ (11 Mitglieder[53]),
  • „Ausländisches Arbeitskräftepotenzial erschließen und Willkommenskultur schaffen“ (14 Mitglieder,[53] z. B. Bundesagentur für Arbeit),
  • „Bildungsbiografien fördern“ (11 Mitglieder,[53] z. B. Hochschulrektorenkonferenz) und
  • „Der öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber“ (3 Mitglieder[53]) .

Kritik: Starker Fokus auf wirtschaftliches Wachstum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den ‚vier Ansatzpunkten von zentraler Bedeutung‘ ist wieder kein Hinweis zu finden für einen Bevölkerungserhalt oder (im Mittel) ausreichend Kinder zu haben – ohne das dem Bürger direkt vorzuschreiben. (Siehe auch Abschnitt Diskussion;[54] sowie Kritik von Herwig Birg (in: Die demografische Uhr tickt unbarmherzig, 5. März 2015)[55], 1981–2004 Direktor des Instituts für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik der Universität Bielefeld (Deutschland), und sowie weitere Kritik von Herwig Birg (9. Januar 2013)[56] zu einer vorhergehenden Version der Demografiestrategie)

In der Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015)[41][42] wird streckenweise stark der Fokus gelegt auf ‚wirtschaftliches Wachstum‘ einschließlich intensiver Empfehlung zu Karriere, allerdings ohne ‚Familie‘ oder ‚Kinder‘ im jeweils unmittelbar benachbarten Text zu erwähnen. In der Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015)[42][57] findet man z. B. auf Seite 39 (pdf) ‚Mobilisierung aller Potenziale zur Sicherung der Fachkräftebasis‘ (ohne ‚Familie‘ zu erwähnen), S. 45 (pdf) ebenso: ‚ ... gilt es mehr denn je, jede Einzelne und jeden Einzelnen in ihren Bildungsbiografien zu fördern.‘ Ein Nachweis, z. B. auf mathematischer Grundlage, dass eine Werbung dieser Art für die Karriere keinen negativen Einfluss auf die Entscheidungswahrscheinlichkeit zur (privaten) Realisierung von Kinderwünschen darstellt, ist im Text der Demografiestrategie nicht auffindbar. Die Zusammenhänge sind allerdings auch hier relativ komplex.

Kommunale Demografiestrategie in Bielefeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Bielefeld hat 2004 als erste bundesdeutsche Kommune eine Stabsstelle Demographische Entwicklungsplanung im Dezernat des Oberbürgermeisters eingerichtet, damit die Bevölkerungsentwicklung bei allen städtischen Planungen berücksichtigt wird. Die Demografiebeauftragte Susanne Tatje im Amt für Demographie und Statistik[58] erhielt für ihr Konzept Demografischer Wandel als Chance? - Das Bielefelder Konzept[59] 2006 den Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieses Konzept ist im August 2006 einstimmig im Rat der Stadt Bielefeld beschlossen worden und enthält u. a. sechs demografiepolitische Ziele für Bielefeld zu den Themen Integration von Zuwanderern, Bildung, Familienpolitik, Wohnen, Gesundheit und Wirtschaft. Darüber hinaus wird ein Verfahren vorgestellt, wie diese Ziele in Verwaltung und Politik bearbeitet werden können. Einen großen Bekanntheitsgrad hat der Bielefelder Demografie-Stempel[60]. Hierbei handelt es sich um eine Handreichung für die Dezernate mit konkreten Hilfestellungen für ihre Planungen. Er soll sicherstellen, dass bei sämtlichen Planungsvorhaben der Faktor Demografie Berücksichtigung findet. Das Amt für Demografie und Statistik informiert regelmäßig die Stadtöffentlichkeit mit den Publikationsreihen Zukunft Stadt[61], Info-Briefe: Demographie[62] und Unser Thema.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Populärwissenschaftliche Diskussion

Wirtschaft, Rente und Demografie (2015/2016)

  • Markus Leibgut: Rettet die Altersvorsorge. In: Focus. 25. Juni 2016, S. 56: „Die gewohnten Anlageprodukte werden sich verändern.“, „sonst geht die Rechnung angesichts von Demografie und Niedrigzins nicht mehr auf“
  • Jens Jüttner: Flüchtlinge: Rational statt emotional. In: Focus Money. 23. September 2015, S. 70: „stetig abnehmende Zahl an Beitragszahlern in die Sozialkassen“ - „Für Deutschland kann die Zuwanderung im Rahmen der aktuellen Flüchtlingswelle eine große Chance bedeuten.“ - „Ob Flüchtlinge ... die Lücke schließen können ... steht in den Sternen.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Webportale

Webseiten bzgl. Demografie der EU

weitere Webseiten

 Wiktionary: Demografie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzeldokumente (pdf)

Tagungen und Kongresse mit wissenschaftlichem Fokus

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Helge Hesse: Personenlexikon der Wirtschaftsgeschichte; Denker, Unternehmer und Politiker in 900 Portraits. 2. Auflage. Schäffer-Poeschel Verlag, 2009, ISBN 978-3-7910-2647-3, S. 301 (G.W. Leibnitz), S. 322 (T.R. Malthus), S. 543 (J.P. Süßmilch).
  2. a b Gabler Wirtschaftslexikon. 12. Auflage. Wiesbaden 1988, ISBN 3-409-30364-2, S. 258 (Malthus, Band 4), S. 1838 (Süßmilch, Band 5)
  3. Jacob Siegel, David Swanson: The Methods And Materials Of Demography. Elsevier Academic Press, 2004, S. 394.
  4. Paul B. Hill, Johannes Kopp: Familiensoziologie. Grundlagen und theoretische Perspektiven. 3., überarb. Auflage, 2004, S. 198ff.
  5. Thomas Weiss: Ökonomische Bestimmungsgrößen der Fertilität in westlichen Industrieländern. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Sonderheft 5. Wiesbaden 1986, ISSN 0178-918X
  6. T. Klein: Sozialstrukturanalyse. Eine Einführung. 2005, S. 81.
  7. Paul B. Hill, Johannes Kopp: Familiensoziologie. Grundlagen und theoretische Perspektiven. 3., überarb. Auflage, 2004, S. 206ff.
  8. R. Nave-Herz: Familie heute. Wandel der Familienstrukturen und Folgen für die Erziehung. 2. Auflage. 2002, S. 32.
  9. Zwei-Kind-Politik stößt auf Widerstand – bei den Erstgeborenen, BEIJING RUNDSCHAU vom 29. Januar 2016.
  10. a b H. Birg, E. J. Flöthmann, I. Reiter: Biographische Theorie der demographischen Reproduktion. 1991.
  11. a b U. Beck: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt 1986.
  12. Herwig Birg: Strategische Optionen der Familien- und Migrationspolitik in Deutschland und Europa,. In: Christian Leipert (Hrsg.): Demographie und Wohlstand. Neuer Stellenwert für Familie in Wirtschaft und Gesellschaft. 2003, S. 31.
  13. Steffen Kröhnert, Reiner Klingholz: Emanzipation oder Kindergeld 2008 (PDF; 155 kB; 26 Seiten), abgerufen am 7. Oktober 2016.
  14. bay-gemeindetag.de: Ausgabe 01/2010, siehe dort Seite 3 ff, abgerufen am 6. Oktober 2016.
  15. bay-gemeindetag.de: Ausgabe 03/2010, siehe dort Seite 103 ff, abgerufen am 6. Oktober 2016.
  16. Thüringer Landesamt für Statistik, Link defekt am 6. Oktober 2016.
  17. Pia Heinemann, 8. Mai 2016: Das Geheimnis der Superalten. In: Welt am Sonntag. S. 19, mittlere Spalte, 2-seitiger Artikel mit Grafiken.
  18. Björn Schwentker, Marcel Pauly: Kommunen klagen gegen Volkszählung. (html) In: Spiegel online. 29. Oktober 2014.
  19. Welt am Sonntag, 8./9. Mai 2016. S. bitte prüfen, Zitat in angegebener Quelle bisher nicht auffindbar.
  20. Björn Schwentker: Bremerhaven scheitert mit Zensusklage. In: Spiegel online. 11. November 2014.
  21. vgl. hierzu eine groß angelegte Studie im Auftrag des BMWi: IWH u. a.: Demografische Entwicklung in Ostdeutschland. (Memento vom 1. April 2012 im Internet Archive) (PDF; 1,6 MB). 2007.
  22. a b Heim/Schaz, S. 12f.
  23. Gunnar Heinsohn, Rolf Knieper, Otto Steiger: Menschenproduktion – allgemeine Bevölkerungstheorie der Neuzeit. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1979, Ultrakurzzusammenfassung aus dem Lexikon ökonomischer Werke hier; vgl. auch G. Heinsohn, O. Steiger: Witchcraft, Population Catastrophe and Economic Crisis in Renaissance Europe: An Alternative Macroeconomic Explanation.
  24. a b c Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands VÖB, 1. März 2006: Demografie ist Gegenwart – Förderbanken in der Verantwortung (pdf; 731 kB; 20 Seiten), abgerufen am 9. Mai 2016.
  25. Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, 1. August 2006: Demografieatlas Deutschland - Auswirkungen des demografischen Wandels auf Wirtschaft, Finanzen und Immobilienmarkt Zusammenfassung (html) VÖB: Demografieatlas Deutschland (pdf; 6,8 MB; 36 Seiten), abgerufen am 9. Mai 2016.
  26. a b Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, September 2006: Zusammenfassung (html)VÖB-ImmobilienAnalyse, (pdf; 1,6 MB; 112 Seiten), abgerufen am 12. Juli 2016.
  27. Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, März 2007: Zusammenfassung vom 20. September 2007 (html) Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf Banken und Volkswirtschaft (pdf; 2,7 MB; 128 Seiten), abgerufen 10. Juli 2016.
  28. a b Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, 24. Juni 2009: Zusammenfassung (html), Bundestagswahl 2009 – VÖB-Positionen zu 10 Kernthemen (pdf; 182 kB; 28 Seiten, davon 16 mit Inhalt), abgerufen am 12. Juli 2016.
  29. Deutsche Bank Research, 25. März 2013: Mittelstand und Demografie - Der Handlungsdruck steigt (pdf; 736 kB; 24 Seiten), abgerufen am 17. Juni 2016.
  30. Eine Million Flüchtlinge in Deutschland ist das Beste, was 2015 passiert ist, focus.de, 14. Dezember 2016, abgerufen am 13. Juli 2016.
  31. Flüchtlinge sind gut für Deutschland. auf: focus.de, 9. Dezember 2016, abgerufen 13. Juli 2016.
  32. Demografieziel der (dt.) Bundesregierung (2015), abgerufen am 10. Mai 2016.
  33. Wo sind die Kinder ? Demografie als Volkssport (in Frankreich), 26. Februar 2004. Zeit-Online, abgerufen am 14. März 2016.
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  38. Geburtenrate in Deutschland 2015, statista.com, abgerufen am 18. Oktober 2016.
  39. Recep Tayyip Erdogan fordert drei Kinder pro Türkin, (Artikel vom 8. August 2013, focus.de), abgerufen am 6. Oktober 2016.
  40. Europäische Kommission: Demografische Analyse (Kurzzusammenfassung zu fünf Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels, html). ec.europa.eu. Ohne Artikel-Datum im Artikel-Text (aus Jahr ca. 2013), abgerufen am 4. Juli 2016.
  41. a b (Weiterentwickelte) Demografiestrategie der (dt.) Bundesregierung (2. September 2015), BMFSFJ.de, html, abgerufen am 14. Oktober 2016.
  42. a b c Weiterentwickelte Demografiestrategie der (dt.) Bundesregierung (2. September 2015), Demografie-Portal.de, html
  43. Die weiterentwickelte Demografiestrategie (der dt. Bundesregierung, 2015), eine Zusammenfassung.
  44. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Arbeitsgruppe: „Gute Partnerschaften für starke Familien“
  45. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Gute Partnerschaften für starke Familien“
  46. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Arbeitsgruppe: „Jugend gestaltet Zukunft“
  47. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Jugend gestaltet Zukunft“
  48. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten“
  49. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Arbeitsgruppe: „Selbstbestimmtes Leben im Alter“
  50. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Selbstbestimmtes Leben im Alter“
  51. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Arbeitsgruppe: „Allianz für Menschen mit Demenz“
  52. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Allianz für Menschen mit Demenz“
  53. a b c d e Demografiestrategie der Bundesregierung(2015), Der Arbeitsgruppenprozess, Übersicht über weitere Arbeitsgruppen und Mitgliederlisten
  54. Diskussion:Demografie:Demografiestrategie bzw. Demografieziel
  55. Herwig Birg im Interview von Ferdinand Knauß, 5. März 2015: Die demografische Uhr tickt unbarmherzig. WirtschaftsWoche, abgerufen am 18. Februar 2016.
  56. Herwig Birg im Interview von Ferdinand Knauß, 9. Januar 2013: Der große Demografie-Bluff. WirtschaftsWoche, abgerufen am 18. Februar 2016.
  57. Weiterentwickelte Demografiestrategie der (dt.) Bundesregierung, 2. September 2015 (pdf; 4,8MB; 96 Seiten). demografie-portal.de, abgerufen am 4. August 2016.
  58. Stadt Bielefeld: Amt für Demographie und Statistik, Stadt Bielefeld. bielefeld.de, abgerufen am 25. Februar 2016.
  59. Susanne Tatje: Demografischer Wandel als Chance? - Das Bielefelder Konzept (pdf;818 kB;30 Seiten). Stadt Bielefeld, abgerufen am 14. Mai 2016 (PDF).
  60. Susanne Tatje: Bielefelder Demografie-Stempel - Demographierelevante Aspekte für Planungskonzepte und Projekte (pdf 716 kB). bielefeld.de, abgerufen am 14. Mai 2016 (PDF).
  61. Susanne Tatje: Themenhefte der Reihe „Zukunft Stadt. Demographische Entwicklung in Bielefeld“. bielefeld.de, abgerufen am 18. Mai 2016.
  62. Stadt Bielefeld: Info Brief: Demografie (Einblicke in die Arbeit der Bielefelder Demografiebeauftragten). bielefeld.de, abgerufen am 14. Mai 2016.