Demografie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Demographie)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Bevölkerungswissenschaft – zur Untersuchung der Gesellschaftsstruktur siehe Sozialstrukturanalyse.
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Erhebliche Wertungen und essayartige Formulierungen im gesamten Artikel. --Unscheinbar (Diskussion) 06:49, 4. Mai 2016 (CEST) Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die Demografie, Demographie (altgriechisch démos „Volk“, und graphé „Schrift, Beschreibung“) oder Bevölkerungswissenschaft ist eine Wissenschaft, die sich statistisch und theoretisch mit der Entwicklung von Bevölkerungen und ihren Strukturen befasst. Sie untersucht ihre alters- und zahlenmäßige Gliederung, ihre geografische Verteilung sowie die umweltbedingten und sozialen Faktoren, die für Veränderungen verantwortlich sind. Die Erforschung der Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten in Zustand und Entwicklung der Bevölkerung wird vor allem mit Hilfe der Statistik erfasst und gemessen, wofür Beschreibungs- und Erklärungsmodelle entwickelt werden (siehe auch Amtliche Statistik).

Die Demografie besteht aus vier großen Fachgebieten, die sich schwerpunktmäßig mit folgenden Theorien befassen:

  • Theorien der Fertilität zur Geburtenzahl
  • Theorien der Migration zur Aus- und Einwanderung
  • Theorien der Mortalität zur Sterblichkeitsrate
  • Theorien zur Struktur des Bevölkerungsbestandes

Untersuchungsobjekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Demografie beschreibt, analysiert und erklärt (bzw. versucht zu erklären) insbesondere:

  • die Bevölkerungsstrukturen (Zusammensetzung der Bevölkerung aus Gruppierungen, die sich durch bestimmte Merkmale voneinander unterscheiden, z. B. Alter, Geschlecht, Nationalität, Zugehörigkeit zu Haushalten bestimmter Größe, Lebensstile und -gewohnheiten),
  • die Bevölkerungsbewegungen, namentlich
    • die räumlichen Bevölkerungsbewegungen (Wanderungen, räumliche Mobilität, Migration),
    • die natürlichen Bevölkerungsbewegungen (Geburten als Ergebnis der Fertilität, Sterbefälle als Ergebnis der Mortalität) sowie die mit diesen Bewegungen im Zusammenhang stehenden Verhaltenskomplexe (z. B. Heirats- und Scheidungsverhalten)
  • die Bevölkerungsentwicklungen (z. B. Veränderung der Bevölkerung nach Zahl und Altersstruktur), die aus Ausgangsbestand, Alters- und Geschlechtsstruktur einer Bevölkerung sowie den Bevölkerungsbewegungen und deren Änderungen resultieren,
  • die Bevölkerungsverteilung und deren Veränderungen,
  • als historische Demografie die Bevölkerungsgeschichte.

Objekte der Untersuchungen können sich jeweils in einem Staat befinden. Daneben gibt es, allerdings aufgrund der verschiedenen Erfassungsmethoden erschwert, Übersichten zu ganzen Kontinenten oder zur Weltbevölkerung.

Methodik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Daten bezieht die Bevölkerungswissenschaft aus der laufend fortgeschriebenen Statistik, aus Stichproben, Befragungen und aus Volkszählungen.

Zur Untersuchung demografischer Prozesse (also der Bevölkerungsbewegung) werden neben verschiedenen, statistischen Kennziffern wie Geburtenrate, Zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer, Sterberate, Migrationsrate, Lebenserwartung, etc. auch grafische Darstellungen wie die Alterspyramide verwendet.

Bei der Fruchtbarkeitsrate wird zwischen der total fertility rate (TFR) und cohort fertility rate CFR unterschieden. Die TFR gibt an wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens theoretisch gebären würde, wenn sie in jedem Altersabschnitt ihres Lebens das heute für Frauen dieses Altersabschnittes typische Gebärverhalten zeigen würde. Die TFR wird kritisiert, da sie oft nicht das tatsächliche Geburtenniveau widerspiegelt und Veränderungen des Geburtenverhaltens zu zu hoher oder zu niedriger TFR führen können. Daher ist es üblich die so genannte tempo-adjusted TFR zu berechnen, von der man annimmt, dass sie die tatsächliche Fruchtbarkeit besser widerspiegelt. Die CFR gibt an, wie viele Kinder Frauen einer bestimmten Alterskohorte tatsächlich zur Welt gebracht haben. Sie ist leichter zu interpretieren als die TFR.[1]

Für die vorstatistische Zeit (also vor 1850) werden derartige Daten durch die Auswertung von Kirchen- und Ortsfamilienbüchern sowie durch andere Quellen berechnet.

Soweit die Demografie Prognosen über zukünftige Bevölkerungsentwicklungen erstellt, ist sie – wie jede Prognose – naturgemäß auf gewisse Annahmen angewiesen, insbesondere zum künftigen Geburtenverhalten, zur Sterblichkeit und zur Zu- und Abwanderung. Wie groß die dadurch entstehende Unsicherheit oder – andersherum – die potentielle Beeinflussbarkeit der Bevölkerungsentwicklung ist, hängt einerseits vom betrachteten Einflussfaktor, andererseits vom betrachteten Aspekt ab.

Betrachtet man etwa den Aspekt der Gesamtzahl einer Bevölkerung, so schlagen Veränderungen des Geburtenverhaltens nur langsam auf deren Entwicklung durch, denn die 30-, 50- oder 80-Jährigen von morgen sind heute bereits geboren. Außerdem wird die zahlenmäßige Stärke der nachkommenden Generationen entscheidend nicht nur durch die Geburtenraten bestimmt, sondern auch von der Stärke der jeweiligen Elterngeneration, die ihrerseits zum Teil bereits geboren oder eben noch nicht geboren ist. Würde daher z. B. in Deutschland von heute auf morgen eine dauerhaft bestandserhaltende Geburtenrate von etwa 2,1 Kindern pro Frau erreicht, so würde sich die Bevölkerungszahl erst viel später stabilisieren, wenn nämlich die heute geborenen Menschen gestorben sind – und dies auf dem Niveau einer deutlich verringerten Gesamtbevölkerung, welche durch die Stärke der jetzt fruchtbaren Generation bestimmt wird. Selbst bei höheren Geburtenraten würde die Gesamtbevölkerung, bedingt durch die schwache Elterngeneration, eine ganze Weile lang zurückgehen. Die Zusammensetzung der Bevölkerung, etwa die Zahl der Schüler, Studenten oder der Altenquotient, ändert sich hingegen schneller. Andere Faktoren, etwa Zu- und Abwanderung oder gar Kriege und Seuchen, können die Bevölkerungsentwicklung rascher beeinflussen.

Da Prognosen ein wesentlicher Bestandteil der demografischen Arbeit sind, bleibt es nicht aus, dass Demografen auch Annahmen zu bestimmten Faktoren treffen und versuchen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit zu bestimmen. Dazu ist oft der Rückgriff auf andere Forschungsgebiete, etwa die Soziologie, notwendig, und hier besteht erhebliches Missbrauchspotential (siehe Kritik).

Fertilitätstheorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fertilitätstheorien befassen sich mit den Gründen für Fertilitätsentscheidungen in Bevölkerungen. Dabei spielen insbesondere die folgenden demografischen Phänomene eine entscheidende Rolle:

Ökonomische Theorie der Fertilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ökonomische Theorie der Fertilität[2][3] von Harvey Leibenstein und Gary S. Becker gilt als eines der überzeugendsten theoretischen Modelle, um das global sehr unterschiedliche Fertilitätsverhalten von Bevölkerungen zu erklären. Insbesondere die sehr niedrigen Fertilitätsraten in den entwickelten Staaten ließen sich mit älteren Theorien nicht in Einklang bringen.

Gemäß der ökonomischen Theorie der Fertilität lassen sich drei verschiedene Nutzenarten für Kinder unterscheiden:[4]

  • Konsumnutzen,
  • Einkommensnutzen,
  • Sicherheitsnutzen.

Diesen Nutzenarten stehen zwei Kostenarten gegenüber:

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Es wird allgemein angenommen, dass in den Industrienationen einzig der Konsumnutzen heute Kinder noch ausreichend „ökonomisch“ rechtfertigen kann. Dieser reicht aber bei den meisten Personen nicht aus, um große Familienstärken zu bewirken. Die ökonomische Theorie der Fertilität kann den in den modernen Industrienationen festgestellten negativen Zusammenhang zwischen Kinderzahl und sozialer Position (Demografisch-ökonomisches Paradoxon) und auch das zunehmende Verschwinden der Mehrkindfamilie unter den Bedingungen der Gleichberechtigung der Geschlechter überzeugend erklären.

Sozialpsychologische Theorie der Fertilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sozialpsychologische Theorie der Fertilität[5] benutzt zwar eine etwas andere Terminologie als die ökonomische Fertilitätstheorie, ist aber konzeptionell mit ihr weitestgehend deckungsgleich. Sie entspringt im Gegensatz zur ökonomischen Theorie eher sozialpsychologischen Forschungsarbeiten. Als Nutzenarten für Kinder stellt sie heraus:[6]

  • materieller Nutzen
  • psychischer Nutzen
  • sozial-normativer Nutzen (zum Beispiel Statusgewinn durch Kinder, Vererbung des Familiennamens)

Biographische Theorie der Fertilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der biographischen Theorie der Fertilität[7] handelt es sich um die demographische Entsprechung der Individualisierungsthese.[8] Sie argumentiert ökonomisch, konzentriert sich aber kostenseitig auf die biographischen Opportunitätskosten der Familiengründung und klammert Nutzenaspekte und direkte Kosten weitestgehend aus. Kernaussagen der Theorie sind:[7]

  • Die Größe des biographischen Universums nimmt durch den Wegfall sozialer, normativer und ökonomischer Beschränkungen permanent zu.
  • Je größer das biographische Universum ist beziehungsweise je vielfältiger die Optionen für eine eigene Biographie sind, desto größer ist die Zahl der Alternativen, die mit einer biographischen Festlegung aus dem Möglichkeitsspielraum ausscheiden.
  • Bei einer Expansion des biographischen Möglichkeitsspielraums steigt das Risiko einer biographischen Festlegung.
  • In Gesellschaften mit Konkurrenzprinzip im Individualverhalten ist das Risiko biographischer Festlegungen in der Familienbiographie größer als das Risiko von Festlegungen in der Ausbildungs- und Erwerbsbiographie.
  • Das Risiko familiärer Festlegungen lässt sich aufschieben oder vermeiden.
  • Schlussfolgerung: Die Wahrscheinlichkeit der demographisch relevanten biographischen Festlegungen nimmt ab.

Dies bedeutet: Durch die zunehmende Individualisierung[8] steigt die Anzahl der Lebenslaufalternativen für eine konkrete Person. Bei einer Familiengründung erfolgt aber eine sehr große biographische Festlegung für einen längeren Zeitraum, und folglich scheiden sehr viele Lebenslaufalternativen aus dem sogenannten biographischen Universum aus. Dies macht es wahrscheinlicher, dass eine solche Festlegung zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht erfolgt, zumal familiäre Entscheidungen größere Risiken bergen können als Ausbildungs- oder Karriereentscheidungen. Die Konsequenz ist, dass die Entscheidung für eine Familiengründung immer später oder gegebenenfalls gar nicht mehr getroffen wird.

Die biographische Fertilitätstheorie gilt allgemein als eine der schlüssigsten Thesen für die Erklärung der niedrigen Fertilitätsraten in entwickelten Gesellschaften, denn immerhin konnten einzelne Folgerungen der Theorie empirisch bestätigt werden. So war etwa beim Frauenjahrgang 1955 für die Teilgruppe der Frauen mit drei Kindern die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines vierten Kindes ab dem Alter 32 höher als die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines ersten Kindes bei den noch kinderlosen Frauen dieses Jahrgangs und Alters, und sie ist auch höher als die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines zweiten Kindes bei den Frauen dieses Jahrgangs und Alters, die ein Kind hatten beziehungsweise eines dritten Kindes bei Frauen mit zwei Kindern.[9]

Demografische Prognosen und ihre Bedeutung anhand der Debatte in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand von 2005 zur Geburtenrate bedarf einer Überarbeitung: Siehe Aussagen des Max-Planck Instituts 2011 Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Nach der rassistischen Bevölkerungspolitik des NS-Regimes fristete die Demografie in Deutschland lange ein Schattendasein, galt die Untersuchung oder gar Beeinflussung reproduktiven Verhaltens doch als moralisch bedenklich.

Erst im Zusammenhang mit der politischen Debatte um die Aufrechterhaltung der Sozialversicherungen kamen auch in Deutschland Debatten über die demografische Entwicklung oder den demografischen Wandel wieder auf. Zum Teil bis heute blieb die Diskussion dabei stark auf Themen der Wirtschaft und Sozialsysteme fixiert. So sprach (und spricht man z. T. bis heute) im Hinblick auf die Altersversorgung vom Problem der Überalterung – wobei objektiv nicht die Existenz älterer Menschen, sondern das Fehlen jüngerer (Unterjüngung) Sorgen bereitet.

Inzwischen hat die Demografie in Deutschland wieder Anschluss an den internationalen Kenntnisstand gefunden. Ursula Lehr nannte bereits 1987 folgende 16 demografische Faktoren:

1. Zunahme der Lebenserwartung,
2. mit dem Alter zunehmende Differenz der Anzahl Männer – Frauen,
3. wachsender Anteil älterer Menschen (1890 ?? % über 60, heute 21 %, im Jahr 2000 ca. 26 %),
4. wachsender Anteil Hochbetagter und Über-100-Jähriger (Hochaltrigkeit, alte Alte),
5. zunehmende Differenzierung der Alten in verschiedene Lebens- und Verhaltensformen,
6. Entwicklung zu einer alters-egalitären Gesellschaft,
7. veränderte Relation der Altersgruppen,
8. Rückgang der Dreigenerationenhaushalte, Zunahme Eingeneration- und Einpersonhaushalte,
9. Singularisierung,
10. Zunahme der Vier- und Fünfgenerationenfamilien,
11. Veränderungen im Lebenszyklus,
12. Verkürzung der Familienphase,
13. Zunahme Rentnerkurorte,
14. absolute Zunahme von Pflegebedürftigkeit, Abnahme des Potenzials an häuslichen Pflegepersonen;
15. Zunahme alt werdender Behinderter,
16. Zunahme alt werdender ausländischer Bürger.

Seither sind in der wissenschaftlichen Diskussion hinzugekommen:

17. Verjüngung des Alterns – Die Menschen werden heute früher und im Lauf ihres Lebens länger mit Altersproblemen konfrontiert.
18. Entberuflichung des Lebenslaufs
19. weitere Feminisierung des Alters.

Dazu im Einzelnen:

zu 1. Zunehmende Lebenserwartung der Menschen: „Wir leben vier Jahre länger als unsere Eltern, unsere Kinder vier Jahre länger als wir“, sagt Axel Börsch-Supan, Direktor des Munich Center for the Economics of Aging. Dies sei ein einmaliger Alterungsprozess, der in Kombination mit der in Deutschland vorherrschenden niedrigen Geburtenrate eine enorme Herausforderung für unser Sozialsystem, unsere gesamte Infrastruktur und vor allem für unsere Wirtschaft darstelle.

zu 7. und 11. Niedrige Geburtenrate: Mit einer TFR (= zusammengefaßten Fruchtbarkeitsziffer) um die 1,34 Geburten pro Frau war Deutschland 2005 in der Disziplin „niedrigste Geburtenrate“ fast gleichauf mit Italien und Spanien und wurde nur noch von einigen Ländern des ehemaligen Ostblocks unterboten. Von geringen Schwankungen abgesehen, war diese Größe in Westdeutschland bis Anfang der 1980er Jahre langsam zurückgegangen, seither schwankt sie zwischen ca. 1,2 und 1,5 Kindern je Frau. Die absolute Zahl der Kinder, die ein Frauenjahrgang im Laufe des Lebens bekommt (sog. Kohortenfertilität) ist hingegen – parallel zu einem immer höheren Durchschnittsalter der Mütter – von knapp 2,0 beim Frauenjahrgang 1940 auf knapp 1,5 beim Frauenjahrgang 1965 relativ kontinuierlich gefallen. In Ostdeutschland verharrte sie für die Jahrgänge 1948 bis 1958 bei etwa 1,8, fällt danach ab und hat sich für den Jahrgang 1965 mit knapp 1,6 dem westdeutschen Niveau weitgehend angenähert. Die bisherigen Kinderzahlen der jüngeren Jahrgängen deuten, verglichen mit Frauen früherer Jahrgänge im selben Alter, auf ein weiteres Absinken hin. Der Unterschied zu Ostdeutschland wird deutlicher, wenn man die TFR betrachtet: für Ostdeutschland lag sie Mitte der 1970er unter der Westdeutschlands, stieg dann aber infolge familienpolitischer Maßnahmen in den letzten rund 15 Jahren vor der Wende deutlich über dieselben. Die Stabilität der TFR zeigt, dass die Frauen dabei Geburten „nachgeholt“ haben. Nach der Wende fiel umgekehrt die TFR der neuen Länder auf ein historisches Tief von ca. 0,8 Kinder je Frau im Jahr 1994 (dem niedrigsten je gemessenen Wert weltweit) und hat sich seitdem dem westdeutschen Wert allmählich weitgehend angenähert. Zur Reproduktion einer Bevölkerung mit Sterblichkeitsverhältnissen, wie sie z. B. in Deutschland vorliegen, ist es demgegenüber erforderlich, dass jede Frau im Durchschnitt rd. 2,1 Kinder zur Welt bringt (TFR 2,08).

Deutschland befindet sich damit in einem globalen Trend, der auch als so genanntes „demografisch-ökonomisches Paradoxon“ bezeichnet wird: Je wohlhabender, freier und gebildeter eine Gesellschaft wird, desto weniger Kinder bekommt sie. Einer Studie des Berlin-Instituts zufolge[10] gilt dies für den Binnenvergleich hochindustrialisierter Länder allerdings nicht mehr: „Im Westen Europas ist ein ökonomisch-demografisches Paradoxon nicht mehr nachzuweisen.“

Die Ursachen des Geburtenrückganges sind vielschichtig, die Bedeutung einzelner Faktoren sehr umstritten. Individualisierte Lebensläufe, steigende Einkommen, eine erheblich verbesserte Bildung und damit verbundene Erwerbschancen insbesondere für Frauen haben ein Leben ohne Kinder immer attraktiver gemacht, zugleich stellt die Arbeitswelt immer höhere Anforderungen an die Mobilität und die Berufstätigkeit beider Partner und erschwert damit ein Zusammenziehen. Zugleich stiegen dadurch einerseits die anfallenden Kosten für die Kinderbetreuung, insbesondere in Ländern mit schlecht ausgebauter öffentlicher Kinderbetreuung, andererseits die Opportunitätskosten, wenn für die Fortpflanzung die Verfolgung beruflicher Ziele eingeschränkt wird. Über die modernen Sozialsysteme ist man in den meisten Ländern Westeuropas im Falle von Alter und Krankheit umgekehrt auf Kinder nicht mehr angewiesen. Hohe Trennungs- und Scheidungsraten, mit einschneidenden finanziellen Folgen insbesondere bei Vorhandensein von Kindern, machen die Familienplanung unsicher, erhöhen für beide Geschlechter die Ansprüche an einen geeigneten Partner und senken die Wahrscheinlichkeit von weiteren Kindern. Lange Ausbildungszeiten infolge der Bildungsexpansion und Schwierigkeiten beim Berufseinstieg führen zur Verzögerung von Familiengründungen, wobei mit zunehmendem Alter der Beteiligten einerseits wiederum die Ansprüche an den Partner wachsen, andererseits die Fruchtbarkeit nachlässt (ungewollte Kinderlosigkeit). Die immer höhere Bildung von Frauen, die etwa beim Abitur Männer inzwischen übertreffen, verknappt für gut ausgebildete Frauen und für schlecht ausgebildete Männer das Angebot an potentiellen Partnern (da Frauen bislang selten einen insoweit unterlegenen Mann und Männer selten eine insoweit überlegene Frau akzeptieren), noch verschärft durch die höhere Wanderungsneigung insbesondere gut ausgebildeter ostdeutscher Frauen. Effektive Verhütungsmittel sind jederzeit verfügbar und Schwangerschaftsabbrüche legalisiert. Dazu kommen nachlassende Religiosität und steigende Verstädterung, unsicherer werdende Erwerbsbiografien, mangelnde Verfügbarkeit familiengeeigneten Wohnraumes in Ballungsgebieten und vieles mehr.

In jüngerer Zeit werden die Rolle und Bedeutung von Familienpolitik und die Möglichkeiten, die Geburtenrate durch staatliche Maßnahmen zu beeinflussen, kontrovers diskutiert. Traditionelle Familienformen sind noch recht häufig (erwerbstätiger in Vollzeit arbeitender Vater, während sich die Mutter um die Kinder kümmert und allenfalls in Teilzeit arbeitet). Aktuell wird viel über die Wahlfreiheit debattiert, das heißt, Eltern (überwiegend Müttern) die Möglichkeiten zu geben, Familie und Beruf zu vereinbaren. Skandinavische Länder, aber auch zum Beispiel Island, werden in diesem Zusammenhang häufig als Musterländer angeführt. Von allen entwickelten Industriestaaten hatten im Jahr 2005 die Vereinigten Staaten, Island, Irland und Frankreich die höchsten Geburtenraten. Diese Staaten hatten eine Geburtenrate von etwa 2,0 Kindern pro Frau, was nahezu der Bestandserhaltungsquote entspricht. Auffallend ist, dass zwar Frankreich eine besonders aktive Familienpolitik betreibt, die USA und Irland diesbezüglich aber ausgesprochen zurückhaltend sind.

zu 16. Ein- und Auswanderungen: Für die zukünftige Bevölkerungszahl und die Altersstruktur ist der Wanderungssaldo, d. h. die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen, von Bedeutung. Der Wanderungssaldo war in den letzten 50 Jahren überwiegend positiv und betrug im Jahresdurchschnitt knapp 200.000 Personen. Davon waren drei Viertel Ausländerinnen und Ausländer. Das Statistische Bundesamt ging (2003) davon aus, dass die Zahl der Zuwanderungen langfristig sinken wird. Ein Grund dafür ist, dass die Zuwanderung aus Osteuropa oder der Türkei, sowohl aufgrund eigener Geburtenschwäche wie auch der stärkeren Orientierung osteuropäischer Zuwanderer z. B. nach England oder den USA, nach Deutschland abnimmt.

Die ersten beiden Merkmale stützen die Befürchtung einer Unterjüngung/Vergreisung der Gesellschaft. In der Vergangenheit hat das positive Wanderungssaldo zwar für eine Zunahme der Bevölkerung gesorgt; diese ist allerdings in jüngster Zeit zum Stillstand gekommen und seit 2003 in eine Schrumpfung übergegangen. Unter Experten herrscht weitgehend Einigkeit, dass das Überaltern durch Zuwanderung nicht dauerhaft aufgehalten, jedoch verlangsamt werden kann.

Zur Problematik der Unterjüngung im Bereich der Wirtschaft siehe: Humankapital.

Zur Problematik der Unterjüngung im Bereich der Kultur bei gleichzeitig wachsendem Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund siehe: Integration (Soziologie).

Zur Problematik der Unterjüngung im Bereich der Außenpolitik siehe beispielhaft die Eurabien-Debatte.

Differenzierte Betrachtung der Geburtenhäufigkeit in Deutschland und der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tendenziell war in Westdeutschland und später im vereinigten Deutschland ein negativer Zusammenhang zwischen Bildung und sozialem Status der Eltern einerseits und der Kinderzahl andererseits festzustellen: Bei Personen (Frauen bzw. Paaren) mit höherem Bildungsabschluss ist die durchschnittliche Kinderzahl je Frau niedriger, das durchschnittliche Gebäralter höher und der Anteil dauerhaft Kinderloser ebenfalls höher als bei Personen mit niedrigerem Bildungsniveau. Schätzungen zufolge beträgt die zusammengefasste Geburtenziffer bei Akademikerinnen ca. In den letzten Jahrzehnten betrug 1,3 Kinder je Frau, bei Frauen ohne akademische Ausbildung hingegen ca. 1,6. Das mittlere Gebäralter lag bei Akademikerinnen bei ca. 31 Jahren, bei Frauen ohne Ausbildung bei ca. 23 Jahren.

Ostdeutsche Akademikerinnen haben im Durchschnitt mehr Kinder als westdeutsche. Ihre Geburtenrate ist nicht niedriger als die ostdeutscher Nichtakademikerinnen, stieg in den letzten Jahren sogar an und war im Jahr 2011 höher als die ostdeutscher Nichtakademikerinnen. Es ist abzuwarten, ob sich dieser Trend fortsetzt. Als Gründe werden kulturelle Unterschiede und eine einfachere Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Ostdeutschland diskutiert.[11]

Nicht nur die Bildung, sondern auch die Art der ausgeübten Tätigkeit hat einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. So sind 47 % der im künstlerischen Bereich tätigen Frauen, 41 % der in den Geistes- und Naturwissenschaften arbeitenden Frauen und 40 % der im Bereich „Publizistik, Übersetzung und Bibliotheken“ beschäftigten Frauen kinderlos. Zwar gilt generell die Regel, dass Frauen mit zunehmendem Bildungsstand häufiger kinderlos bleiben, doch gilt dies nicht gleichermaßen für alle Berufe. Nur 27 % der Lehrerinnen bleiben kinderlos, sie liegen damit deutlicher näher am Durchschnittswert der Kinderlosigkeit als andere akademische Berufsgruppen. Schließlich gibt es auch Berufsgruppen, in denen die Kinderlosigkeit eine Ausnahme darstellt. So sind bei weiblichem Verkaufspersonal und Köchinnen nur jeweils 15 % der Frauen kinderlos, und nur 7 % der weiblichen Beschäftigten in Reinigung und Entsorgung haben kein eigenes Kind.[12]

Zu erwähnen ist auch die im Durchschnitt höhere Geburtenhäufigkeit in der zugewanderten Bevölkerung im Vergleich mit der einheimischen. Obwohl im Durchschnitt in Migrationsfamilien das Ausbildungs- und Einkommensniveau niedriger ist, kann die höhere Geburtenrate nur teilweise mit dem letztgenannten Zusammenhang erklärt werden. Hinzu treten kulturelle Unterschiede insbesondere in bestimmten Migrantengruppen. Der amtlichen Statistik zufolge liegt die Geburtenrate einheimischer Frauen bei ca. 1,1 bis 1,3 Kindern je Frau, bei der zugewanderten hingegen bei ca. 1,7. Hier wiederum heben sich (von den großen Gruppen) insbesondere die Türkischstämmigen mit Geburtenraten deutlich über 2,0 hervor, wobei auch dort die Kinderzahl mit abnehmender Bildung, insbesondere der Mutter, zunimmt.

Eine vom Religionswissenschaftler Michael Blume (Staatsministerium Baden-Württemberg) gemeinsam mit Tübinger Studenten auf Grundlage der Daten der Schweizer Volkszählung 2000 erstellte Studie[13] legt eine starke demografische Wirkung des Faktors Religion nahe. Danach sind Hindus mit 2,79 Kindern pro Frau am fruchtbarsten, gefolgt von Muslimen mit einem Schnitt von 2,44. Der Schweizer Mittelwert insgesamt liegt bei 1,43, der von Katholiken (1,41) und Evangelisch-Reformierten (1,35) etwas darunter. Den niedrigsten Wert haben Konfessionslose mit 1,11 Geburten pro Frau.[14] Breitere öffentliche Rezeption erhielten Blumes religionsdemografische Thesen durch ihre Übernahme in das 2010 von Thilo Sarrazin veröffentlichte Buch Deutschland schafft sich ab, das eine breite und langanhaltende, überwiegend kritische, gesellschaftliche Kontroverse auslöste. Blume selbst warf Sarrazin vor er habe „geschummelt“ und wies nach wie jener sich Blumes Veröffentlichung „zurechtgeschnitten“ habe.[15]

Die demografische Entwicklung in Ostdeutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die demografischen Veränderungen in Ostdeutschland haben aufgrund ihrer hohen Intensität und des zügigen Entwicklungsprozesses sowohl ökonomische als auch fiskalische Auswirkungen. Neben einem Schrumpfen der Bevölkerung kommt es hierbei additiv zu Altersstruktureffekten, deren ökonomische Wirkungen ganz erheblich sein können. Der Anteil der Rentnergeneration wird stark zunehmen, der Anteil von Kindern und Jugendlichen dementsprechend kräftig sinken. Auch die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter wird sich deutlich reduzieren, weil mehr Menschen altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden als junge Personen „nachrücken“. Die neuen Länder nehmen damit eine Entwicklung vorweg, die in ähnlicher Form in Westdeutschland mit einer Verzögerung von 20 Jahren ebenfalls eintreten wird. Dadurch sind für den westdeutschen Raum gerade Analysen von Politikmaßnahmen in ostdeutschen Regionen von hoher Relevanz.[16]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeine Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der britische Demograf David Eversley, dessen Spezialgebiet Bevölkerungsprognosen sind, kritisiert den „irrigen Glauben“, eine künftige Bevölkerung lasse sich exakt berechnen. „So komplex diese Modelle auch sein mögen, die ihnen zugrunde liegenden Thesen sind doch von zweifelhafter Gültigkeit. Entweder handelt es sich um rein mechanische Extrapolationen vergangener Trends oder um Berechnungen, die auf Vermutungen der Verfasser beruhen.“ Bevölkerungsprognosen, so Eversley, hätten normalerweise immer auch einen politischen Zweck verfolgt: „Die Geschichte der Bevölkerungsprognosen ist daher nie frei von Ideologie, und es muss immer gefragt werden, warum wurde die Prognose aufgestellt, was bezweckte der Autor wirklich.“ (Heim/Schaz, S. 12)

Demografen wie Herwig Birg weisen allerdings selbst immer wieder darauf hin, dass ihre Prognosen unter bestimmten Annahmen stehen, etwa was das Geburten- und Einwanderungsverhalten anbelangt. Gerade deshalb seien sie ja wichtig: um abzuschätzen, welche Folgen bestimmte Entwicklungen nach sich ziehen. Im Übrigen gelte die Kritik nur für sehr langfristige Prognosen. Über mehrere Jahrzehnte hinweg sei, da ein Großteil der Erwerbstätigen und insbesondere der potenziellen Eltern von morgen bereits heute geboren sind, eine sehr sichere Prognose möglich.

Dem Mainstream der Demografen wird außerdem eine unkritische Haltung zur Geschichte ihrer eigenen Disziplin vorgeworfen. „Bis heute haben es die Demografen weitgehend vermieden, eine fachinterne Kritik zu leisten. Während es in anderen Disziplinen eine Heterogenität der Ansätze gibt, Richtungs- und Meinungsstreite offen ausgetragen werden, dominiert in der Bevölkerungswissenschaft dagegen ein Korpsgeist, der sich nicht zuletzt aus der besonderen Regierungsnähe, aus dem intimen und nie kritisch hinterfragten Verhältnis zur jeweiligen Macht erklärt.“ (Heim/Schaz, S. 12/13) Die Bremer Sozialwissenschaftler Gunnar Heinsohn, Otto Steiger und Rolf Knieper haben in ihrer Studie „Menschenproduktion – allgemeine Bevölkerungstheorie der Neuzeit“[17] gezeigt, wie die Demografie auf dem Hintergrund des Arbeitskräftebedarfs des neuzeitlichen Staats entstanden ist. Laut diesen Autoren diente die Bevölkerungswissenschaft dem modernen Staat zunächst dazu, durch eine Reihe von Maßnahmen, die auch die umfassende Kriminalisierung der Geburtenkontrolle einschloss, die Reproduktion der Bevölkerung in ausreichender Zahl sicherzustellen. Dieser These zufolge seien Geburtenraten, die wesentlich über der Reproduktionsrate von 2,1 liegen, entgegen einer Grundannahme vieler Demografen nicht naturgegeben, sondern meist durch Bevölkerungspolitik politisch hergestellt. Die Bevölkerungspolitik des deutschen nationalsozialistischen Regimes der 1930er Jahre ist also kein historischer Ausnahmefall, sondern steht durchaus in der Kontinuität frühmoderner Bevölkerungspolitik, die Hitler lediglich wiederbelebte und radikalisierte.

Prognosen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von den Statistischen Landesämter in Deutschland durchgeführten Bevölkerungsvorausberechnungen enthalten stets einen Abschnitt zur Methodik, Parametern und Annahmen. Eine allgemein verständliche Beschreibung z. B. für Bayern ist enthalten in Heft 1/2010 des Bayerischer Gemeindetag, der Verbandszeitschrift der bayerischen Gemeinden (S. 3 ff.)[18] Eine kritische Stellungnahme dazu erfolgte in Heft 3/2010 derselben Zeitschrift (S. 103 ff.)[19]

Kritikpunkte sind neben methodischen Argumenten vor allem die fehlende Übereinstimmung der Daten des Statistischen Landesamts mit den Einwohnermeldeämtern der Gemeinde und die fehlende Berücksichtigung spezifischer Faktoren (z. B. zukünftig erhöhte Zuzüge durch Betriebsansiedlungen, vermehrte Fortzüge durch fehlende Infrastruktur oder durch Arbeitsplatzmangel). Letztere, die einen zusätzlichen Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung haben können, sind vor Ort besser bekannt.

In Thüringen wurde 2009 auf Basis der Werte vom 31. Dezember 2008 eine Bevölkerungsprognose aufgestellt. Für das Jahr 2009 wurde ein Wanderungssaldo von –13.000 Personen (tatsächlich waren es –8026 Personen) und für das Jahr 2010 von –11.800 Personen (tatsächlich waren es –5741 Personen) prognostiziert.[20] Damit lag die Abweichung bei den Wanderungen schon im zweiten Prognosejahr bei über 50 %. Fortgesetzt über fünf, zehn oder zwanzig Jahre würde die Ungenauigkeit so groß, dass die Aussagekraft einer solchen Bevölkerungsprognose stark absinkt. Das Beispiel zeigt, dass die Wanderungsbewegungen der Zukunft schwer zu prognostizieren sind und stark von kurzfristigen Faktoren abhängen. Für das Jahr 2011 sind solche Faktoren etwa die Aussetzung der Wehrpflicht, die Öffnung des Arbeitsmarkts für Osteuropäer oder die doppelten Abiturjahrgänge in einigen westdeutschen Bundesländern. Entscheidend ist auch die Entwicklung der Konjunktur, die sich ebenfalls nicht über Jahrzehnte in die Zukunft prognostizieren lässt. Diese Faktoren gelten auch für die Bevölkerungsprognosen der anderen deutschen Länder.

Auch die unterschiedlichen Ergebnisse aus ZENSUS 2011 sind noch zu berücksichtigen. So mußte man zum Beispiel bei den Männern über 90 Jahre die angenommenen bzw. zu Grunde liegenden Zahlen um deutlich 30 Prozent nach unten korrigieren. Aber auch in anderen Altersklassen und bei früheren Einwohnerzahlen gab es meist "Bevölkerungsverluste" (allein in Flensburg fehlten ca. 6500 Einwohner), die oft unerklärlich waren. Viele Städte und Gemeinden haben gegen die festgesetzten Ergebnisse gem. ZENSUS 2011 geklagt. Das Urteil wird im Jahre 2016 erwartet [21].

Stabile Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Bevölkerung, die für mindestens hundert Jahre eine konstante Fertilität, Mortalität, ohne Zu- und Fortzüge hat, bezeichnet man als stabile Bevölkerung. Da diese Voraussetzungen nur in der Theorie (siehe Modellrechnung) zu erfüllen sind, gibt es die stabile Bevölkerung in der Wirklichkeit nicht.

Es werden daher drei Ausprägungen der stabilen Bevölkerung unterschieden:

  1. stabil wachsende Bevölkerung (die Fertilität ist höher als die Mortalität), z. B. in vielen Ländern Afrikas
  2. stationäre Bevölkerung (die Fertilität ist genauso hoch wie die Mortalität)
  3. stabil schrumpfende Bevölkerung (die Mortalität ist höher als die Fertilität), z. B. Deutschland, Österreich und Japan

Während stabile Bevölkerungen ein konstantes Durchschnittsalter besitzen, ist dieses bei stabil schrumpfenden Bevölkerungen höher. Des Weiteren kann man bei stabilen Bevölkerungen weder von demographischer Alterung noch von demographischer Verjüngung sprechen.

Demografieziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland, Demografieziel (2015/2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Beispiel sei hier das Demografieziel der dt. Bundesregierung [22], Abschnitt im ersten Drittel „2. Ziele und Handlungsfelder der Demografiepolitik der [dt.] Bundesregierung“ aufgeführt:

"Die Demografiepolitik der [dt.] Bundesregierung hat daher das Ziel, Rahmenbedingungen zu schaffen, die

  • den Wohlstand für die Menschen aller Generationen in unserem Land erhöhen und
  • die Lebensqualität weiter verbessern."

Bemerkenswert ist hierbei, dass als erster Punkt Wohlstand aufgeführt wird, was eher einem Wirtschaftsziel entspricht. Auf der dortigen Webseite „Die weiterentwickelte Demografiestrategie; Eine Zusammenfassung“, sind aktuell keine Argumente benannt, die begründen könnten, warum ‚Wohlstand für die Menschen‘ innerhalb der demografischen Entwicklung denn so wertvoll sei, aber gleichzeitig z. B. ein möglicher langfristiger Erhalt der Bevölkerung / (stabile (z. B. stationäre) Bevölkerung) in Deutschland nicht aufgeführt wird. Ein mögliches Demografieziel einer stabilen oder stationären Bevölkerung, sofern man Strategie und Ziel trennen möchte, kann man zwar aus dem Text vermuten, ist zur Zeit dort so aber nicht formuliert. Des Weiteren ist dort bisher nicht auffindbar, ob und inwieweit erhöhter ‚Wohlstand‘ denn statistisch gesehen mit einer ggf. erhöhten Geburtenrate korreliert, und nicht unter Umständen die Geburtenrate zum Wohlstand sogar gegenläufig sein kann.

Ein Vorschlag für ggf. ein aktuelles Demografieziel der EU konnte zur Zeit als Quelle nicht gefunden werden. Hier ergibt sich ggf. die Möglichkeit, Demografieziele, die sich in Deutschland möglicherweise nicht leicht vereinbaren lassen, geschickter Weise über die EU, alternativ auch auf Gemeindeebene oder gänzlich auf ‚privater Ebene‘ abzustimmen.

Bereits länger existierende Hinweise für Gründe zur Familienpolitik in Deutschland ergibt ein Zitat aus dem Jahr 2007 des „Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung“,[23] siehe dort Abschnitt „5. Bevölkerungspolitik – Teil einer neuen Familienpolitik in Deutschland ?“, Absatz 3: „Trotzdem unterwirft sich Familienpolitik in der Bundesrepublik bisher bewusst dem Postulat der demografischen Neutralität. Zu stark wirken die historischen Schreckbilder: einerseits die nationalsozialistische, rassistische Bevölkerungspolitik, andererseits die DDR-Familienpolitik, die das Privatleben ihrer Bürger entsprechend den Staatszielen zu lenken versuchte.“ Weiterführende Details über ggf. prozentuale (interne) Abstimmungsverhältnisse für disbezügliche politischen Entscheidungen (2007) sind im dortigen Text bisher nicht auffindbar. Auch eine Risikoabschätzung, dass, oder ob eine ‚demografische Neutralität‘ unter Umständen zu einer ggf. ungewollt starken Bevorteilung von ‚wirtschaftlichem Wachstum und Wohlstand‘ auf Kosten von ‚ausreichend Familiennachwuchs‘ führen könnte, ist dort nicht aufgeführt.

Auch Argumente für oder gegen eine mögliche Formulierung ‚die Chancengleichheit für Bürger mit und ohne Kinderwunsch ermöglichen‘ (o.ä.), sind im Text zum Ziel der Demografiepolitik (2015) der dt. Bundesregierung nicht auffindbar. Die Einfügung einer solchen neutralen Formulierung in das Demografieziel hätte den Charme, dass sich so insbesondere eine Balance zwischen möglichen Kinderwünschen der Bürger und Wohlstand direkt im Demografieziel integrieren lässt, da beides Erwähnung findet.

Unabhängig von dieser beschriebenen Variante gilt sinnvollerweise für eine Demokratie bzw. für eine Mehrheitsabstimmung: Es reicht nicht, eine mögliche Formulierungsoption ggf. im Vorfeld eines Entscheides zu kennen. Man benötigt zur Umsetzung auch im jeweiligen Gremium eine ausreichende Mehrheit zu dieser Option entsprechend des jeweils gültigen Abstimmungsverfahrens.

In diesem Zusammenhang kann man des Weiteren eine Paarung der Themenkomplexe (a) Wirtschaft und (b) Kinder in einem Wirtschaftsmagazin aus Deutschland/Bayern (vom 2. März 2016)[24] nachlesen. Im Detail findet man in dieser Quelle zwei finanzrelevante Artikel in denen der Begriff Kinder erheblich oft Verwendung findet, sowie mehrere Artikel zum Thema Wirtschaft. Dies ist als Beispiel zu sehen, in dem eine Bevorteilung von ‚wirtschaftlichem Wachstum‘ auf Kosten von ‚ausreichend Familiennachwuchs‘ vermieden wird, da beides Erwähnung findet.

Ein Zitat von Herwig Birg (deutscher Bevölkerungsforscher) „Geburtenförderung verträgt sich nicht gut mit den Zielen kurzfristiger Wirtschaftspolitik“[25] ergibt einen Hinweis darauf, dass sich ‚bei kurzfristiger Wirtschaftspolitik‘ eine Balance zwischen Kinderwünschen und Wohlstand nicht von allein einregelt.

Eine Balance dieser Art findet man wieder zwischen den Teilsystemen ‚Bevölkerung‘ und ‚Wirtschaft‘ in der sog. Risikospirale zwischen den Systemen Wirtschaft, Bevölkerung, Gesellschaft und Umwelt (2014)[26] von Herwig Birg. Diese ‚demografisch-ökonomische Risikospirale‘ findet man ebenfalls in „Die Weltbevölkerung, Dynamik und Gefahren“ (2004, Herwig Birg)[27] auf Seite 72, Schaubild 5, mit der dortigen Bezeichnung ‚System sozio-ökonomischer und demo-ökologischer Wechselwirkungen‘. Im Detail sagt Quelle [26] konkret: „Selbstregulierende, systemimmanente Stabilisatoren, die so stark sind, dass die vier Subsysteme automatisch in eine stabile Lage zurückgeführt werden, wenn sich das System zu weit vom Gleichgewicht entfernt [..] wurden bisher weder in der Wirtschaftswissenschaft, der Bevölkerungswissenschaft, der Soziologie oder der Kybernetik entdeckt“. Ein konkreter Nachweis, dass es keine ‚systemimmanenten Stabilisatoren‘ hierzu geben kann, z. B. auf mathematischer Grundlage, ist in beiden Quellen nicht enthalten; das betroffene System ist allerdings auch sehr komplex.

Einen Lösungsansatz zur Stabilisierung der ‚demografisch-ökonomischen Risikospirale‘ ergibt ein Zitat von Helge Hesse (Autor des Personenlexikons der Wirtschaftsgeschichte [in 900 Portraits]), Vorwort zur ersten Auflage (2003), Satz 1: „Wirtschaften resultiert seit jeher aus den fundamentalen menschlichen Bedürfnissen, Hunger und Durst zu stillen, und das Dasein zu sichern.“[28] Da nach dem Wortlaut dieses Zitates keine Präferenz auf kurze oder lange Zeitspannen gewählt wurde, ist es ein Teil der Wirtschaft, sich um kurz- und langfristige Sicherung des ‚Daseins‘ zu kümmern, unter der Voraussetzung, dass der Inhalt des Zitates korrekt ist. Im Sinne dieses Zitates hat man damit zumindest ein systemimmanentes Ziel‚das Dasein zu sichern‘ im Bereich ‚Wirtschaft‘ der ‚demografisch-ökonomischen Risikospirale‘ integriert bzw. festgestellt. Beachtlich ist ebenso: Im Text dieses Zitates ist der Begriff ‚Politik‘ nicht enthalten.

Ein weiteres Beispiel für ein mögliches Demografieziel (geplanter Antrag zur Unterschrift) findet man hier (Ostrach (Deutschland/Baden-Württemberg), 24. Juni 2015): [29]

„Demografie: Ziel ist es, eine Trendwende bei der Bevölkerungsentwicklung einzuleiten und bis zum Jahr 2030 dem Erhalt der heutigen Bevölkerungszahl mit 6589 Einwohnern nahe zu kommen.“. Interessant ist hierbei insbesondere, dass die Wahl dieses Demografiezieles eine neutrale Wahl zwischen wachsender und schrumpfender Bevölkerung darstellt, und Stabilität vermittelt.

Frankreich, Demografieziel (1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frankreich gestaltet sich die Situation etwas entspannter, Zitat: ‚1945 sah Charles de Gaulle sein Volk vom Aussterben bedroht: „Frankreich braucht zwölf Millionen Babys!“ ‘ (siehe Artikel von 2004: Demografie als Volkssport [in Frankreich])[30]. Und Frankreich hatte relativ kontinuierlich, z. B. 2013, höhere Geburtenraten (Fertilitätsrate, ca. 2,01)[31] als die Bürger in Deutschland (ca. 1,42 als durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau)[32].

Türkei, Demografieziel (2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Türkei gibt es Vorgaben von Seiten des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan (2013): es ‚sollen Türkinnen mindestens drei Kinder zur Welt bringen‘[33], sowie ‚es sei sein Recht als Regierungschef, dies zu fordern‘. Den Nachteil, den man sich damit einhandelt: ‚Entsprechend hitzig fielen am Donnerstag erste Reaktionen […] aus:‘, kann man im Detail bei der im vorhergehenden Satz angegebenen Quelle nachlesen. Dieser Nachteil aus Quelle [33] schließt jedoch nicht aus, dass es ähnliche oder andere Methoden gibt, die diesen Nachteil nicht aufweisen.

Demografiestrategie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland, Demografiestrategie (2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Beispiel sei wiederum hier die Demografiestrategie der deutschen Bundesregierung (2. September 2015), Abschnitt „Die Demografiestrategie der [dt.] Bundesregierung“ (2. September 2015) [34][35] angegeben:

  • Wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand langfristig zu sichern, damit auch künftige Generationen am Wohlstand teilhaben können.
  • Den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, denn belastbare soziale Beziehungen – in der Familie, der Nachbarschaft bis hin zu Gesellschaft und Arbeitswelt – sind unverzichtbar.
  • Gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in allen Regionen zu unterstützen und eine hohe Lebensqualität in Stadt und Land zu sichern.
  • Die Handlungsfähigkeit des Staates zu erhalten, verlässliche soziale Sicherungssysteme zu gewährleisten und den öffentlichen Dienst attraktiv zu halten.

Auch hier ist wieder kein Hinweis zu finden für einen Bevölkerungserhalt oder (im Mittel) ausreichend Kinder zu haben – ohne das dem Bürger direkt vorzuschreiben. (Siehe auch Abschnitt Diskussion[36]; sowie Kritik von Herwig Birg (in: Die demografische Uhr tickt unbarmherzig, 5. März 2015)[37], 1981–2004 Direktor des Instituts für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik der Universität Bielefeld (Deutschland), und sowie weitere Kritik von Herwig Birg (9. Januar 2013)[38] zu einer vorhergehenden Version der Demografiestrategie)

Übersichtsweise findet man weiter im Artikel „Die weiterentwickelte Demografiestrategie“ (2015) der dt. Bundesregierung im Abschnitt ‚Einleitung‘: „Die Bundesregierung vertieft darüber hinaus die Zusammenarbeit mit den Gestaltungspartnern in insgesamt zehn Arbeitsgruppen:“[39]:

  • „Gute Partnerschaften für starke Familien“[40] (18 Mitglieder[41]),
  • „Jugend gestaltet Zukunft“[42] (20 Mitglieder[43]),
  • „Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten“ (20 Mitglieder[44]),
  • „Selbstbestimmtes Leben im Alter“[45] (27 Mitglieder[46]),
  • „Allianz für Menschen mit Demenz“[47] (23 Mitglieder[48], z. B. BUNDESÄRZTEKAMMER),
  • „Regionen im demografischen Wandel stärken – Lebensqualität in Stadt und Land fördern“ (11 Mitglieder[49]),
  • „Mobilisierung aller Potenziale zur Sicherung der Fachkräftebasis“ (11 Mitglieder[49]),
  • „Ausländisches Arbeitskräftepotenzial erschließen und Willkommenskultur schaffen“ (14 Mitglieder[49], z. B. Bundesagentur für Arbeit),
  • „Bildungsbiografien fördern“ (11 Mitglieder[49], z. B. Hochschulrektorenkonferenz) und
  • „Der öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber“ (3 Mitglieder[49]) .

In der Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015)[34][35] wird streckenweise stark der Fokus gelegt auf ‚wirtschaftliches Wachstum‘ einschließlich intensiver Empfehlung zu Karriere, allerdings ohne ‚Familie‘ oder ‚Kinder‘ im jeweils unmittelbar benachbarten Text zu erwähnen. In der Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015)[35][50] findet man z. B. auf Seite 39 (pdf) ‚Mobilisierung aller Potenziale zur Sicherung der Fachkräftebasis‘ (ohne ‚Familie‘ zu erwähnen), Seite 45 (pdf) ebenso: ‚ ... gilt es mehr denn je, jede Einzelne und jeden Einzelnen in ihren Bildungsbiografien zu fördern.‘ Ein Nachweis, z. B. auf mathematischer Grundlage, dass eine Werbung dieser Art für die Karriere keinen negativen Einfluss auf die Entscheidungswahrscheinlichkeit zur (privaten) Realisierung von Kinderwünschen darstellt, ist im Text der Demografiestrategie nicht auffindbar. Die Zusammenhänge sind allerdings auch hier relativ komplex.

Im Folgenden sei nun ein Kandidat für eine Herleitung skizziert, um einen mathematischen Zusammenhang zwischen der Entscheidungswahrscheinlichkeit für Karriere und der Entscheidungswahrscheinlichkeit für Kinder aufzuzeigen. Es wird von einem Zitat ausgegangen:[51] „Und so sehen sich die Frauen nach Ansicht der Forscher vor die Wahl gestellt: entweder sie bekommen Kinder und verzichten auf beruflichen Erfolg, oder sie machen Karriere und haben keinen Nachwuchs.“

Fasst man diese Aussage in einer mathematischen Operation zusammen, dann erhält man (Gleichung 1):

Entscheidung (Karriere, Kinder) = Karriere XOR Kinder,


hierbei bedeuten: Entscheidung (Karriere, Kinder) = 0 oder 1, Karriere = 0 oder 1, Kinder = 0 oder 1. Hierbei steht die ‚0‘ für ‚keine Entscheidung (bzw.: nein) im Sinne des Zitates getroffen‘ und ‚1‘ für ‚Einzelentscheidung (ja) wurde getroffen‘.

In einer äquivalenten mathematischen Darstellung erhält man (Gleichung 2):

Entscheidung (Karriere, Kinder) = Karriere \dot \or Kinder .


Hierbei stellt \dot \or den mathematischen Operator für „ausschließendes Oder“ dar, für den vorliegenden Fall der sogenannten Kontravalenz.

Es können natürlich auch mehrere solche Einzelentscheidungen ggf. von der gleichen Person hintereinander getroffen werden, z. B. zum Verifizieren oder auch zum Korrigieren von vorhergehenden Entscheidungen. Setzt man nun relative Häufigkeiten h von n solcher Einzelentscheidungen mit h \in\mathbb{R} mit  0 \leq h \leq 1 anstatt der Einzelentscheidung Entscheidung, Karriere und Kinder ein, dann erhält man (Gleichung 3):

h_{\rm Entscheidung} (h_{\rm Karriere}, h_{\rm Kinder}) = h_{\rm Karriere} + h_{\rm Kinder}.


Hierbei sollen sein: h_{\rm Entscheidung}=1 für alle n erfassten Entscheidungen, sowie h_{\rm Karriere} und h_{\rm Kinder} die relativen Häufigkeiten h der Einzelentscheidungen für Karriere bzw. Kinder. Man erhält (Gleichung 4):

1 = h_{\rm Karriere} + h_{\rm Kinder} .


Für eine große Zahl n der Entscheidungen mit n\gg 1 folgt bei statistisch unabhängigen Einzelereignissen bzw. Einzelentscheidungen, dass für Wahrscheinlichkeiten p \approx h gilt, mit p \in\mathbb{R} und  0 \leq p \leq 1. Und für n\to\infty folgt, dass die Wahrscheinlichkeit gleich der relativen Häufigkeit ist: p = h. Durch Einsetzen der Wahrscheinlichkeiten p für die relativen Häufigkeiten h unter Berücksichtigung von n\to\infty ergibt sich nun (Gleichung 5):

1 = p_{\rm Karriere} + p_{\rm Kinder} .


Stellt man diese Gleichung um nach der Entscheidungswahrscheinlichkeit für Kinder p_{\rm Kinder}, dann erhält man (Gleichung 6):

p_{\rm Kinder} = 1 - p_{\rm Karriere}


Folgt man dieser Herleitung, dann stellt dieses Ergebnis einen negativ linearen Zusammenhang zwischen p_{\rm Karriere} und p_{\rm Kinder} im Falle von Kontravalenz entsprechend dem Zitat „... entweder ... Kinder ... oder ...Karriere“[51] dar. Mit anderen Worten: Eine Beeinflussung der Entscheidungswahrscheinlichkeit von p_{\rm Karriere} zu einem höheren Wahrscheinlichkeitswert hin hat eine geringere Entscheidungswahrscheinlichkeit p_{\rm Kinder} zur Folge. Diese Gleichung stellt damit auch einen Kandidaten für die kürzeste Formulierung des Kernproblems der Kinderarmut in vielen Industrienationen dar. Dies gilt unter folgenden Voraussetzungen: (a) Der Inhalt des Zitates [51] ist korrekt, (b) ein signifikanter Anteil der Bevölkerung ist tatsächlich von dieser Entweder-oder-Entscheidung (Kontravalenz) beeinflusst, und (c) in der hier aufgeführten Rechnung sind keine inhaltsverändernden Fehler enthalten. In der Quelle (Malte Welding, Bonn 2015, Band 1567, Bundeszentrale für politische Bildung)[52] sind zwar keine mathematischen Formeln aufgeführt, aber die dortigen Schlussfolgerungen zeigen starke Ähnlichkeit mit diesem mathematischen Ergebnis. Man findet z. B. auf Seite 29 oben: „Der Geburtenrückgang ist die Quittung für ein hoch industrialisiertes Arbeits- (und Bildungs)system und Ausdruck seiner Werte.“

Auch wenn die obige eingerahmte Gleichung ein extrem unschönes Ergebnis darstellt, so ergibt sich dadurch allerdings ein neuer Lösungshorizont.

Was kann man tun ?

Ein einfacher theoretischer Aufruf „Habt mehr Kinder !“ ist nicht zulässig, da dies einen Eingriff in die private geschützte Entscheidungsfreiheit für oder gegen Kinder darstellt, „Angesichts der Bevölkerungs- und Rassenpolitik des Nationalsozialismus und der grundrechtlich geschützten Freiheit der Familiengründung (Artikel 6 Absatz 1 GG) scheidet jede direkte oder gar auf Zwang beruhende staatliche Steuerung generativen Verhaltens verfassungsrechtlich aus.“ (Kersten/Neu/Vogel, Demografie und Demokratie, Band 1317, Bundeszentrale für politische Bildung (2012)[53];sowie Ulrich Becker (2004), Die alternde Gesellschaft [54]). Auch nicht jeder möchte Kinder, oder mancher fühlt sich benachteiligt, weil er keine Kinder haben kann.

Allerdings kann man vorzugsweise neutrale Formulierungen wählen, die den o.g. negativ-linearen Einfluss von p_{\rm Karriere} auf die Entscheidungswahrscheinlichkeit für Kinder teilweise oder ganz vermeiden. Des Weiteren ist in einem potentiellen Lösungsszenario die Frage nach den Kosten nachhaltig und sinnvoll zu beantworten. Es folgt ein Kandidat für einen Lösungsansatz hierzu unter Zuhilfenahme der Mathematik.

Nimmt man den Teil der Entscheidungen in der Bevölkerung bzgl. Karriere und Kinder, der durch Kontravalenz (Kv.) beeinflusst ist, und ordnet diesem Teil der Entscheidungen die Wahrscheinlichkeit p_{\rm XOR} zu, dann lässt sich formulieren (Gleichung 7):

p_{\rm XOR}=p_{\rm XOR}(p_{\rm Karriere},p_{\rm Kinder}) .


Der andere Teil der Entscheidungen aus der Bevölkerung sei nicht durch Kv. beeinflusst: p_{\rm N}. Hier sind Karriere und Kinder hinreichend vereinbar, mit ‚N‘ für ‚Nicht von Kv. betroffen‘. Die Wahrscheinlichkeit, eine Entscheidung vom Typ ‚XOR‘ oder Typ ‚N‘ zu treffen, ist dann 1. Man kann nun schreiben (Gleichung 8):

1=p_{\rm N}({}^{\rm N}p_{\rm Karriere},{}^{\rm N}p_{\rm Kinder}) + p_{\rm XOR}(p_{\rm Karriere},p_{\rm Kinder}) .


Hierbei basieren die Wahrscheinlichkeiten {}^{\rm N}p_{\rm Karriere} und {}^{\rm N}p_{\rm Kinder} auf jeweils einer bzgl. Kv. ungekoppelten Entscheidung, z.B. bei Vereinbarkeit von Karriere und Kindern. Dies unterscheidet sich vom Falle der Beeinflussung von p_{\rm Kinder} durch p_{\rm Karriere} laut obiger eingerahmter Gleichung (Karriere und Kinder nicht vereinbar). Da nun Werbung mit direktem oder indirektem Einfluss auf p_{\rm Karriere} auch unmittelbar negativ-linearen Einfluss auf p_{\rm Kinder} hat, wg. Kontravalenz, ist (a) direkte Werbung mit alleinigem Fokus auf p_{\rm Karriere} generell ungeeignet und muss entfallen. Eine Möglichkeit eine für p_{\rm Kinder} neutrale Werbung zu gestalten, besteht darin, (b) direkt für die Vereinbarkeit von Karriere und Kindern (Werbeanteil innerhalb jeder Einzelwerbung hier 1:1, sowohl im Text- als auch Flächen- oder Zeitverhältnis) zu werben, siehe in annähernd ähnlicher Form z.B. ‚Weiterentwickelte Demografiestrategie (2015)‘ der dt. Bundesregierung[50], Abb. 20, Seite 56. Das bedeutet dann, dass die Werbung für p_{\rm N} wirkt, und den sehr unschönen Fall p_{\rm XOR} gezielt vermeidet. Der Ansatz mit dem Verhältnis von ca. 1:1 des Textanteils A:B bei Werbung für Vereinbarkeit von (A) Karriere zu (B) Familie bzw. Kindern innerhalb jeder Einzelwerbung basiert auf der obigen eingerahmten Gleichung und soll unter Kenntnis dieses Zusammenhanges der Kv. auf beide Terme p_{\rm Karriere} und p_{\rm Kinder} gleich wirken, und damit p_{\rm Kinder} nicht verändern.


Lediglich der Anteil der Werbung, der p_{\rm Kinder} verändert, bzw. ungewollt absenkt, ist ungeeignet. Ergebnis: Es bleibt übrig als zulässig im Sinne von neutraler Wirkung auf p_{\rm Kinder}: (b) Werbung für die Vereinbarkeit von Karriere und Kinder, unter Berücksichtigung derjenigen Bürger, die keine oder keine weiteren Kinder bekommen können oder möchten. Fazit: Mit Hilfe dieser mathematischen Argumentation ergibt sich ein Kandidat für ein Lösungsszenario 'L' in dem Direktwerbung für p_{\rm Karriere} nicht vorgesehen ist, und jegliche Karriere-bezogene Werbung immer in die Vereinbarkeit von Beruf/Karriere und Familie/Kinder eingebettet sein muss. Dies wäre dann ein sehr weitreichendes Novum. Die private gesetzlich geschützte Entscheidung für oder gegen Kinder ist damit wesentlich besser gesichert vor Beeinflussung durch Kontravalenz. Dies ist auch notwendig, denn, siehe Quelle (Kersten/Neu/Vogel, Demografie und Demokratie)[53], Seite 30 oben: „Die freie Entscheidung ist die zentrale Strukturbedingung jeder Familienpolitik im Verfassungsstaat“ (Deutschland).

In Form von Quellenangaben haben zu diesem Lösungsszenario 'L' erheblich beigetragen: Herr Prof. H. Birg (eigene Schriften, sowie die Interviews in einem dt. Wirtschaftsmagazin aus Nordrhein-Westfalen [25]) sowie die Weiterentwickelte Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015) zu annähernd gleichen Anteilen. Weiterhin umfangreich bzw. an Schlüsselstellen beigetragen haben Malte Welding[52], Kersten/Neu/Vogel[53], Ulrich Becker [54], der Artikel von Dorothea Siems [51] mit der mathematisch besonders gut auswertbaren Formulierung zu Kontravalenz, sowie Helge Hesse [28].

Existieren bereits Werbeverbote in Deutschland basierend auf Kontravalenz ?

Analysiert man den Bereich des Straßenverkehrs, dann lässt sich folgendes feststellen: Entweder man achtet vollständig auf die Verkehrsschilder und den Straßenverkehr, dann kann man mögliche Werbung aber nicht lesen. Oder man beachtet die von der Straße aus sichtbare Werbung, fokussiert diese mit seinen Augen an und kann in diesem Moment aber nicht auf das Straßengeschehen achten. Dieser Ablenkungseffekt wird versucht zu kompensieren durch die: „Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), § 33 Verkehrsbeeinträchtigungen

(1) Verboten ist

1. [...],

2. [...],

3. außerhalb geschlossener Ortschaften jede Werbung und Propaganda durch Bild, Schrift, Licht oder Ton,

wenn dadurch am Verkehr Teilnehmende in einer den Verkehr gefährdenden oder erschwerenden Weise abgelenkt oder belästigt werden können.“[55]

Deutschland, Bielefeld, kommunale Demografiestrategie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Bielefeld hat 2004 als erste bundesdeutsche Kommune eine Stabsstelle Demographische Entwicklungsplanung im Dezernat des Oberbürgermeisters eingerichtet, damit die Bevölkerungsentwicklung bei allen städtischen Planungen berücksichtigt wird. Die Aufgabe der Demografiebeauftragten Susanne Tatje im Amt für Demographie und Statistik[56] der Stadt Bielefeld ist es u. a., fachbereichsübergreifend bei künftigen Entscheidungen auf den Aspekt der demografischen Entwicklung hinzuweisen und ein Konzept für die Stadt zu erarbeiten und fortzuschreiben. Für ihr Konzept Demografischer Wandel als Chance? - Das Bielefelder Konzept [57] erhielt sie 2006 den Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Es ist im August 2006 einstimmig im Rat der Stadt Bielefeld beschlossen worden und enthält u. a. sechs demografiepolitische Ziele für Bielefeld zu den Themen Integration von Zuwanderern, Bildung, Familienpolitik, Wohnen, Gesundheit und Wirtschaft. Darüber hinaus wird ein Verfahren vorgestellt, wie diese Ziele in Verwaltung und Politik bearbeitet werden können. Seit 2011 hat die Stadt Bielefeld ein eigenes Amt für Demografie und Statistik [56], das von Susanne Tatje geleitet wird. Einen großen Bekanntheitsgrad hat ihr Bielefelder Demografie-Stempel[58]. Hierbei handelt es sich um eine Handreichung für die Dezernate mit konkreten Hilfestellungen für ihre Planungen. Er soll sicherstellen, dass bei sämtlichen Planungsvorhaben der Faktor Demografie Berücksichtigung findet. Das Amt für Demografie und Statistik informiert regelmäßig die Stadtöffentlichkeit mit den Publikationsreihen Zukunft Stadt [59], Info-Briefe: Demographie[60] und Unser Thema.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Populärwissenschaftliche Diskussion

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Webportale

Webseiten

 Wiktionary: Demografie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzeldokumente (pdf)

Tagungen und Kongresse mit wissenschaftlichem Fokus

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jacob Siegel und David Swanson. 2004. The Methods And Materials Of Demography. Elsevier Academic Press. S. 394
  2. Hill, Paul B. und Kopp, Johannes: Familiensoziologie. Grundlagen und theoretische Perspektiven, 3. überarb. Auflage, 2004, S. 198ff.
  3. Thomas Weiss: Ökonomische Bestimmungsgrößen der Fertilität in westlichen Industrieländern Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Sonderheft 5. Wiesbaden 1986, ISSN 0178-918X
  4. T. Klein: Sozialstrukturanalyse. Eine Einführung, 2005, S. 81
  5. Hill, Paul B. und Kopp, Johannes: Familiensoziologie. Grundlagen und theoretische Perspektiven, 3. überarb. Auflage, 2004, S. 206ff.
  6. R. Nave-Herz: Familie heute. Wandel der Familienstrukturen und Folgen für die Erziehung, 2. Auflage, 2002, S. 32
  7. a b Birg H., Flöthmann EJ, Reiter I: Biographische Theorie der demographischen Reproduktion, 1991
  8. a b U. Beck: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne, Frankfurt 1986
  9. Herwig Birg: Strategische Optionen der Familien- und Migrationspolitik in Deutschland und Europa, In: Leipert, Christian (Hrsg.): Demographie und Wohlstand. Neuer Stellenwert für Familie in Wirtschaft und Gesellschaft, 2003, S. 31
  10. Emanzipation oder Kindergeld 2008 (PDF; 155 kB)
  11. Dr. Martin Bujard. 2012. Talsohle bei Akademikerinnen durchschritten? Kinderzahl und Kinderlosigkeit in Deutschland nach Bildungs- und Berufsgruppen. Wiesbaden. Expertise für das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
  12. Statistisches Bundesamt: Broschüre Geburten in Deutschland – Ausgabe 2012, S. 37
  13. Michael Blume, Carsten Ramsel, Sven Graupner: Religiosität als demografischer Faktor – Ein unterschätzter Zusammenhang?. Marburg Journal of Religion: Volume 11, No. 1 (June 2006) war am 11. April 2008 auch online abrufbar
  14. Focus vom 31. März 2007: Islam im demografischen Aufwind abgerufen am 20. April 2008
  15. http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/die-demografische-traditionalismusfalle-und-warum-thilo-sarrazin-schummeln-musste-n-tv-4/
  16. vgl. hierzu eine groß angelegte Studie im Auftrag des BMWi: IWH et al. (2007) Demografische Entwicklung in Ostdeutschland (PDF; 1,6 MB)
  17. Gunnar Heinsohn, Rolf Knieper, Otto Steiger: Menschenproduktion – allgemeine Bevölkerungstheorie der Neuzeit. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1979, Ultrakurzzusammenfassung aus dem Lexikon ökonomischer Werke hier; vgl. auch G. Heinsohn, O. Steiger: Witchcraft, Population Catastrophe and Economic Crisis in Renaissance Europe: An Alternative Macroeconomic Explanation
  18. bay-gemeindetag.de: 'Ausgabe 01/2010' siehe dort
  19. bay-gemeindetag.de: 'Ausgabe 03/2010' siehe dort
  20. Thüringer Landesamt für Statistik
  21. Welt am Sonntag, 09.Mai 2016.
  22. Demografieziel der (dt.) Bundesregierung (2015). Abgerufen am 10. Mai 2016.
  23. Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Bevölkerungspolitik in Deutschland (Dezember 2007). Abgerufen am 10. Mai 2016.
  24. Büffelhilfe vom Fiskus (S.60) & Fiskus fördert Eltern (S.62), Focus-Money, Heft 10, 2. März 2016. Focus Magazin GmbH, München.
  25. a b Der große Demografie-Bluff, 9. Januar 2013, Abschnitt: Das Dilemma von Produktivität und Reproduktivität, WirtschaftsWoche. Abgerufen am 10. Mai 2016.
  26. a b Birg, Herwig: Die alternde Republik und das Versagen der Politik; S.187, Schaubild 47. 1. Aufl. LIT Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-643-12827-0.
  27. Birg, Herwig: Die Weltbevölkerung, Dynamik und Gefahren; S.72, Schaubild 5. aktualisierte 2. Aufl. Verlag C.H. Beck, 2004, ISBN 3-406-51919-9.
  28. a b Helge Hesse: Personenlexikon der Wirtschaftsgeschichte; Denker, Unternehmer und Politiker in 900 Portraits. 2. Aufl. Schäffer-Poeschel Verlag, 2009, ISBN 978-3-7910-2647-3, S. Vorwort zur ersten Auflage (2003), Satz 1.
  29. Ostrach, Bürgerbefragung: Experte stellt Ergebnisse im Gemeinderat vor(24. Juni 2015); geplanter Antrag der Gemeinden Ostrach, Königseggwald und Riedhausen; Wichtige Ziele/Demografie, geplant zur Unterschrift. Abgerufen am 10. Mai 2016.
  30. Wo sind die Kinder ? Demografie als Volkssport (in Frankreich), 26. Februar 2004. Zeit-Online. Abgerufen am 14. März 2016.
  31. Geburtenrate in Frankreich 2013, de.statista.com
  32. Geburtenrate in Deutschland 2013, de.statista.com
  33. a b Recep Tayyip Erdogan fordert drei Kinder pro Türkin, (Artikel vom 8. August 2013, focus.de)
  34. a b (Weiterentwickelte) Demografiestrategie der (dt.) Bundesregierung (2. September 2015), BMFSFJ.de, html
  35. a b c Weiterentwickelte Demografiestrategie der (dt.) Bundesregierung (2. September 2015), Demografie-Portal.de, html
  36. Diskussion:Demografie:Demografiestrategie bzw. Demografieziel
  37. Die demografische Uhr tickt unbarmherzig, 5. März 2015. WirtschaftsWoche. Abgerufen am 18. Februar 2016.
  38. Der große Demografie-Bluff, 9. Januar 2013. WirtschaftsWoche. Abgerufen am 18. Februar 2016.
  39. Die weiterentwickelte Demografiestrategie (der dt. Bundesregierung, 2015), eine Zusammenfassung
  40. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Arbeitsgruppe: „Gute Partnerschaften für starke Familien“
  41. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Gute Partnerschaften für starke Familien“
  42. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Arbeitsgruppe: „Jugend gestaltet Zukunft“
  43. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Jugend gestaltet Zukunft“
  44. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten“
  45. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Arbeitsgruppe: „Selbstbestimmtes Leben im Alter“
  46. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Selbstbestimmtes Leben im Alter“
  47. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Arbeitsgruppe: „Allianz für Menschen mit Demenz“
  48. Demografiestrategie der dt. Bundesregierung (2015), Mitgliederliste: „Allianz für Menschen mit Demenz“
  49. a b c d e Demografiestrategie der Bundesregierung(2015), Der Arbeitsgruppenprozess, Übersicht über weitere Arbeitsgruppen und Mitgliederlisten
  50. a b Weiterentwickelte Demografiestrategie der (dt.) Bundesregierung (2. September 2015), Demografie-Portal.de, pdf, 4MB, 96 Seiten
  51. a b c d Karriere in jedem Fall – Kinder vielleicht, welt.de, 10. September 2013, letzter Satz im Anschnitt „Frust in Westen deutlich größer“
  52. a b Malte Welding: Seid fruchtbar und beschwert euch! Band 1567, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2015. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar. 1. Aufl. Kiepenhauer & Witsch, ISBN 978-3-8389-0567-9, S. 29.
  53. a b c J.Kersten, C. Neu, B.Vogel: Demografie und Demokratie. Band 1317, Bonn 2012. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar. 1. Aufl. Hamburger Edition HIS Verlagsges. mbH, ISBN 978-3-8389-0317-0, S. 30.
  54. a b Becker, Ulrich: Die alternde Gesellschaft - Recht im Wandel, in JuristenZeitung 19/2004:. S. 929–938, Zitat Seite 935. (Quelle aus Demografie und Demokratie, Band 1317, entnommen.).
  55. Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), § 33 Verkehrsbeeinträchtigungen gesetze-im-internet.de. Abgerufen am 17. Mai 2016.
  56. a b Stadt Bielefeld: Amt für Demographie und Statistik, Stadt Bielefeld. bielefeld.de. Abgerufen am 25. Februar 2016.
  57. Susanne Tatje: Demografischer Wandel als Chance? - Das Bielefelder Konzept (pdf;818 kB;30 Seiten). Stadt Bielefeld. Abgerufen am 14. Mai 2016.
  58. Susanne Tatje: Bielefelder Demografie-Stempel - Demographierelevante Aspekte für Planungskonzepte und Projekte (pdf;716 kB; 12 Seiten). bielefeld.de. Abgerufen am 14. Mai 2016.
  59. Susanne Tatje: Themenhefte der Reihe „Zukunft Stadt. Demographische Entwicklung in Bielefeld“. bielefeld.de. Abgerufen am 18. Mai 2016.
  60. Stadt Bielefeld: Info Brief: Demografie (Einblicke in die Arbeit der Bielefelder Demografiebeauftragten). bielefeld.de. Abgerufen am 14. Mai 2016.