Demokrat Parti (Türkei)

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Demokratische Partei
Demokrat Parti
DP
Logo
Partei­vorsitzender Gültekin Uysal [1]
Gründung 1983 als Partei des Rechten Weges
Aus­richtung liberal-konservativ, säkular, national
Parlamentssitze
1/600
Staatliche Zuschüsse 30.306.255,00 YTL
(2007)
Website http://www.dp.org.tr/

Die Demokratische Partei (Demokrat Parti, DP), bis Mai 2007 Partei des Rechten Weges (Doğru Yol Partisi, DYP), ist eine liberale Partei in der Türkei. Sie steht für einen konservativen Säkularismus und sieht sich in der Nachfolge der früheren Demokratischen Partei aus den 1940er-/1950er-Jahren sowie der Gerechtigkeitspartei (AP) von Süleyman Demirel. Derzeit ist sie mit einem Abgeordneten in der Großen Türkischen Nationalversammlung, dem türkischen Parlament, vertreten; ihr Abgeordneter ist über die Liste „Bündnis der Nation“ der Schwesterpartei IYI gewählt worden.

Das 2007 eingeführte Parteilogo - ein Pferd - leitet sich aus einem bekannten Verhörer des Parteinamens Demokrat Parti ab. Das Wort Demokrat konnte vor allem bei ländlichen Wählern oft nur schwer ausgesprochen werden und wurde zu „eisernes weißes Pferd“ (Demir Kırat) verballhornt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parteihaupsitz von Milas

Die DYP nahm den Traditionsnamen Demokrat Parti an, um sich mit der Mutterlandpartei (ANAP) für die Parlamentswahl 2007 zusammenzuschließen. Das Bündnis scheiterte jedoch kurz vor Ablauf der Frist. Die ANAP entschied darauf hin, nicht an der Wahl teilzunehmen, die DYP trat unter dem neuen Namen DP an, scheiterte aber an der 10-Prozent-Hürde. Mehmet Ağar gab während der Stimmenauszählung (22. Juli 2007) bekannt, dass er von seinem Posten als Parteichef zurücktrete.[3]

Am 17. Mai 2009 fand ein Parteikongress statt. Dabei wurde Hüsamettin Cindoruk im dritten Wahldurchgang zum Vorsitzenden der Partei gewählt. Am 31. Oktober 2009 fusionierte die ANAP schließlich doch mit der DP. Sowohl die DYP, als auch die ANAP wurden jedoch neu gegründet.

Am 16. Januar 2011 fand ein Parteikongress in der Atatürk-Sporthalle in Ankara statt, dort wurde mit 566 Stimmen Namık Kemal Zeybek zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Da die Partei unter dem Spitzenkandidaten Zeybek nur 0,65 % der Stimmen in den Parlamentswahlen vom 12. Juli 2011 gewann, fand am 6. Mai 2012 erneut ein Kongress statt, wo Gültekin Uysal zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DP’de Gültekin Uysal Genel Başkan oldu. Milliyet Haber, 7. Mai 2012, abgerufen am 23. Mai 2013 (türkisch).
  2. Sam Kaplan: The Pedagogical State. Stanford University Press, 2006, ISBN 0-8047-5433-0, S. 172 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. DP’de seçim depremi; Ağar istifa etti (Memento des Originals vom 10. August 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zaman.com.tr In: Zaman online, abgerufen am 22. Juli 2007.