Demokratische Sozialisten Amerikas

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Democratic Socialists of America
Partei­vorsitzender Maria Svart (Executive Director)
Gründung 1982
Haupt­sitz 75 Maiden Lane, Ste 702
New York, NY 10038
Jugend­organisation Young Democratic Socialists
Aus­richtung Demokratischer Sozialismus,
Sozialdemokratie
Farbe(n) Rot
Parlamentssitze Senat:
0/100

Repräsentantenhaus:
0/435
Internationale Verbindungen Sozialistische Internationale
Website dsausa.org

Die Democratic Socialists of America (DSA, dt.: Demokratische Sozialisten Amerikas), sind eine sozialdemokratische, linkssozialistische Partei in den Vereinigten Staaten. Derzeitige Vorsitzende ist Maria Svart.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Socialist Party of America (SPA) gab es in den 1960er- bis 1970er-Jahren starke ideologische Streitigkeiten. Die posttrotzkistische Gruppe um Max Shachtman, die den Vietnamkrieg sowie den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Henry M. Jackson unterstützte, gewann dabei die Oberhand. Sie benannte die Partei 1973 in Social Democrats USA (Sozialdemokraten Vereinigte Staaten von Amerika/SDUSA) um.

Das Demokratisch-Sozialistische Organisationskomitee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es spalteten sich zwei Gruppen ab: die Socialist Party USA (SPUSA) und das Democratic Socialist Organizing Committee (Demokratisch-Sozialistisches Organisations-Komitee/DSOC). Mitgründer des DSOC waren Michael Harrington, Irving Howe und Bogdan Denitch. Sie verstanden sich als eine sozialistische Interessengemeinschaft innerhalb der Demokratischen Partei und stellten einige Kongressabgeordnete wie Ron Dellums sowie einige Gewerkschaftsführer wie den Vorsitzenden der Maschinenbauergewerkschaft, William W. Winpisinger. Der DSOC gehörten Anfang der 1980er Jahre etwa 5.000 Mitglieder an.

Die Neue Amerikanische Bewegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1971 wurde die New American Movement (Neue Amerikanische Bewegung) gegründet, eine aus Intellektuellen der neuen und traditionellen Linken bestehende Oppositionsgruppe. Sie vertrat pazifistische, neoleninistische und kommunistische Thesen, lehnte jedoch einen Führungsanspruch für die Arbeiterklasse ab. Zu Beginn der 1980er Jahre wandelte sich die Neue Amerikanische Bewegung langsam zu einer demokratisch-sozialistischeren Gruppe hin. Ihr gehörten rund 1.000 Mitglieder an.

Die Fusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1982 fusionierte das Demokratisch-Sozialistische Organisations-Komitee mit der Neuen Amerikanischen Bewegung zur Partei der Democratic Socialists of America. Als Vorsitzende wählte die neue Partei die Doppelspitze Michael Harrington und Barbara Ehrenreich.

Die Jugendorganisation der DSA sind die Young Democratic Socialists.

Politik heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Demokratischen Sozialisten Amerikas vertreten eine sozialistische, ökologische und feministische Politik. Sie lehnen eine kapitalistische Wirtschaftsordnung ab und treten für eine demokratisch organisierte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ein. Ihre Politik richtet sich gegen Rassismus und Sexismus.[1] Sie ist eng mit zahlreichen Gewerkschaften verbunden.

Die Demokratischen Sozialisten Amerikas übten gleichzeitig lange Zeit innerhalb der Demokratischen Partei Druck auf die Politik aus. Sie standen dabei in Opposition zu Bill Clintons Politik. 2000 sprachen sie sich jedoch für keinen Kandidaten aus, viele DSA-Mitglieder favorisierten jedoch den Grünen Ralph Nader. 2004 unterstützten die DSA jedoch wieder den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry. 2008 begleiteten die DSA den Wahlkampf von Barack Obama kritisch-solidarisch.

Internationale Beziehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DSA ist die amerikanische Partei in der Sozialistische Internationale, einem internationalen Zusammenschluss sozialistischer und sozialdemokratischer Parteien, dem auch die SPD, die SPÖ und die SP angehören. Die Young Democratic Socialists sind Mitglied in der Sozialistischen Jugendinternationale IUSY.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Selbstverständnis auf dasusa.org