Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien

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Forumul Democrat al Germanilor din România
Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien
Logo des DFDR
Vorsitzender Paul Jürgen Porr
Geschäftsführer Benjamin Józsa
Gründung 1989
Haupt­sitz Hermannstadt
Farbe(n) rot
EP-Fraktion Europäische Volkspartei (EVP)
Website FDGR
Das Lutsch-Haus – Sitz des DFDR in Hermannstadt
Wahlplakat des DFDR Kronstadt mit Parteilogo

Das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien[1] (DFDR, Rumänisch: Forumul Democrat al Germanilor din România (FDGR)) ist der Interessenverband der Rumäniendeutschen. Seine Gemeinnützigkeit ist durch Regierungserlass 599 vom 4. Juni 2008 anerkannt. Das DFDR wurde während der Revolutionstage Ende 1989 gegründet. Auf Grund der Parteiengesetzgebung ist der Verband berechtigt, am politischen Leben in Rumänien teilzunehmen und Kandidaten bei Kommunal- und Parlamentswahlen aufzustellen.

Die Vorsitzenden des DFDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertretung im Parlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allen 20 staatlich anerkannten ethnischen Minderheiten in Rumänien steht durch die minderheitenfreundliche rumänische Wahlgesetzgebung ein Vertreter in der Abgeordnetenkammer zu. Voraussetzung ist, die Minderheitenorganisation beteiligt sich an den Wahlen und erzielt eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl an Stimmen.[3]

Die Abgeordneten des DFDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mandate in Kommunen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das DFDR hat sich an allen Wahlen seit der politischen Wende in Rumänien im Jahre 1989 beteiligt, deutlich an Relevanz auf kommunalpolitischer Ebene gewann es seit dem Jahr 2000. In Hermannstadt stellt es seit 2000 den Bürgermeister und erhielt im Jahr 2004 60,43 % der Stimmen für den Stadtrat. Von 2004 bis 2008 stellte das DFDR weitere Bürgermeister in den Städten Mediasch und Heltau (Kreis Hermannstadt/Sibiu) sowie in mehreren Dörfern im Kreis Sathmar, bei den Wahlen 2008 erzielten die DFDR-Vertreter Bürgermeistermandate in Heltau und Freck (Kreis Hermannstadt), 7 Mandate in Gemeinden im Kreis Sathmar und eines in einer Gemeinde im Kreis Karasch-Severin. Im Kreis Hermannstadt (mit rund 425.000 Einwohnern) stellte das DFDR von 2004 bis 2012 den Vorsitzenden des Kreisrates und von 2004 bis 2008 mit 11 der 33 Sitze die stärkste Fraktion. Die deutsche Minderheit macht nur mehr 1 Prozent der Bevölkerung des Kreises aus.

Kommunalwahlergebnisse 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen vom 10. Juni 2012 errang das DFDR neun Bürgermeistersitze. Klaus Johannis wurde mit 77,9 % der Stimmen in Hermannstadt in eine vierte Amtszeit gewählt, das DFDR erzielte 15 von 23 Stadtratssitzen und also erneut die absolute Mehrheit. In Freck/Avrig wurde Arnold Klingeis in eine zweite Amtszeit gewählt. Im Kreis Sathmar wurden sieben Forumskandidaten zu Bürgermeistern gewählt: Mihai Löchli in Schamagosch, Imre Sütö in Kalmandi, Gheorghe-Otto Marchi in Petrifeld, Gabor Fezer in Terem, Ioan Zoltan Kardosi in Stanislau, Iosif Mellau in Schönthal und Gheorghe-Nicolae Gyákon in Turterebesch. Auf Kreisebene gewann das DFDR neun Mandate im Kreis Hermannstadt und zwei im Kreis Kronstadt.

Stadt- und Gemeinderäte wurden insgesamt 72 Repräsentanten des DFDR gewählt. Außer den 15 Stadträten in Hermannstadt gab es erstmals zwei Stadtratssitze in Kronstadt, Gemeinderäte stellte das DFDR in den Kreisen Hermannstadt, Kronstadt, Sathmar, Temesch, Karasch-Severin und Bihar.[8]

Kommunalwahlergebnisse 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen vom 5. Juni 2016 errang das DFDR fünf Bürgermeistersitze. Astrid Fodor wurde zur Bürgermeisterin in Hermannstadt gewählt, im Kreis Sathmar blieben Imre Sütö (Kalmandi), Ioan Zoltan Kardosi (Stanislau), Iosif Mellau (Schinal) und Gheorghe Gyakon (Turterebesch) für ein weiteres Mandat im Amt. Das DFDR stellt desgleichen 7 Vizebürgermeister (2 im Kreis Hermannstadt und 5 im Kreis Sathmar). In den Verwaltungen von Kreisen ist das DFDR durch eine stellvertretende Kreisratsvorsitzende – Christine Manta-Klemens in Hermannstadt – und zehn Räte (8 im Kreisrat Hermannstadt und 2 im Kreisrat Kronstadt) vertreten. Stadtratsmandate erzielte das DFDR insgesamt 25, die meisten (12) erneut in Hermannstadt, weitere im Kreis Arad in Sanktanna (1), im Kreis Hermannstadt in Freck (3) und Heltau (1), im Kreis Kronstadt in der Stadt Kronstadt (2) sowie in Fogarasch (3) und Reps (1) sowie im Kreis Temesch in Busiasch und Detta (je 1 Mandat). Die 56 Gemeinderäte des DFDR wurden in den Kreisen Sathmar (45), Kronstadt (7), Temesch (2), Bihar (1) und Hermannstadt (1) gewählt.[9]

Kommunalwahlergebnisse 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen vom 6. Dezember 2020 errang das DFDR fünf Bürgermeistersitze. Otto Gheorghe Marchis wurde zum Bürgermeisterin in Petrifeld gewählt, Astrid Fodor blieb Bürgermeisterin in Hermannstadt. Im Kreis Sathmar blieben Imre Sütö (Kalmandi), Ioan Zoltan Kardosi (Stanislau) und Gheorghe Gyakon (Turterebesch) für ein weiteres Mandat im Amt. Stadtratsmandate erzielte das DFDR insgesamt 23, die meisten (13) erneut in Hermannstadt, weitere im Kreis Arad in Sanktanna (1), im Kreis Hermannstadt in Freck (3) und Heltau (2), im Kreis Kronstadt in Fogarasch (3) und Reps (2), im Kreis Temesch in Busiasch (1) und Hatzfeld (1), sowie im Kreis Maramuresch in Oberwischau (1). Die 46 Gemeinderäte des DFDR wurden in den Kreisen Sathmar (39), Kronstadt (6) und Temesch (1) gewählt.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien - offizielle Website
  2. Vorsitzender des DFDR: Paul-Jürgen Porr
  3. Die Kandidaten des DFDR bei den Parlamentswahlen vom 11. Dezember 2016
  4. Abgeordneter des DFDR: Ingmar Brandsch
  5. Abgeordneter des DFDR: Eberhard Wolfgang Wittstock
  6. Abgeordneter des DFDR: Werner Horst Brück
  7. Abgeordneter des DFDR: Ovidiu Victor Ganţ
  8. Ergebnisse der Lokalwahlen 2012
  9. Ergebnisse der Lokalwahlen 2016
  10. Ergebnisse der Kommunalwahlen 2020. Abgerufen am 10. August 2021.