Demsin

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Demsin
Einheitsgemeinde Stadt Jerichow
Wappen von Demsin
Koordinaten: 52° 25′ 48″ N, 12° 15′ 36″ O
Fläche: 22,35 km²
Einwohner: 381 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39307
Vorwahl: 039348

Demsin ist eine Ortschaft der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1911 wurden die Gutsbezirke Großdemsin I und II im Landkreis Jerichow II zum Gutsbezirk Großdemsin zusammengeschlossen.[2] Einige Jahre später, am 30. September 1928, wurde dieser Gutsbezirk Großdemsin mit dem Gutsbezirk Werdershof und Teilen der Gutsbezirke Kleindemsin (ohne Exklave) und Rosenthal (nur Rosenthaler Forst) zu einer Landgemeinde Großdemsin zusammengeschlossen. Die Exklave des Gutsbezirks Kleindemsin in der Gemarkung Genthin wurde mit der Stadt Genthin zusammengeschlossen. [3]

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Großdemsin, Kleinwusterwitz und Zabakuck zur Gemeinde Demsin zusammengeführt, aber schon am 1. Januar 1957 wurde Zabakuck wieder eine eigene Gemeinde.[4]

Bis zum 31. Dezember 2009 war Demsin eine selbständige Gemeinde, die aus den Dörfern Großdemsin, Kleindemsin und Kleinwusterwitz sowie den Wohnplätzen Binnenheide, Dreihäuser und Werdershof bestand. Sie gehörte der Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Stremme-Fiener an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Genthin hatte. Am 1. Januar 2010 wurde Demsin aufgelöst und in die Stadt Jerichow eingemeindet.[5] Letzter Bürgermeister Demsins war Jürgen Staschull. Im Gemeindegebiet Demsins lebten auf 22,35 km² 381 Einwohner (31. Dezember 2008).[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 19. Januar 2009 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „In Gold zwischen grünen Flanken pfahlweise drei steigende schwarze Schwalben.“[7]

Im Jahr 2008 gestaltete der Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch im Auftrag des Gemeinderates ein Wappens, das die Orte auch nach der Eingemeindung symbolhaft vertreten soll. Dabei wurde berücksichtigt, dass Demsin aus den Ortsteilen Großdemsin, Kleindemsin und Kleinwusterwitz sowie den Wohnplätzen Binnenheide, Dreihäuser und Werdershof bestand. Die Wappensymbolik zeigt darum drei in gleicher Richtung fliegende Schwalben in Vertretung der drei Ortsteile, aus denen die Gemeinde hervorgegangen ist. Dieses Sinnbild kann auf den gemeinsamen Weg übertragen werden, den die Ortsteile zusammen gehen.

Historisches Wappenbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemaligen Gemeinden Großdemsin und Kleinwusterwitz führten in ihren Gemeindesiegeln schon einmal ein wappenähnliche Siegelbilder. Diese wurden im Zeitraum nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Einführung der Bezirke und Kreise in der DDR (1945–1952) benutzt. Eine weitere Quelle ist das Kreisheimatmuseum in Genthin.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1838 ist die evangelische Pfarrkirche in Kleinwusterwitz errichtet worden, deren Altarwand Teile eines gotischen Flügelaltars aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts aufweist.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Dehio: Sachsen-Anhalt I – Regierungsbezirk Magdeburg. Bearb. von Ute Bednarz, Folkhard Cremer u. a. In: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2002, ISBN 3-422-03069-7, S. 163.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow. 12. März 2015, § 14 Ortschaftsverfassung, S. 4 f. (Volltext [PDF; 87 kB; abgerufen am 18. Mai 2017]).
  2. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1910, ZDB-ID 3766-7, S. 492.
  3. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 223–224.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  6. statistik.sachsen-anhalt.de, pdf-Datei (Memento des Originals vom 18. Januar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.sachsen-anhalt.de
  7. Amtsblatt des Landkreis Nr. 4/2009 Seite 94