Denis Pétau

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Denis Pétau
Dogmata theologica, 1757

Denis Pétau auch: Dionysius Petavius (* 21. August 1583 in Orléans; † 11. Dezember 1652 in Paris) war ein Jesuit sowie berühmter Chronologe und Historiker.

Er erhielt nach den Universitätsstudien eine Lehrstelle der philosophischen Fakultät in Bourges, gab diese aber nach zwei Jahren wieder auf und trat 1605 zu Paris in den Jesuitenorden ein. Er lehrte an verschiedenen Kollegien der Jesuiten und wurde 1621 Professor der Theologie in Paris.

Nach Denis Pétau sind die Annales Petaviani, der Mondkrater Petavius und die Petavius-Rillen benannt.

Werke[Bearbeiten]

  • De doctrina temporum. 2 Bde. Paris 1627
  • Uranologion. Paris 1630
  • Tabulae chronologicae regum, dynastiarum, urbium, rerum Virorumque illustrium. Paris 1628

Ein Auszug: Rationarium temporum (zuerst Paris 1633) diente lange als Lehrbuch für den Geschichtsunterricht in den Schulen besonders der Jesuiten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Hofmann: Theologie, Dogma und Dogmenentwicklung im theologischen Werk Denis Petau’s. Mit einem biographischen und einem bibliographischen Anhang. Lang, Bern u. a. 1976, ISBN 3-261-01715-5.
  • Franz Stanonik: Dionysius Petavius. Ein Beitrag zur Gelehrten-Geschichte des XVII. Jahrhunderts. Graz 1876.
  • P. di Rosa: Denis Petau e la cronologia. In: Archivum historicum Societatis Iesu 29. 1960, S. 3–54.
  • Andreas Kamp: Vom Paläolithikum zur Postmoderne – Die Genese unseres Epochen-Systems. Bd. I: Von den Anfängen bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts. Amsterdam/Philadelphia 2010, S. 175 ff. u. 218 ff.

Weblinks[Bearbeiten]