Denise Mina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Denise Mina (2007)

Denise Mina (* 21. August 1966 in East Kilbride, Schottland) ist eine britische Schriftstellerin. Seit ihrem Romandebüt Garnethill (1998) hat sie zahlreiche Kriminalromane, Bühnenstücke, Kurzgeschichten und Graphic Novels veröffentlicht.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mina ist die Tochter eines Ingenieurs in der Erdöl-Branche. Der Beruf ihres Vaters brachte es mit sich, dass die Familie in 18 Jahren 21-mal zwischen Glasgow, Den Haag, Paris und Bergen umzog.

Mit 16 Jahren verließ Mina die Schule und arbeitete einige Jahre als Hilfskraft in verschiedenen Branchen. Später holte sie die Schule nach und begann Rechtswissenschaften an der University of Glasgow zu studieren. Sie beendete das Studium und ging an die University of Strathclyde und konnte dort in diesem Fach promovieren. Während ihres Promotionsstudiums erhielt sie einen Lehrauftrag über Kriminologie. Denise Mina lebt in Glasgow.[1]

Krimiautorin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Großbritannien wird Denise Mina als Queen of Tartan Noir[2], einer schottischen Spielart des Krimi Noir, bezeichnet. Sie wurde mit zahlreichen Preisen geehrt und 2014 in die Crime Writers’ Association Hall of Fame aufgenommen.

Von Minas Reihe um die Glasgower Kriminalermittlerin Alex Morrow erschien die deutsche Übersetzung des ersten, zweiten und vierten Falles im Heyne Verlag; die des dritten und fünften Falles wurden in die Ariadne Kriminalroman-Reihe des Argument Verlags aufgenommen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998 Dagger Award (CWA) in der Kategorie `Bester Erstlingsroman´ für Garnethill
  • 2006 Barry Award in der Kategorie `Best British Novel´ für The Field of Blood
  • 2007 Nominierung für den Edgar Award - Mistery Writers of America für Dead Hour[3]
  • 2011 Martin Beck Award für The End of the Wasp Season
  • 2012 Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award für The End of the Wasp Season[1]
  • 2013 Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award[4] für Gods and Beasts
  • 2013 Finnischer Krimipreis (Kategorie „International“)
  • 2017 Gordon Burn Prize für The Long Drop[1]
  • 2017 McIlvanney Prize for Scottish Crime Novel of the Year für The Long Drop
  • 2019 (1): Deutscher Krimipreis, 3. Platz international, für Blut Salz Wasser
  • 2019 (2): Deutscher Krimipreis, 3. Platz international, für Klare Sache
  • 2020 Deutscher Krimipreis, 1. Platz international, für Götter und Tiere

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Garnett-Trilogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schrei lauter, Maureen. Lichtenberg, München 1999, ISBN 3-426-61926-1 (englisch: Garnetthill. 1998. Übersetzt von Doris Styron).
  • Der zweite Tote. Droemer Knaur, München 2003, ISBN 3-426-62401-X (englisch: Exile. 2000. Übersetzt von Doris Styron).
  • Resolution (2002)

Die Paddy-Meehan-Reihe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Hintermann. Droemer Knaur, München 2007, ISBN 978-3-426-63212-3 (englisch: The Field of Blood. 2005. Übersetzt von Doris Styron).
  • Die tote Stunde. Heyne, München 2016, ISBN 978-3-453-43492-9 (englisch: The Dead Hour. 2006. Übersetzt von Heike Schlatterer).
  • Der letzte Wille. Heyne, München 2013, ISBN 978-3-453-43442-4 (englisch: The Last Breath. 2007. Übersetzt von Conny Lösch).

Die Alex-Morrow-Reihe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Stille der Nacht. Heyne, München 2010, ISBN 978-3-453-43490-5 (englisch: Still Midnight. 2009. Übersetzt von Conny Lösch).
  • Blinde Wut. Heyne, München 2011, ISBN 978-3-453-43491-2 (englisch: The End of the Wasp Season. 2010. Übersetzt von Conny Lösch).
  • Götter und Tiere. Argument, Hamburg 2020, ISBN 978-3-86754-246-3 (englisch: Gods and Beasts. 2012. Übersetzt von Karen Gerwig).
  • Das Vergessen. Heyne, München 2014, ISBN 978-3-453-41787-8 (englisch: The Red Road. 2013. Übersetzt von Heike Schlatterer).
  • Blut Salz Wasser. Argument, Hamburg 2018, ISBN 978-3-86754-230-2 (englisch: Blood Salt Water. 2014. Übersetzt von Zoë Beck).

Andere Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Refugium. Knaur, München 2004, ISBN 3-426-62718-3 (englisch: Sanctum, US-Titel: Deception. 2003. Übersetzt von Doris Styron).
  • The Long Drop (2017)
  • Klare Sache. Argument, Hamburg 2019, ISBN 978-3-86754-242-5 (englisch: Conviction. 2019. Übersetzt von Zoë Beck).
  • The Less Dead (2020)

Comics (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mina schrieb 13 Teile der Comic-Serie Hellblazer.[5]

Theaterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Anita Sethi: Denise Mina: 'I couldn't read until I was about nine'. In: The Guardian. 29. August 2020, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 31. Oktober 2020]).
  2. Queen of Tartan Noir to take on Tattoo Girl. (scotsman.com [abgerufen am 22. März 2018]).
  3. The Edgard Awards: Nominees 2007: The EdgarŽ Awards. 24. August 2007, abgerufen am 31. Oktober 2020.
  4. Randomhouse Vita von Denise Mina. Abgerufen am 8. Januar 2017.
  5. Random House: Denise Mina (Autorin). Abgerufen am 31. Oktober 2020.