Deniz Yücel

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Deniz Yücel (2014)

Deniz Yücel [deˈniz jyˈd͡ʒæl] (* 10. September 1973 in Flörsheim am Main) ist ein deutsch-türkischer Journalist und Publizist. Er war von 2007 bis 2015 Redakteur der taz und ist seit 2015 Türkei-Korrespondent der WeltN24-Gruppe. Zudem ist er langjähriger Mitherausgeber der Wochenzeitung Jungle World.

Vom 14. Februar 2017 bis zum 16. Februar 2018 saß Yücel wegen angeblicher „Terrorpropaganda“ in türkischer Untersuchungshaft.[1] In Deutschland gab es zahlreiche Solidaritätskundgebungen für eine sofortige Freilassung. Er saß über 290 Tage in strenger Einzelhaft; anschließend durfte er einen Mitgefangenen treffen.[2] Seine Inhaftierung führte zu einer Verschlechterung des politischen Verhältnisses zwischen Deutschland und der Türkei.[3]

Am 16. Februar 2018 wurde Yücel aus der Haft entlassen, nachdem die türkische Staatsanwaltschaft Anklage erhoben hatte, in der sie bis zu 18 Jahre Haft für ihn forderte.[4][5] Yücel kehrte am selben Tag nach Deutschland zurück.
Am ersten Tag des Gerichtsverfahrens in Istanbul am 28. Juni 2018 lehnte das Gericht einen sofortigen Freispruch des Angeklagten ab. Auf Yücels Antrag befasst sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit dem Fall.[6][7]

Herkunft und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yücels Schwester Ilkay Yücel (2017) bei der Solidaritätslesung „Wir wollen das Meer sehen“ in Köln

Yücel wurde 1973 als Sohn türkischer Arbeitsmigranten in Flörsheim am Main geboren und besitzt die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft.[8] 1996 ging er nach Berlin und studierte an der FU Berlin Politikwissenschaft.

Seine Schwester Ilkay engagiert sich für ihn und die anderen Inhaftierten, indem sie Solidaritätsevents mit anderen organisiert und bundesweit veranstaltet.

Yücel ist mit der Fernsehproduzentin Dilek Mayatürk verheiratet; die Trauung fand am 12. April 2017 während Yücels Untersuchungshaft im Gefängnis statt.[9]

Berufliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1999 ist er als freier Autor für Jungle World, konkret, den Tagesspiegel, die Jüdische Allgemeine, qantara.de, die taz, die Süddeutsche Zeitung, amnesty journal, den Standard, Blond sowie den BR, den NDR und den WDR tätig.[8] Zwischen 2002 und 2007 war er Redakteur der Wochenzeitung Jungle World, zwischen Juli 2007 und März 2015[10] Redakteur der Berliner Tageszeitung taz, für die er mehrere bisweilen satirische Kolumnen wie Vuvuzela, Trikottausch und Besser verfasste.[11][12] Seit 2015 ist Yücel Türkei-Korrespondent der WeltN24-Gruppe.[13]

2014 veröffentlichte er Taksim ist überall. Die Gezi-Bewegung und die Zukunft der Türkei zu den landesweiten Protesten in der Türkei im Jahr zuvor. Ingo Arend rezensierte das Buch für Deutschlandradio Kultur lobend als ein „Bündel anschauungsgesättigter Reportagen“, das Personen und politische Gruppen vorstellt, „die zugleich paradigmatisch für die Konflikte der türkischen Gesellschaft“ seien. Deshalb sei es „mehr als ein spannendes politisches Sachbuch“, auch ein „aufschlussreiches, sozialpsychologisches Dokument“.[14] 2018 erschien Wir sind ja nicht zum Spaß hier noch während seiner Inhaftierung.

Texte Yücels (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über den Bevölkerungsrückgang in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 spottete Yücel im Rahmen einer satirischen Kolumne unter dem Titel „Kolumne Geburtenschwund – Super, Deutschland schafft sich ab!“ über den Bevölkerungsrückgang in Deutschland.[15] Einzelne Zitate aus dem polemischen Text, wie beispielsweise „Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite“,[16] wurden insbesondere nach Yücels Inhaftierung in der Türkei 2017 kontextfrei von Rechtsextremen und Rechtspopulisten über soziale Netzwerke wie Twitter verbreitet. Auch AfD-Vertreter wie deren Landessprecher in Mecklenburg-Vorpommern Holger Arppe zogen das Zitat heran, um nahezulegen, dass Yücel ein Feind Deutschlands und der Deutschen sei.[17][18][19][20] In diesem Zusammenhang erzielte der 2011 veröffentlichte Artikel Yücels im Februar 2018 breite mediale Öffentlichkeit, als in einer Bundestagssitzung auf Antrag der AfD hin darüber debattiert wurde, ob die Bundesregierung Äußerungen Yücels öffentlich missbilligen solle. Der Antrag wurde mit 552 zu 77 Stimmen abgelehnt.[21][19][22]

Über Joachim Gauck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yücel kritisierte im Februar 2012 anlässlich der Nominierung Joachim Gaucks für das Amt des Bundespräsidenten die Einmütigkeit der medialen Unterstützung der Kandidatur. Er zitierte verschiedene Reden, Interviews und Aufsätze Gaucks und schrieb dazu überspitzend, Gauck werde noch Gelegenheit finden, „Ausländern die Meinung zu geigen, Verständnis für die Überfremdungsängste seiner Landsleute zu zeigen, die Juden in die Schranken zu weisen und klarzustellen, dass Nationalsozialisten auch nur Sozialisten sind“.[23]

Sascha Lobo kritisierte kurz darauf, Yücel verkehre auf „unredliche Weise“ Gaucks Aussage zum Judenmord durch Verstümmelung ins Gegenteil. Dieser habe gemeint, „dass es gefährlich sei, so zu tun, als könne sich ein Holocaust sowieso nie wieder ereignen und man daher gar nicht besonders erinnern, analysieren, aufarbeiten müsse – das Gegenteil einer Verharmlosung.“[24] In einer Replik verteidigte Yücel seine Angriffe gegen Gauck und vertiefte den Vorwurf der Verharmlosung des Holocaust.[25] Yücel bezog sich auf den Politikwissenschaftler Clemens Heni, der vor der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2010 dem damaligen Kandidaten Gauck in seinem Blog anhand desselben Zitats vorgeworfen hatte, er projiziere „seine Religiosität auf diejenigen, welche den Holocaust überhaupt als spezifisches, präzedenzloses Menschheitsverbrechen erinnern“.[26] Der damalige Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, verwies auf Gaucks Vorsitz im Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“, der sich für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus einsetzt. Gauck eine Verharmlosung des Holocaust vorzuwerfen bezeichnete Trittin als „Schweinejournalismus“, den er sonst von der Bild-Zeitung kenne. Er forderte die taz-Chefredakteurin Ines Pohl auf, sich bei Gauck für die taz zu entschuldigen.

Pohl und taz-Redakteur Stefan Reinecke distanzierten sich von Yücels Kommentaren. Sie wiesen aber darauf hin, dass Yücels Äußerung eine „persönliche Meinungsäußerung“ war und damit vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt.[27][28]

Über Thilo Sarrazin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Kolumne vom Mai 2012 in der Frankfurter Rundschau (FR) hatte Mely Kiyak eine „Verplemperung unserer Fernsehgebühren“ für Thilo Sarrazin kritisiert, den sie als „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“ bezeichnete. Es folgten heftige verbale Attacken gegen Kiyak und eine laut FR „perfide Hetzkampagne“ gegen sie im rechtsextremen Blog Politically Incorrect.[29] Kiyak erklärte, sie habe von Sarrazins halbseitiger Gesichtslähmung nichts gewusst und hätte dieses Bild nicht gewählt, wenn sie es gewusst hätte. In Reaktion darauf griff Yücel Kiyaks Formulierung in seiner Kolumne „Das ist nicht witzig“ auf und schrieb, dass man die Bezeichnung dennoch verwenden könne und man Sarrazin „nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“. Später ergänzte Yücel eine „Klarstellung“. Er wünsche „jedem ein möglichst langes Leben frei von Krankheit“, insbesondere „erfolgreichen Buchautoren“, damit diese „die Chance gewinnen, etwas dazuzulernen und von Irrtümern abzulassen“.[30][31]

Der Deutsche Presserat sprach im Dezember 2012 eine Missbilligung aus. Es sei unvereinbar mit der Menschenwürde Sarrazins, ihm eine schwere Krankheit oder Schlimmeres zu wünschen, und stellte fest, der Beitrag gehe über eine kritische Meinungsäußerung weit hinaus.[32] Ferner gab das Landgericht Berlin einer Klage Sarrazins wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte statt. Es sprach Sarrazin eine Entschädigung in Höhe von 20.000 Euro zu und untersagte der taz, den Text weiter zu veröffentlichen und zu verbreiten.[33]

Über die Papstwahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Papstwahl im März 2013 schrieb Yücel einen Kommentar, in dem er die Päpste als eine Folge von „alten Säcken“ beschrieb. Die Printausgabe der taz titelte „Junta-Kumpel löst Hitlerjunge ab“ in Anspielung auf Papst Franziskus und dessen Vorgänger, Papst Benedikt XVI.[34] Der Presserat rügte die taz für den Begriff „Junta-Kumpel“, da die Erkenntnisse über eine Nähe des Papstes und damaligen Leiters der Jesuiten Argentiniens zur dortigen Militärdiktatur nicht ausreichend seien, um diese als erwiesen darzustellen.[35] Der Artikel selbst wurde mit Verweis auf die Meinungsfreiheit nicht gerügt.[36] Die Chefredakteurin der taz Ines Pohl räumte ein, diese Vorwürfe gegen Papst Franziskus seien „letztlich nicht eindeutig belegt“, man sei in diesem Fall „übers Ziel hinaus geschossen“. Die Überschrift des umstrittenen Artikels stammte nicht von Yücel, die Rüge des Presserats betraf seinen Text nicht. Dieser sei „provokativ und polemisch, … jedoch … vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt. Eine Institution wie die katholische Kirche und ihr Oberhaupt müsse auch deutliche öffentliche Kritik aushalten.“[37]

Inhaftierungen als Türkei-Korrespondent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Festnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2015 wurde Yücel zusammen mit Özlem Topçu von der Zeit sowie den türkischen Journalisten Pınar Öğünç (Cumhuriyet) und Hasan Akbaş (Evrensel) auf Anordnung des Gouverneurs der türkischen Provinz Şanlıurfa festgenommen und nach einer Stunde wieder freigelassen, weil sie auf einer improvisierten Pressekonferenz am türkisch-syrischen Grenzübergang Akçakale kritische Fragen gestellt hatten. Die türkische Polizei begründete die Mitnahme Yücels auf die Polizeiwache mit einer „Personalienfeststellung“.[38]

Auf einer Pressekonferenz in Ankara im Februar 2016 richtete Yücel eine Frage an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie sie zu Vorwürfen stehe; sie ignoriere heutige Missstände in der Türkei, „weil sich dessen Regierung im Gegenzug kooperationsbereit in der Flüchtlingspolitik zeige“. Yücel benannte dabei beispielhaft Einschränkungen der Pressefreiheit in der Türkei, woraufhin er vom türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu und der regierungstreuen türkischen Presse angegriffen wurde.[39]

In einer Mitteilung über den Abzug des Spiegel-Korrespondenten Hasnain Kazim vom 17. März 2016 gab Die Welt bekannt, dass sie Yücel „zum Schutz ihres Korrespondenten“ vorläufig aus der Türkei abgezogen habe.[40] Am 4. April berichtete Yücel wieder aus der Türkei, als er zum Inkrafttreten des Flüchtlingsabkommens zwischen der EU und der Türkei vom türkischen Küstenort Dikili vom ersten Rücktransport von Flüchtlingen berichtete.[41] In der Nacht des versuchten Militärputsches am 15. Juli 2016 berichtete er von Geschehnissen in Istanbul.[42]

Zweite Festnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Dezember 2016 meldete die türkische Zeitung Sabah, im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen das linksgerichtete türkische Hacker-Kollektiv RedHack sei ein Haftbefehl gegen Yücel verhängt worden.[43] RedHack hatte sich Zugang zu den E-Mails von Berat Albayrak, Energieminister und Schwiegersohn des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, verschafft; die Mails wurden oppositionellen türkischen Medien zugespielt, von WikiLeaks indexiert und am 5. Dezember 2016 in einer durchsuchbaren Datenbank (Berat's Box) veröffentlicht.[44] Yücel hatte über die von Redhack verbreiteten Mails zwei Artikel in der Zeitung Die Welt verfasst.[45] In zeitgleichen Razzien wurden sechs türkische Journalisten in diesem Zusammenhang festgenommen, Yücel hielt sich zur fraglichen Zeit nicht in der Türkei auf. Am 14. Februar 2017 wurde Yücel in Istanbul von der Polizei in Gewahrsam genommen, nachdem er der Aufforderung zu einer Befragung Folge geleistet hatte.[46] Ihm wurde wegen seiner Berichterstattung Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Datenmissbrauch und „Terrorpropaganda“ vorgeworfen. Nachdem er sich der Polizei gestellt hatte, wurde Yücels Istanbuler Wohnung durchsucht.[46] Mit Yücel wurde erstmals ein Journalist mit deutschem Pass in der Türkei verhaftet. Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes Frank Überall kritisiert den Polizeigewahrsam für Yücel: „Es zeigt, dass Präsident Erdoğan versucht, den Ausnahmezustand zu missbrauchen, um unliebsame Berichterstattung unmöglich zu machen. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie den Fall aufgreift und ihre diplomatischen Kanäle nutzt, um unseren Kollegen zu schützen.“ Das Vorgehen auf türkischer Seite sei eine neue Eskalationsstufe, weil mit Yücel auch die Pressefreiheit in Deutschland angegriffen werde, denn die Grundlage der Vorwürfe sei die Berichterstattung in der Welt.[47]

Seit der Verhängung des Ausnahmezustands nach dem Putschversuch am 15. und 16. Juli 2016 können Verdächtige in der Türkei bis zu 14 Tage ohne richterlichen Beschluss in Polizeigewahrsam gehalten werden und zahlreiche regierungskritische Journalisten sitzen unter Terrorvorwürfen in Haft. Menschenrechtsorganisationen halten die Anschuldigungen häufig für konstruiert und für politisch motiviert. Das Auswärtige Amt appellierte an die Türkei, „dass in dem laufenden Ermittlungsverfahren der türkischen Behörden gegen Herrn Yücel rechtsstaatliche Regeln beachtet und eingehalten werden und er fair behandelt wird, gerade mit Blick auf die auch in der Türkei verfassungsrechtlich verankerte Pressefreiheit“.[48] Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach im Februar 2017 am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz gegenüber dem türkischen Ministerpräsidenten Binali Yıldırım Yücels Fall an. Sie wies darauf hin, „wie wichtig es ist, dass Herr Yücel durch die deutsche Botschaft umfassend konsularisch betreut werden kann“, und drückte die Erwartung aus, dass Yücel eine faire und rechtsstaatliche Behandlung erfahre.[49]

Nachdem der Haftbefehl gegen Yücel erlassen worden war, bezeichnete ihn der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan bei einer Feier als „deutschen Agenten“ und „PKK-Terroristen“. Bei einer live übertragenen Fernsehsendung wenige Tage später sagte er: „Solange ich im Amt bin, überstellen wir Deniz Yücel auf keinen Fall.“[50]

Am 24. Februar 2017 riefen in Deutschland Schriftsteller, Buchhändler und Journalisten Bundeskanzlerin Merkel zu einem entschlossenen Einsatz für die Meinungsfreiheit in der Türkei auf. Die Petition #FreeWordsTurkey, initiiert vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem Autorenverband PEN-Zentrum Deutschland sowie Reporter ohne Grenzen (ROG), wurde vom außenpolitischen Berater Christoph Heusgen entgegengenommen. Darin hieß es: „Die Freiheit des Wortes ist in der Türkei akut bedroht. Seit dem Putschversuch im Juli 2016 geht die türkische Regierung vehement gegen regierungskritische Journalisten und Medien vor. Damit verschärft sich die bereits angespannte Situation für Medien in der Türkei.“ Weiter wird darauf verwiesen, dass unter anderem die Pässe von Journalisten eingezogen oder Autoren inhaftiert wurden. Über 130 Medienhäuser seien bereits geschlossen, darunter 29 Buchverlage, die zusätzlich enteignet wurden. Unter Publizisten und Verlegern herrschten Angst und Existenznot. In der Petition heißt es weiter: „Die Freiheit des Wortes ist ein Menschenrecht und nicht verhandelbar. Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit sind die Grundlage einer freien und demokratischen Gesellschaft.“ Der im deutschen Exil lebende türkische Journalist Can Dündar begleitete die Delegation.

ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske erklärte, die Bundesregierung müsse sich „nochmal deutlicher äußern, sie muss beispielsweise den ‚Welt‘-Korrespondenten freibekommen, Deniz Yücel, der unter fadenscheinigen Bedingungen in Haft sitzt“.[51][52][53]

Untersuchungshaft (27. Februar 2017 bis 16. Februar 2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solidaritätslesung von Yücel-Texten im Juli 2017 in Köln

Am 27. Februar 2017 ordnete ein Richter Untersuchungshaft gegen Yücel an; ihm werden „Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung“ vorgeworfen.[54] Begründet wurde dies unter anderem mit einem von Yücel im Herbst 2015 geführten Interview mit dem PKK-Kommandanten Cemil Bayık sowie einem Artikel, in dem er die Verantwortung der Gülen-Bewegung an dem Putschversuch vom Juli 2016 in Frage stellte.[55] Yücel befand sich im größten Gefängnis der Türkei, im Gefängnis Silivri in Untersuchungshaft.[56]

Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete am 27. Februar 2017 die gegen Yücel verhängte Untersuchungshaft als „bitter und enttäuschend“ sowie als „unverhältnismäßig hart“. Die Bundesregierung erwarte, „dass die türkische Justiz in ihrer Behandlung des Falles Yücel den hohen Wert der Pressefreiheit für jede demokratische Gesellschaft berücksichtigt“. Außerdem habe sich der Journalist freiwillig der türkischen Justiz gestellt und stehe für Ermittlungen zur Verfügung. Merkel erklärte: „Wir werden uns weiter nachdrücklich für eine faire und rechtsstaatliche Behandlung Deniz Yücels einsetzen und hoffen, dass er bald seine Freiheit zurückerlangt.“[57] Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, die Kanzlerin halte den Schritt der türkischen Behörden für eine „unverständliche Entscheidung“.[58] Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck kritisierte die Inhaftierung Yücels als „Attacke auf die Pressefreiheit“ und äußerte: „Was derzeit in der Türkei passiert, weckt erhebliche Zweifel, ob die Türkei ein Rechtsstaat bleiben will. Das sollte sie aber tun, wenn sie eine lebendige Demokratie sein will.“[56]

Erdoğan behauptete am 3. März 2017 über Yücel: „Als ein Vertreter der PKK, als ein deutscher Agent hat sich diese Person einen Monat lang im deutschen Konsulat versteckt.“[59][60] Yücel hatte sich mehrere Wochen lang auf dem Gelände der Sommerresidenz des deutschen Botschafters in Istanbul aufgehalten.[61]

Der damals amtierende österreichische Bundeskanzler Christian Kern bezeichnete am 5. März 2017 die Inhaftierung Yücels als „schockierend“. Yücel habe unabhängig und kritisch über die Türkei berichtet. Kern forderte Yücels umgehende Freilassung und erwartete, „dass Ankara eine Minimaldosis an Rechtsstaatlichkeit einhält“.[62]

Yücels Rechtsanwälte erhoben Widerspruch gegen die Verhängung von Untersuchungshaft gegen Yücel. Die Entscheidung des Haftrichters widerspreche sowohl der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte als auch türkischen Gesetzen. Journalisten dürften nach türkischem Recht höchstens vier Monate nach dem Erscheinen von Artikeln für deren Inhalte haftbar gemacht werden; die meisten der im Haftbefehl erwähnten Texte seien aber deutlich älter.[63] Bundesaußenminister Sigmar Gabriel äußerte vor einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Çavuşoğlu, er werde alles unternehmen, um Yücel wieder auf freien Fuß zu bekommen.[64]

Deutsche Diplomaten durften nicht mit Yücel sprechen, obwohl der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım dies Bundeskanzlerin Merkel persönlich zugesichert hatte.[65][66] Am 19. März 2017 attackierte Erdoğan Bundeskanzlerin Merkel verbal und behauptete ohne Beweise vorzulegen, Yücel sei ein „terroristischer Agent“.[67] Bei seiner Antrittsrede als Bundespräsident appellierte Frank-Walter Steinmeier an Erdoğan, Yücel freizulassen.[68]

Nach wochenlangem Ringen wurde am 4. April 2017 erstmals einem deutschen Diplomaten gestattet, Yücel im Gefängnis zu besuchen.[69][70]

Am 11. April 2017 stellte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble geplante Finanzhilfen für die Türkei angesichts Yücels Inhaftierung infrage.[71]

Am 13. April 2017, drei Tage vor einem Verfassungsreferendum, äußerte Erdoğan, Deutschland verweigere die Auslieferung türkischer Staatsbürger; daher würden Deutsche wie Yücel auch nicht überstellt.[72]

Nachdem Yücel über seine Anwälte Beschwerde nach Art. 34 gegen seine Haft beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGM) erhoben hatte,[73] forderte dieser die türkische Regierung in Ankara auf, bis zum 24. Oktober eine Stellungnahme abzugeben.[74] Der EGM verlängerte die Abgabefrist[75] noch bis zum 28. November 2017.[76] Am 28. November 2017 wurde die Stellungnahme bei Gericht eingereicht.[77] Darin wirft die türkische Justiz ihm „Terrorpropaganda“ für die PKK und die Gülen-Bewegung vor.[78]

Am 20. Juli 2017 gab Bundesaußenminister Gabriel (abgestimmt mit Kanzlerin Merkel) ein ausführliches Statement zu den deutsch-türkischen Beziehungen ab. Kurz zuvor war gegen den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner und andere Teilnehmer an einer internen Amnesty International-Veranstaltung „Untersuchungshaft“ (die in der Türkei bis zu fünf Jahre dauern kann) verhängt worden.

Gabriel äußerte unter anderem, die Bundesregierung müsse „in jedem Fall um den völkerrechtlich zustehenden Anspruch auf konsularischen Zugang kämpfen“; dann sagte er:

„Die Fälle von Peter Steudtner, Deniz Yücel und Meşale Tolu stehen beispielhaft für die abwegigen Vorwürfe von ‚Terrorpropaganda‘, die offensichtlich dazu dienen, jede kritische Stimme zum Schweigen zu bringen, derer man habhaft werden kann, auch aus Deutschland.

Und sie stehen für ein Unrecht, das jeden treffen kann. [...]

Der Fall Peter Steudtner zeigt, dass deutsche Staatsbürger in der Türkei vor willkürlichen Verhaftungen nicht mehr sicher sind. Wir können daher gar nicht anders als unsere Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei anzupassen und die Deutschen wissen zu lassen, was ihnen geschehen kann, wenn sie in die Türkei reisen. Die neuen Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amtes. […]

Wir fordern die Freilassung von Peter Steudtner, Deniz Yücel und Meşale Tolu, ungehinderten konsularischen Zugang und zügige, faire Verfahren für sie und die anderen Deutschen, denen politische Straftaten zur Last gelegt werden.

Wir erwarten eine Rückkehr zu europäischen Werten, zu Respekt vor der Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit.“[79]

Am 15. August 2017 billigte die türkische Regierung das Notstandsdekret 694; es trat kurz darauf formal in Kraft. Artikel 74 dieses Dekrets bevollmächtigt Staatspräsident Erdoğan ausdrücklich, ausländische Häftlinge in türkischen Gefängnissen gegen (türkische) Gefangene in ausländischen Haftanstalten auszutauschen, „wenn die nationale Sicherheit oder die Interessen des Landes dies erfordern“. Die Vollmacht gilt sowohl für Untersuchungshäftlinge – also für formal Unschuldige – als auch für rechtskräftig verurteilte Straftäter.[80] Erdoğan hatte schon 2015 – damals erfolglos – versucht, diese Bevollmächtigung zu erhalten. Bundesaußenminister Gabriel äußerte kurz darauf, Yücel sei in Haft, weil „die Türkei [...] ihn als Geisel in Gefangenschaft hält“.[81]

Am 1. September 2017 wurden in der Türkei zwei weitere Deutsche festgenommen; sie sind die deutschen Staatsbürger (einschließlich Yücel) Nummer 11 und 12, die dort aus angeblichen politischen Gründen verhaftet worden sind.[80][82][83]

Am 10. November 2017 veröffentlichte taz.de ein Interview, das Doris Akrap über Yücels Anwälte schriftlich mit ihn geführt hatte. Darin äußerte er sich unter anderem über seine Haftbedingungen („Isolationshaft ist Folter“) und forderte eine rasche Anklage: „Ich will einen fairen Prozess. Und den am besten gleich morgen.“[84][85]

Anfang Januar 2018 reichte das türkische Justizministerium nach neun Monaten seine Stellungnahme beim türkischen Verfassungsgericht zur Beschwerde Yücels gegen dessen Untersuchungshaft ein. Darin wurden nach Angaben der Welt keine neuen Vorwürfe oder Beweise gegen ihn genannt. Yücels türkischer Anwalt wertete dies als erste neue Entwicklung seit zehn Monaten. Seine Anwälte wollen innerhalb von zwei Wochen auf die Stellungnahme der Regierung antworten, dann könnte das Verfassungsgericht über Yücels Freilassung oder seine weitere Inhaftierung entscheiden. Bewegung in das Verfahren war kurz vor einem am 6. Januar 2018 geplanten Treffen in Goslar zwischen dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu und dessen deutschem Amtskollegen Sigmar Gabriel gekommen.[86] Çavuşoğlu hatte zuvor für eine Normalisierung bzw. einen „Neustart“ der deutsch-türkischen Beziehungen geworben und zugesichert, dass die Regierung alles dafür tue, insbesondere juristische Verfahren zu einzelnen Inhaftierten in der Türkei zu beschleunigen, die von der deutschen Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt werden.[87]

Yücel lehnte im Januar 2018 einen Tauschhandel zwischen der deutschen und der türkischen Regierung für seine Freilassung ab, nachdem Außenminister Gabriel seinen Fall gegenüber dem Spiegel mit Rüstungsgeschäften in Zusammenhang gebracht hatte – dieses aber später bestritt. Auch einen Austausch gegen Gülen-Anhänger wies Yücel zurück. „Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung“, erklärte er über seine Anwälte.[88]

Am 14. Februar 2018, dem Jahrestag Yücels Inhaftierung, erschien Wir sind ja nicht zum Spaß hier. Den Sammelband mit Yücels Texten gab die taz-Journalistin Doris Akrap heraus, er enthält früher veröffentlichte Reportagen, Glossen und Kommentare sowie einen Text, den Yücel im Gefängnis verfasste. In Berlin lasen bei der Buchvorstellung unter anderen Herbert Grönemeyer, Anne Will und Hanna Schygulla. Außerdem wurde ein #FreeDeniz-Autokorso veranstaltet.[89] Bei einer Mahnwache in seiner Geburtsstadt Flörsheim forderten etwa 200 Menschen Yücels Freilassung. Dieser ließ von seiner Schwester eine Botschaft verlesen, in der es hieß, er lasse sich nicht unterkriegen und: „Ich weiß viele Menschen an meiner Seite.“[90] Am selben Tag erklärte der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım, er hoffe, dass Yücel bald freikomme: „Ich bin der Meinung, dass es in kurzer Zeit eine Entwicklung geben wird.“ Er verwies jedoch darauf, dass die Justiz über eine Freilassung entscheide.[91] Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel sagte, er bemühe sich intensiv um eine Lösung; den Fall Yücel bezeichnete er als weiterhin eine der großen Hürden im Verhältnis zur Türkei.[92]

Freilassung und Anklageerhebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. Februar 2018 wurde Yücel aus der Haft entlassen, nachdem die Staatsanwaltschaft zuvor die Anklageschrift gegen ihn vorgelegt hatte. Sie wirft ihm darin „Propaganda für eine Terrororganisation“ und „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit“ vor[93] und fordert eine Haftstrafe zwischen vier und 18 Jahren. Die Staatsanwaltschaft führt als Belege für ihre Anschuldigungen Telefonate Yücels und acht in der Welt erschienene Zeitungsberichte an. So habe er Einsätze gegen die PKK als „ethnische Säuberungen“ bezeichnet; in einem Interview mit PKK-Kommandeur Cemil Bayık habe er versucht, die PKK als „legitime und politische Organisation“ darzustellen. Zur Last gelegt wird ihm auch die Wiedergabe eines Witzes über Türken und Kurden in einem seiner Berichte. In Deutschland ist diese Berichterstattung von der Pressefreiheit gedeckt.[3] Yücels Freilassung war nicht mit Ausreisebeschränkungen verbunden. Am selben Tag verließ Yücel die Türkei,[94] hielt sich nach eigenen Angaben aber bereits am folgenden Tag nicht mehr in Deutschland auf.[95]

Der erste Termin für das Gerichtsverfahren wurde auf den 28. Juni 2018 festgesetzt.[96] Zuständig ist das 32. Strafgericht in Istanbul.[97]

Nach seiner Ankunft in Berlin erklärte Yücel in einer Videobotschaft: „Ich weiß immer noch nicht, warum ich vor einem Jahr verhaftet wurde, genauer, warum ich vor einem Jahr als Geisel genommen wurde – und ich weiß auch nicht, warum ich heute freigelassen wurde.“ So wie die Verhaftung nichts mit Recht und Gesetz und Rechtsstaatlichkeit zu tun gehabt habe, habe auch die Freilassung nichts damit zu tun. Er habe seinen Zellennachbarn zurückgelassen, ebenfalls Journalist, und andere Kollegen, „die nichts anderes getan haben, als ihren Beruf auszuüben“. Yücels Freilassung wurde in seinem Geburtsort Flörsheim und in Berlin mit spontanen Autokorsos gefeiert.[98]

Über die Freilassung zeigte sich Bundeskanzlerin Merkel erfreut, die am Tag zuvor den türkischen Ministerpräsidenten Binali Yıldırım empfangen hatte. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel erklärte, dass es keine Gegenleistungen an die Türkei gegeben habe. Die Opposition vermutet dagegen, dass 31 Genehmigungen für Rüstungsexporte in die Türkei, die die Bundesregierung allein zwischen 18. Dezember 2017 und 24. Januar 2018 erteilt hat, mit der Freilassung von Yücel und Meşale Tolu im Zusammenhang stehen.[99]

Der Deutsche Journalisten-Verband nannte die Forderung der Staatsanwaltschaft nach bis zu 18 Jahren Haft „absurd“, die Freilassung bezeichnete er als „Sieg für die Pressefreiheit“.[100]

Außerhalb Deutschlands und der Türkei wurde Yücels Freilassung von den Medien entweder gar nicht oder nur kurz aufgegriffen. In der Türkei berichteten regierungsnahe Publikationen knapp darüber. Die Zeitung Sabah wertete, die Freilassung habe antitürkische Pläne durchkreuzt. Die Zeitung Sözcü berichtete unter der Schlagzeile „Neue Ära mit Deutschland: Beziehungen verbessern sich, Deniz Yücel ist raus“. Die regierungskritische Cumhuriyet stellte über das Foto von Yücel und seiner Frau nach der Haftentlassung die Schlagzeile „Gesetz des Feilschens“ und ging auf Vermutungen ein, Yücel sei nach Abmachungen zwischen Deutschland und der Türkei freigelassen worden.[101]

Am Tag von Yücels Freilassung wurden in Istanbul sechs Personen zu lebenslanger Haft unter „erschwerten Bedingungen“ verurteilt. Unter ihnen waren drei Journalisten: die Brüder Ahmet und Mehmet Altan sowie Nazlı Ilıcak, außerdem Yakup Şimşek sowie Fevzi Yazıcı, Marketingdirektor und Grafiker der Zeitung Zaman, und Şükrü Tugrul Özşengül, Dozent der Polizeiakademie. Ihnen wurden Kontakte zur Gülen-Bewegung beziehungsweise Beteiligung am Putschversuch von 2016 vorgeworfen. Reporter ohne Grenzen sprach von einem „schwarzen Tag für die Pressefreiheit“.[102][103]

Gerichtsverfahren (seit Juni 2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am ersten Verhandlungstag in Istanbul am 28. Juni 2018 nahm Yücel nicht teil. Sein Anwalt Veysel Ok verlangte neben dem sofortigen Freispruch Yücels, Telefonkontaktdaten aus den Gerichtsakten zu entfernen. Sie fielen unter Informantenschutz. Das Gericht lehnte beide Forderungen ab. Ok verwies darauf, dass Yücels Berichte, die ihm vorgeworfen werden, keine strafbaren Handlungen enthielten, sie seien zudem durch die in der türkischen Verfassung verankerte Meinungs- und Pressefreiheit geschützt.[104] Das Gericht kündigte an, eine schriftliche Aussage Yücels anfordern zu wollen. Es setzte den nächsten Verhandlungstermin auf den 20. Dezember 2018 fest.[105]

Klage auf Schadenersatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für seine Inhaftierung fordert Yücel auf dem Rechtsweg Schadenersatz in Höhe von einer Million türkische Lira (132.000 Euro) von der Türkischen Republik. Die Haft sei unrechtmäßig gewesen, lautet die Begründung. Erster Verhandlungstag in Istanbul ist der 25. September 2018. Yücel ist der erste Journalist, der in der Türkei wegen seiner Inhaftierung Klage eingereicht hat. Entschieden werden kann über sie erst nach einem Urteil in dem Prozess gegen ihn wegen angeblicher Terrorpropaganda.[106][107]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yücel ist Mitherausgeber der linken Wochenzeitschrift Jungle World.[108]

Yücel trat zeitweilig (zusammen mit den Journalisten Mely Kiyak, Yassin Musharbash, Özlem Topçu, Özlem Gezer, Hasnain Kazim, Doris Akrap und Ebru Taşdemir) im Rahmen der „antirassistischen Leseshow“ Hate Poetry[109] auf, bei der sie im Stile eines Poetry Slams rassistische Leserbriefe vorlasen.[110] „Selten war Rassismus so unterhaltsam“, urteilte darüber Die Welt,[111] und die taz sprach von einer „kathartischen Lesung“.[112]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deniz Yücel bei der Verleihung des Kurt Tucholsky-Preises im Oktober 2011
  • Für seine parodistische Kolumne „Vuvuzela“, die er während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika schrieb, wurde Yücel mit dem Kurt-Tucholsky-Preis 2011 für literarische Publizistik ausgezeichnet. Die Jury begründete den Preis damit, dass „Yücel sowohl den deutschen Spießer als auch die deutsche Spießerin auf angenehme Art entlarvt“.[8]
  • Für Hate Poetry wurden Yücel und die anderen Gründungsmitglieder in der Kategorie „Sonderpreis“ als Journalisten des Jahres 2014 ausgezeichnet. „Hate Poetry ist zur Marke und zum Vorbild für andere Redaktionen geworden: witzig, klug, unterhaltsam, schockierend und Augen öffnend. Er hilft zudem den betroffenen Journalisten, mit rassistischen Anfeindungen umzugehen“, hieß es in der Begründung der Jury.[113]
  • Als Zeichen für die Pressefreiheit erhielt Yücel den Theodor-Wolff-Preis. Jury und Kuratorium beschlossen Anfang April 2017 einstimmig, ihn mit einem Sonderpreis auszuzeichnen; zugleich forderten sie seine Freilassung. Die offizielle Verleihung war am 21. Juni 2017; Yücel ließ eine Dankesrede verlesen.[114][115]
  • Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2017
  • Dr. Karl Renner Solidaritätspreis für Publizistik 2017, gemeinsam mit Meşale Tolu[116]
  • M100 Media Award 2018, weil er „unerschrocken und fundiert über die politischen Verhältnisse in der Türkei“ berichtet und sich selbst aus der Haft heraus „für einen kritischen und unabhängigen Journalismus“ eingesetzt habe.[117]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deniz Yücel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. merkur.de 9. Dezember 2017: 300 Tage türkischer Knast: So geht es Deniz Yücel wirklich.
  2. Haftbedingungen in der Türkei: Deniz Yücel darf Kontakt zu Mitgefangenem haben. Mehr als 290 Tage saß er in strenger Einzelhaft, nun kann Deniz Yücel zumindest tagsüber einen anderen Gefangenen treffen, den inhaftierten Kollegen einer türkischen Zeitung. Spiegel Online, 3. Dezember 2017, abgerufen am 8. September 2018.
  3. a b Hannes Schrader: Fünf Fragen zum Fall Yücel, zeit.de 17. Februar 2018.
  4. WELT-Korrespondent Deniz Yücel kommt frei, welt.de, 16. Februar 2018.
  5. Deniz Yücel in Berlin gelandet, Spiegel Online, 16. Februar 2018.
  6. Daniel-Dylan Böhmer: Bundesregierung bezieht Stellung im Yücel-Prozess, Die Welt, 1. Februar 2018, abgerufen am 17. Februar 2018.
  7. Christiane Schlötzer: Deniz Yücel bleibt angeklagt. sueddeutsche.de, 28. Juni 2018.
  8. a b c Kurt Tucholsky Preis für literarische Publizistik 2011 an Deniz Yücel. Kurt Tucholsky-Gesellschaft, 15. September 2011, abgerufen am 22. Februar 2017.
  9. Deniz Yücel hat im Gefängnis seine Freundin geheiratet. In: welt.de. 12. April 2017, abgerufen am 13. April 2017.
  10. Deniz Yücel: Mach’s gut, taz! In: die tageszeitung, 30. März 2015.
  11. Deniz Yücel, Kolumne Vuvuzela
  12. Deniz Yücel, Kolumne Trikottausch
  13. Bülend Ürük: Von der „taz“ zur „Welt“. Deniz Yücel wird Türkei-Korrespondent für Axel Springer. In: Kress.de, 1. April 2015.
  14. Das Phänomen Gezi. In: Deutschlandradio Kultur, 23. April 2014.
  15. Jens Schneider, Berlin: Angriff auf Yücel abgewehrt. Süddeutsche Zeitung (SZ.de), 22. Februar 2018, abgerufen am 4. März 2018.
  16. Denis Yücel: Kolumne Geburtenschwund – Super, Deutschland schafft sich ab!, taz, 4. August 2011, abgerufen am 4. März 2018.
  17. Christoph Kürbel: Rechte Reaktionen zu Deniz Yücel - AKP und AfD in Häme vereint, taz, 28. Februar 2017, abgerufen am 4. März 2018.
  18. Tim Schulze: AfD-Politiker reagieren auf Inhaftierung von Deniz Yücel mit Schadenfreude, Stern, 1. März 2017, abgerufen am 4. März 2018.
  19. a b Christoph Strack: Bundestag schmettert AfD-Antrag gegen Deniz Yücel ab, Deutsche Welle, 22. Februar 2018, abgerufen am 4. März 2018.
  20. Tania Röttger: Neue Angriffe auf Deniz Yücel wegen sieben Jahre alter Kolumne , Correctiv, 16. Januar 2018, abgerufen am 4. März 2018.
  21. tagesschau.de: Kritisierte Yücel-Texte - AfD scheitert mit Missbilligungsantrag, 22. Februar 2018, abgerufen am 4. März 2018.
  22. Janina Lückoff, Bayerischer Rundfunk: Eine Woche nach Freilassung: Bundestag lehnt AfD-Antrag gegen Yücel mit großer Mehrheit ab –. In: br.de. 25. Februar 2018, abgerufen am 10. März 2018.
  23. Deniz Yücel: Ein Stinkstiefel namens Gauck. In: die tageszeitung, 20. Februar 2012.
  24. Sascha Lobo: Gauck und die stille Post im Netz. In: Spiegel Online, 21. Februar 2012.
  25. Deniz Yücel: Gauck und der Holocaust. In: die tageszeitung, 22. Februar 2012.
  26. Clemens Heni: „Geistige Gesundung“ – Joachim Gauck und die neueste deutsche Ideologie. Clemens Heni, Wissenschaft und Publizistik als Kritik, 17. Juni 2010, abgerufen am 18. September 2018.
  27. Christoph Twickel: Wie steht der Kandidat zum Holocaust? In: Spiegel Online, 24. Februar 2012; Stefan Reinecke: Eine Zensur findet nicht statt. In: die tageszeitung, 24. Februar 2012.
  28. Pascal Beucker: Ein rotes Tuch für Journalisten. In: Jungle World, 1. März 2012.
  29. Liebe Leserinnen, liebe Leser. In: Berliner Zeitung, 31. Mai 2012, S. 4 und Wider die Hetzkampagne. In: Frankfurter Rundschau, 31. Mai 2012.
  30. Christoph Twickel: „taz“ muss Sarrazin 20.000 Euro zahlen. In: Spiegel Online, 16. August 2013.
  31. Verstoß gegen Persönlichkeitsrechte: Thilo Sarrazin gegen die "taz". In: tagesspiegel.de. 18. August 2013, abgerufen am 23. Februar 2018.
  32. Presserat kritisiert Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Deutscher Presserat, 6. Dezember 2012, archiviert vom Original am 11. Dezember 2012; abgerufen am 6. Dezember 2012.
  33. Pressemitteilung des Landgerichts Berlin zum Urteil, 16. August 2013.
  34. Deniz Yücel: Junta-Kumpel löst Hitlerjunge ab. In: die tageszeitung, 15. März 2013.
  35. Presserat rügt „taz“: „Junta-Kumpel löst Hitlerjunge ab“. In: Der Standard, 7. Juni 2013.
  36. Deutscher Presserat: Titelseiten von drei Sportmagazinen gerügt. Pressemitteilung. 6. Juni 2013.
  37. Sebastian Heiser: Papst Franziskus: Presserat rügt taz-Titelseite. In: die tageszeitung, 6. Juni 2013.
  38. Deniz Yücel: „Schnauze, du hast genug gefragt“. In: Die Welt. 17. Juni 2015, abgerufen am 24. Januar 2017; Özlem Topçu: „Schnappt ihn euch“. In: Zeit Online, 16. Juni 2015, abgerufen am 24. Januar 2017.
  39. Marvin Schade: Nach Merkel-PK: Hetzkampagne türkischer Medien gegen Welt-Korrespondent Deniz Yücel. In: Meedia. 11. Februar 2016, abgerufen am 11. Februar 2016; Folgen einer Pressekonferenz. In: Die Welt. 10. Februar 2016, abgerufen am 11. Februar 2016.
  40. Can Merey: Auch Spiegel-Verlag zieht Türkei-Korrespondent ab. In: Die Welt. 17. März 2016, abgerufen am 17. März 2016.
  41. Deniz Yücel: Erste Flüchtlinge von Lesbos zurück in der Türkei. In: Die Welt. 4. April 2016, abgerufen am 24. Januar 2017.
  42. Deniz Yücel: „Der eigentliche Putsch beginnt jetzt erst“. In: Die Welt. 16. Juni 2016, abgerufen am 24. Januar 2017.
  43. RedHack’in algı ekibine operasyon. In: Sabah. 25. Dezember 2016, abgerufen am 24. Januar 2017.
  44. Berat's Box: Berat's Box, WikiLeaks, 5. Dezember 2016
  45. Deniz Yücel: Was der 20 Gigabyte-Hack über das Erdogan-Regime verrät. In: Die Welt. 7. Oktober 2016, abgerufen am 24. Januar 2017; Deniz Yücel: Die geheime Troll-Armee des Recep Tayyip Erdogan. In: Die Welt. 13. Dezember 2016, 24. Januar 2017.
  46. a b Türkei-Korrespondent Deniz Yücel in Polizeigewahrsam, welt.de, abgerufen am 17. Februar 2017.
  47. Türkei-Korrespondent der ″Welt″ in Istanbul in Polizeigewahrsam, Deutsche Welle, 17. Februar 2017.
  48. „Welt“-Journalist: Auswärtiges Amt fordert faires Verfahren. In: Spiegel Online, 17. Februar 2017.
  49. Merkel fordert faire Behandlung für deutschen Journalisten. In: Zeit Online, 18. Januar 2017.
  50. Bülent Mumay, Übersetzung: Sabine Adatepe: Brief aus Istanbul: Veralbern Sie uns nicht, Herr Gabriel. In: Frankfurter Allgemeine, Brief aus Istanbul. 22. Februar 2018, abgerufen am 8. September 2018 (Printausgabe S. 11).
  51. Petition #FreeWordsTurkey mit 111.047 Unterzeichnern an Bundesregierung übergeben, Buchreport, 24. Februar 2017.
  52. Petition #FreeWordsTurkey im Bundeskanzleramt überreicht/„Statt bloßer Worte sind nun endlich Taten gefragt“, Börsenblatt, 24. Februar 2017.
  53. Türkei-Korrespondent der „Welt“ in Istanbul in Polizeigewahrsam, Deutsche Welle, 17. Februar 2017.
  54. „Welt“-Reporter Deniz Yücel muss in Untersuchungshaft, welt.de, 27. Februar 2017, abgerufen am 27. Februar 2017.
  55. Maximilian Popp: Geisel der türkischen Regierung. In: Spiegel Online. 28. Februar 2017, abgerufen am selben Tag.
  56. a b Deniz Yücel jetzt im Massengefängnis. In: Deutsche Welle online. 1. März 2017.
  57. Deniz Yücel: Merkel nennt Untersuchungshaft „unverhältnismäßig hart“. In: Zeit Online, 27. Februar 2017.
  58. „Wir fordern Yücels Freilassung“. In: spiegel.de. 1. März 2017.
  59. Erdogan wirft inhaftiertem „Welt“-Journalisten Yücel Spionage vor. In: faz.net. 3. März 2017.
  60. Erdogan nennt Deniz Yücel einen „deutschen Agenten“. In: spiegel.de. 3. März 2017.
  61. Maximilian Popp, Fidelius Schmid, Christoph Schult: Gegen die Wand. In: Der Spiegel 10/2017 vom 4. März 2017, S. 36–38, hier S. 36.
  62. Österreichs Bundeskanzler: „Die Türkei muss Herrn Yücel umgehend frei lassen“. In: welt.de. 5. März 2017.
  63. „Klar innerhalb der Grenzen der Pressefreiheit“. In: welt.de. 6. März 2017.
  64. Cavusoglu: Türken werden in Deutschland systematisch unterdrückt. In: faz.net. 7. März 2017.
  65. Türkei lässt deutsche Diplomaten nicht zu Deniz Yücel. In: spiegel.de. 13. März 2017.
  66. Aslı, Deniz, Ziya – angeklagt wegen Journalismus. In: zeit.de. 4. April 2017.
  67. Erdogan attackiert Merkel persönlich. In: spiegel.de. 19. März 2017.
  68. Volltext der Rede, bundespraesident.de; Steinmeier: „Geben Sie Deniz Yücel frei!“, faz.net, 22. März 2017.
  69. Mike Szymanski: Deniz Yücel leidet unter seiner Einzelhaft. In: sueddeutsche.de. 4. April 2017.
  70. „Wir müssen der Türkei mit Selbstbewusstsein gegenübertreten“, Interview mit Staatsminister Michael Roth. In: welt.de. 4. April 2017.
  71. Schäuble stellt Wirtschaftshilfe wegen Yücel-Verhaftung infrage. In: welt.de. 11. April 2017.
  72. Erdogan schließt Auslieferung von Deniz Yücel aus. In: faz.net. 13. April 2017.
  73. Menschenrechtsgericht behandelt Fall Yücel mit Vorrang. In: Die Welt online. 25. Mai 2017, abgerufen am 6. Juli 2017.
  74. Menschenrechtsgericht fordert von Türkei Stellungnahme zu Yücel. In: Die Welt online. 5. Juli 2017, abgerufen am 6. Juli 2017.
  75. sueddeutsche.de 27. Oktober 2017: Warum der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte der Türkei mehr Zeit gibt
  76. welt.de 10. November 2017: [1]
  77. Türkei nimmt Stellung zum Fall Yücel. In: tagesspiegel.de vom 28. November 2017.
  78. Justiz wirft Deniz Yücel Terrorpropaganda vor. Zeit Online, 1. Dezember 2017, abgerufen am 19. Februar 2018.
  79. Pressestatement von Außenminister Sigmar Gabriel zur Lage in der Türkei. Bundesregierung, Auswärtiges Amt, 20. Juli 2017, abgerufen am 8. September 2018.
  80. a b FAZ.net 1. September 2017: Sammelt Ankara deutsche Geiseln?
  81. spiegel.de 17. August 2017
  82. spiegel.de: Merkel verurteilt Festnahmen von Deutschen in der Türkei
  83. FAZ.net 2. September 2017: Der Ruf nach Sanktionen wird lauter
  84. Klagt mich endlich an, taz.de, 10. November 2017, abgerufen am 17. Februar 2018.
  85. „Isolationshaft ist Folter“, Spiegel Online, 10. November 2017, abgerufen am 17. Februar 2018.
  86. Justizministerium legt Stellungnahme vor: Bewegung im Fall Yücel. In: tagesschau.de, 4. Januar 2018 (abgerufen am 4. Januar 2018).
  87. Deutsch-türkische Beziehungen: Cavusoglu will einen "Neustart". In: tagesschau.de, 5. Januar 2018 (abgerufen am 5. Januar 2018).
  88. „Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung“. In: Die Zeit. 17. Januar 2018, abgerufen am 14. Februar 2018.
  89. Maximilian Popp: Journalismus ist kein Verbrechen. In: Spiegel Online. 14. Februar 2018, abgerufen am 14. Februar 2018.
  90. Mahnwache in Flörsheim für Journalist Deniz Yücel. In: hessenschau. 14. Februar 2018, abgerufen am 14. Februar 2018.
  91. Can Merey, Michael Fischer (dpa): Vor Berlin-Besuch Yildirims: Bewegung im Fall Deniz Yücel. Volksstimme.de, 14. Februar 2018, abgerufen am 14. Februar 2018.
  92. Hoffnung auf Bewegung im Fall Yücel. In: Spiegel Online. 14. Februar 2018, abgerufen am 14. Februar 2018.
  93. Deniz Yücel verlässt das Gefängnis und ist frei, welt.de, 16. Februar 2018.
  94. Deniz Yücel auf dem Weg nach Deutschland, Spiegel Online, 16. Februar 2018.
  95. Yücel geißelt Türkei als Willkürstaat, Die Zeit, 17. Februar 2018.
  96. Maximilian Popp: Surreale „Beweise“, Spiegel Online, 16. Februar 2018.
  97. „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel ist frei, Deutsche Welle, 16. Februar 2018.
  98. Deniz Yücel in Berlin gelandet, Der Tagesspiegel, 16. Februar 2018, abgerufen am 17. Februar 2018.
  99. "Bundesregierung genehmigte viele Rüstungsexporte in die Türkei" Die Zeit vom 23. Februar 2018
  100. Freiheit für Deniz Yücel, tagesschau.de, 16. Februar 2018.
  101. „Gesetz des Feilschens“, faz.net, 17. Februar 2018.
  102. Altan-Brüder und vier weitere Journalisten zu lebenslanger Haft verurteilt, Spiegel Online, 16. Februar 2018, abgerufen am 17. Februar 2018.
  103. Jürgen Gottschlich: Deniz Yücel ist frei: Endlich wieder blauer Himmel. Nach 367 Tagen in Untersuchungshaft wurde der deutsche Journalist Deniz Yücel freigelassen. Er verließ die Türkei sofort. In: taz.de. 16. Februar 2018, abgerufen am 8. September 2018 (Printausgabe 17./18. Februar 2018, S. 3).
  104. Baris Altintas, Daniel-Dylan Böhmer: Deniz Yücel kann in Deutschland aussagen. In: welt.de. 28. Juni 2018, abgerufen am 29. Juni 2018.
  105. Christiane Schlötzer: Deniz Yücel bleibt angeklagt. In: sueddeutsche.de. 28. Juni 2018, abgerufen am 29. Juni 2018.
  106. Deniz Yücel klagt auf Entschädigung für Inhaftierung in der Türkei. In: welt.de. 29. August 2018, abgerufen am 30. August 2018.
  107. Journalist Deniz Yücel verklagt die Türkei. In: faz.net. 29. August 2018, abgerufen am 30. August 2018.
  108. jungle.world - Impressum. Abgerufen am 22. März 2017.
  109. Selbstdarstellung der Hate Poetry (Memento vom 20. Februar 2017 im Internet Archive), abgerufen am 20. Dezember 2014.
  110. Carlos Hanimann: Hate Poetry: Postmigrantisches Kabarett, WOZ Die Wochenzeitung, 8. Oktober 2015
  111. Jan Küveler: „Gehen Sie doch zurück nach Fickdeppenarschland“. In: Die Welt, 1. Februar 2013.
  112. Philipp Gessler: „Lachen im Fickdeppenarschland“. In: die tageszeitung, 2. April 2012.
  113. Abschnitt Die Sonderpreise 2014. In: mediummagazin.de. 19. Dezember 2014, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  114. Inhaftierter Türkei-Korrespondent Deniz Yücel bekommt Theodor-Wolff-Preis. In: Spiegel Online. 5. April 2017.
  115. Deniz Yücel erhält Theodor-Wolff-Preis. In: Spiegel Online. 21. Juni 2017.
  116. derStandard.at: Karl-Renner-Publizistikpreis: Teletext gewinnt die Kategorie Online. Artikel vom 20. Dezember 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  117. Deniz Yücel erhält Medienpreis für seinen Mut, FAZ, 21. August 2018