Denklingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Denklingen
Denklingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Denklingen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 55′ N, 10° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Höhe: 708 m ü. NHN
Fläche: 56,76 km2
Einwohner: 2623 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86920
Vorwahlen: 08243, 08869Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 113
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 23
86920 Denklingen
Webpräsenz: www.denklingen.de
Bürgermeister: Andreas Braunegger (CSU)
Lage der Gemeinde Denklingen im Landkreis Landsberg am Lech
AmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis OstallgäuLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis StarnbergLandkreis FürstenfeldbruckWindachWeil (Oberbayern)Utting am AmmerseeUnterdießenThainingPürgenSchwiftingSchondorf am AmmerseeScheuringRott (Landkreis Landsberg am Lech)ReichlingPrittrichingVilgertshofenPenzing (Bayern)ObermeitingenLandsberg am LechKinsauKauferingIglingHurlachHofstetten (Oberbayern)GreifenbergGeltendorfFuchstalFinningEresingEgling an der PaarEching am AmmerseeDießen am AmmerseeDenklingenApfeldorfKarte
Über dieses Bild

Denklingen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech, die circa 80 Kilometer südwestlich von München liegt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denklingen ist die südwestlichste Gemeinde im Landkreis Landsberg am Lech. Sie liegt auf einer Schotterterrasse westlich des Lechs am Rande des Denklinger Rotwalds und des Sachsenrieder Forsts.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führte die römische Via Claudia Augusta. Auch Spuren vorgeschichtlicher Besiedlung gibt es. Die erste urkundliche Erwähnung war 1104 als „Thengelingen“, vermutlich vom Personennamen Denchilo abgeleitet. Der Denklinger und der Sachsenrieder Forst wurden 1059 als Königsschenkungen beurkundet. Im 13. und 14. Jahrhundert ist ein Ortsadel nachgewiesen, dessen Burg im Bauernkrieg 1525 zerstört worden sein soll.

Denklingen gehörte zum Hochstift Augsburg. Seit der Säkularisation von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Denklingen wurde ab 1803 von Buchloe aus verwaltet und gehörte ab 1862 zum Bezirksamt Kaufbeuren.

1888 erhielt Denklingen mit der Eröffnung der Fuchstalbahn von Landsberg nach Schongau einen eigenen Bahnhof. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz ging im Jahr 1984 mit der Einstellung des Personenverkehrs auf der Strecke wieder verloren.

Beim Ortsteil Epfach befand sich bereits zur Römerzeit die Ansiedlung Abodiacum.

Von 1917 bis 1973 gab es in Denklingen ein Forstamt. 1972 kam die Gemeinde zum Landkreis Landsberg am Lech und wechselte von Schwaben nach Oberbayern.

Kirche St. Michael in Denklingen
Bauernhaus in Denklingen

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dienhausen und Epfach eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1883 Einwohner
  • 1970: 1842 Einwohner
  • 1987: 1979 Einwohner
  • 1991: 2177 Einwohner
  • 1995: 2267 Einwohner
  • 2000: 2324 Einwohner
  • 2005: 2478 Einwohner
  • 2010: 2525 Einwohner
  • 2015: 2581 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit der Kommunalwahl 2018 Andreas Braunegger, der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzeverteilung im Gemeinderat.
Jahr CSU FWD FWE FWDH NEL UWV gesamt Wahlbeteiligung in %
2008 4 2 3 1 0 4 14 71,2
2002 5 4 2 1 2 0 14 76,1

NEL = Neue Epfacher Liste
FWD = Freie Wählergemeinschaft Denklingen
FWDH = Freie Wählergemeinschaft Dienhausen
FWE = Freie Wählergemeinschaft Epfach
UWV = Unabhängige Wählervereinigung Denklingen

Kommunalwahl 2018:

  • CSU/Freie Bürger: 5 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Dienhausen: 4 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Denklingen: 5 Sitze

[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In Rot ein silberner Weih auf silbernem Dreiberg.

Wappengeschichte: Der linkshin gewendete Weih (Falke) ist das Stammwappen der ortsadligen Herren von Denklingen, die 1186 durch den Bischof von Augsburg mit Gütern in Denklingen belehnt wurden und bis in das 14. Jahrhundert im Ort nachweisbar sind. Sie erbauten eine Burg auf dem Vogelherd und zogen später als Bürger nach Füssen. Der Falke auf dem Dreiberg ist im persönlichen Wappen von Ulrich von Denklingen überliefert, der von 1336 bis 1347 Abt des Klosters St. Mang in Füssen war. St. Mang übte die Grundherrschaft über viele Anwesen im Gemeindegebiet aus. Der Dreiberg weist auf die Lage der Gemeinde im hügeligen Voralpenland hin. Die Farben Weiß und Rot beziehen sich auf die schon im ausgehenden 12. Jahrhundert nachweisbare Zugehörigkeit zum Hochstift Augsburg.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eishockey: Der VFL Denklingen/Eishockey nahm von 1966 bis 2015 am Spielbetrieb des BEV teil. Die sportlichen Höhepunkte in der Zeit waren 2007 die Meisterschaft der Bayerischen-Bezirksliga Gruppe IV, der Aufstieg in die Bayerische-Landesliga 1983 und 1980 der Aufstieg in die Natureis-Bayernliga. Von 1983 bis 2003 spielte der VFLD durchgehend Eishockey in der Bayerischen-Landesliga. Von 2010 bis 2015 bildete der VFL eine Spielgemeinschaft mit dem EV Landsberg 1b in der Bezirksliga Bayern. Quelle: rodi-db.de[4]

Freizeit und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dialekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denklingen gehört zum ostschwäbischen Sprachraum mit bereits leichten bairischen Einflüssen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Arbeitgeber am Ort ist die Hirschvogel Umformtechnik GmbH, das Stammwerk der Hirschvogel Automotive Group.

Denklingen von Osten

Die Firma Taxer GmbH hat 2007 ihren Hauptsitz von München nach Denklingen verlegt. Der Entsorgungsfachbetrieb ist seit 1951 im Metall- und Schrotthandel tätig und hat sich in der ehemaligen Kiesgrube an der Dr.-Manfred-Hirschvogel-Straße 10 (ehemals Mühlstraße 10) niedergelassen. Spezialisiert ist der Entsorgungsfachbetrieb auf den Ankauf von Industriemetallen wie Aluminium und Kupfer, bietet aber auch einen Container- und Muldendienst für Bauschutt, Holz, Sperrmüll, Reifen und Papier.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Denklingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 492.
  3. http://session-denklingen.livingdata.de/kp0041.asp
  4. ref rodi-db.de, Ligenzugehörigkeit VFL Denklingen