Dennis Quaid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dennis Quaid (2012)

Dennis William Quaid (* 9. April 1954 in Houston, Texas) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Er ist der jüngere Bruder des Schauspielers Randy Quaid.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dennis Quaid wurde als jüngerer Sohn von William Rudy Quaid, einem Elektriker, und Juanita B. Quaid, einer Immobilienmaklerin, geboren. Seine Familie hat irische und französische Wurzeln und gehörte der baptistischen Kirche an. Nach ersten Erfahrungen als Schauspieler an der Highschool, studierte Quaid zunächst Mandarin an der Bellaire High School in Bellaire (Texas) und anschließend an der University of Houston. Ohne einen Abschluss zog er 1976 zu seinem älteren Bruder Randy, der in Hollywood bereits Fuß gefasst hatte.[1] Dort gab Quaid 1977 mit Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen sein Kinodebüt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1979 spielte Quaid neben Dennis Christopher eine der Hauptrollen in dem Coming-of-Age-Drama Vier irre Typen – Wir schaffen alle, uns schafft keiner. Der Film war ein Überraschungserfolg, spielte das Zehnfache seines Budgets ein und wurde mit mehreren Filmpreisen ausgezeichnet. 1983 spielte Quaid in dem vierfach Oscar-prämierten Film Der Stoff, aus dem die Helden sind einen Astronauten. Im selben Jahr übernahm er zudem die Hauptrolle in dem Horrorfilm Der weiße Hai 3-D.

Spätestens mit diesem Film konnte Quaid sich endgültig als Hauptdarsteller etablieren und spielte in den beiden Science-Fiction-Filmen Enemy Mine – Geliebter Feind (1985) und Die Reise ins Ich (1987) jeweils die Hauptrolle. Beide Filme versagten jedoch finanziell an den Kinokassen. 1989 verkörperte Quaid in der Filmbiographie Great Balls of Fire – Jerry Lee Lewis – Ein Leben für den Rock’n’Roll den gleichnamigen Sänger. Diese Darstellung brachte ihm viel Lob von Filmkritikern ein.

Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre durchlebte Dennis Quaid wegen einer Drogensucht, im Zuge derer er sich zeitweilig in eine Suchtklinik begab, einen kurzen Karriereknick. 1994 verkörperte er in Lawrence Kasdans Western Wyatt Earp – Das Leben einer Legende an der Seite von Kevin Costner als Wyatt Earp den Revolverhelden Doc Holliday. 1995 spielte Quaid neben Julia Roberts die männliche Hauptrolle in der Liebeskomödie Power of Love.

1996 arbeitete er für das Theaterstück True West das zweite Mal (nach Long Riders, 1980) mit seinem Bruder Randy zusammen. Im gleichen Jahr spielte er die Hauptrolle des Ritters Bowen in dem Fantasyfilm Dragonheart, welcher ein annehmbarer Kinoerfolg wurde und dem Fantasygenre wieder zu neuem Aufschwung verhalf. In den folgenden Jahren verkörperte Quaid Hauptrollen in den Filmen Ein Zwilling kommt selten allein (1998) und An jedem verdammten Sonntag (1999), welche ebenfalls beide zu akzeptablen Kinoerfolgen wurden.

Im Thriller Frequency spielte er an der Seite von James Caviezel einen Feuerwehrmann, der über ein Funkgerät mit seinem Sohn in der Zukunft kommuniziert. Es folgten die Beteiligung an Steven Soderberghs Oscar-prämierten Film Traffic – Macht des Kartells und die Hauptrolle in Roland Emmerichs Blockbuster The Day After Tomorrow, welcher mit einem Einspielergebnis von über 500 Millionen US-Dollar zum finanziell erfolgreichsten Filmprojekt in Quaids Karriere wurde.

Lob seitens der Kritiker erhielt Quaid auch für seine Darstellung des homosexuellen Ehemanns von Julianne Moore in Todd Haynes’ Kinodrama Dem Himmel so fern (2002) und für die Rolle des Bill Clinton in Richard Loncraines Fernsehproduktion The Special Relationship (2010), was ihm unter anderem Nominierungen für den Emmy, Golden Globe Award, Screen Actors Guild Award und Satellite Award einbrachte.

Von 2012 bis 2013 spielte Quaid die Hauptrolle des Sheriffs Ralph Lamb in der Serie Vegas, die nach einer Staffel eingestellt wurde. 2017 übernahm er eine größere Rolle in dem erfolgreichen Dramedy-Film Bailey – Ein Freund fürs Leben.

Quaids deutsche Stimme stammt in den meisten Filmen von Thomas Danneberg.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dennis Quaid (1991)

Nebenbei ist Dennis Quaid auch als Sänger der Band The Sharks und Komponist tätig. Des Weiteren ist Quaid einer der leistungsstärksten Golfspieler Hollywoods im Amateurbereich. Im Jahr 2005 stand er als Amateur mit einem Handicap von 1 auf Platz eins der Prominentenliste im Golf. Damit übertraf er Michael Jordan, Andre Agassi und Alice Cooper um mehrere Schläge.

Quaid hat dreimal geheiratet. Die erste Ehe mit der Schauspielerin P. J. Soles hielt von 1978 bis 1983. Bei den Dreharbeiten zu dem Film Die Reise ins Ich lernte Quaid 1987 Meg Ryan kennen, die er 1991 heiratete. Ihr gemeinsamer Sohn Jack Quaid wurde am 24. April 1992 geboren. Die Ehe von Quaid und Ryan wurde im Juli 2001 geschieden. Seit Juli 2004 ist Quaid mit der Immobilienmaklerin Kimberly Buffington verheiratet. Im November 2007 wurden sie Eltern von Zwillingen, die von einer Leihmutter ausgetragen worden waren. Wegen unklar gekennzeichneter Medikamente des Pharma-Riesen Baxter Healthcare Corporation und unachtsamer medizinischer Betreuung in der Cedars-Sinai-Klinik (L.A.) wurden der Junge und das Mädchen mit einer 1000-fachen Überdosis Heparin vergiftet. Sie überlebten den Unfall nach intensivmedizinischer Betreuung.[2] Durch diesen Vorfall ist Quaid zu einem starken Verfechter von Sicherheits- und Qualitätskontrollen im Gesundheitswesen geworden. In der Produktion Chasing Zero: Winning the War on Healthcare Harm des Discovery Channel zeigt er sich dabei auch auf der politischen Bühne und befürwortet die von Barack Obama angestrebte Gesundheitsreform.[3] Im Oktober 2012 gab das Ehepaar seine Trennung bekannt.[4]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dennis Quaid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dennis Quaid. Auf upi.com. Abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Dennis Quaid erhebt schwere Vorwürfe gegen Klinik In: Spiegel Online vom 11. Januar 2008. Abgerufen am 22. Dezember 2019.
  3. Laura Landro: Patient Safety: The Movie. In: The Wall Street Journal. 22. April 2010, abgerufen am 26. April 2010 (englisch).
  4. Charlotte Triggs: Dennis Quaid's Wife Files for Separation – Again. In: people.com. 19. Oktober 2012, abgerufen am 21. Oktober 2012 (englisch).