Der Bärenhäuter (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Der Bärenhäuter
Produktionsland DDR
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1986
Länge 82 Minuten
Altersfreigabe FSK o. A.
Stab
Regie Walter Beck
Drehbuch Walter Beck
Produktion DEFA
Musik Günther Fischer
Kamera Günter Heimann
Schnitt Ilse Peters
Besetzung

Der Bärenhäuter ist ein deutscher Märchenfilm aus dem Jahr 1986. Der in den DEFA-Studios der DDR entstandene Film ist eine Adaption des Grimm'schen Märchens Der Bärenhäuter.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Krieg ist zu Ende und der Soldat Christoffel hat keine Zukunftsperspektive und kein Geld. Er weiß nicht, was er machen soll und möchte sich erschießen; da begegnet ihm der Teufel. Dieser bietet ihm einen Pakt an: Seine Rocktasche wird immer voller Geld sein. Aber: er darf sich sieben Jahre lang nicht waschen, nicht die Haare und die Nägel schneiden und muss auf einem Bärenfell statt im Bett schlafen. Gelingt ihm nur eines dieser Dinge nicht wird er für immer dem Teufel verschrieben sein. Christoffel, der als Soldat sich wochenlang nicht waschen konnte, sieht das als lösbare Aufgabe an und nimmt die Bedingung an.

Scheinbar den Sorgen der Zukunft entledigt, macht sich Christoffel auf den Weg. Aber schon nach kurzer Zeit wird er einsam. Auf einem Volksfest möchte kein Mädchen mit ihm tanzen, da er schmutzig und ungepflegt aussieht und offensichtlich auch stinkt. Im Regen versucht er sich den Dreck abzuspülen – ohne sichtbaren Erfolg. Überall wird er gemieden. Lediglich am Hof des Königs wird er für eine Weile mit Freundlichkeiten überhäuft, da er – als lausiger Kartenspieler - jede Menge Geld an König und Hofstaat verliert. Als sie seinen Gestank nicht mehr aushalten wollen, versuchen sie ihm sein Geld zu stehlen. Da man aber nur leere Taschen vorfand, glaubte man, dass er alles ausgegeben habe und schmiss ihn raus.

Schließlich und ganz verzweifelt sucht er eine Bleibe im Gefängnis. Dort versucht der Teufel – in der Gestalt eines Mitgefangenen – ihm zum Waschen zu überreden und lässt ein Badezuber herrichten. Doch Christoffel badet nicht, stattdessen bezahlt er die Schulden eines eingesperrten Goldschmieds. Dieser ist über alle Maßen dankbar und nimmt ihn - trotz allem Ekels – zu sich nach Hause. Die Katarina, jüngste Tochter des Goldschmieds, erkennt in Christoffel einen gütigen und freundlichen Menschen, dem Schlimmes widerfahren ist und verliebt sich in ihn. Christoffel weiß jedoch um seine Erscheinung und verlässt sie.

Nach sieben Jahren sitzt Christoffel am Feuer auf jenem Feld, wo er Jahre zuvor dem Teufel das erste Mal begegnete. Er gibt dem Teufel seinen Rock zurück. Außerdem erinnert er sich sehr genau an die Vertragsworte des Teufels und lässt sich von ihm persönlich schneiden, frisieren und reinwaschen.

Am Ende kehrt er als gepflegter Mann zu Katharina zurück.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Einer der letzten Märchenfilme der DEFA von Regisseur Walter Beck, der sich dem Kinder- und Jugendfilmgenre verschrieben hatte und Märchen nur im Studio inszenierte, um die Künstlichkeit zu bewahren. “Bärenhäuter” Christoffel durchlebt als Zottelwesen zahlreiche Versuchungen, denen er beinahe erliegt, und schafft es durch die Kraft der Liebe, Vertrauen und Geduld, die die Zeit meistern werden. Das umgekehrte Motiv – eine Frau hält dem Mann die Treue – findet sich in Becks ›Der Prinz hinter den sieben Meeren‹ (1982).“

Kino.de[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kino.de/film/der-baerenhaeuter-1986/