Der Blunzenkönig

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Filmdaten
OriginaltitelDer Blunzenkönig
ProduktionslandÖsterreich
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2015
Länge90 Minuten
AltersfreigabeJMK 12[1]
Stab
RegieLeo Maria Bauer
DrehbuchChristoph Frühwirth, Wolfgang Liemberger
ProduktionRobert Winkler
MusikMarcus Nigsch
KameraRobert Winkler
SchnittSarah Bernhardt
Besetzung

Der Blunzenkönig ist ein Spielfilm des österreichischen Regisseurs Leo Maria Bauer aus dem Jahr 2015. Der Film wurde von der Bonus Film produziert. Österreich-Premiere war am 19. August 2015.[3] Die Textvorlage zur Komödie wurde 2004 von Christoph Frühwirth für eine Lesung mit Karl Merkatz verfasst und auch als Hörbuch veröffentlicht.[4][5]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz König senior, auch der Blunzenkönig genannt, ist ein grantelnder Fleischermeister aus dem Weinviertel. Er führt seit vielen Jahren gemeinsam mit Rösli, der guten Seele des Hauses, einen heruntergewirtschafteten Hof mit Eigenschlachtung und ein Wirtshaus. Der Lebensmittelinspektor droht mit Schließung. König Senior plant seinen Betrieb an seinen Sohn Franzl zu übergeben. Der jedoch träumt insgeheim von einer Weltreise mit dem Motorrad. Bei einem Volksschultreff trifft er auf seine ehemalige Mitschülerin und Veganerin Charlotte. Mit ihr verbringt er eine wilde Nacht, Charlotte wird von Franzl schwanger. Zusammen wollen sie Fleischerei und Wirtshaus in eine „Bio-Körndl-Station“ umwandeln, nach dem Motto „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“. Das jedoch ist dem Blunzenkönig ein Dorn im Auge, als Franz König davon zufällig erfährt wird er ohnmächtig und landet im Krankenhaus. Er möchte mit seinem Sohn nichts mehr zu tun haben. Bei Rösli stößt er mit seinem Verhalten auf wenig Verständnis, die daher vorübergehend zu ihrer Schwester zieht. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus ist Franz zunächst bezüglich der Änderungen an seinem Lokal skeptisch, freundet sich jedoch allmählich mit dem Gedanken an, versöhnt sich wieder mit Rösli und seinem Sohn und übergibt Franzl die Ringe seiner Frau. Der Film endet kurz bevor Franz junior seiner Charlotte einen Heiratsantrag macht.[6][7]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten zu dem Film fanden im Spätsommer und Herbst 2014 in Niederösterreich und Wien statt.[8] Gedreht wurde unter anderem in Ottenthal, Unterstinkenbrunn, Laa an der Thaya und Falkenstein sowie im Einkaufszentrum am Bahnhof Wien Mitte.[4][9] Unterstützt wurde der Film vom Filmfonds Wien, dem Österreichischen Filminstitut, Filmstandort Austria und dem Land Niederösterreich.[8] Bei dem Film handelt es sich um das Kinodebüt von Leo Bauer, der bisher bei Fernsehformaten wie Wir sind Kaiser und Die Lottosieger Regie führte.[5] Für den Ton zeichnete Dieter Draxler verantwortlich, für das Kostümbild Christian Kahrer und für das Szenenbild Gerald Sorgo und Oliver Seitz.[8]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kinomagazin Skip schrieb: Umgesetzt von TV-Profi Leo Bauer [...] erweist sich die von einem routiniert agierenden Ensemble getragene Erzählung als mit reichlich Lokalkolorit, aber auch ernsten Untertönen angereichertes Lustspiel rund um das Aufeinanderprallen von Generationen und Kulturen.[10] Die Tiroler Tageszeitung titelte über den Film: Ein Schinken vom flachen Land und schrieb weiter: Der rurale Humorreigen hätte mit etwas weniger klischeehaften Charakteren durchaus Charme entfalten können. Leider spielt „Der Blunzenkönig“ aber in der niederösterreichischen Einschicht mit Figuren, die ähnlich flach wie die Landschaft sind.[11]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbara Gräftner und Robert Winkler wurden im Rahmen der Romyverleihung 2016 in der Kategorie Bester Produzent Kinofilm für den Blunzenkönig ausgezeichnet.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alterskennzeichnung für Der Blunzenkönig. Jugendmedien­kommission.
  2. Der Blunzenkönig: Cast. Abgerufen am 20. August 2015.
  3. Wien-Premiere vom "Blunzenkönig" (Memento vom 4. Dezember 2015 im Internet Archive)
  4. a b Ottenthal: Eine „Dorfdramödie“ im Weinviertel. Artikel vom 14. Oktober 2014, abgerufen am 20. August 2015.
  5. a b Wiener Zeitung: Karl Merkatz - "Für den Mundl lernte ich Wienerisch". Artikel vom 21. August 2015, abgerufen am 22. August 2015.
  6. Der Blunzenkönig: Inhalt (Memento vom 20. August 2015 im Internet Archive). Abgerufen am 20. August 2015.
  7. Der Blunzenkönig: Inhalt. Abgerufen am 20. August 2015.
  8. a b c Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 20. August 2015.
  9. orf.at - 50 Komparsen für Merkatz-Film gesucht. Artikel vom 12. September 2014, abgerufen am 20. August 2015.
  10. skip - Der Blunzenkönig. Abgerufen am 20. August 2015.
  11. Tiroler Tageszeitung: „Der Blunzenkönig“: Ein Schinken vom flachen Land. Artikel vom 21. August 2015, abgerufen am 22. August 2015.
  12. derStandard.at - Romy-Akademiepreise: ATV und Puls 4 teilen sich die beste Programmidee. Artikel vom 15. April 2016, abgerufen am 15. April 2016.