Der Engel mit dem Saitenspiel

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Filmdaten
OriginaltitelDer Engel mit dem Saitenspiel
Der Engel mit dem Saitenspiel Logo 001.svg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1944
Länge95 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieHeinz Rühmann
DrehbuchCurt Johannes Braun,
Helmut Weiss
ProduktionHeinz Rühmann
für Terra-Filmkunst
MusikWerner Bochmann
KameraEwald Daub
SchnittHelmuth Schönnenbeck
Besetzung

Der Engel mit dem Saitenspiel ist ein deutscher Liebesfilm von Heinz Rühmann aus dem Jahr 1944.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silvester in den Alpen: Nach einem heftigen Streit mit seiner Freundin, der Opernsängerin Vera Schellhorn, begibt sich Flügelbauer Achim Strengholt allein auf eine einsame Berghütte. Dort trifft er auf eine junge Frau und obwohl sich beide zunächst streiten, verbringen sie doch Silvester und schließlich die Nacht miteinander. Am nächsten Morgen wollen sie, obwohl sie dem anderen gegenüber sogar den Namen verschwiegen haben, verliebt gemeinsam nach Innsbruck fahren, wobei Achim noch sein Gepäck vom Hotel holen muss. Die junge Frau trägt einen geschnitzten „Engel mit dem Saitenspiel“ bei sich, den Achim bei einem Holzschnitzer erworben und ihr geschenkt hat. Auf dem Bahnhof verfehlen sich beide.

Monate später lebt Susanne – so der Name der jungen Frau – allein in München. Sie verdient sich ihr Geld mit kleinen Arbeiten im Antiquitätenladen von Dr. Thomas Weinzierl, der in sie verliebt ist und sie gerne heiraten würde. Susanne jedoch lebt in der Erinnerung an den Mann von der Almhütte, zumal sie erfährt, dass sie von ihm schwanger ist. Sie verkauft Thomas die Engelsfigur, der sie in seinem Laden als unverkäuflich ausstellt.

Ein Jahr später ist Susanne Mutter eines Jungen und feste Arbeitskraft bei Thomas. Von ihm, wie auch vom Architekten Bernhard Zoller wird sie umworben, lehnt jedoch die Anträge beider Männer ab. Was sie nicht weiß ist, dass Achim der beste Freund von Bernhard und Thomas ist. Zudem steht er kurz vor der Heirat mit Vera, die nun im Laden von Thomas erscheint und von Susanne ein besonderes Geschenk für ihren Verlobten will. Susanne verkauft ihr die Engelsfigur. Achim wiederum erkennt den Engel sofort und macht sich auf den Weg in das Antiquitätengeschäft, wo er Susanne endlich wiedersieht. Wenig später eröffnet sie ihm auf seiner Verlobungsfeier, dass sie ein Kind von ihm habe. Achim ordnet sein Leben neu und heiratet Susanne. Der geht es nach all der Zeit jedoch vorrangig darum, ihrem Sohn den Nachnamen seines Vaters zu geben und so reicht sie kurz nach der Trauung bereits die Scheidung ein. Vor allem will sie Vera nicht ihren eigentlichen Verlobten wegnehmen. Die jedoch erkennt, dass sich Susanne und Achim wirklich lieben.

Als Achim vor der Kälte seiner Frau wieder in die Skihütte in den Alpen gereist ist, vergisst diese ihren Stolz und fährt ihm nach. Sie wiederholen den Moment ihres ersten Wiedersehens mit vertauschten Rollen, da Achim nun der erste in der Skihütte ist. Sie erkennen, dass sie damals beide am Bahnhof waren, nur an unterschiedlichen Stationen aufeinander gewartet haben. Als der Postillon das neue Jahr ankündigt, liegen sich schließlich beide in den Armen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Engel mit dem Saitenspiel wurde vom 23. Februar 1944 bis Juli 1944 im Allgäu gedreht. Er erlebte seine Premiere am 19. Dezember 1944 in den U.T. Sternlichtspielen in Berlin.

Der Film zählt zu den wenigen Regiearbeiten Heinz Rühmanns, der hier seine Ehefrau Hertha Feiler in einer Hauptrolle vor die Kamera holte. Er selbst tritt im Film nicht auf.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films befand: „Mit Feingefühl inszenierter, überdurchschnittlicher deutscher Unterhaltungsfilm. Regie: Rühmann!“[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Brüne (Hrsg.): Lexikon des Internationalen Films. Band 2. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1990, S. 868. Siehe auch: Der Engel mit dem Saitenspiel. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 30. Dezember 2017.