Der Fall Wilhelm Reich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Der Fall Wilhelm Reich
Originaltitel The Strange Case of Wilhelm Reich
Erscheinungsjahr 2012
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Antonin Svoboda
Drehbuch Rebecca Blasband
Antonin Svoboda
Produktion Franz Novotny
Alexander Glehr
Antonin Svoboda
Martin Gschlacht
Tommy Pridnig
Peter Wirthensohn
Musik Bernd Jungmair
Stefan Jungmair
Kamera Martin Gschlacht
Schnitt Oliver Neumann
Besetzung

Der Fall Wilhelm Reich ist der Titel einer Filmbiografie über Wilhelm Reich (1897–1957), den österreichischen Psychoanalytiker, Marxisten und späteren Begründer der als Pseudowissenschaft geltenden Orgonomie. Thematisiert wird allerdings nur der letzte Abschnitt seines Lebens, den er 1939–1957 im US-amerikanischen Exil verbrachte. Unter der Regie von Antonin Svoboda spielt Klaus Maria Brandauer die Hauptrolle. Der Film wurde im Herbst 2012 fertiggestellt, kam dann sofort in die österreichischen Kinos, erst ab 5. September 2013 in die deutschen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film beginnt mit einem Vorspann, in dem Reich Mitte der zwanziger Jahre in Wien einen Vortrag vor einer Versammlung von psychoanalytischen Kollegen, darunter Sigmund Freud, hält. Er trägt engagiert seine Auffassung über die gesellschaftliche Dimension der Problematik der Massenneurosen vor, trifft aber auf wenig Zustimmung, eher auf Ablehnung und verhaltene Feindseligkeit. Die eigentliche Handlung setzt zu dem Zeitpunkt ein, als Reich sich 1940 in den USA niedergelassen hatte.

Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen:
Handlung ergänzen
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur Svoboda und Hauptdarsteller Brandauer bei der Premiere von The Strange Case of Wilhelm Reich (Wien 2012)

Der Originaltitel des Films, der trotz der Überzahl deutschsprachiger Schauspieler in englischer Sprache gedreht und nachsynchronisiert wurde, lautet The Strange Case of Wilhelm Reich. Er geht zurück auf einen so betitelten Artikel der Journalistin Mildred Edie Brady von 1947,[2] der von Reich als Beginn der langjährigen Kampagne gegen ihn angesehen wurde, die Svobodas Film nachzeichnet. Während der Dreharbeiten wurde der Film unter dem Titel The Boundary Man angekündigt. Schließlich bekam er den (im Deutschen um das Wort „strange“/„seltsam“ gekürzten) Titel. Die englischsprachige (Original-)Version wurde in kleineren Veranstaltungen, etwa am Austrian Cultural Forum in London[3] oder beim San Francisco Jewish Film Festival im Sommer 2013, gezeigt.[4]

Zuvor hatte Svoboda einen 95-minütigen TV-Dokumentarfilm Wer hat Angst vor Wilhelm Reich? produziert, der das gesamte Leben Reichs umfasst.[5]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt eine außergewöhnliche Aufmerksamkeit in den Medien, die zu einem Großteil dem Umstand zu verdanken ist, dass der Reich-Darsteller Brandauer zum Zeitpunkt seines Erscheinens in Deutschland, im Sommer 2013, seinen 70. Geburtstag hatte und deshalb zahlreiche Interviews gegeben hat, in denen er auf diesen Film, den ersten nach einer mehrjährigen Drehpause, angesprochen wurde.

Beim Österreichischen Filmpreis 2014 war der Film in den Kategorien Bester männlicher Darsteller (Klaus Maria Brandauer), Bestes Kostümbild (Tanja Hausner), Beste Maske (Sam Dopona), Beste Musik (Bernd Jungmair und Stefan Jungmair) und Bestes Szenenbild (Katharina Wöppermann) nominiert.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Der Fall Wilhelm Reich. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Oktober 2013 (PDF; Prüf­nummer: 139 895 V).
  2. Mildred Edie Brady: The Strange Case of Wilhelm Reich, in: The New Republic, May 26, 1947, pp. 20-23
  3. IMDb: Der Fall Wilhelm Reich, User Review vom 30 August 2013
  4. Thomas Logoreci: Description of The Strange Case of Wilhelm Reich
  5. Antonin Svoboda (coop99): Wer hat Angst vor Wilhelm Reich? (2009)
  6. Österreichischer Filmpreis: Nominierungen 2014. Abgerufen am 8. November 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]