Der Feinschmecker

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Der Feinschmecker

Beschreibung Deutsche Gourmetzeitschrift
Verlag Jahreszeiten Verlag, Hamburg (Deutschland)
Erstausgabe 1975
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 70.451 Exemplare
(IVW 3/2019)
Verbreitete Auflage 73.810 Exemplare
(IVW 3/2019)
Chefredakteurin Madeleine Jakits
Weblink feinschmecker.de
ISSN (Print)

Der Feinschmecker ist eine monatlich in Hamburg erscheinende Special-Interest-Zeitschrift, die sich mit feiner Küche, Wein und anderen Fragen des gehobenen Genusses beschäftigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Feinschmecker erschien erstmals im Oktober 1975 als Übernahme aus dem Arne-Verlag von Arne Krüger, der Herausgeber blieb. Chefredakteur und seit 1988 Herausgeber war Jochen Karsten (1925–2005). Ähnlich wie beim Spiegel-Magazin wurde der Herausgeberposten nach dem Tod des Gründers nicht neu besetzt. Chefredakteurin der im Hamburger Jahreszeiten Verlag erscheinenden Zeitschrift ist Madeleine Jakits. Laut IVW 3/2019 beträgt die verkaufte Auflage 70.451 Exemplare.

Redaktioneller Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitschrift enthält in jeder Ausgabe die Rubriken Reisen, Essen, Trinken und Lebensart. Zu den ständigen Autoren gehören und gehörten unter anderem Stuart Pigott, Eckart Witzigmann und Wolfram Siebeck. Der Feinschmecker kürt alljährlich einen „Koch des Jahres“, einen „Aufsteiger des Jahres“ sowie ein „Restaurant des Jahres“.

Darüber hinaus werden im Laufe eines Jahres immer wieder Ranglisten veröffentlicht, die der Zeitschrift als Supplements in Form kleinformatiger, broschierter Taschenbücher beiliegen, wie zum Beispiel „Die 500 besten Restaurants in Deutschland“, „Die besten Restaurants für jeden Tag“, „Die besten Cafés und Röstereien“ oder „Deutschlands beste ausländische Restaurants“.

Weiterhin betreut die Redaktion die Buchreihe Der Feinschmecker Guide mit Titeln wie Der Feinschmecker Restaurant Guide, Der Feinschmecker Guide – Hotels & Restaurants an der Ostsee, Der Feinschmecker Guide – Landgasthäuser in Deutschland oder Der Feinschmecker Guide – Kulinarisches Wörterbuch. Außerdem werden sogenannte Bookazines produziert – „eine Mischung aus Buch und Magazin“ – mit Titeln wie Wein aus Österreich, Australien kulinarisch oder Genfer See.

Restaurant-Bewertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tester von Der Feinschmecker bewerten die von ihnen besuchten Restaurants mit F-Symbolen, wobei als Zwischenstufen auch halbe „Fs“ vergeben werden können. Die „Feinschmecker-Fs“ stehen für:

  • 1 F: Küche über dem Durchschnitt
  • 2 F: Sehr gute Küche, guter Service, angenehmes Ambiente
  • 3 F: Kreative Küche, sehr guter Service, Komfort und Ambiente bemerkenswert
  • 4 F: Küche und Service herausragend, Ambiente mit großem Komfort
  • 5 F: In jeder Hinsicht perfekt.[1]

Aus diesen Beschreibungen folgt, dass bereits eine Bewertung mit einem „F“ grundsätzlich als Auszeichnung zu verstehen ist. Für Restaurants, die zwar kein „F“-Niveau erreichen, von der Redaktion aber dennoch für empfehlenswert erachtet werden, kann ein roter, achtzackiger Stern vergeben werden. Dieser steht für eine „interessante Location mit einem besonderen Konzept/Ambiente/Angebot“.

Die „Feinschmecker-Fs“ werden von Aggregatoren wie dem Hornstein-Ranking, der Gerolsteiner-Restaurant-Bestenliste oder dem Gastronomie-Portal Restaurant-Ranglisten berücksichtigt, um auf den Bewertungen verschiedener Restaurant-Führer basierende Gesamt-Ranglisten zu erstellen.

Vergebene Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsteiger des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1985 wird zum Ende eines Jahres der „Aufsteiger des Jahres“ nach einer Leserumfrage des Feinschmecker gekürt. Mit der Auszeichnung wird zugleich die „Trophée Laurent-Perrier“, die vom gleichnamigen Champagnerhaus gestiftet wird, vergeben.

Koch des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1996 zeichnet Der Feinschmecker jeweils zum Ende eines Jahres einen herausragenden Koch in Deutschland aus. Preisträger sind bislang:

Restaurant des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Auszeichnung wird von der Redaktion seit 2000 verliehen. Die bislang ausgezeichneten Unternehmen sind:

  • 2010: Gourmetrestaurant Überfahrt, Rottach-Egern (Christian Jürgens)
  • 2011: Gästehaus Erfort, Saarbrücken (Klaus Erfort)
  • 2012: Le Moissonnier, Köln (Vincent Moissonnier und Eric Menchon)
  • 2013: bean & beluga, Dresden (Stefan Hermann)
  • 2014: Haerlin, Hamburg (Christoph Rüffer)
  • 2015: The Table, Hamburg (Kevin Fehling)
  • 2016: Nobelhart & Schmutzig, Berlin (Micha Schäfer)
  • 2017: Schanz, Piesport (Thomas Schanz)
  • 2018: Intense, Kallstadt (Benjamin Peifer)
  • 2019: Tim Raue, Berlin (Tim Raue)

Feinschmecker-Gastro-Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2019 wurden die Auszeichnungen „Koch des Jahres“ und „Restaurant des Jahres“ erstmals im Rahmen der „Feinschmecker Gastro-Awards“ verliehen. Weitere Award-Rubriken waren: „Gastgeber“ (Markus Klaas, Restaurant im Hotel Geisels Werneckhof, München), „Sommelier“ (Bärbel Ring, Söl’ring Hof, Sylt), „Patissier“ (René Frank, Coda, Berlin), „Weinkarte“ (Restaurant Adler, Vogtsburg), „Nachhaltigkeit“ (Thomas Imbusch, 100/200, Hamburg), „Lebensleistung“ (Hans Haas, Tantris, München) und „Innovation“ (Benjamin Peifer, Intense, Kallstadt).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Feinschmecker Reisetipps. Die besten Restaurants für jeden Tag 2018/19. Legere Bistros, Szenelokale und gemütliche Gasthäuser, Jahreszeiten-Verlag 2018, Seite 3.
  2. nikos-weinwelten.de: Sebastian Zier ist Aufsteiger 2010 im Feinschmecker
  3. Presseportal: Stefan Meier ist "Aufsteiger des Jahres 2016" – FEINSCHMECKER-Leser haben ihren jungen Starkoch gewählt, 10. Mai 2017
  4. genussbereit.blogspot.de: Dortmund: DER SCHNEIDER Aufsteiger des Jahres im „Feinschmecker“
  5. restaurant-ranglisten.de: Jan Hartwig ist Koch des Jahres des FEINSCHMECKER
  6. Internetseite www.restaurant-ranglisten.de
  7. restaurant-ranglisten.de: Der Feinschmecker – Clemens Rambichler ist „Koch des Jahres“, abgerufen am 3. Oktober 2018.