Der Garten der Qualen

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Der Garten der Qualen, Fischer Verlag, 1923

Der Garten der Qualen, oder Der Garten der Foltern (französischer Originaltitel: Le Jardin des supplices) ist ein 1899 erschienener Roman des französischen Schriftstellers Octave Mirbeau. Der Roman gilt als eines der Hauptwerke der Dekadenzdichtung. Er wurde aus mehreren unzusammenhängenden älteren Texten des Autors zusammengefügt.

Widmung: „Den Priestern, Soldaten, Richtern, den Menschen, die Menschen erziehen, leiten und beherrschen, widme ich diese Blätter, voll von Mord und Blut.“

Auguste Rodin, litho für Le Jardin des supplices, Ambroise Vollard, 1902

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ich-Erzähler dieser Erzählung, ein rechter Lebemann, flieht nach gescheiterter Karriere als Politiker aus dem krisengeschüttelten Paris, gerät in den Bann einer jungen Engländerin, Clara, und folgt ihr nach China. Dabei lernt er Clara kennen, die sich bald als exzentrisch und grausam-lüstern entpuppt und ihn Stufe um Stufe in den Garten der Qualen einführt. Die Folter wird als eine Kunstform gepflegt. Er lernt schlimmste Folterpraktiken kennen, aber auch einen ganz eigenen Kult um Blumen und Schönheit. Am Ende jedoch überwältigt auch sie das Gesehene und sie fällt in eine Ohnmacht, wobei klar ist, dass die Adelige wieder und immer wieder zu Besuch in den Garten der Qualen gehen wird.

Angeblich hat Octave Mirbeaus Garten der Qualen Franz Kafka zu seiner berühmten Erzählung In der Strafkolonie inspiriert.

Der Garten der Qualen.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Der Mord ist das eigentliche Fundament unserer sozialen Einrichtungen, [...] gäbe es keinen Mord, gäbe es auch keinerlei Regierungen mehr. [...] In diesem Geschäft ist es wie in jedem anderen, die Kleinen müssen für die Großen bezahlen.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]