Der Hirsch mit dem goldenen Geweih

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
Deutscher TitelDer Hirsch mit dem goldenen Geweih
OriginaltitelЗолотые рога
(Solotyje roga)
ProduktionslandSowjetunion
OriginalspracheRussisch
Erscheinungsjahr1973
Länge63 Minuten
AltersfreigabeFSK 0
Stab
RegieAlexander Rou
Wiktor Makarow
DrehbuchAlexander Rou
Lew Potjomkin
Michail Noschkin
ProduktionGorki-Studio, Moskau
MusikArkadi Filippenko
KameraJuri Djakonow
Wladimir Okunew
Besetzung
Synchronisation

Der Hirsch mit dem goldenen Geweih (Originaltitel: russisch Золотые рога, Solotyje roga; Das goldene Geweih) ist ein sowjetischer Märchenfilm von Alexander Rou aus dem Jahr 1973.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wald lebt ein prächtiger Hirsch mit einem goldenen Geweih, der die Armen und Schwachen beschützt, dem Bösen aber lieber aus dem Weg geht. Im Dörfchen nahe dem Wald wohnt die Witwe Jewdokija mit ihren Zwillingen Maschenka und Daschenka, deren großen Bruder Kirjuschka und dem uralten Großvater. Eines Tages, beim Pilzesuchen, sehen die Zwillinge den Hirsch, als dieser von Räubern gejagt wird. Kurze Zeit später entscheiden sich die beiden, trotz Verbotes ihrer Mutter, tiefer in den Wald zu gehen (zum Birkenwäldchen am Sumpf) um noch mehr Pilze zu finden. Von Waldgeistern werden sie noch tiefer in den Wald gelockt, bis sie den „Königspilz“ finden, den sie einfach so mitnehmen wollen. Die Hexe Baba Jaga (gespielt von Herrn Georgi Milljar) findet sie und ist erbost über ihr Verhalten. Sie verwandelt sie mit dem Zauberspruch „Kellerassel, Fliegendreck – was mich ärgert das muss weg. Eins und Zwei und Drei und Viere – ich verwandle euch in Tiere.“ in Rehkitze.

Die besorgte Witwe begibt sich nun mit ihrem Hund auf die Suche nach ihren Töchtern. Unterwegs trifft sie den „Hirsch mit dem goldenen Geweih“ und rettet ihn vor den Räubern, indem sie diese in eine falsche Richtung schickt. Aus Dankbarkeit schenkt ihr der Hirsch einen magischen Ring und empfiehlt ihr bis zur „Roten Sonne“ zu gehen, um ihre Töchter zu finden. Kirjuschka entschließt sich unterdessen, mit dem Kater Waskia, auf eigene Faust seine Schwestern zu suchen. Als die Mutter zur „Roten Sonne“ kommt, sendet diese sie zu ihrem kleinen Bruder, dem „Klaren Mond“, aber auch dieser kann ihr nicht helfen und schickt sie zum „Wirbel Wind“, der alles sieht und alles weiß. Derweil genießt die Räuberbande eine deftige Feier. Der „Wirbel Wind“ schließlich weiß, wo sich ihre Töchter aufhalten, im Reich der Hexe Baba Jaga. Die Hexe sieht Jewdokija schon aus der Ferne kommen und entfacht einen Waldbrand, aber der Ring schützt die Mutter. Des Nachts dann begibt sich Baba Jaga, getarnt durch eine Tarnkappe, mit ihrem wandelnden „Hexenhäuschen auf Hühnerbeinen“ auf die Jagd. Sie trifft auf Kirjuschka, den sie in einen Ziegenbock verwandelt, doch der Kater Waskia kann fliehen und findet Jewdokija, die er zur Hexe führt. Als nun endlich auch die Witwe auf Baba Jaga trifft, kommt es zum Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“. Jewdokija holt ein wenig „russische Erde“ aus einem Säckchen, das ihr mitgegeben wurde und verwandelt sich mit den Worten „Heimaterde, errette uns!“ in eine „Walküre“, und tritt zum Kampf gegen die Satansanhängerin Baba Jaga an. Sie entscheidet den Zwist für sich und kann den Bann der Hexe brechen sowie ihre Kinder befreien. Die von der Hexe erlösten Bewohner des Waldes vertreiben die Räuber und die arme Baba Jaga wird mitsamt ihrem Hexenhäuschen in den Sumpf geworfen. Zu guter Letzt feiern die Tiere dieses russischen Waldes (z. B. Stachelschwein) ein Fest.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hirsch mit dem goldenen Geweih entstand 1971[1] und wurde am 1. Januar 1973 in der Sowjetunion veröffentlicht.[2] Am 21. Dezember 1973 lief der Film in den Kinos der DDR an und am 21. Dezember 1974 wurde er erstmals auf DDR 1 im Fernsehen der DDR gezeigt. 1995 erschien er auf Video.[1]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synchronisation entstand 1973 im DEFA-Studio für Synchronisation. Den Dialog schrieb Günther Neubert[3], die Regie übernahm Barbara Gambke.

Darsteller Rolle deutscher Sprecher
Georgi Milljar Baba Jaga Heinz Hartmann
Raissa Rjasanowa Jewdokija Petra Kelling
Wolodja Below Kirjuschka Johannes
Ira Tschigrinowa Maschenka Beate
Lena Tschigrinowa Daschenka Petra
Lew Potjomkin Sumpfgeist
Alexej Smirnow Kapitonytsch Maximilian Larsen
Juri Chartschenko Chochrik Werner Lierck
Alexander Gorbatschow Ljap Dietmar Richter-Reinick
Iwan Baida Tjap Viktor Deiß
Wera Altaiskaja Köchin Kikimora Ingeborg Krabbe
Alexander Tkatschenko Rote Sonne Werner Senftleben
Walentin Brylejew Klarer Mond
Alexander Chwylja Wirbel Wind Horst Preusker
Michail Pugowkin Räuberhauptmann Helmut Müller-Lankow
Anastassija Sujewa Märchenerzählerin Ruth Kommerell
Boris Sichkin Pusteblume Klaus Mertens
Stimme Kolobok Angelika Lietzke
Stimme Stachelschwein Carmen-Maja Antoni
Stimme Hund Joachim Konrad
Stimme Hirsch Peter Borgelt

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Heiterer Märchenfilm, der ins Reich der Kobolde, Hexen und Gespenster führt. Beim Pilzesammeln verirren sich Zwillinge in den Wald, wo die Hexe Baba-Jaga Böses mit ihnen im Sinn hat.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Der Hirsch mit dem goldenen Geweih. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 14. Dezember 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  2. Angaben zur Veröffentlichung auf kino-teatr.ru
  3. Sowjetische Märchenfilme – Der Hirsch mit dem goldenen Geweih. homepagemodules.de. Abgerufen am 10. Januar 2015.