Der Löwe ist los

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Der Löwe ist los ist eine erfolgreiche Kinderbuchreihe von Max Kruse, einem Sohn der berühmten Puppenmacherin Käthe Kruse. Es ist gleichzeitig der Titel des ersten Bandes. Die Kinderbuchreihe Der Löwe ist los! umfasst 5 Bände (Der Löwe ist los; Kommt ein Löwe geflogen; Gut gebrüllt, Löwe; Löwe gut - alles gut; Der dicke Löwe kommt zuletzt) seit 1952, Thienemann (+TB).

Die Löwen-Geschichten von Max Kruse wurden 1952 als Roman veröffentlicht. Danach gab es in den 60er Jahren drei sehr erfolgreiche Produktionen des Hessischen Rundfunks zusammen mit der Augsburger Puppenkiste, die jeweils zur Weihnachtszeit als Mehrteiler gesendet wurden: Der Löwe ist los! (1965), dann Kommt ein Löwe geflogen (1966) und schließlich Gut gebrüllt, Löwe! (1967).

Dieser Artikel beschreibt nur den ersten, gleichnamigen Band der Buchreihe.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Der Löwe ist los[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die besondere Attraktion der Stadt Irgendwo ist der Zoo mit dem afrikanischen Löwen. Wöchentlich kommt Tierarzt Doc in den Zoo und untersucht den Löwen. Einmal jedoch vergisst er, den Löwenkäfig wieder zu verriegeln. Der Löwe nutzt die neue Freiheit und macht sich auf den Weg in die Stadt. Die Nachricht Der Löwe ist los macht in der kleinen Stadt schnell die Runde. Die Einwohner haben Angst und verstecken sich in ihren Häusern. Briefträger Marke trägt noch schnell seine Post aus. Auch Frau Wißtihrschon und die Geschwister Kim und Pips erfahren davon. Das kleine Mädchen Pips spielt im Garten, und als der junge Italiener Tralala sie einlädt, brechen sie zu einem Ausflug auf. Tralala hat keine Angst vor dem Löwen, denn er kennt angeblich einen Spruch, auf den Löwen Pfötchen geben. Kim und andere beginnen eine Suche nach ihr.

In einer Fallgrube, in die er gestürzt ist, trifft Löwe auf Pips, die sich mit ihm anfreundet. Dort findet sie der Suchtrupp mit dem Bruder Kim, Tralala und Totokatapi, der aus Afrika angereist ist, um den Löwen zu fangen. Zum Schluss kommt der Tierarzt Doc zurück und will den Löwen zurück in den Zoo bringen. Auf dem Weg dorthin kommen sie wieder an der Zugbrücke vorbei. Als der Brückenwärter Dreipfennig den Löwen sieht, springt er vor Angst in den Fluss. Löwe will ihn retten, landet jedoch in Totokatapis Boot und treibt damit unaufhaltsam zum Meer in Richtung Afrika. Der Rabe Ra rettet schließlich Dreipfennig aus dem Fluss.

2. Der Sturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Onkel Guckaus und Onkel Schluckauf von der Leuchtturminsel laden die Geschwister Kim und Pips über die Ferien auf ihren Leuchtturm ein. Ihren Kater Schipp nehmen die Kinder mit. Eines Tages landet Ka, ein gestutzter Kakadu, in einer Bretterkiste am Strand. Die Kinder entdecken ihn und freunden sich mit ihm an. Als Ka Schipp zeigen will, wie er in die Kiste gelangt war, treibt er erneut aufs offene Meer hinaus. Die Geschwister Kim und Pips, begleitet von Schipp und der Ziege Zie, brechen zu einer Rettungsaktion auf. Die Möwe , die zuerst Löwe und danach Ka auf dem Meer getroffen hat, erkundet von oben. Ka gerät in einen schweren Sturm.

3. Der Kakadu in Nöten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erster landet der Kakadu auf der rettenden Insel. Dort ist ein Schild aufgestellt, auf dem steht: „Papageienfresserinsel, Papageien wird dringlichst davon abgeraten, die Insel zu betreten. Der Tierschutzverein“. Ka achtet nicht auf das Schild und wird kurze Zeit später von den zwei Negern Nenepapa und Nenemama gefangen. Die überlegen sich schon das beste Papageienrezept für Ka - Nr. 105: „Fein geröstet am Spieß, mit Zwiebeln, und ...“. Davon soll das kranke Töchterchen Nenekiki wieder schnell gesund werden. Ka beschwert sich: „Ich bin kein Papagei, ich bin ein Kakadu!“ Das hilft ihm jedoch nicht viel. Um Zeit zu gewinnen, gibt er sich als Doktor aus. Von seinem kalten Wickel bekommt Nenekiki einen Schnupfen.

Die Geschwister Kim und Pips, die unterwegs Löwe getroffen und ins Schlepptau genommen haben, landen mit den anderen Tieren auf der Papageienfresserinsel, entdecken den gefangenen Ka und schmieden einen Plan: wird bunt angemalt und heimlich gegen Ka ausgetauscht. Fast misslingt der Plan, weil eingesperrt wird. Pips, die zurückgebleibt, um Nenekiki gesund zu machen, rettet sie. Derweil treffen Kim, Ka, Zie und Schipp beim Boot ein. Doch Nenemama und Nenepapa haben das Segel gestohlen und verlangen als Austausch dafür Ka, ansonsten würden sie die Tiere schlachten und Kim für sich arbeiten lassen. Als Löwe eingreift, geben sie auf und versprechen ihrer dank Pips wieder gesunden Tochter, nie mehr Papageien zu essen. Bei einem Festschmaus erklärt Nenepapa die Insel zur Papageienpflegerinsel. Ka bleibt dort.

4. Der Sultan in der Grube[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Zeitung erfahren Doc und die Kinder, dass ihr Löwe im Meer auf Sultanien zutreibt. Dort herrscht bereits Panik, und der Sultan will den Löwen jagen. Daher fliegen Doc, Kim, Pips und der Pudel Wu kurzerhand dorthin. Der böse Großwesir plant mit einer Handvoll Verschwörern den Sturz des Sultans. Der Pudel Wu belauscht die Verschwörer und warnt den Sultan. Dennoch gelingt es den Verschwörern, den Sultan zu fangen. Sie werfen ihn Löwe zum Fraß vor, der bereits zuvor gefangen worden ist.

5. Löwe gut, alles gut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Löwe ausgehungert ist, verschont er den Sultan. Ebenfalls wird sein weises, aber überängstliches Kamel in die Löwengrube geworfen. Den Geschwistern Kim und Pips gelingt die Befreiung des Sultans. Der böse Großwesir und die Verschwörer werden gefangen genommen. Der Löwe darf von nun an frei in Sultanien wohnen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]