Der Planet der Affen (Roman)

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Der Planet der Affen (Originaltitel: La Planète des singes) ist ein französischer Roman, der 1963 von Pierre Boulle geschrieben wurde.

Handlung[Bearbeiten]

Phyllis und Jinn finden während einer interstellaren Reise einen Brief in einer Flasche. Es handelt sich um einen Bericht, der die Reise von Ulysse Mérou und seiner zwei Begleiter schildert. Diese fliegen von der Erde mit nahezu Lichtgeschwindigkeit zur Beteigeuze, finden dort einen Planeten, der der Erde sehr ähnelt, und beschließen, ihn deswegen Soror (lateinisch für „Schwester“) zu nennen. Sie entscheiden sich, mit einem Beiboot auf diesem zu landen, um ihn zu erforschen.

Als sie die Gegend erkunden, finden sie Fußspuren. Anscheinend handelt es sich um die Fußstapfen einer Frau, auf die sie später treffen, als sie in einem Fluss baden. Diese kann seltsamerweise nicht reden und ist nackt. Sie nennen sie Nova. Als Mérou sie anlächelt, verschwindet sie. Danach erscheint eine Gruppe von weiteren nackten Menschen, die Nova zurückbegleitet. Als sich Mérou und seine Kameraden wieder anziehen, flüchten einige der wilden Menschen, als hätten sie Angst vor Bekleidung. Andere jedoch wollen sie angreifen, aber sie fürchten ihre Waffen.

Am nächsten Tag plündern die „Wilden“ all ihre Sachen und zerstören das Beiboot. Früh am nächsten Morgen tauchen große Affen auf, die angezogen sind wie Menschen und sich auch so verhalten. Sie sind Menschenjäger und bringen viele der stummen Menschen um. Auch Levain, ein Freund von Mérou, stirbt, und Antelle, seinen anderen Begleiter, verliert er aus den Augen.

Mérou wird gefangengenommen und in einen Käfig gesperrt. Anscheinend sind die Affen die Herrscher dieser Welt. Sie besitzen Technik, die der unseren aus dem Jahre 1960 gleicht. Die Menschen sind Tiere und werden auch so behandelt. Die Affen bringen ihn in ein Forschunglaboratorium für Verhaltenstudien und stellen fest, dass er weitaus intelligenter als die anderen Menschen zu sein scheint.

Die Chefin der Station ist eine Zoologin namens Zira. Sie und ihr Mann Cornélius sind Schimpansen und sind sehr interessiert an ihm. Die Gorillas führen Tests mit den Menschen durch, und Mérou tut alles, um seine Intelligenz zu beweisen. Zaius, ein Orang-Utan, und seine Sekretärin kommen, um den fremdartigen Mérou zu sehen. Mérou versucht in den Intelligenztests zu beweisen, dass er kein Tier, sondern ein denkendes Wesen ist. Zaius sieht dies aber nur als Abnormität. Als die gefangenen Menschen paarweise zusammengebracht werden, ist Mérou glücklich, dabei mit Nova zusammenzukommen.

Mérou zeigt Zira, dass er den Satz des Pythagoras kennt. Außerdem entwirft er eine Skizze von seinem Sonnensystem und erklärt ihr, dass er von der Erde kommt. Er lernt schließlich von ihr die Sprache der Affen und kann anhand von Büchern mehr über ihre Gesellschaft erfahren. Auch findet er seinen Kamerad Antelle wieder, doch dieser verlor die Fähigkeit zu sprechen und zu denken.

Schließlich beweist Mérou während einer Wissenschaftskonferenz, auf der er als besonders gelehrig vorgeführt werden soll, durch eine Ansprache an das Publikum seine Intelligenz und wird berühmt. Nun vermuten manche Affen, dass die Affen möglicherweise vom Menschen abstammen. Mérou wäre also für sie ein Beweis für die Evolution. Cornélius, der sich sehr für die Vergangenheit von Soror interessiert, findet in einer Ruinenstadt eine menschliche Puppe, die Kleidung trägt und sogar reden kann. Mérou erkennt, dass die Menschen von Soror einst Affen als Haustiere hielten, bis sie schließlich von ihnen unterworfen und selbst zu Tieren wurden.

Nova gebiert ein Kind von Mérou. Die Affen haben Angst, dass dieses Baby den Anfang einer neuen Rasse repräsentiert, die die Affen unterdrücken wird. Zira und Cornélius beschließen, Mérou, Nova und dem Baby zu helfen. Ihnen gelingt es, die drei als Versuchstiere in eine Raumkapsel zu bringen. Damit erreichen sie das Raumschiff und können zur Erde fliegen.

Doch als sie, durch die Zeitdilatation 600 Jahre in der Zukunft, auf der Erde landen, sind sie schockiert: Die Erde hat denselben Weg eingeschlagen wie Soror und wird nun auch von intelligenten Affen beherrscht. Die drei verlassen die Erde wieder und Mérou verfasst einen Bericht, in dem seine Reise beschrieben und vor den Gefahren durch die Affen gewarnt wird.

Am Ende des Romans stellt sich heraus, dass die zwei Reisenden, Phyllis und Jinn, Schimpansen sind und den Bericht für einen unglaubwürdigen Roman halten. Wer würde denn schon glauben, dass die Menschen früher intelligent, nachdenklich und in der Lage waren, eine Zivilisation und solch fortgeschrittene Technik zu entwickeln?

Verfilmungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]