Der Profi

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Dieser Artikel behandelt Georges Lautners Film aus dem Jahr 1981. Zu Luc Bessons Film aus dem Jahr 1994 siehe Léon – Der Profi. Zu Personen, die eine Tätigkeit berufsmäßig, insbesondere gegen Bezahlung, ausüben, siehe Profi.
Filmdaten
Deutscher Titel Der Profi
Originaltitel Le Professionnel
Der profi 1981.svg
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1981
Länge ca. 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Georges Lautner
Drehbuch Patrick Alexander (Roman),
Michel Audiard,
Georges Lautner
Produktion Alain Belmondo
Musik Ennio Morricone
Kamera Henri Decaë
Schnitt Michelle David
Besetzung

Der Profi (Le Professionnel) ist ein 1981 veröffentlichter französischer Actionfilm mit Jean-Paul Belmondo in der Hauptrolle. Der Film startete am 8. Januar 1982 in den bundesdeutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belmondo verkörpert einen Ex-Agenten des französischen Geheimdienstes namens Josselin „Joss“ Beaumont, der von seinem Arbeitgeber in das fiktive afrikanische Land Malagawi geschickt wurde, um den dortigen Präsidenten zu töten. Bevor es jedoch dazu kommen konnte, änderte sich die politische Lage in Frankreich plötzlich dahingehend, dass die Tötung des malagawischen Präsidenten nun nicht mehr erwünscht war. Da es zu spät war, Beaumont von seinem Auftrag abzuhalten, wurde er an Malagawi verraten, dort unter Drogen vor Gericht gestellt und in einem Schauprozess zu lebenslanger Zwangsarbeit in einem Arbeitslager verurteilt.

Nach zwei Jahren gelingt ihm mit einem einheimischen Mitgefangenen die Flucht, wobei letzterer auf der Flucht getötet wird. Nach Frankreich heimgekehrt, hält Beaumont noch immer an seinem Auftrag fest, den malagawischen Präsidenten zu töten (Filmzitat: „War es gestern noch gut, ihn umzulegen, so ist es das heute noch“), was er dem französischen Geheimdienst mittels eines verschlüsselten Telegramms mitteilt. Jener Präsident wird nämlich in den nächsten Tagen als Staatsgast in Frankreich verweilen, was Beaumont natürlich sehr gelegen kommt. Der französische Geheimdienst setzt nun alles daran, seinen früheren Agenten an der Ausführung seines Auftrages zu hindern. Insbesondere Rosen, ein krankhaft ehrgeiziger Kommissar und Chef einer rüden Sondereinheit, tut sich dabei hervor. Zwischen Beaumont und Rosen kommt es zu einem Duell, bei dem Beaumont als Sieger hervorgeht und Rosen mit einer Kugel im Bauch stirbt. Am Schluss gelingt es Beaumont durch eine List und mit Hilfe der Lieblingsprostituierten des afrikanischen Präsidenten, in seinen Aufenthaltsort, ein schwer bewachtes Schloss, einzudringen und seinen „Auftrag“ doch noch auszuführen bzw. ausführen zu lassen: Hilfsinspektor Farges, der zu Rosens Truppe gehört, erschießt mit einem Scharfschützengewehr, durch einen Trick Beaumonts irritiert, versehentlich den Präsidenten. Beaumont verlässt ungehindert das Schloss und geht auf einen zum Abflug bereitstehenden Hubschrauber zu, wird jedoch im letzten Moment auf Befehl des Innenministers von Farges erschossen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film basiert auf dem Roman Death of a Thin Skinned Animal von Patrick Alexander. Der Drehort der in Afrika spielenden Außenszenen war das französische Naturschutzgebiet Camargue. Das Schloss am Ende des Filmes ist Schloss Maintenon in Eure-et-Loir.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Film Asterix & Obelix: Mission Kleopatra gibt es einige Anspielungen auf den Profi. Aber auch der russische Film Bumer und der serbische Film Klopka – Die Falle orientieren sich an der Klangmontage des Films.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Lautners Belmondo-Film ist eine routinierte Hau-ruck-Mischung aus Agenten- und Unterweltfilm, der die menschenverachtenden Methoden von Politikern und Geheimdiensten anprangern will, selbst aber in Fragen der Gewaltdarstellung nicht gerade zimperlich ist.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Profi. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.