Der Tod steht ihr gut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Der Tod steht ihr gut
Originaltitel Death Becomes Her
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Robert Zemeckis
Drehbuch Martin Donovan,
David Koepp
Produktion Joan Bradshaw,
Steve Starkey,
Robert Zemeckis
Musik Alan Silvestri
Kamera Dean Cundey
Schnitt Arthur Schmidt
Besetzung

Der Tod steht ihr gut (Originaltitel: Death Becomes Her) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1992. Regie führte Robert Zemeckis, das Drehbuch schrieben Martin Donovan und David Koepp. Die Hauptrollen spielten Goldie Hawn, Meryl Streep und Bruce Willis.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der auf die Schönheitschirurgie spezialisierte Arzt Ernest Menville verlässt seine Verlobte Helen Sharp für die Schauspielerin Madeline Ashton, die er später heiratet. Nach sieben Jahren kann eine dicke und geisteskranke Helen den Verrat immer noch nicht vergessen und beschließt, sich an Madeline zu rächen und Ernest zurückzugewinnen. Sie kauft bei der rätselhaften Lisle Von Rhoman ein Elixier, das ewige Jugend verspricht.

Eines Tages bekommt das Paar eine Einladung zu einer von Helen veranstalteten Buchveröffentlichungsparty, wo die drei sich wiedersehen. Ernest, jetzt als bekannter Thanatopraktiker tätig, führt ein grämliches Leben mit einer verbitterten Madeline, die ihn aufgrund seines schwachen Charakters und vernachlässigten Fitness-Zustandes ständig demütigt. Die nunmehr gutaussehende Helen kann Ernest dazu überreden, Madeline zu töten.

Es gelingt zwar nicht, Madeline zu vergiften, diese stürzt jedoch die Treppe hinunter. Obwohl ihr Kopf um 180 Grad verdreht wurde, überlebt sie den Anschlag – auch sie hat bei Von Rhoman das Elixier gekauft. Madeline wiederum schießt Helen mit einem Schrotgewehr ein Loch in den Bauch, aber auch diese überlebt den Angriff. Sie liefern sich einen erbitterten Kampf, bei dem ihre Körper zunehmend verunstaltet werden; das Unsterblichkeits-Elixier verhindert den Tod.

Madeline und Helen bitten Ernest, ihre Körper zu richten. Auch in der Zukunft würden sie jemanden brauchen, der ihre Körper repariert. Sie wollen deshalb, dass Ernest von dem Elixier trinkt und ewig bei ihnen bleibt; sie reichen ihm ein Glas Alkohol mit einem darin enthaltenen Betäubungsmittel, aber Ernest schüttet es weg mit der Bemerkung, er wolle mit dem Trinken aufhören. Die Frauen können ihn schließlich überwältigen und bringen ihn ins Haus von Lisle Von Rhoman. Dort will diese Ernest verführen, das Elixier zu trinken. Auch diesmal lehnt er ab und versucht zu fliehen, was angesichts der Energie seiner Verfolgerinnen jedoch alles andere als einfach ist.

Ernest kann den Frauen entkommen und heiratet erneut. 37 Jahre später stirbt er im hohen Alter, die verunstalteten Madeline und Helen wohnen seiner Gedenkfeier bei. Der Geistliche spricht darüber, dass Ernest in der Erinnerung seiner Nachkommen und Freunde ewig lebe. Madeline und Helen verlassen die Kirche, stürzen eine Treppe hinunter und ihre Körper zerbrechen in Teile; sie sind aber immer noch am Leben.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film-Dienst schrieb, der Film sei „eine anfänglich rabenschwarze Komödie, die im zweiten Teil zu einer Aneinanderreihung mehr oder weniger vergnüglicher Filmtricks“ versande, „deren Tendenz zur Verselbständigung unübersehbar“ sei. Er biete „durch die drei glänzenden Hauptdarsteller dennoch ein ansehnliches Vergnügen“.

epd Film war der Meinung, der Film biete „ein Plot, wie man ihn sich waghalsiger kaum vorstellen könnte, drei Schauspieler, die chargieren müssen, was das Zeug hält (alle drei waren nie besser aufgehoben); und eine Inszenierung, die lustvoll und hemmungslos übersteigert, übertreibt und überzieht“. Er sei „reines Comicbook-Kino, ein Feuerwerk der surrealen Effekte und der genialen Einfälle“.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film gewann den Oscar in der Kategorie Beste Visuelle Effekte (Doug Chiang, Ken Ralston, Douglas Smythe und Tom Woodruff junior). In derselben Kategorie gewann er den Saturn Award der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films, mit dem Isabella Rossellini als beste Nebendarstellerin ebenfalls ausgezeichnet wurde. Außerdem war der Film in sieben weiteren Kategorien für einen Saturn Award nominiert, darunter Robert Zemeckis als Regisseur, Bruce Willis und Meryl Streep als Schauspieler, Alan Silvestri als Komponist, Martin Donovan und David Koepp als Drehbuchautoren.

Meryl Streep war für einen Golden Globe nominiert. Der Film gewann außerdem für die besten Visuellen Effekte den BAFTA Award.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Song Me in der Musicalszene zu Beginn des Films wurde von Meryl Streep selbst gesungen. In der deutschen Synchronisation wird er von Angelika Milster interpretiert. Bei einem Budget von 55 Millionen Dollar spielte Der Tod steht ihr gut 149 Millionen US-Dollar ein.[1]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf die Frage, wann sie das Elixier zu sich genommen habe, antwortetet Helen "26. Oktober 1985". Dies ist eine Anspielung auf die Zurück in die Zukunft-Trilogie, deren Handlung an diesem Tag spielt und bei der Robert Zemeckis Regie führte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annette Kilzer (Hrsg.): Bruce Willis. Dieter Bertz Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-929470-70-5, S. 179–181, 287–288

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Death Becomes Her at Box Office Mojo. Abgerufen am 4. Oktober 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]