Der Wandel

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Der Wandel
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Parteivorsitzender Fayad Mulla
Gründung 7. September 2012
Gründungsort Wien, Österreich
Mitgliederzahl 70 [1]
Ausrichtung Egalitarismus
Website www.derwandel.at

Der Wandel ist eine im September 2012 gegründete politische Partei in Österreich,[2] die zur Nationalratswahl 2013 angetreten ist.[3][4] Zentrale Themen der Partei sind gerechte Verteilung, Chancengleichheit und nachhaltiges Wirtschaften.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wandel versteht sich als linke und progressive Partei.[6] Die Partei fordert die Wohlstandssteigerung der Allgemeinheit und die Ermöglichung der Teilhabe aller am geschaffenen finanziellen und sozialen Wohlstand. Das Wahlprogramm von Der Wandel für die Nationalratswahl 2013 umfasst drei Schwerpunktbereiche: Finanzpolitik/Finanzmärkte, Bildung und Soziales, nachhaltiges Wirtschaften.

Finanzpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinsame Besteuerung und Sozialversicherungspflicht von Lohn- und Kapitaleinkommen
  • Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen und Einführung von neuen Spitzensteuersätzen für Einkommen ab 250.000 Euro brutto pro Jahr
  • Einführung progressiver Erbschafts-, Schenkungs- und Vermögenssteuern ab 500.000 Euro
  • Unbedingte Freiheitsstrafen für Steuerhinterziehung und Korruption ab 100.000 Euro pro Jahr

Finanzmarktpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verbot öffentlicher Auftragsvergabe an Unternehmen mit Niederlassung in einer Steueroase
  • Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken
  • Neuregelung der staatlichen Kreditaufnahme bei Nationalbanken

Nachhaltiges Wirtschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 100 Prozent Elektrizität aus heimischer erneuerbarer Energie bis 2030
  • Einführung eines branchenunabhängigen Mindestlohns von 1.500 Euro brutto im Monat
  • Senkung der Lohnnebenkosten für kleine und mittlere Unternehmen um 25 Prozent

Bildung und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einführung flächendeckender Gesamt- und Ganztagsschulen
  • Erhöhung der Mindestsicherung, der Mindestpension und eines Mindestarbeitslosengeldes auf 1.000 Euro
  • Einführung flächendeckender ganztägiger Kinderbetreuung und Ausbau öffentlicher Pflege und Sozialarbeit

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wandel ist eine reine Bundespartei ohne formelle Landesorganisationen. In Graz gibt es eine regionale Arbeitsgruppe. Der derzeitige Bundesvorstand besteht aus Agnes Peterseil, Daniela Platsch, Fayad Mulla, Gerold Pacher, Raimund Maier und Ronny Mitterhofer. Am Parteiaufbau beteiligen sich in ganz Österreich aktiv aktuell (August 2013) etwa 120 Personen. Freda Meissner-Blau unterstützte den Wahlantritt der Partei zur Nationalratswahl 2013.[7] Die Partei finanziert sich über Spenden und Crowdfundraising.[8]

Nationalratswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Nationalratswahl am 29. September 2013 erreichte Der Wandel in Wien und in Oberösterreich 3.051 Stimmen, was 0,19 Prozent der abgegebenen Stimmen entspricht. Österreichweit liegt das Endergebnis bei 0,07 Prozent.[9][10]

Europawahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Europawahl am 25. Mai 2014 trat Der Wandel in der Wahlallianz Europa anders gemeinsam mit der KPÖ, der Piratenpartei Österreichs und Unabhängigen an.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Standard „Nicht für Kommunismus, sondern für gerechte Verteilung“
  2. [1]. Artikel auf Der Standard vom 8. Juli 2013, print und online.
  3. [2]. Artikel auf DiePresse.com vom 2. August 2013, print und online.
  4. [3]. Artikel auf Der Standard vom 2. August 2013, print und online.
  5. [4]. Artikel auf Der Standard vom 9. April 2013, print und online.
  6. Wiener Zeitung „Der Wandel“ beginnt mit einem Plakat
  7. [5]. Artikel auf Kurier (Tageszeitung) vom 9. Juli 2013, print und online.
  8. [6]. Artikel auf Wiener Zeitung vom 9. April 2013, print und online.
  9. [7]. Ergebnisse auf www.nationalratswahl.at, Stand 3. Oktober 2013
  10. [8]. Resultate auf ORF.at, Stand 11. Oktober 2013