Wandel (Partei)

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Wandel
Wandel quer.png
Parteivorsitzender Fayad Mulla
Gründung 7. September 2012
Gründungsort Wien, Österreich
Mitgliederzahl 70[1]
Ausrichtung Egalitarismus
Europapartei European Spring
Website www.derwandel.at

Wandel (Eigenschreibweise: WANDEL) ist eine im September 2012 gegründete politische Partei in Österreich,[2] die zur Nationalratswahl 2013 sowie Europawahl 2014 angetreten ist.[3][4] Zentrale Themen der Partei sind gerechte Verteilung, Chancengleichheit und nachhaltiges Wirtschaften.[5] Ziel ist die Abwendung vom globalen Kapitalismus.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wandel versteht sich als progressive Partei.[6] Die Partei fordert den Wohlstand der Allgemeinheit und die Ermöglichung der Teilhabe aller am geschaffenen finanziellen und sozialen Wohlstand. Die Grundsätze und Ziele des Wandels sind im Manifest Die demokratische Moderne – Ein Manifest für Wandel verfasst. Dort wird das Ziel, die Abwendung vom globalen Kapitalismus und der Machtverschiebung von globalen Oligarchien hin zum Volk, skizziert.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wandel ist eine reine Bundespartei ohne formelle Landesorganisationen. Der Bundesvorstand besteht aus Christian Raming, Christoph Schütter, Daniela Platsch[7], Fayad Mulla, Konrad Steurer und Michael Gunczy. Die Partei finanziert sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge.[8] Einnahmen und Ausgaben werden auf der Website der Partei veröffentlicht.

Nationalratswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Nationalratswahl am 29. September 2013 erreichte der Wandel in Wien und in Oberösterreich 3.051 Stimmen, was 0,19 Prozent der abgegebenen Stimmen entspricht.

Europawahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Europawahl am 25. Mai 2014 trat der Wandel in der von ihm initiierten Wahlallianz Europa anders gemeinsam mit der KPÖ, der Piratenpartei Österreichs und Unabhängigen an. In Umfragen schon bei über 4 Prozent gesehen, wurden es am Wahltag schlussendlich 2,14 Prozent, was dem stärksten progressiven Wahlergebnis in Österreich seit Jahrzehnten entspricht.

WandeLAN[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Flüchtlingskrise 2015 hat der Wandel das Projekt WandeLAN organisiert. Mit selbstgebauten WLAN-Koffern wurden Menschen auf der Flucht mit kostenlosem WLAN versorgt. Breite mediale Berichterstattung und hunderte Spenden führten dazu, dass insgesamt 15 wechselnde Standorte an Grenzen und Unterkünften bis ins Jahr 2018 mit dem WandeLAN versorgt werden konnten.

Europawahl 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Europawahl 2019 kandidierte Daniela Platsch, politische Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied des Wandels, auf Listenplatz 2 hinter Yanis Varoufakis auf der Wahlliste von Demokratie in Europa – DiEM25 in Deutschland, der gemeinsamen Liste von DiEM25 und Demokratie in Bewegung.[9] Yanis Varoufakis, der in Deutschland kandidiert, sagte:

„Wenn ich ins Parlament gewählt werden sollte, werde ich den Wählern meine Vorschläge unterbreiten, wie man die Dinge in Europa verbessern kann – und danach werde ich das Parlament verlassen, um Wahlkampf in Griechenland zu machen. Meinen Sitz wird dann Daniela Platsch übernehmen, eine sehr fähige Ökonomin. Ich glaube, die Wähler werden das verstehen.“

Yanis Varoufakis: Im Gespräch: Yanis Varoufakis: „Ich bin nicht für mein Rockstar-Image verantwortlich“, Frankfurter Allgemeine Zeitung[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Standard Nicht für Kommunismus, sondern für gerechte Verteilung
  2. derstandard.at. Artikel auf Der Standard vom 8. Juli 2013, print und online.
  3. diepresse.com. Artikel auf DiePresse.com vom 2. August 2013, print und online.
  4. derstandard.at. Artikel auf Der Standard vom 2. August 2013, print und online.
  5. derstandard.at. Artikel auf Der Standard vom 9. April 2013, print und online.
  6. Wiener Zeitung „Der Wandel“ beginnt mit einem Plakat
  7. Daniela Platschs Kandidatur für die Europawahl 2019
  8. wienerzeitung.at. Artikel auf Wiener Zeitung vom 9. April 2013, print und online.
  9. neues-deutschland.de
  10. Im Gespräch: Yanis Varoufakis: „Ich bin nicht für mein Rockstar-Image verantwortlich“, Interview von Oliver Georgi und Jakob Gutmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. April 2019.