Der Wildeste unter Tausend

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Wildeste unter Tausend
Originaltitel Hud
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1963
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Martin Ritt
Drehbuch Irving Ravetch
Harriet Frank, Jr.
Produktion Martin Ritt
Irving Ravetch
Musik Elmer Bernstein
Kamera James Wong Howe
Schnitt Frank Bracht
Besetzung

Der Wildeste unter Tausend ist ein Westerndrama von Martin Ritt aus dem Jahr 1963 mit Paul Newman in der Hauptrolle. Ritt verfilmte hierbei den Roman Der Wildeste unter Tausend (Originaltitel: Horseman, Pass By) von Larry McMurtry.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung spielt im amerikanischen Westen in der damaligen Gegenwart der frühen 1960er Jahre: Als ein Rind von Homer Bannon verendet, stellt der Tierarzt den Verdacht auf Maul- und Klauenseuche. Während Homer Bannon abwarten will, was die endgültigen Tests ergeben, rät ihm sein leichtlebiger Sohn Hud, die Herde noch rechtzeitig zu verkaufen, so dass der Käufer den Schaden hat. Der integere Homer lehnt dies ab und will die Konsequenzen tragen. Dies verstärkt das schon angespannte Verhältnis von Vater und Sohn. Die Rinder müssen getötet werden, die Existenz der Familie ist in Frage gestellt. Nach einem Reitunfall kämpft der alte Homer Bannon nicht mehr um sein Leben und stirbt. Die Haushälterin Alma, der Mutterersatz in der Familie und die Seele des Hauses (und zugleich Objekt der Begierde Huds als auch der etwas romantischeren Phantasien von Huds jungem Neffen Lonnie), verlässt das Haus auf der Suche nach einer neuen Stelle. Hud plant, nach Öl zu suchen, und hofft darauf, dass Lonnie mit ihm etwas Neues aufbaut. Jedoch gibt Lonnie ihm die Schuld am Tod Homers und geht ebenfalls. Hud bleibt allein zurück. Zwar hat er nun freie Bahn für seine Pläne und niemanden, der ihm moralische Vorwürfe macht, doch er hätte nichts gegen ein bisschen vertraute Gesellschaft gehabt.

Kritik[Bearbeiten]

Phil Hardy hält den Film für einen „überragenden zeitgenössischen Western“, der für seine Protagonisten „keine Erlösung“ biete. Howes Schwarz-Weiß-Fotografie fange ihre „geistige Verzweiflung“ perfekt ein.[1] Joe Hembus sieht „das Ende des Cowboy-Kults in einem der besten Post-Western“, nur gebe Newman seiner Rolle des gescheiterten Trinkers „mehr Glamour, als dem Film wohltut.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Wildeste unter Tausend wurde für die Oscarverleihung 1964 siebenmal nominiert. Patricia Neal gewann in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin und Melvyn Douglas in der Kategorie Bester Nebendarsteller die Statue. Außerdem erhielt James Wong Howe den Preis für die Beste Kamera - Schwarzweiß. Für eine Trophäe nominiert waren Newman als Bester Hauptdarsteller, Martin Ritt für die Beste Regie, sowie das Szenenbild und das adaptierte Drehbuch. Bei den Golden Globes waren beide noch leer ausgegangen und waren vielleicht auch deshalb bei der Preisverleihung nicht zugegen. Hauptdarsteller Paul Newman musste sich Sidney Poitier (Lilien auf dem Felde) geschlagen geben. Martin Ritt zog gegen Tony Richardson als Bester Regisseur den Kürzeren. Auch in den Kategorien Art Direction-Set Decoration und Bestes Drehbuch ging Der Wildeste unter Tausend leer aus. Bei den Laurel Awards war der Film sehr erfolgreich. Er gewann die Preise für das Beste Drama, Newman den Preis als Bester Schauspieler in einem Drama, Patricia Neal als Beste Schauspielerin in einem Drama, Melvyn Douglas als Bester Nebendarsteller und Patricia Neal als Beste Nebendarstellerin.

Bei den British Film Academy Awards 1964 wurde Patricia Neal als Beste ausländische Darstellerin ausgezeichnet, während Newman wiederum leer ausging.

Außerdem erhielten Patricia Neal und Melvyn Douglas den Preis der renommierten Kritikervereinigung des National Board of Review als Beste Darstellerin bzw. als Bester Nebendarsteller.

Bei den NYFCC Awards konnte Patricia Neal ebenfalls die Trophäe gewinnen. Außerdem wurde dort noch das Drehbuch ausgezeichnet.

weitere Auszeichnungen & Nominierungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Phil Hardy: The Encyclopedia of Western Movies. Woodbury Press Minneapolis 1984. ISBN 0-8300-0405-X. S.284
  2. Joe Hembus: Western-Lexikon - 1272 Filme von 1894 bis 1975. Carl Hanser Verlag München Wien 2. Auflage 1977. ISBN 3-446-12189-7. S.700