Der Wolf (Rapper)

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Der Wolf auf der transindustriale in Dortmund (2010)

Der Wolf (bürgerlich Jens Albert; * 27. September 1973 in Lüdinghausen) ist ein deutscher Rapper und Discjockey.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinem Debüt Das Album (1997) erreichte er Platz 16 der deutschen Albumcharts. Charakteristisch für die Songs ist ein zumeist gesampleter Funk- oder Soul-Beat, gepaart mit schnellen Reimen. Die Auskopplungen Gibt's doch gar nicht (D 25), der auf dem englischen Get Down on It von Kool and the Gang basiert, und Oh shit - Frau Schmidt (D 18) wurden zu Erfolgen. Bei ersterer begann Sasha seine kommerzielle Musikerkarriere, noch als Background-Sänger. Der Song „Sei dein eigener Held“, ebenfalls aus Das Album, erschien 2002 nochmals auf dem Soundtrack des US-Films Die Regeln des Spiels mit James van der Beek und war in einer Szene in voller Länge zu hören.

Die größten Erfolge hatte Der Wolf in den 90er Jahren. Sein im Jahr 2000 erschienenes Album „Was soll ich sagen“ hatte dagegen nur mäßigen Erfolg. Er war in der Folgezeit verstärkt als Gastrapper und mit DJ-Sets aktiv. Der Wolf ist als DJ der Gruppe „The Killergroove Formula“ tätig, deren Mitstreiter NDN auch schon auf den „Der Wolf“-Alben mitgewirkt hat. „The Killergroove Formula“ landete mehrere Top-40-Hits der internationalen DJ-Charts und hat bis jetzt eine LP und sechs Singles, unter anderem in Frankreich und England, veröffentlicht. Außerdem ist er seit 2009 Mitglied der Dortmunder Funk Rock-Formation „Higher BuBu“.[1]

Für die Benefiz-CD, mit der das Borusseum von Borussia Dortmund unter anderem finanziert wurde, steuerte Der Wolf 2006 in Kooperation mit seinen Kollegen zwei Songs bei, zum einen „Shaalaalala Borussia“ (mit Ede Whiteman & ND) und „Ein Stern“ (mit Ede Whiteman).[2]

Im Jahr 2007 wollte „Der Wolf“ ein Comeback versuchen. Das für den Sommer 2007 angekündigte Album „Wolf GTI“ wurde mehrfach verschoben und sollte im Jahr 2011 erscheinen, was jedoch ausblieb.

Zusammen mit seinen Kollegen T-Row, Dr. Markuse und Kommissar Hellek veröffentlicht Der Wolf seit 2011 auf YouTube und bei schwatzgelb.de Analysen von Spielen der Borussia Dortmund, die mit Rap-Texten unterlegt sind.[3]

Nach Klärung der Rechte an „Wolf GTI“ gründete Der Wolf im September 2015 mit Partnern das Plattenlabel „Bounty Records“ und veröffentlichte ein Video zu „Der Phrasensmasher“ auf YouTube. Nach der Single-Auskopplung „Wolf GTI“ mit dazugehörigen Videos wurde das vierte Album „Turbo Funk“ am 29. Juli 2016 veröffentlicht.[4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1997 Das Album
16
(16 Wo.)
28
(11 Wo.)
21
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. März 1997
1998 Musik aus (M)Einem Jahrzehnt
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 1998
2000 Was soll ich sagen
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 24. Juli 2000
2016 Turbo Funk
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 2016

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1996 Gibt's doch gar nicht
Das Album
25
(19 Wo.)
300! 36
(5 Wo.)
1997 Oh Shit - Frau Schmidt
Das Album
18
(16 Wo.)
23
(8 Wo.)
17
(11 Wo.)

weitere Singleveröffentlichungen

  • 1997: Frau aus Seide
  • 1998: Dumm gelaufen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Wolf auf der Überholspur... In: dew21. Archiviert vom Original am 28. August 2011; abgerufen am 1. Juni 2016.
  2. Da rockt das Stadion: "Wir sind Borussia" - die neue CD ist da! In: bvb.de. 17. März 2006, archiviert vom Original am 21. Juli 2012; abgerufen im 3. September 2012.
  3. Daniel Müller: Gereimte Spieltagsanalyse: Dortmunder Quartett rappt sein BVB-Fazit. In: Ruhr Nachrichten. 17. Oktober 2011, abgerufen am 1. Juni 2016.
  4. Der Wolf: Neue CD "Turbo Funk" am 29. Juli 2016! In: www.happy-spots.de. Abgerufen am 29. Juli 2016.
  5. a b Chartquellen: Deutschland- Österreich - Schweiz