Der Zirkus

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Filmdaten
Deutscher TitelDer Zirkus
OriginaltitelThe Circus
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1928
Länge69 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieCharles Chaplin
DrehbuchCharles Chaplin
ProduktionCharles Chaplin
KameraRoland Totheroh
SchnittCharles Chaplin
Besetzung

Der Zirkus (englischer Originaltitel: The Circus) ist eine Stummfilmkomödie von Charles Chaplin aus dem Jahr 1928.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tramp wird fälschlicherweise des Taschendiebstahls verdächtigt und von der Polizei gejagt. Auf der Flucht platzt er in eine Zirkusvorstellung und bringt das Publikum unfreiwillig zum Lachen. Daraufhin möchte der Zirkusdirektor ihn als Clown engagieren. Doch der Tramp kann nicht auf Befehl lustig sein. Er wird daher nur als Requisiteur angestellt. Durch die Missgeschicke, die ihm dabei passieren, wird er zur Hauptattraktion des Zirkus ohne selbst etwas davon zu ahnen. Erst die Stieftochter des Direktors, in die sich Charlie verliebt hat, öffnet ihm die Augen. Doch der Traum Charlies von einer gemeinsamen Zukunft mit der schönen Kunstreiterin platzt, als der Seiltänzer Rex engagiert wird.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weltpremiere fand am 6. Januar 1928 im Strand Theatre in New York statt. Am 27. Januar wurde der Film im Grauman’s Chinese Theatre in Hollywood im Rahmen einer spektakulären Zirkusvorstellung erstmals präsentiert.

Den Vertrieb übernahm die United Artists, da Chaplin Anteilseigner des Filmunternehmens war. Die von Chaplin und später seinen Erben kontrollierte Roy Export Company Establishment ist der jetzige Rechteinhaber.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chaplin war für seine Darstellung in dem Film Der Zirkus bei der Oscar-Verleihung 1929 in der Kategorie 'Bester Darsteller' nominiert. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences entschied aber, dass Chaplin einen Ehrenoscar für seine Wandlungsfähigkeit und sein Genie als Autor, Darsteller, Regisseur und Produzent von Der Zirkus erhält. Chaplin selbst war mit seinem Film unzufrieden und erwähnte ihn auch nicht in seiner Autobiographie. Erst in der zweiten Auflage näherte sich Chaplin seinem Werk an.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Voll des Lobes zeigt sich das Lexikon des internationalen Films: „Chaplins zweites Großprojekt […] markiert das Ende seiner Stummfilmperiode. Deutlicher als zuvor mischt sich in das virtuos entfesselte Feuerwerk grotesker Gags ein Unterton der Melancholie: Ein Balanceakt zwischen Komik und Tragik mit dem Geschmack der Bitterkeit.“ [1] Als der Film 41 Jahre nach seiner Uraufführung wieder im Kino zu sehen war, gelangte der Evangelische Film-Beobachter zu folgender Einschätzung: „Wieder ist Charlie der tragikomische Held, der kleine Vagabund, über den man sich ausschütten kann vor Lachen, der einen aber auch sentimental und wehmütig und melancholisch zu stimmen in der Lage ist. Sehr empfehlenswert (ab 10).“[2]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbearbeitung des Films war zwischen Chaplin und Hanns Eisler 1948 bereits vertraglich vereinbart, wegen der Vorladung zum „Unamerican Committee“ kam es für Eisler jedoch nicht zustande.

Chaplin schrieb die Musik für die Wiederveröffentlichung des Films 1970 und sang selbst das Titelstück.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lexikon des internationalen Films, rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1988), S. 4420
  2. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 269/1969.