Der große Graben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der große Graben (französischer Originaltitel: Le Grand Fossé) ist der 25. Asterix-Band. Er erschien 1980 sowohl in der Originalsprache als auch auf Deutsch und wurde von Albert Uderzo sowohl gezeichnet als auch geschrieben.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem gallischen Dorf herrscht Krieg. Deshalb wurde dort ein Graben ausgehoben, der das Dorf teilt. Die Einwohner sind unterschiedlicher Meinung: Die einen wollen Griesgramix als Dorfhäuptling, die anderen Grobianix. Nach einer Schlacht, die unentschieden ausgeht, macht der nach Hering riechende Greulix nach einiger Zeit Grobianix den Vorschlag, die römische Armee zu Hilfe zu holen. Grünix, der Sohn des Häuptlings Griesgramix, erfährt durch seine Freundin Grienoline, Tochter des anderen Häuptlings, davon. Er erhält von seinem Vater den Auftrag, zum Dorf von Asterix und Obelix zu reisen, um dort Miraculix zu Hilfe zu holen. Greulix gelingt es in der Zwischenzeit die Römer zu überreden, dass sie ihnen helfen, das Dorf zu erobern. Die Römer verlangen jedoch, dass sie dafür die Besiegten als Sklaven erhalten. Als Grobianix diesen Vertrag nicht mittragen will, wird seine Dorfhälfte versklavt. Miraculix bieten sich darauf zusammen mit Asterix und Obelix den Römern als Küchensklaven an und braut den Zaubertrank der unbesiegbar macht, preist ihn aber als leckeres Süppchen an. Da Zenturio Tullius Tortengus ihm aber misstraut, bietet er an, dass sie und die gefangenen Anhänger von Grobianix die Suppe kosten. Dadurch gelingt es ihnen sich aus der Gefangenschaft zu befreien. Als sie das Lager betreten hatten um sich als Sklaven anzubieten, nannte der Wachposten Obelix aber „Dickerchen“, worauf dieser ihn zusammenschlug. Miraculix konnte ihn mit einem Elixier aber wieder zu Kräften kommen lassen, das ihn zudem den Vorfall vergessen ließ. Das Elixier vergaß er aber dann vor dem Lager, wo es Greulix fand. Dieser nutzt nun das Elixier um die Römer wieder zu beleben und drängt sie das gallische Dorf dem Erdboden gleich zu machen.

In der Zwischenzeit beschließen die Dorfhälften, durch das Einschreiten von Asterix und Miraculix ermutigt, gegen die Römer zusammenzuarbeiten. Miraculix braut daher seinen Trank und man beschließt, ihn zwischen den Dorfhälften über dem Graben in der Hütte des neutralen Grünspanix zu lagern, wo Asterix über ihn wachen will, sodass niemand von den Dorfhälften ihn an sich nehmen kann. In der Nacht kommt Greulix und überwältigt Asterix, um den Trank danach an die Römer zu verteilen. Allerdings hat der Trank bei den Römern aufgrund des zuvor eingenommenen Elixiers starke Nebenwirkungen: Statt stark und mächtig zu werden, werden die Römer zunächst zu Bällen aufgeblasen und dann klein wie Zwerge, sodass es für Asterix und Obelix ein Kinderspiel ist, sie zu besiegen. In der Zwischenzeit hat Greulix Grienoline entführt und verlangt dafür ein Lösegeld, wird aber bei seiner Flucht von den Piraten gefangen, die sich nach ihren schlechten Erfahrungen auf dem Meer als Flusspiraten versuchen. Asterix, Obelix und Grünix gelingt es aber Grienoline zu befreien. Grünix schleudert Greulix mit einem letzten Schlag in die Luft, worauf dieser im Römerlager landet.

Da diese immer noch nicht dazu führt, dass Griesgramix und Grobianix auf ihre Ansprüche als Häuptling verzichten, verlangt Grienoline, dass sie dies in einem Zweikampf ausfechten, der bis zum Morgengrauen dauern soll. Verlierer wäre derjenige, der am Boden liegen bleibt. Da bei Sonnenaufgang beide am Boden liegen, stellt Asterix als Schiedsrichter fest, dass es weder einen Sieger noch einen Verlierer gibt und schlägrt Grünix und Grienoline als neues Häuptlingspaar vor, was vom gesamten Dorf bejubelt wird.

Am Schluss leiten die Gallier einen Teil eines nahen Flusses um und füllen den Graben, bauen darüber eine Brücke und die beiden ehemaligen Häuptlinge sitzen friedlich angelnd am Ufer, während Greulix im Römerlager Sklavendienste verrichtet.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist das erste Asterix-Album, das von Albert Uderzo getextet wurde. Zuvor stammten die Texte vom 1977 verstorbenen René Goscinny.

Die Liebesgeschichte erinnert an Romeo und Julia. Der große Graben ist laut Autor eine direkte Anspielung auf die Berliner Mauer, andere sahen hier hingegen das zweigeteilte Frankreich vor der Wahl von François Mitterrand zum Präsidenten.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach unüberbrückbaren Differenzen zwischen Uderzo und dem Verleger Dargaud nahm im Herbst 1979 Uderzos eigener Verlag Les Editions Albert René Gestalt an und publizierte diesen Band 1980 in Frankreich.

Die deutsche Übersetzung wurde in den Ausgaben 254 bis 259 des Magazins Yps veröffentlicht und erschien 1980 bei Ehapa als 25. Band der Asterix-Reihe. Mit der Neuauflage 2002 erhielt dieser Band ein neues Titelbild.

Albert Uderzo zeichnete in Der große Graben die Gallien-Landkarte, die Seite mit der Vorstellung der Gallier und die Vignette auf der Rückseite des Albums neu. Der Verlag Dargaud legte dagegen Widerspruch ein und erhielt Recht. Als Konsequenz daraus zeigten die Nachdrucke der bei Albert René verlegten Titel seit 1989 einen neuen Vorspann.

Der Band erschien unter anderem auch auf Englisch, Spanisch und Türkisch sowie in den Mundarten Schwäbisch, Schwyzerdütsch, Wienerisch und Neuhessisch.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]