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Derby (Mannschaftssport)

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Der Begriff Derby (österreichisches Hochdeutsch: [ˈdɑːbɪ][1]; bundesdeutsches Hochdeutsch: [ˈdɛrbi],[2] auch [ˈdœːɐ̯bi][3]), häufig auch Lokalderby, bezeichnet eine Austragung im Mannschaftssport, bei der zwei meist rivalisierende Sportvereine einer Region aufeinandertreffen. Für die Fans der betroffenen Vereine haben solche Ereignisse häufig eine hohe symbolische Bedeutung.

Der Schweizer Historiker Christian Koller erwähnt in seinem Artikel Das Derby – traditionelle sportliche Rivalitäten innerhalb und zwischen Städten zwei mögliche Herleitungen des Begriffs. Zum Einen könne der Begriff auf das Epsom Derby zurückgehen, eines der ältesten und preisträchtigsten englischen Pferderennen, welches wiederum nach seinem Gründer, dem 12. Earl of Derby benannt wurde. Die Bedeutung des Derbys war so groß, dass sein Name für weitere Sportereignisse verwendet wurde. Zum Anderen könne der Begriff auf ein bis zum heutigen Tag jährlich stattfindendes Sportereignis mittelalterlichen Ursprungs in England zurückgehen – das Shrovetide-Fußballspiel in der Region Derbyshire. Das erste nachweisbare Fußballderby nach heutigem Verständnis wurde 1866 in Nottingham zwischen zwei der ältesten Fußballvereine der Welt ausgetragen, zwischen Nottingham Forest (gegründet 1865) und Notts County (gegründet 1862).[4] Dabei ist mutmaßlich das erste Derby nach den noch heute die Grundlage des Regelwerks bildenden 'FA Rules' gemeint. Das erste Derby nach dem Vorläuferregelwerk, den 'Sheffield Rules', fand bereits 1860 statt. Gegenüber standen sich der älteste Verein der Welt, der FC Sheffield, sowie dessen im selben Jahr gegründeter Stadtrivale FC Hallam.[5] Das Aufeinandertreffen ist auch als Rules Derby bekannt.

Heutige Verwendung

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Der Ausdruck Derby wird heutzutage unterschiedlich gebraucht. Im deutschen Sprachgebrauch steht er fast ausschließlich für Spiele zwischen Vereinsmannschaften, im angelsächsischen Raum spricht man von Derbys ebenso bei bedeutenden Länderspielen wie beispielsweise Schottland gegen England oder Österreich gegen Ungarn. Die Ausdehnung des Spitzenfußballs in den überregionalen Raum hat in Deutschland mit der Zeit zu einem immer inflationäreren Gebrauch des Begriffs geführt.[6] Duelle von Vereinen aus gemeinsamen Regionen oder Bundesländern werden von den Medien, aber auch von den Vereinen selbst in aller Regel schon als „Derby“ beschrieben, auch zwischen vergleichsweise weit auseinanderliegenden Clubs wie dem FC Bayern München und dem 1. FC Nürnberg (Fränkisch-Bayerisches Derby) bzw. dem VfB Stuttgart (Südderby), Werder Bremen und dem Hamburger SV (Nordderby) oder Teams aus der ehemaligen DDR-Oberliga (Ostderbys). Begriffe wie Nord-Süd-Derby (für das Duell zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern München) zeigen, dass der Begriff heute mitunter auch synonym für ein allgemein prestigeträchtiges Traditionsduell verwendet wird.

Arten von Derbys

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Als Stadtderby bezeichnet man das Duell zweier Vereine aus derselben Stadt. Häufig geht es hier um die regionale Vorherrschaft, die inoffizielle Stadtmeisterschaft, zwischen zwei Stadtteilen. Zwei für den europäischen Raum herausragende Beispiele sind das Derby della Madonnina zwischen der AC Mailand und Inter Mailand sowie das Derbi madrileño zwischen Atlético und Real Madrid, die alle bereits den Fußball-Weltpokal gewannen.

Das wohl bekannteste Stadtderby Deutschlands seit Gründung der Bundesliga dürfte das Münchner Stadtderby zwischen dem FC Bayern München und dem TSV 1860 München sein, weil beide Vereine lange Zeit – insgesamt 18 Spielzeiten – gemeinsam in der höchsten Liga vertreten waren. Zudem gewannen beide Vereine – im Gegensatz zu anderen Stadtrivalen – bereits die Meisterschaft in der Bundesliga. Das Leipziger Stadtderby fand 19 Spielzeiten in der höchsten Liga der DDR statt, weitere 9 Saisons in den höchsten Ligen der Epoche vor der deutschen Teilung und es fanden sogar zwei Duelle in einem europäischen Wettbewerb statt. Beide Leipziger Clubs wurden mehrmals Meister und stellen mit 100.000 Zuschauern einen gesamtdeutschen Zuschauerrekord für Punktspiele.[7] Ein anderes bekanntes Stadtderby ist das Hamburger Stadtderby zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli. Weitere Bundesliga-Stadtderbys gab es zwischen Hertha BSC und Tennis Borussia Berlin, dem VfB Stuttgart und den Stuttgarter Kickers (Stuttgarter Stadtderby), dem VfL Bochum und der SG Wattenscheid 09 (Auflistung) sowie dem 1. FC Köln und dem SC Fortuna Köln (Auflistung). In den Spielzeiten 2019/20 bis 2022/23 kam es in der Bundesliga zum Berliner Stadtderby Hertha BSC gegen 1. FC Union Berlin. 2023 stieg Hertha aus der Bundesliga ab.

In Österreich ist das Wiener Derby zwischen SK Rapid Wien und FK Austria Wien sowie das Grazer Derby zwischen dem Grazer AK und Sturm Graz zu nennen, auch das Derby of Love zwischen First Vienna FC und Wiener Sport-Club. In der Schweiz ist im Fußball das Zürcher Derby zwischen dem Grasshopper Club Zürich und dem FC Zürich bzw. im Eishockey das Zürcher Derby zwischen den ZSC Lions und dem EHC Kloten von Bedeutung.

International bekannt ist u. a. das Merseyside Derby in Liverpool, das auch als friendly derby bezeichnet wird. Eine Besonderheit ist, dass die beiden Stadien der jeweiligen Konkurrenten FC Liverpool und FC Everton weniger als einen Kilometer voneinander entfernt liegen, getrennt nur durch einen Park. Weiterhin ist die Rivalität der beiden Klubs mit dem Heimstadion des FC Liverpool, dem Stadion an der Anfield-Road, verbunden, denn ursprünglich wurde es für den 1878 gegründeten FC Everton erbaut. 1892 wurde die Pacht aber derart erhöht, dass der Verein den Umzug in den Goodison Park vorzog und der Stadionbesitzer den FC Liverpool gründete.

Als Interkontinentales Derby (türkisch Kıtalar Arası Derbi) werden die Begegnungen im Fußball zwischen den beiden erfolgreichsten und beliebtesten Sportvereinen der Türkei, Galatasaray und Fenerbahçe, bezeichnet. Der Begriff leitet sich unter anderem von der Tatsache ab, dass sich die Gründungszentren der beiden Istanbuler Vereine auf den verschiedenen Seiten des Bosporus befinden. Außerdem betreibt Galatasaray seine Anlagen bis auf wenige Ausnahmen auf der europäischen Seite; so befindet sich beispielsweise das Türk-Telekom-Stadion in der europäischen Stadtgemeinde Sarıyer. Die Anlagen von Fenerbahçe hingegen sind auf der asiatischen Seite zu finden. Die Heimspiele trägt der Verein im Şükrü-Saracoğlu-Stadion in der Stadtgemeinde Kadıköy aus.

Regionalderbys zwischen Nachbarstädten / Gliedstaaten

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Neben dem Konkurrenzkampf innerhalb einer Stadt gibt es auch Rivalitäten zu benachbarten Orten.

Als das traditionsreichste Regionalderby in Deutschland kann das Frankenderby zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg angesehen werden. Bereits seit 1903 trafen sich in 274 Begegnungen, davon 207 Pflichtspiele (Stand: 14. April 2025) die Teams der zwei Nachbarstädte, die seit 1899 auch fast vollständig miteinander verwachsen sind. In den 1910er und 1920er Jahren sowie noch mal Anfang der 1950er zählte es zu den hochklassigsten Derbys in ganz Deutschland.[8] Die gegenseitige Abneigung zueinander wird durch eine Anekdote aus dieser Zeit gut verdeutlicht: Zum Länderspiel am 21. April 1924 in Amsterdam gegen die Niederlande hatte der DFB nur Fürther und Nürnberger Spieler berufen. Sie reisten im gleichen Zug an und ab, die Nürnberger aber im ersten und die Fürther Spieler im letzten Waggon. Auch beim Siegtreffer zum 1:0, den der Fürther Spieler Karl Auer erzielte, jubelten alleinig die Fürther Mitspieler, während die Nürnberger nach Abpfiff sofort in der Kabine verschwanden.[9][10]

Spiele zwischen Vereinen, die im Rheinland beheimatet sind, werden so beispielsweise auch als Rheinische Derbys bezeichnet oder bei Duellen zwischen Städten aus dem Ruhrgebiet als Revierderby. Diese Konkurrenzsituationen bestehen teilweise schon seit mehreren Jahrhunderten und setzen sich in den Duellen zweier Fußballclubs fort. So im Falle des Niedersachsenderbys der beiden niedersächsischen Vereine Hannover 96 und Eintracht Braunschweig, deren Heimatstädte seit Jahrhunderten auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet rivalisieren[11] und die erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit in einem Staatsgebiet vereint sind. In Ostdeutschland hat der sogenannte Elb-Clásico zwischen dem 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden einen herausragenden Stellenwert. Begegnungen zwischen Vereinen der ehemaligen DDR werden gemeinhin als Ostderby bezeichnet.

In Österreich existiert das Westderby, das zwischen SV Austria Salzburg und FC Wacker Innsbruck um die sportliche Vorherrschaft im geographischen Westen Österreichs ausgetragen wird.[12] In der Schweiz wird von Kantonsderby gesprochen, wenn zwei Mannschaften aus dem gleichen Kanton gegeneinander auftreten. Im Spitzenfußball des 21. Jahrhunderts ist vor allem das Kantonsderby zwischen dem FC Thun und dem BSC Young Boys, im Eishockey das zwischen dem SC Bern und den SCL Tigers von Bedeutung.

Derbys mit politischen und religiösen Hintergrund

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Aufgrund der hohen politischen Einflussnahme auf den Sport in der DDR besaßen Derbys dort ebenfalls eine politische Brisanz, die auch in die heutige Zeit transportiert wurde. Im Kern basieren diese Differenzen auf dem Ansinnen der DDR-Führung, das sportliche Potential in so genannten Leistungszentren zu bündeln, was im Endeffekt dazu führte, dass einige Vereine besondere Vorzüge und Förderungen genossen, während die anderen in der Region angesiedelten Vereine das Nachsehen hatten. Dies äußerte sich zum Beispiel in Leipzig zwischen dem 1. FC Lokomotive und der BSG Chemie Leipzig (siehe auch Leipziger Stadtderby) oder auch im Thüringer Derby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt. Ganz besonders zum Vorschein kamen die Spannungen im Ostberliner Stadtderby zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem BFC Dynamo. Union galt als Verein der Arbeiter und Regimekritiker, während der – von Erich Mielke geförderte – BFC in den Augen vieler Fans nur der „Stasiklub“ war.

Neben politischen trennen auch religiöse Anschauungen die Fanlager zweier Mannschaften voneinander. Das bekannteste Beispiel dafür ist das Old Firm genannte Glasgower Duell zwischen dem Celtic FC als Verein der Katholiken und dem Rangers FC als Klub der Protestanten. Nebenher hat diese Partie ebenfalls einen politischen Aspekt. So werden in den Fan-Blöcken der Celtic-Fans, in Anlehnung an die keltischen und irischen Wurzeln des Vereins, irische Flaggen geschwenkt, von den Fans der Rangers wird der Union Jack (die Flagge des Vereinigten Königreiches) präsentiert.

Besondere Brisanz herrschte bei Derbys, bei denen nicht nur zwei Vereine, sondern auch zwei von den jeweiligen Fangruppen getragene Weltanschauungen aufeinander trafen. So wurde das Hamburger Stadtderby zwischen FC St. Pauli und Hamburger SV immer wieder von politisch orientierten Fangruppen als Plattform für ein Duell der [links]alternativen Szene gegen die deren Ansicht nach rechte Szene des HSV bis in die 1990er Jahre benutzt. Wovon sich der HSV in den 1990er Jahren mit der Zeit mit antifaschistischen Fangruppen die eigenen rechtsradikalen/neofaschistischen Fangruppen verdrängten.[13] Ähnliches ließ sich auch in Berlin bei Spielen von Tennis Borussia Berlin gegen einen anderen der drei großen Berliner Vereine (Hertha BSC, 1. FC Union Berlin oder BFC Dynamo) beobachten, jedoch nicht in der Bedeutung und Größenordnung wie in Hamburg.

Derbys mit Klassenunterschieden

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In Österreich gibt es eine starke Rivalität zwischen den Wiener Vereinen FK Austria Wien und SK Rapid Wien. Das Wiener Derby resultiert nicht nur aus lokaler Nähe, hinzu kommen noch starke ideologische Unterschiede: Rapid gilt als Verein der Arbeiterklasse, Austria als Verein des Bürgertums. Gleich verhielt es sich ursprünglich im Grazer Derby zwischen dem SK Sturm Graz (ursprünglich Arbeiterklasse) und dem Grazer AK (ursprünglich Akademikerverein). Ebenso ist das Zürcher Derby traditionell eine Auseinandersetzung eines Arbeiterklubs (FC Zürich) mit einem bürgerlichen Verein (Grasshoppers Zürich), in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war noch das Derby zwischen dem FC St. Gallen (Oberschicht) und SC Brühl St. Gallen (Unterschicht) von Bedeutung. Diese Grenzen verschwimmen jedoch zunehmend aufgrund der gesellschaftlichen Durchmischung bei den Besuchern und aufgrund der Vereinspolitik.

Derbys mit Katastrophen und Gewalt

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Wenn besonders starke Emotionen im Spiel sind, werden gewalttätige Auseinandersetzungen wahrscheinlicher. Fast jedes Derby wird so zu einer Herausforderung für die Sicherheitskräfte. El Superclásico, das „Superderby“, in Buenos Aires zwischen den Klubs River Plate und Boca Juniors gilt als eines der brisantesten Derbys der Fußballwelt. Oft genug entlud sich die Energie in Gewalt. 1994 entschied River Plate das Spiel mit 2:0 für sich, was dazu führte, dass einer der Anführer der Boca-Fans den Mord an zwei Fans von River Plate in Auftrag gab. Die zynische Bemerkung, die im argentinischen Fernsehen und als Graffiti in der Stadt zu finden war, lautete schlicht: „Empatamos“, „wir haben zum 2:2 ausgeglichen“.[14] Bereits im Juni 1968 starben bei der Superclásico-Partie River Plate gegen Boca Juniors bei einer Massenpanik 73 Menschen und über 150 wurden verletzt, als ein Ausgang verschlossen war und die Massen immer weiter versuchten, das Stadion zu verlassen.

Auch in Deutschland gab es immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen im Rahmen von Fußballderbys, so zum Beispiel zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund, dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach, dem Hamburger SV und Werder Bremen oder den Kickers Offenbach und Eintracht Frankfurt (Mainderby). In den 1990er Jahren hat sich die Gewalt und das Hooliganproblem jedoch in die unteren Ligen verlagert, sodass es in den Profiligen nur noch selten zu Auseinandersetzungen kommt, wie zum Beispiel beim Berlin-Brandenburg-Derby zwischen Hertha BSC und Energie Cottbus im März 2007 oder im Mai desselben Jahres beim Revierderby.

Im Rahmen des Ostberliner Stadtderbys zwischen dem BFC Dynamo und Union Berlin im Mai 2006 kam es ebenfalls zu schweren Ausschreitungen, als während der Partie der BFC-Anhang das Spielfeld stürmte und versuchte, sich Zugang zum Gästefanblock in dem die Union-Fans untergebracht waren zu verschaffen. Der Union-Block floh daraufhin aus dem Stadion. Das Spiel wurde abgebrochen und im Nachhinein 2:0 für Union Berlin gewertet.

Das Leipziger Stadtderby trug nicht ganz zufällig jahrelang den Spitznamen „Hassderby“.[15] Bei nahezu jedem Spiel kam es zu Unterbrechungen, häufig flogen Raketen in die Blöcke der gegnerischen Fraktionen, regelmäßig gab es Schlägereien innerhalb des Stadions, zum Teil mit Erstürmung von Sektoren des jeweils anderen Lagers und keine Ausnahmen bildeten auch Straßenschlachten. Raketen in gegnerische Blöcke, Spielunterbrechungen und Schlägereien gab es auch beim Derby 2022 wieder. Dabei wurden acht Polizisten verletzt und es kam zu 70 Identitätsfeststellungen.[16]

Bekannte Derbys

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Als weitere weltbekanntesten bzw. -brisansten Beispiele für Fußballderbys gelten:

Lateinamerika und Nordamerika

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Die häufigsten Fußball-Derbys in Deutschland

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Die am häufigsten ausgetragenen Fußballderbys in Deutschland (ab 100 Pflichtspielen)
Rang Bezeichnung Mannschaften Spiele* seit
01. Frankenderby 1. FC Nürnberg 1. FC Nürnberg SpVgg Greuther Fürth SpVgg Greuther Fürth 208 1904
02. Münchner Stadtderby TSV 1860 München TSV 1860 München FC Bayern München FC Bayern München 162 1902
03. Revierderby FC Schalke 04 FC Schalke 04 Borussia Dortmund Borussia Dortmund 160 1925
04. Nordderby Hamburger SV Hamburger SV Werder Bremen Werder Bremen 157 1927
05. Fränkisch-Bayerisches Derby 1. FC Nürnberg 1. FC Nürnberg FC Bayern München FC Bayern München 154 1904
06. Niedersachsenderby Eintracht Braunschweig Eintracht Braunschweig Hannover 96 Hannover 96 135 mind. 1905
07. Rheinisches Derby 1. FC Köln 1. FC Köln Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach 132 1912
08. Leipziger Stadtderby Chemie Leipzig BSG Chemie Leipzig Lokomotive Leipzig 1. FC Lokomotive Leipzig 116 1909
09. Thüringenderby FC Rot Weiß Erfurt FC Rot-Weiß Erfurt FC Carl Zeiss Jena FC Carl Zeiss Jena 114 1948
10. Hamburger Stadtderby Hamburger SV Hamburger SV FC St. Pauli FC St. Pauli 112 1919
11. Schleswig-Holstein-Derby Holstein Kiel Holstein Kiel VfB Lübeck VfB Lübeck 109 1919
12. Mainderby Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt Kickers Offenbach Kickers Offenbach 105 1920
13. Stuttgarter Stadtderby VfB Stuttgart VfB Stuttgart Stuttgarter Kickers Stuttgarter Kickers 104 1912
* nur Pflichtspiele
Bei fettgedruckten Derbys spielen die Mannschaften in der Saison 2025/26 in einer Liga
Stand: 7. Dezember 2025

Weitere Derbys innerhalb Deutschlands

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Weitere nennenswerte Derbys

Außerhalb des Fußballs

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Beispiele für ein Derby in anderen Sportarten als Fußball:

Film und Rundfunkbericht

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Einzelnachweise

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  1. Österreichisches Wörterbuch. Wien: Österreichischer Bundesverlag / Jugend & Volk 351979, ISBN 3-215-02615-5.
  2. Duden Bd. 1: Die deutsche Rechtschreibung. Mannheim etc.: Dudenverlag, 211996; Helmut de Boor, Hugo Moser, Christian Winkler (Hg.): Siebs. Deutsche Aussprache. Reine und gemäßigte Hochlautung mit Aussprachewörterbuch. Berlin: Walter de Gruyter, 191969.
  3. Derby, das Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache; Derby, das duden.de.
  4. Christian Koller: Das Derby – traditionelle sportliche Rivalitäten innerhalb und zwischen Städten. In: Christian Koller (Hrsg.): Sport als städtisches Ereignis. Thorbecke, Ostfildern 2008, S. 157–166 (uzh.ch [PDF]).
  5. Archived from the original on 28 November 2021. Retrieved 26 February 2020.: "Oldest football teams in derby match". In: BBC News. BBC News, 27. Juli 2013, abgerufen am 18. Januar 2026.
  6. Jens Kirschneck und Thorsten Schaar: Wenn Leidenschaft über Leichen geht. In: Spiegel Online. 25. Februar 2010, abgerufen am 9. September 2010.
  7. Werner Skrentny (Hrsg.): Das große Buch der deutschen Fußballstadien. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2001. ISBN 3-89533-306-9. S. 225
  8. Jürgen Schmidt: Die Geschichte des Frankenderbys. In: www.greuther-fuerth.de. SpVgg Greuther Fürth GmbH & Co. KGaA, abgerufen am 16. April 2009.
  9. Michael Jahn: Drittklassig und ausverkauft. In: Berliner Zeitung. 31. August 1996, abgerufen am 9. September 2010.
  10. Christian Lehnhart: FCN vs. SpVgg: Fußball-Geschichte zum Derby 1924 – Die Nationalmannschaft spricht Fränkisch. In: Abendzeitung. 19. April 2013, abgerufen am 30. Mai 2019.
  11. Thomas Fröhlich: Eintracht und 96 – Rivalen seit mehr als 100 Jahren. In: Braunschweiger Zeitung. 24. Februar 2007, archiviert vom Original am 29. Mai 2010; abgerufen am 15. Juni 2011.
  12. Als im Westen die Luft brannte · ballesterer. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
  13. Andreas Bellinger: "Raute unterm Hakenkreuz" - HSV in der NS-Zeit. Der HSV blieb lange untätig. In: ndr.de. Norddeutscher Rundfunk (NDR), archiviert vom Original am 5. April 2023; abgerufen am 18. Januar 2026.
  14. Udo Löffler: Der Ball muß rollen – um jeden Preis. In: Matices. 1999, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. August 2010; abgerufen am 13. Januar 2019.
  15. tommy2005le: 2002 Hassderby Leipzig , FC Sachsen-VFB. In: YouTube. tommy2005le, 2002, abgerufen am 18. Mai 2022.
  16. Lucas Böhme, René Loch: Das Wochenende, 7./8. Mai 2022: Gewalt bei Leipziger Fußball-Derby und 20 Strafverfahren, Gedenken an Ende des Zweiten Weltkriegs und Landtagswahlen in Schleswig-Holstein. In: L-IZ. 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.
  17. a b c Dominik Hager: Die 30 besten und größten Fußball-Derbys der Welt. Wir werfen einen Blick auf die 30 krassesten Rivalitäten und Derbys der Welt. In: 90min.de. Minute Media, 16. Januar 2024, abgerufen am 18. Januar 2026.
  18. a b c d e f g h i j k l m Greg Lea: The 50 biggest derbies in world football. The world's biggest derbies. In: FourFourTwo.com. Future plc, 20. April 2021, abgerufen am 18. Januar 2026 (englisch).
    The top 50 football derbies in the world 50-41: La Liga clashes, MLS' fiercest rivalry and a Yorkshire classic. In: mirror.co.uk. Daily Mirror, 9. Oktober 2017, abgerufen am 18. Januar 2026 (englisch).
  19. a b c d e f g h Top 50 biggest Football Derbies in the World. now presenting the top 50 biggest football derbies in the world. In: detwaalfdeman.net. De Twaalfde Man, 2021, abgerufen am 18. Januar 2026 (englisch).
  20. a b Calum Ritchie, Vijievan Jeevathayalan: 25 Fiercest Rivalries in World Football. The fiercest football rivalries of all time showcase historical tension, fan passion, and cultural clashes between top clubs. In: givemesport.com. Valnet Publishing Group, 13. Dezember 2025, abgerufen am 18. Januar 2026 (englisch).
  21. Bundesliga: „Tschickbude“ ebnete Linzer Derby-Comeback. 12. August 2023, abgerufen am 21. Dezember 2025.
  22. Platz 4: Südwest-Derby. Das Südwest- bzw. Kurpfalzderby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim ist eines der brisantesten Derbys Deutschlands. In: fussballmafia.de. 1. Februar 2021, abgerufen am 18. Januar 2026.
  23. Platz 7: Baden-Württemberg Derby. Derbys in Deutschland: VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC. In: fussballmafia.de. 5. November 2020, abgerufen am 21. September 2024.
  24. Hendrik Schirner: Identität und Rivalität–Fußball in Baden-Württemberg. Historische Brisanz – Das „Ländle-Derby“. In: landeskunde-baden-wuerttemberg.de. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB), 2022, abgerufen am 21. September 2024.
  25. KSC gegen VfB: Die Wurzeln des Hasses reichen zurück bis 1806. In: welt.de. Axel Springer Deutschland GmbH, abgerufen am 21. September 2024.
    André Setzkorn: Baden-Württemberg Derby | KSC – VfB. In: derbys.org. 2012, abgerufen am 21. September 2024.
  26. Fussballderbies (Deutschland). In: derbys.org. 2013, abgerufen am 18. Januar 2026.