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Derek Bell (Rennfahrer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Derek Bell
Derek Bell
Nation: Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Bells Helm in den 1980er-Jahren
Bells Helm in den 1980er-Jahren
Automobil-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Italien 1968
Letzter Start: Großer Preis von Deutschland 1974
Konstrukteure
1968 Ferrari · 1969 McLaren · 1970 Tom Wheatcroft Racing · 1970–1971 Team Surtees · 1972 Tecno · 1974 Surtees
Statistik
WM-Bilanz: WM-22. (1970)
Starts Siege Poles SR
9
WM-Punkte: 1
Podestplätze:
Führungsrunden:

Derek Reginald Bell, MBE (* 31. Oktober 1941 in Pinner, Middlesex, England), ist ein ehemaliger britischer Automobilrennfahrer.

Derek Bell begann seine Karriere 1964 auf einem Lotus Seven, mit dem er Clubrennen in Großbritannien bestritt. Ein Jahr später wechselte er in die britische Formel-3-Meisterschaft und wurde Teamkollege von Peter Westbury bei Church Farm Racing. Besitzer des Rennstalls war Bernard Hendler, Bells Stiefvater.

Derek Bell 1970

Mit Hendlers finanzieller Hilfe stieg Bell 1968 in die Formel-2-Europameisterschaft ein. Mit einem Brabham BT23 zeigte er so starke Leistungen, dass die Teamführung von Ferrari auf ihn aufmerksam wurde. Bell bekam einen Werksvertrag angeboten, der ihn in die Formel 1 führte. Mit dem Ferrari Dino 166 F2 wurde er 1968 Vierter und 1969 Fünfter in der Europameisterschaft. Ende 1968 gab er sein Debüt in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Beim Großen Preis von Italien in Monza, dem Heimrennen der Scuderia, ging Bell mit dem Ferrari 312F1 an den Start, musste das Rennen nach Problemen mit der Benzinpumpe aber vorzeitig beenden. Auch in den USA kam er nicht ins Ziel.

Derek Bell 1970 im Brabham BT30 Formel 2 auf dem Nürburgring

Nach dem Rückzug der Scuderia aus der Formel 2 verlor Bell seinen Werksvertrag. Es folgten einige Jahre, in denen er vergeblich versuchte, in der Formel 1 langfristig Fuß zu fassen. 1970 wurde er Vizemeister in der Formel-2-Europameisterschaft und holte sich mit dem sechsten Rang in den Watkins Glen den einzigen Punkt in der Fahrerweltmeisterschaft. Der Einsatz für das Surtees-Team war typisch für die Engagements von Bell in der Formel 1. Er kam immer nur als Ersatzfahrer, der schnell verfügbar war, zum Einsatz. In den USA pilotierte er den Surtees TS7, mit dem er sich auch ein Jahr später in Silverstone für das Rennen qualifizierte.

Ende 1974, nach drei Nichtqualifikationen in Folge, kehrte er der Formel 1 endgültig den Rücken. Obwohl Bell weiter Monoposto fuhr, vor allem Rennen in der Formel 5000 und der Formel Atlantic, galt das Hauptaugenmerk des Briten nun den Sport- und den Tourenwagen.

Parallel zur Formel 2 bestritt Bell schon ab den späten 1960er-Jahren Sportwagenrennen. 1970 gab er auf einem Ferrari 512S sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Als er 1996 sein letztes Rennen an der Sarthe fuhr, war es sein 26ster Start. Über die Jahre entwickelte er sich zu einem der besten Sportwagenpiloten der Motorsportgeschichte. 1975 feierte er an der Seite von Jacky Ickx seinen ersten Erfolg in Le Mans. Im selben Jahr hatte er mit drei Erfolgen im Alfa Romeo Tipo 33 maßgeblichen Anteil am Gewinn der Markenweltmeisterschaft für die italienische Marke. Als er 1981 Werksfahrer bei Porsche wurde, folgten Siege in Serie. Für Porsche holte er vier weitere Erfolge in Le Mans und galt neben Ickx als Spezialist im Porsche 962. Zweimal, 1985 und 1986, gewann er den Fahrertitel der Sportwagenweltmeisterschaft. Bell wurde noch 2001 vom Bentley-Team für das Rennen in Le Mans angeheuert.

Bell kommentiert Formel-1-Rennen und berät Porsche. Sein Sohn Justin Bell ist ebenfalls Rennfahrer; mit ihm fuhr er 1992 und 1995 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Le-Mans-Ergebnisse

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Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1970 Italien SpA Ferrari SEFAC Ferrari 512S Schweden Ronnie Peterson Ausfall Motorschaden
1971 Vereinigtes Königreich John Wyer Automotive Porsche 917LH Jo Siffert Ausfall Kurbelwelle
1972 Ecurie Francorchamps Ferrari 365 GTB/4 Teddy Pilette Vereinigtes Königreich Richard Bond Rang 8
1973 Vereinigtes Königreich Gulf Research Racing Mirage M6 Howden Ganley Ausfall Ölpumpe
1974 Vereinigtes Königreich Gulf Research Racing Gulf GR7 Vereinigtes Königreich Mike Hailwood Rang 4
1975 Vereinigtes Königreich Gulf Research Racing Gulf GR8 Jacky Ickx Gesamtsieg
1976 Vereinigte Staaten Grand Touring Cars Inc. Mirage GR8 Australien Vern Schuppan Rang 5
1977 Frankreich Team Renault Sport Alpine A442 Frankreich Jean-Pierre Jabouille Ausfall Motorschaden
1978 Frankreich Team Renault Sport Alpine A442 Frankreich Jean-Pierre Jarier Ausfall Differential
1979 Vereinigtes Königreich Grand Touring Cars Inc. Ford M10 Australien Vern Schuppan Vereinigtes Königreich David Hobbs Ausfall Getriebeschaden
1980 Deutschland Porsche System Engineering Porsche 924 Carrera Vereinigte Staaten Al Holbert Rang 13
1981 Deutschland Porsche System Engineering Porsche 936 Jacky Ickx Gesamtsieg
1982 Deutschland Rothmans Porsche AG Porsche 956 Jacky Ickx Gesamtsieg
1983 Deutschland Rothmans Porsche AG Porsche 956 Jacky Ickx Rang 2
1985 Deutschland Rothmans Porsche AG Porsche 962C Deutschland Hans-Joachim Stuck Rang 3
1986 Deutschland Rothmans Porsche AG Porsche 962C Deutschland Hans-Joachim Stuck Vereinigte Staaten Al Holbert Gesamtsieg
1987 Deutschland Rothmans Porsche AG Porsche 962C Deutschland Hans-Joachim Stuck Vereinigte Staaten Al Holbert Gesamtsieg
1988 Deutschland Porsche AG Porsche 962C Deutschland Hans-Joachim Stuck Deutschland Klaus Ludwig Rang 2
1989 Vereinigtes Königreich Richard Lloyd Racing Porsche 962C GTI Vereinigtes Königreich James Weaver Vereinigtes Königreich Tiff Needell Ausfall Feuer
1990 Deutschland Joest Racing Porsche 962C Deutschland Hans-Joachim Stuck Deutschland Frank Jelinski Rang 4
1991 Deutschland Joest Racing Porsche 962C Deutschland Hans-Joachim Stuck Deutschland Frank Jelinski Rang 7
1992 Vereinigtes Königreich ADA Engineering Porsche 962C GTI Vereinigtes Königreich Justin Bell Vereinigtes Königreich Tiff Needell Rang 12
1993 Frankreich Courage Compétition Courage C30 Frankreich Lionel Robert Frankreich Pascal Fabre Rang 10
1994 Vereinigtes Königreich Gulf Oil Racing Kremer K8 Spyder Vereinigtes Königreich Robin Donovan Deutschland Jürgen Lässig Rang 6
1995 Vereinigtes Königreich Harrods Mach One Racing McLaren F1 GTR Vereinigtes Königreich Justin Bell Vereinigtes Königreich Andy Wallace Rang 3
1996 Vereinigtes Königreich Harrods Mach One Racing McLaren F1 GTR Frankreich Olivier Grouillard Vereinigtes Königreich Andy Wallace Rang 6

Sebring-Ergebnisse

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Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1971 Vereinigtes Königreich J. W. Automotive Engineering Ltd. Porsche 917K Jo Siffert Rang 5
1972 Vereinigtes Königreich Gulf Research Racing Company Mirage M6 Niederlande Gijs van Lennep Ausfall Differential
1980 Vereinigte Staaten Red Lobster Racing BMW M1 Vereinigte Staaten Dave Cowart Vereinigte Staaten Kenper Miller Rang 25
1981 Vereinigte Staaten Bob Akin Motor Racing Porsche 935K3 Vereinigte Staaten Bob Akin Vereinigte Staaten Craig Siebert Ausfall Motorschaden
1982 Vereinigte Staaten Bob Akin Motor Racing Porsche 935K3/80 Vereinigte Staaten Bob Akin Vereinigte Staaten Craig Siebert Rang 12
1983 Vereinigte Staaten Henn’s Swap Shop Racing Porsche 935L Vereinigte Staaten Michael Andretti Vereinigte Staaten John Paul junior Ausfall Motorschaden
1984 Vereinigte Staaten Henn’s Swap Shop Racing Porsche 935L Vereinigte Staaten A. J. Foyt Frankreich Bob Wollek Rang 3
1985 Vereinigte Staaten Holbert Racing Porsche 962 Vereinigte Staaten Al Holbert Vereinigte Staaten Al Unser junior Rang 2
1986 Vereinigte Staaten Holbert Racing Porsche 962 Vereinigte Staaten Al Holbert Vereinigte Staaten Al Unser junior Rang 3
1989 Vereinigte Staaten Momo Gebhardt Racing Porsche 962 Italien Giampiero Moretti Michael Roe Italien Massimo Sigala Rang 4
1993 Italien Momo Nissan NPT-90 Italien Giampiero Moretti Vereinigte Staaten John Paul junior Rang 2
1994 Vereinigte Staaten Auto Toy Store Spice SE89 Vereinigtes Königreich James Weaver Vereinigtes Königreich Andy Wallace Rang 2 und Klassensieg
1995 Vereinigte Staaten Auto Toy Store Spice SE90 Niederlande Jan Lammers Vereinigtes Königreich Andy Wallace Rang 2
1996 Vereinigte Staaten Champion Porsche Porsche 911 Turbo Vereinigte Staaten John Fergus Rang 9
1998 Vereinigte Staaten Matthews-Colucci Racing Riley & Scott Mk III Vereinigte Staaten David Murry Vereinigte Staaten Jim Matthews Vereinigte Staaten Hurley Haywood Ausfall Motorschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

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Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
1970 Ecurie Francorchamps
Ferrari
Ferrari 512S  DAY  SEB  BRH  MON  TAR  SPA  NÜR  LEM  WAT  ZEL
8 DNF
1971 J. W. Automotive Porsche 917  BUA  DAY  SEB  BRH  MON  SPA  TAR  NÜR  LEM  ZEL  WAT
1 DNF 5 3 2 2 DNF DNF DNF 3
1972 Gulf Racing
Ecurie Francorchamps
Mirage M6
Ferrari 365 GTB/4
 BUA  DAY  SEB  BRH  MON  SPA  TAR  NÜR  LEM  ZEL  WAT
DNF DNF 4 8 DNF 3
1973 Gulf Racing Mirage M6  DAY  VAL  DIJ  MON  SPA  TAR  NÜR  LEM  ZEL  WAT
DNF DNF DNF DNF 1 DNF 5 4
1974 Gulf Racing
Abarth-Osella
Gulf GR7
Abarth-Osella PA2
 MON  SPA  NÜR  IMO  LEM  ZEL  WAT  LEC  BRH  KYA
4 2 DNF DNF 4 4 3 3 3
1975 Kauhsen Racing Alfa Romeo T33  DAY  MUG  DIJ  MON  SPA  PER  NÜR  ZEL  WAT
2 4 18 1 2 DNF 1 1
1976 Max Moritz Team
Kremer Racing
Porsche 934
Porsche 935
 MUG  VAL  NÜR  MON  SIL  IMO  NÜR  ZEL  PER  WAT  MOS  DIJ  DIJ  SAL
3 4
1977 Gelo Racing Porsche 935  DAY  MUG  DIJ  MON  SIL  NÜR  VAL  PER  WAT  EST  LEC  MOS  IMO  SAL  BRH  HOK  VAL
DNF
1978 Faltz
Gelo Racing
Alpine
BMW 320i
Porsche 935
Alpine A442
 DAY  SEB  MUG  TAL  DIJ  SIL  NÜR  LEM  MIS  DAY  WAT  VAL  ROD
3 DNF DNF
1979 Vasek Polak
Robin Hamilton
Joest Racing
Gran Touring
McLaren
Porsche 935
Aston Martin AM
Ford M10
BMW 320i
 DAY  SEB  MUG  TAL  DIJ  RIV  SIL  NÜR  LEM  PER  DAY  WAT  SPA  BRH  ROA  VAL  ELS
3 12 5 DNF 1
1980 Red Lobster Racing
Ault & Wiborg
Claude Haldi
Porsche
Mazda Team
Siegfried Brunn
BMW M1
Aston Martin AM
Porsche 935
Porsche 924
Mazda RX-7
Porsche 908
 DAY  BRH  SEB  MUG  MON  RIV  SIL  NÜR  LEM  DAY  WAT  SPA  MOS  ROA  VAL  DIJ
25 DNF DNF 13 22 2 DNF
1981 Akin Racing
Emka
Porsche
Welter Racing
Electrodyne
De Narvaez
Porsche 935
BMW M1
Porsche 936
BMW 530i
Porsche 934
 DAY  SEB  MUG  MON  RIV  SIL  NÜR  LEM  PER  DAY  WAT  SPA  MOS  ROA  BRH
2 DNF DNF 2 33 1 DNF 7 DNF 24 3
1982 Porsche Porsche 956  MON  SIL  NÜR  LEM  SPA  MUG  FUJ  BRH
2 1 2 DNF 1
1983 Porsche Porsche 956  MON  SIL  NÜR  LEM  SPA  FUJ  KYA
7 1 DNF 2 2 1 1
1984 Porsche Porsche 956  MON  SIL  LEM  NÜR  BRH  MOS  SPA  IMO  FUJ  KYA  SAN
1 10 1 4 1 1
1985 Porsche Porsche 962
Porsche 956
 MUG  MON  SIL  LEM  HOK  MOS  SPA  BRH  FUJ  SEL
DNF 2 2 3 1 1 2 1 DNF DNF
1986 Porsche
Fitzpatrick Racing
Joest Racing
Porsche 962
Porsche 956
 MON  SIL  LEM  NÜN  BRH  JER  NÜR  SPA  FUJ
1 2 1 11 2 DNF 3 25
1987 Porsche
Joest Racing
Team Schuppan
Porsche 962  JAR  JER  MON  SIL  LEM  NÜN  BRH  NÜR  SPA  FUJ
2 3 2 3 1 DNF 4 2 5 6
1988 Lloyd Racing
Porsche
Takefuji Racing
Porsche 962  JER  JAR  MON  SIL  LEM  BRÜ  BRH  NÜR  SPA  FUJ  SAN
4 DNF 2 DNF 17
1989 Lloyd Racing Porsche 962  SUZ  DIJ  JAR  BRH  NÜR  DON  SPA  MEX
19 5 DNF 15 11 4
1990 Equipe Almeras
Joest Racing
Porsche 962  SUZ  MON  SIL  SPA  DIJ  NÜR  DON  MOT  MEX
8 DNF
1991 Joest Racing
Team Salamin
Porsche 962  SUZ  MON  SIL  LEM  NÜR  MAG  MEX  AUT
7 5
1992 ADA Engineering Porsche 962  MON  SIL  LEM  DON  SUZ  MAG
12
Commons: Derek Bell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien