Derne

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Derne
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 34′ 10″ N, 7° 31′ 22″ O
Höhe: ca. 80 m
Fläche: 4,03 km²
Einwohner: 6461 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.602 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1928
Postleitzahl: 44329
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 21
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Über dieses Bild
Lage von Derne in Dortmund

Derne ist der Statistische Bezirk 21 und zugleich ein Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er wurde stark durch den Bergbau geprägt. Am 31. Dezember 2015 lebten 6.461 Einwohner in Derne. Der Ausländeranteil ist mit 22,3 % und die Migrantenquote mit 40,4 % überdurchschnittlich.

Der Ort hieß ursprünglich Altenderne-Oberbecker. Am 22. November 1922 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Altenderne-Niederbecker und Hostedde in die Gemeinde Altenderne-Oberbecker eingegliedert, deren Name bereits am 27. Oktober 1923 in Derne geändert wurde.[2]

Am 1. April 1928 wurde der Ort in die Stadt Dortmund eingemeindet.[2] Teile der Gemeinde fielen jedoch an Lünen: Der heutige Süden von Gahmen gehörte früher zu Niederbecker, und ein Teil von Oberbecker ist in Lünen-Süd aufgegangen. Die Grenze zwischen Dortmund und Lünen bildet die Bundesautobahn 2.

Die ersten Bohrungen begannen 1873 beim Abteufen des ersten Schachtes der Zeche Gneisenau. 1886 wurde die erste Kohle gefördert. 1985 wurde die Zeche stillgelegt, ca. 5000 Arbeitsplätze wurden auf andere Zechen umgelegt oder gestrichen.

Von dieser Schachtanlage wurden das Fördergerüst II, der Schacht von 1883, der Schacht IV von 1934 und die Maschinenhallen unter Denkmalschutz gestellt. Aus der Zeit des prosperierenden Bergbaus sind einige typische Siedlungen, wie die Müsersiedlung, erhalten. Zurzeit wird die Zechenbrache für die Ansiedlung von Handel, Handwerk und Verkehrslogistik aufgearbeitet.

Am 1. Juli 1950 kam es zu einem Gebietsaustausch zwischen den Städten Dortmund und Lünen. Im Bereich Derne wurde die Autobahn als neue Grenze festgelegt. Derne verlor etwa 7,63 ha an Lünen. Dem stand ein Gewinn von weniger als 1 ha westlich der Bahnstrecke Dortmund–Enschede gegenüber.

Heute gibt es in Derne drei Kirchengemeinden: die Katholische Kirchengemeinde, die Evangelische Kirchengemeinde und die Neuapostolische Kirchengemeinde. Die nichtchristliche Religionsgemeinschaft mit den meisten Anhängern in Derne ist der Islam.

Über den Bahnhof Dortmund-Derne ist der Stadtteil an das Netz der Bahn angeschlossen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 2015 lebten 6.461 Einwohner in Derne.

Struktur der Derner Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 23,9 %, liegt über dem Dortmunder Durchschnitt von 19.4 %.
  • Altenquote: 30,5 %, liegt leicht über dem Dortmunder Durchschnitt von 30,0 %.
  • Ausländeranteil: 22,3 %, liegt über dem Dortmunder Durchschnitt von 16,3 %.
  • Arbeitslosenquote: 12,6 %, liegt leicht über dem Dortmunder Durchschnitt von 12,3 %.

Das durchschnittliche Einkommen in Derne liegt etwa 25 % unter dem Dortmunder Durchschnitt. Im Westen Dernes (Altenderne) liegt das Einkommen etwa 10 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einw.
1987 6632
2003 6492
2008 6291
2013 6164

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht Dortmunder Statistik 2016 – Bevölkerung (PDF-Datei)
  2. a b Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 209, 226.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dortmund-Derne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien