Designated Survivor (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher Titel Designated Survivor
Originaltitel Designated Survivor
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) seit 2016
Produktions-
unternehmen
ABC Studios,
The Mark Gordon Company,
Genre Films
Länge 41–44 Minuten
Episoden 21 in 1+ Staffeln (Liste)
Genre Politthriller, Drama
Idee David Guggenheim
Musik Sean Callery,
Robert Lydecker
Erstausstrahlung 21. September 2016 (USA) auf ABC
Deutschsprachige
Erstveröffentlichung
6. November 2016 auf Netflix

Designated Survivor (dt. Designierter Überlebender) ist eine US-amerikanische Fernsehserie von David Guggenheim mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle. Die Serie wurde vom Sender ABC am 14. Dezember 2015 mit einer Direktbestellung versehen.[1][2] Die Erstausstrahlung fand am 21. September 2016 bei ABC statt.

Ende September 2016 wurde bekannt, dass ABC eine volle erste Staffel der Serie bestellen möchte. Statt der geplanten 13 Episoden sollte sie damit auf 22 Episoden kommen (Back nine order).[3] Letztlich umfasste die erste Staffel, die am 17. Mai 2017 abgeschlossen wurde, nur 21 Episoden.

Im deutschsprachigen Raum ist die Serie bei Netflix abrufbar. Anders als bei den meisten anderen lizenzierten Serien des Anbieters, wartete Netflix vor der Ausstrahlung nicht ab, bis alle Folgen produziert und synchronisiert waren; stattdessen steht die Pilotfolge seit dem 6. November 2016 online, weitere Folgen wurden meist im wöchentlichen Rhythmus veröffentlicht.

Am 11. Mai 2017 bestellte der ausstrahlende Sender ABC eine zweite Staffel der Serie.[4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Abend der jährlichen Rede zur Lage der Nation (State of the Union Address) vor dem Kongress im Kapitol kommen scheinbar alle anwesenden Mitglieder, die Mitglieder des Obersten Gerichtshofes sowie der Präsident und seine Kabinettsmitglieder mit Ausnahme des Wohnungsbauministers, der parteilose und gelernte Architekt Thomas Kirkman, durch eine Explosion ums Leben. Kirkman befindet sich als Designated survivor an einem sicheren Ort in Blickweite zum Kapitol. Da durch die Explosion ebenso der Sprecher des Repräsentantenhauses sowie der Senatspräsident pro tempore unter die Opfer fallen, wird Kirkman als letztes noch lebendes Kabinettsmitglied sofort unter den Schutz des Secret Service gestellt, ins Weiße Haus gefahren und dort zum neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt. Kirkman muss sich fortan mit der Instandsetzung des politischen Systems in den Vereinigten Staaten auseinandersetzen sowie gegen in- und externe Putschversuche ankämpfen. Außerdem wird versucht, wegen der Umstände seiner Amtsübernahme seine Legitimation zu untergraben.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entsteht unter der Dialogregie von Charles Rettinghaus durch die Synchronfirma Studio Hamburg Synchron in Hamburg.[5]

Hauptbesetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rollenname Schauspieler Folgen Synchronsprecher[5] Rollenbeschreibung
Thomas Adam „Tom“ Kirkman Kiefer Sutherland 1.01– Tobias Meister der Designated survivor
Alex Kirkman Natascha McElhone 1.01– Marion von Stengel EEOC-Anwältin und Toms Frau
Aaron Shore Adan Canto 1.01– Martin Lohmann Stellvertretender Stabschef des Weißen Hauses unter Toms Vorgänger
Emily Rhodes Italia Ricci 1.01– Kristina von Weltzien Toms Stabschefin zu dessen Zeit als Minister
Mike Ritter LaMonica Garrett 1.01– Charles Rettinghaus Secret-Service-Agent
Leo Kirkman Tanner Buchanan 1.01– Flemming Stein Toms und Alex’ Sohn
Seth Wright Kal Penn 1.01– Jens Wendland Redenschreiber im Weißen Haus
Hannah Wells Maggie Q 1.01– Celine Fontanges führende FBI-Agentin

Nebenbesetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rollenname Schauspieler Folgen Synchronsprecher[5] Rollenbeschreibung
Kimble Hookstraten Virginia Madsen 1.02– Ela Nitzsche Kongressabgeordnete und zweite Designated survivor
Peter MacLeish Ashley Zukerman 1.03–1.12 überlebender Kongressabgeordneter
Jason Atwood Malik Yoba 1.02– Jürgen Holdorf Stellvertretender FBI–Direktor und Wells’ Vorgesetzter
Shelly Vanessa Burns 1.04–1.16 Jannika Jira beim Weißen Haus akkreditierte Journalistin

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Benedikt Frank von der Süddeutschen Zeitung meint, in Designated Survivor halle „das verlorene Vertrauen in die politischen Eliten“ wider. Weiter schreibt er, die Serie spitze „die Feindschaft der politischen Lager bis zum Äußersten zu“ und lasse „wahr werden, was bisher nur hysterische Wahlkampfrhetorik“ gewesen sei; nämlich dass „Amerika gegen sich selbst“ putsche.[6]
  • Hannes Stein von der Welt sieht in dem dargestellten Thomas Kirkman „die ideale Identifikationsfigur für jeden Amerikaner mittleren Alters“, der sich nach der Arbeit vor den Fernseher setze. Trotz inhaltlicher Parallelen zu den Terroranschlägen am 11. September 2001 wirke „Designated Survivor auf eine seltsame Art tröstlich“. Im Hinblick auf eine – damals noch nicht feststehende – Präsidentschaft von Donald Trump vermutet Stein, dass die Serie den Zuschauern „dann wie eine Flaschenpost aus einer besseren Welt vorkommen“ könne.[7]
  • Matthias Sauermann von der Tiroler Tageszeitung kritisiert insbesondere eine von den Machern der Serie erwirkte überspitzte Darstellung der scheinbaren Unerfahrenheit Kirkmans. So werde außer Acht gelassen, dass Kirkman „zuvor bereits Minister in der Regierung“ gewesen sei und „damit sowohl das Oval Office als auch den Politikbetrieb nicht nur vom Hörensagen“ kenne. Sauermann vermutet, dass durch diesen Umstand die Spannung zusätzlich erhöht werden solle.[8]
  • Tobias Jochheim von der Rheinischen Post lastet der Serie „viele hölzern gezeichnete Charaktere“ sowie „oft arg konstruiert[e] paukenschlag-artig[e] Cliffhanger“ auch mitten in den jeweiligen Episoden an. Designated Survivor sei zwar „nicht besonders tiefsinnig oder gar subtil, aber hochspannend“.[9]
  • Clemens Schömann-Fink vom Focus erkenne „eine gewisse Ironie, dass Kiefer Sutherland die Rolle von Thomas Kirkman“ spiele, auch weil er als Jack Bauer in 24 ähnliche Anschläge habe verhindern müssen. Der Serie attestiert Schömann-Fink insbesondere zu Beginn der ersten Staffel „ihr[e] besten Moment[e]“, die in der Folge nicht gehalten werden könnten. Dies lastet er unter anderem dem gezeigten Thomas Kirkman an, dessen „Makellosigkeit im weiteren Verlauf der Serie zunehmend ermüdend“ sei. Zudem werde das Ausmaß der Verschwörung, die nach und nach aufgeklärt werde, „in ihrer Dimension immer unglaubwürdiger“. Auch Schömann-Fink empfindet die „paukenschlag-artigen Cliffhanger mehrmals pro Folge“ als störend. Insgesamt sei „Designated Survivor trotz einiger Schwächen eine spannende Serie mit vielen überraschenden Wendungen“, bei der es sich lohne, sie anzuschauen.[10]

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Critics’ Choice Television Award

People’s Choice Award

  • 2017: Nominierung in der Kategorie Favorite New TV Drama
  • 2017: Nominierung in der Kategorie Favorite Actor In A New TV Series für Kiefer Sutherland

Saturn Award

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ABC Orders ‘Designated Survivor’ Series Starring Kiefer Sutherland From David Guggenheim, Mark Gordon, Simon Kinberg; deadline.com, Englisch, vom 14. Dezember 2015, abgerufen am 15. November 2016
  2. Designated Survivor: Kiefer Sutherland als US-Präsident; serienjunkies.de, vom 15. Dezember 2015, abgerufen am 15. November 2016
  3. Michael O'Connell: 'Designated Survivor' and 'Speechless’ Get Speedy Full-Season Orders at ABC. The Hollywood Reporter, 29. September 2016, abgerufen am 6. Oktober 2016 (englisch).
  4. Michael Ausiello: Designated Survivor Renewed at ABC. 12. Mai 2017.
  5. a b c Designated Survivor. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 7. Dezember 2016.
  6. Benedikt Frank: "Designated Survivor" - Plötzlich Präsident. In: Sueddeutsche.de. 11. November 2016, abgerufen am 18. März 2017.
  7. Hannes Stein: Kongress, Regierung – alle, alle tot. Du bist Präsident. In: Welt.de. 26. September 2016, abgerufen am 25. April 2017.
  8. Matthias Sauermann: „Designated Survivor“: Kiefer Sutherland ist plötzlich Präsident. In: tt.com. 28. Dezember 2016, abgerufen am 25. April 2017.
  9. Tobias Jochheim: "House of Cards" für Arme, aber spannend. In: rp-online.de. 4. April 2017, abgerufen am 25. April 2017.
  10. Clemens Schömann-Fink: Kiefer Sutherland als Präsident wider Willen. In: focus.de. 16. Mai 2017, abgerufen am 18. Mai 2017.