Desktop-Umgebung

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Übersicht über die populären Desktop-Umgebungen für Unix-artige Betriebssysteme

Eine Desktop-Umgebung (engl. desktop environment; desktop bedeutet wörtlich Schreibtischoberfläche) ist eine grafische Arbeits- bzw. Benutzerumgebung von Betriebssystemen in Form einer grafischen Shell (ein Eingabe-Ausgabe-System oder Mensch-Maschine-Schnittstelle), bei der die grafische Benutzeroberfläche die Schreibtischmetapher umsetzt. Die unterste (letzte/hinterste) Fensterebene wird dabei als Desktop oder Schreibtisch bezeichnet. Auf jener können geschlossene Dokumente (gespeichert in Dateien, zumeist mit Papier-Metaphern symbolisiert) abgelegt werden und über jener schweben Programm-Fenster, die den Schreibtisch teilweise oder ganz überdecken und geöffnete Dokumente darstellen.

Die Desktop-Umgebung ist entweder vom Hersteller des Betriebssystems vorgegeben – wie bei Windows (Modern UI, Aero, Luna) oder OS X (Aqua) – oder kann vom Benutzer frei ausgewählt werden – wie bei Unix-, BSD-, Linux-Systemen etc.

Weit verbreitete Desktop-Umgebungen auf unixoiden Systemen sind Gnome, KDE Plasma, Xfce, Unity, LXDE, Cinnamon und MATE.[1] Eine weitere Umgebung bietet GNUstep, das sich die Wurzeln mit OS X teilt. Sie alle können auch parallel installiert werden. Weniger verbreitet ist beispielsweise die Amiga Workbench.

Im ursprünglichen Sinn war mit „Desktop Environment“ ein „Toolkit“ gemeint (Sammlung von Bibliotheken, Klassen und Schnittstellen), das „Werkzeuge“ u. a. zur grafischen Wiedergabe von entsprechend gestalteten Bedienelementen bereitstellt. Jene, die einer grafischen Benutzeroberfläche ihr typisches Look and Feel verleihen: Aussehen und Funktion von Fenstern und deren Titelleisten, Schaltflächen, Mauszeiger, Menüdesign usw. werden den Anwendungsprogrammen zur Verfügung gestellt und verleihen der Gesamtheit aller „Desktop-Anwendungen“ ein einheitliches Erscheinungsbild und Bedienkonzept.

Umsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typische Bestandteile von Desktop-Umgebungen sind:

Nicht jede Desktop-Umgebungen hat alle diese Elemente. So kennt etwa Windows kein Dock und OS X weder Startmenü noch Taskleiste.

Typische Anwendungen, die zusammen mit der Desktop-Umgebung ausgeliefert werden, sind:

  • Dateimanager, der auch für den Umgang mit den Dateien „auf dem Desktop“ zuständig ist;
  • Texteditor sowie meist Anzeige‑/​Vorschau-Programme für Dokumente, Bilder, Audio‑/​Video-Dateien;
  • ggf. eine Terminalemulation um das System jenseits der grafischen Benutzeroberfläche bedienen und konfigurieren zu können.

In der Regel müssen die mitgelieferten Anwendungen nicht verwendet werden; es können also Alternativen anderer Anbieter eingesetzt werden.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thorsten Leemhuis (heise open), 5. August 2012: Die Woche: Der Desktop zersplittert