Dessau-Roßlauer HV

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Dessau-Roßlauer HV
DRHV Logo.svg
Voller Name Dessau-Roßlauer Handballverein von 2006 e.V.
Abkürzung(en) DRHV 06
Spitzname(n) ZAB Dessau, „Beavers“
Gegründet 1990 (Dessauer SV)
1996 (Dessauer HV 96)
1. Juli 2006 (Fusion TV Jahn Roßlau und Dessauer HV 96 zum Dessau-Roßlauer HV 06)
Vereinsfarben blau/weiß
Halle Anhalt-Arena, Dessau-Roßlau
Plätze 3.500
Präsident DeutschlandDeutschland Thomas Zänger
Trainer DeutschlandDeutschland Uwe Jungandreas
Liga 3.Liga Ost
2013/14
Rang 13. Platz
DHB-Pokal nicht teilgenommen
Website dessau-rosslauer-hv.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Aufstieg in die Handball-Bundesliga
1991
DHB-Pokal-Achtelfinale
2009, 2011

Der Dessau-Roßlauer HV ist ein deutscher Handballverein aus Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der DRHV 06 ist einer der traditionsreichsten Handballvereine Deutschlands, der seit Mitte der 1960er Jahre unter dem Namen ZAB Dessau in der DDR-Oberliga vertreten war. Nach der Wiedervereinigung spielte ZAB Dessau in der Saison 1991/1992 als Dessauer SV in der Handball-Bundesliga. 1996 wurde der Verein aufgrund finanzieller Probleme neu gegründet und hieß fortan Dessauer Handballverein von 1996 e.V. Seit 2004 trägt die Bundesligamannschaft den Beinamen the beavers. Im Jahr 2006 fusionierten aufgrund der Fusion der Städte Dessau und Roßlau auch die beiden Handballvereine Dessauer HV und TV Roßlau zum Dessau-Roßlauer HV.

Am 1. April 2007 trat der bisherige Vereinspräsident Demirtas zurück. Die Amtsgeschäfte leiteten fortan der restliche Vorstand und der faktische Nachfolger Thomas Zänger. Da der Verein in sechsstelliger Höhe verschuldet war, gab es bei der Vergabe der Lizenz für die Saison 2007/08 Probleme. Allerdings wurde durch großen Einsatz der Fans und durch Sponsorengelder eine Summe in Höhe von 280.000 € beschafft, mit der die Lizenz gesichert werden konnte. Seitdem wird der Verein „saniert“. Es werden monatlich ca. 20.000 € zum Schuldenabbau verwendet, um zu Beginn der nächsten Saison schuldenfrei zu sein und somit Problemen bei der Lizenzierung aus dem Weg zu gehen. Am 19. Juni 2007 kündigte Georgi Swiridenko, 1988 in Seoul mit der UdSSR Olympiasieger, überraschend seinen Vertrag als Cheftrainer und übernahm das Traineramt bei der HSG Düsseldorf. Nachfolger wurde Peter Pysall, der am 8. Mai 2011 beurlaubt wurde. Sein Nachfolger wurde wiederum Georgi Swiridenko.

Zum Ende der Saison 2010/2011 in der 2. Handball-Bundesliga stand der Verein auf einem Relegationsplatz. Gegen den SC DHfK Leipzig Handball verlor der Verein das folgende Relegationsspiel und stieg damit nach 19 Jahren aus der 2. Bundesliga ab.

Wichtigste Lokalrivalen sind Anhalt Bernburg, 1. SV Concordia Delitzsch und der SC Magdeburg. Der Zuschauerschnitt in der heimischen Anhalt-Arena liegt bei ca. 1.300 Zuschauern. Damit ist dies der zweithöchste Schnitt in der 2. Handball-Bundesliga.

Nachwuchsarbeit[Bearbeiten]

Die männlichen A-Jugendlichen erreichten in der Saison 2005/2006 den dritten Platz in der Regionalliga, der höchstmöglichen Spielklasse, und besiegten dabei auch den späteren Meister SC Magdeburg. Dieser Erfolg konnte in der darauf folgenden Saison wiederholt werden. Einige der ehemaligen A-Jugendlichen spielten in den deutschen Jugendnationalmannschaften. Nach dem gewonnen Double auf der Landesebene durch die zweite Mannschaft des DRHV brach das Konzept des langsamen Ranführens an die Bundesligamannschaft fast vollständig weg. Gleich sechs Spieler mit Perspektive für die Zweite Bundesliga verließen den Verein. Im männlichen Nachwuchsbereich wurde das Regionalligateam zurückgezogen und erst im Sommer 2009 für die neue Saison eine Spielgemeinschaft mit der SG Kühnau für die Regionalliga eingegangen, um für potenzielle Nachwuchsspieler wieder attraktiver zu werden.

Wichtige Spieler[Bearbeiten]

Der ehemalige Torhüter Matías Carlos Schulz wurde bei der WM 2005 zum fünftbesten Torhüter gewählt und war auch bei der Handball-WM 2007 in Deutschland im Kader der argentinischen Nationalmannschaft, die sich in Dessau auf dieses Turnier vorbereitete. Armands Uščins war Mitglied der lettischen Nationalmannschaft.In der Saison 2013/2014 lief der australische Nationalspieler Luka Kraijnc für die Beavers auf.

Quellen[Bearbeiten]