Destraktion

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Destraktion ist ein zusammengesetztes Wort aus Destillation und Extraktion. Es bezeichnet ein produktschonendes Trennverfahren mit Hilfe von überkritischen Gasen. Der erste Verfahrensschritt, eine Hochdruckextraktion, nutzt die wesentlich höhere Löslichkeit vieler Stoffe in überkritischen Fluiden aus. In einem zweiten Schritt wird das überkritische Fluid in der Regel restlos durch Verringerung des Drucks entfernt.

Das Verfahren wurde in den 1960ern am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr durch den Chemiker Kurt Zosel entwickelt und gelegentlich als Zoselverfahren bezeichnet. 1978 schlug er den Begriff Destraktion für das Verfahren vor.[1]

Die Destraktion wird beispielsweise in der Entkoffeinierung angewendet.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

H. A. Kurzhals (Hrsg.): Lexikon Lebensmitteltechnik, S. 208, 1. Auflage, Behr Verlag 2003, ISBN 978-3860229736.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zosel, Kurt: Praktische Anwendungen der Stofftrennung mit überkritischen Gasen. In Angewandte Chemie 90, Nr. 10, Oktober 1978, S. 748–755, doi:10.1002/ange.19780901005.