Detlef Felken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Detlef Felken (* 28. Oktober 1957) ist ein deutscher Lektor, Historiker und Programmleiter des kulturwissenschaftlichen C.H. Beck Verlages in München.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felken studierte in Bonn Geschichte und Amerikanistik und wurde Ende der 1980er-Jahre mit einer Arbeit über Oswald Spengler zum Dr. phil. promoviert. Nach einem 1989 absolvierten zweimonatigen Volontariat beim C.H. Beck Verlag trat er 1991 ebenda als Lektor ein.[1] Im Jahr 2000 löste er Ernst-Peter Wickenberg als Cheflektor des kulturwissenschaftlichen Verlages ab.[2] In seiner Programmarbeit betreut er zeitgenössische Intellektuelle und Historiker wie Saul Friedländer, Timothy Snyder, Johannes Fried, Arnold Esch, Jürgen Osterhammel oder Thomas Piketty und regt Themen an, die die globale, europäische sowie jüngere bundesrepublikanische Geschichte kritisch reflektieren.[3][4] So machte er sich 2017 für die Übersetzung von Ibram X. Kendis Gebrandmarkt: Die wahre Geschichte des Rassismus in Amerika stark, während der Verlag unter seiner Ägide die Gefängnisbriefe von Nelson Mandela zu dessen 100. Geburtstag herausgab[5] oder ab 2010 die Publikation der von Ulrich Herbert herausgegebenen Reihe "Europäische Geschichte im 20. Jahrhundert" ins Werk setzte.[6] Felken lebt in München.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oswald Spengler. Konservativer Denker zwischen Kaiserreich und Diktatur. C.H. Beck, München 1988, ISBN 3406333265.
  • Dulles und Deutschland. Die amerikanische Deutschlandpolitik 1953–1959. Bouvier, Köln 1993, ISBN 3416024176.
  • Zusammen mit Tino Jacobs (Hrsg.): Die Welt im Buch: kleine Chronik des Verlags C.H. Beck 1763–2013. C.H. Beck, München 2013.

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein Buch, das mein Leben verändert hat [Wolfgang Beck von seinen Autorinnen und Autoren zum 65. Geburtstag 2006]. C.H. Beck, München 2007, ISBN 3406564615.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 28.10.2007: Detlef Felken (50). In: Buchreport. Das Ideenmagazin für den Buchhandel. 29. Oktober 2007, abgerufen am 29. September 2019 (deutsch).
  2. Die Welt im Buch. Kleine Chronik des Verlags C.H.Beck 1763-2013. Januar 2013, abgerufen am 29. September 2019 (deutsch).
  3. Robert Weil: Runde Geburtstage: Eine amerikanische Wertschätzung - Detlef Felken. In: Buchmarkt. Das Ideenmagazin für den Buchhandel. 28. Oktober 2019, abgerufen am 29. September 2019 (Wie Weil schreibt, erkannte Felken sehr früh das besondere Potenzial von Thomas Piketys "Das Kapital im 21. Jahrhundert" und kaufte die Rechte für die deutsche Fassung noch vor dem Erscheinen der englischen Übersetzung ein.).
  4. Saul Friedländer: Ernsthafter Magier. Saul Friedländer gratuliert Detlef Felken zum 60. In: Börsenblatt – Wochenmagazin für den Deutschen Buchhandel. 28. Oktober 2017, abgerufen am 29. September 2019 (deutsch).
  5. Ebd.
  6. Europäische Geschichte im 20. Jahrhundert. In: Website des C.H. Beck Verlages. Abgerufen am 29. September 2019 (deutsch).