Detlef Soost

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Detlef D! Soost und seine Frau Kate Hall (2010)

Detlef Soost (* 2. Juli 1970 in Ost-Berlin), auch D! [diː] oder Detlef D! Soost genannt, ist ein deutscher Tänzer und Choreograf, der zwischen 2000 und 2012 als Jurymitglied und Coach der Castingshow Popstars bekannt wurde.

Anfänge und Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soost stammt aus Ost-Berlin und ist in einem Kinderheim aufgewachsen. Seine Mutter war Deutsche und starb, als er dreizehn Jahre alt war. Sein leiblicher Vater stammte aus Ghana, war Arzt und kam als Medizinstudent nach Berlin. Er hatte mit Soosts Mutter, die mit dem Turbinenschlosser Günter Soost verheiratet war, eine Affäre. Detlef Soosts leiblicher Vater bestritt vor Gericht die Vaterschaft und starb 2006. Getroffen hatte ihn Soost nur einmal.[1]

Soost besuchte die Horst-Viedt-Oberschule in Berlin-Lichtenberg und machte in der Werkzeugmaschinenfabrik Berlin-Marzahn eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker. Er sammelte schon früh erste Bühnenerfahrungen am Ost-Berliner Metropol-Theater und als Mitglied der Gruppe Modeexpress von Detlef Heising. Nach der Wende war er unter anderem als Finanzvermittler tätig.[1]

Soost hat mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin eine Tochter und einen Sohn. Das Paar trennte sich im Januar 2009 nach zehn Jahren Beziehung. Er ist mit Sängerin Kate Hall verheiratet, mit der er in der Sendung Popstars zusammengearbeitet hat.[2] Ihre gemeinsame Tochter kam am 11. Februar 2010 zur Welt. Die Familie lebt in Berlin-Mitte.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detlef D! Soost (2005)

Soost war ab dem Jahr 2000 Choreograf und ab der zweiten Staffel von 2001 bis 2012 Jurymitglied in der Castingshow Popstars. Er wirkte 2004 und 2006 bei der Schweizer Talentshow MusicStar des Schweizer Fernsehens SF mit. Von Anfang 2005 bis Mitte September des gleichen Jahres moderierte er das Magazin Super Illu TV im MDR. 2005/2006 moderierte er auf ProSieben das Coaching-Magazin Lebe Dein Leben! – Live-Coaching mit Detlef D! Soost. Beim Musiksender VIVA war von 2005 bis 2008 Moderator der Tanz-Casting-Show DanceStar.

Er ist der Gründer des Tanzschulen-Netzwerks D!’s Dance Club und betreibt in Berlin-Mitte die Tanzschule D!'s Dance School. Er hat für mehr als 100 Künstler Show-Choreografien erarbeitet und inszenierte die Choreographie einer Schlüsselszene des Leander-Haußmann-Films Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe. Im Mai 2008 veröffentlichte der Panini Verlag erstmals die Zeitschrift D!’s Dance Mag. Soost veröffentlichte bisher acht Hip-Hop-Tanz-DVDs und zwei DVDs mit seinem Fitness- und Wellness-Programm Dantao; in seinem Buch Tanz dich fit liefert er eine Anleitung seines Tanz- und Fitnessworkouts.

Im Mai und Juni 2009 war er als Jurymitglied der Talentshow Mascerade – Deutschland verbiegt sich, dem deutschen Pendant der japanischen Show Masquerade, zu sehen. 2010 trat Soost in der zweiten Staffel von Schlag den Star auf und spielte im Kinofilm Homies einen Tanzlehrer.[3] 2011 saß er in der Jury der österreichischen Popstars-Ausgabe, die während der einjährigen Pause der deutschen Ausgabe produziert wurde.[4]

Seit 2012 präsentiert Soost ein kommerzielles Trainings- und Ernährungsprogramm.[5] 2014 und 2015 beteiligte er sich als Coach an der Abnehm-Soap The Biggest Loser.[6] Im Dezember 2016 nahm er erneut an Schlag den Star teil, wobei er gegen Thorsten Legat gewann.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Two Tribes (the First Mission) (D!Nation)
  DE 76 17.11.2003 (1 Wo.)
Singles
Take Your Chance (D!Nation)
  DE 19 02.06.2003 (9 Wo.)
You Gotta Be You (D!Nation)
  DE 66 15.09.2003 (3 Wo.)
[8]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/Quellen-Parameter

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Two Tribes (The First Mission) – D!Nation
  • 2005: Shut Up and Dance – D!Nation

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Take Your Chance – D!Nation
  • 2003: You Gotta Be You – D!Nation

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Detlef Soost, Anne Ascher: Heimkind – Neger – Pionier. Mein Leben. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2006, ISBN 3-499-61647-5.
  • Detlef D! Soost: Tanz dich fit. Vgs, 2010, ISBN 978-3802536977.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Detlef D! Soost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Anne Lena Mösken, Marcus Weingärtner: Über Berlin reden mit Detlef „D!“ Soost „Ich könnte mir nie vorstellen, aus Berlin wegzuziehen“. In: Berliner Zeitung, 30. März 2015, abgerufen am 1. Januar 2017 (Interview).
  2. D! fand DIE, bild.de vom 31. Mai 2009
  3. www.imdb.com
  4. www.puls4.com
  5. www.10wbc.de
  6. The Biggest Loser Teens. fernsehserien.de.
  7. Schlag den Star: Thorsten Legat vs. Detlef D! Soost. In: prosieben.de. 10. Dezember 2016, abgerufen am 11. Dezember 2016.
  8. Chartquellen: Deutschland