Deurne (Nordbrabant)

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Gemeinde Deurne
Flagge der Gemeinde Deurne
Flagge
Wappen der Gemeinde Deurne
Wappen
Provinz Noord-Brabant Noord-Brabant
Bürgermeister Hilko Mak (CDA)
Sitz der Gemeinde Deurne
Fläche
 – Land
 – Wasser
118,36 km2
116,94 km2
1,42 km2
CBS-Code 0762
Einwohner 32.364 (31. Jan. 2019[1])
Bevölkerungsdichte 273 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 28′ N, 5° 48′ OKoordinaten: 51° 28′ N, 5° 48′ O
Bedeutender Verkehrsweg A67 E34 N270 N279 N604
Vorwahl 0493
Postleitzahlen 5751–5754, 5756–5759
Website Homepage von Deurne
LocatieDeurne.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Deurne (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Noord-Brabant. Sie hat eine Gesamtfläche von 118,36 km². Deurne hat 32.364 Einwohner (Stand 31. Januar 2019).

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deurne (24.755 Einwohner), wo sich auch die Gemeindeverwaltung befindet
  • Liessel
  • Vlierden
  • Neerkant
  • Helenaveen

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deurne liegt im Osten der Provinz, zwischen dem acht km in westliche Richtung entfernten Helmond. Venlo liegt etwa 30 km südöstlich von Deurne entfernt. Die Stadt ist durch eine Eisenbahn mit Eindhoven und Venlo angebunden. Auf einigen Kilometern befindet sich eine Anschlussstelle zum A67. Eine weitere Straße führt in nordöstliche Richtung nach Venray.

Deurne lebt hauptsächlich von Handel und Kleingewerbe, Industrie (ein Werk des Philips-Konzerns), Tourismus und Landwirtschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Deurne wurde 721 in einer bischöflichen Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Bereits um 800 v. Chr. lebten hier Menschen, was der Fund eines Urnenfeldes bezeugt. Im Jahr 1910 wurde bei den Arbeiten zum Urbarmachen des Hochmoores in der Gemeinde ein vergoldeter Helm eines Römers gefunden (jetzt im Leidener Museum für das Altertum {Rijksmuseum van Oudheden}). Im Mittelalter hatte Deurne schon eine dem heiligen Willibrord geweihte Kirche. Diese wurde nach dem Westfälischen Frieden von 1648, als Deurne Teil der protestantischen Republik der Niederlande wurde, zwangsweise „reformiert“. Die Katholiken gingen zur Messe in Venray, das wie große Teile der Provinz Limburg erst 1815 niederländisch wurde. Unter der Herrschaft Napoleons bekamen die Katholiken 1799 ihr Gotteshaus zurück.

Im Jahr 1853 gründete ein Geschäftsmann namens Van der Griendt die Maatschappij Helenaveen, die große Teile des Hochmoores „De Peel“ vergraben ließ: der Torf war ein guter Brennstoff, und nach der Entfernung der meterdicken Moorschicht blieb brauchbares Ackerland übrig. Dort entwickelte sich das Dorf Helenaveen, mit einem bis zum Zweiten Weltkrieg wichtigen Güterbahnhof an der 1866 eröffneten Eisenbahnlinie EindhovenHelmond – Venlo. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Deurne auch bedeutende Textilindustrie, und der Philips-Konzern baute in Deurne eine Glühlampenfabrik. Inzwischen war die Torfgewinnung wegen Unwirtschaftlichkeit (in Südlimburg gab es inzwischen die Steinkohlezechen) eingestellt worden.

Der Zweite Weltkrieg war für die Gemeinde katastrophal. Zunächst wurde beim Einmarsch der deutschen Truppen am 10. und 11. Mai 1940 hier heftig gekämpft. Im Herbst 1944 wurde das Schloss Deurnes und das Dorf Neerkant durch den Versuch der Alliierten, nach der zum Teil misslungenen Operation Market Garden den noch von den Deutschen besetzten Bereich zwischen Eindhoven/Herzogenbusch und der Maas zu erobern, schwer verwüstet. Das große Kriegsmuseum Liberty Park im benachbarten Overloon gibt ein gutes Bild dieser Kämpfe. Nach 1950 wurden mit Subventionen der Regierung in Den Haag Gewerbegebiete entlang der Eisenbahn gebaut, was die wirtschaftliche Entwicklung stark verbesserte.

Schloss Deurne
Kirche: de Sint Willibrorduskerk
Kirche: de Sint Jozefkerk

Kulturelles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deurne war Wohnort einiger in der Region bekannter Künstler:

  • Hendrik Wiegersma, Maler, ein Freund von Ossip Zadkine
  • seine Söhne Friso Wiegersma, Textschreiber für bekannte niederländische Kleinkünstler wie Wim Sonneveld, und Pieter Wiegersma (1920–2009)
  • Antoon Coolen, Schriftsteller (1897–1961)
  • Toon Kortooms, Schriftsteller (1916–1999).

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Toon Kortooms schrieb beliebte, humorvolle Romane über die Gegend und das Dorfleben, darunter „Beekman en Beekman“ und „Help, de dokter verzuipt“, welches Werk verfilmt wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Hochmoorlandschaft De Peel, östlich von Deurne. Ein Teil davon ist ein 13 km² großer Nationalpark (Nationaal Park De Groote Peel), der vom Besucherzentrum „Mijl op zeven“ besucht werden kann. „De Peel“ wird von Deurne selbst getrennt durch den „Peelrandbreuk“. Das ist eine kleine Verwerfung oder ein Bruch in der Erdkruste, wo also Erdbeben möglich sind. Stärkere Beben als etwa drei auf der Richterskala gibt es aber so gut wie nie.
  • Das Hendrik-Wiegersma-Haus (De Wieger). Museum für Gemälde aus der Periode 1915–1940. Wechselausstellungen moderner Kunst.
  • Einige alte Windmühlen und Bauernhäuser aus dem 19. Jahrhundert.
  • Kleines und großes Schloss im „Haageind“ (14. Jahrhundert).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Politieke Partij DOE! konnte ihren Wahlsieg aus dem Jahre 2014 bei der letzten Kommunalwahl am 21. März 2018 verteidigen. Diese sind in der Legislaturperiode 2018–2022 Teil eine Koalition mit DeurneNU und der VVD.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl am 21. März 2018[2]
Wahlbeteiligung: 56,5 %
 %
30
20
10
0
23,6
18,8
16,9
14,6
11,2
9,9
5,0
DOE!a
NUb
TDe
PA/GLf
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+2,7
-1,2
+0,5
-2,3
+2,4
+0,7
-2,7
DOE!a
NUb
TDe
PA/GLf
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Politieke Partij DOE!
b DeurneNU
e Transparant Deurne
f Progressief Akkoord/GroenLinks

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[2]
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018
Politieke Partij DOE! 5 5 6 5 6
DeurneNU 8 10 10 10 9 7 5 4 5 5
CDA 9 7 7 6 6 6 6 6 4 4
VVD 2 1 1 1 2 1 3 4 4 3
Transparant Deurne 2 2
Progressief Akkoord 2 2 1 1 2 2
GroenLinks 3 3
PvdA 1 3 2 2 3 2 1 1
Progressieve Partij Deurne 1
D66 3 2
Lijst Bennenbroek 0
Partij voor Socialisme en Ontwapening 0
Democraten Deurne 0
Gesamt 21 21 21 23 23 23 23 23 23 23

Kollegium von Bürgermeister und Beigeordneten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Koalitionsparteien DeurneNU, Politieke Partij DOE! und VVD stellen dem College van burgemeester en wethouders jeweils einen Beigeordneten zur Verfügung. Folgende Personen gehören zum Kollegium und sind in folgenden Bereichen zuständig[3]:

Funktion Name Partei Ressort Anmerkung
Bürgermeister Hilko Mak CDA Verwaltung, Sicherheit und Geschäftsführung seit dem 1. Februar 2011 im Amt
Beigeordnete Marinus Biemans Politieke Partij DOE! Raum, Wirtschaft, ländliches Umland, Nachhaltigkeit sowie Kunst und Kultur
Marnix Schlösser VVD Arbeit, Pflege, Bildung und Finanzen
Helm Verhees DeurneNU Wohnen, Leben, Gebäude und Besitz
Gemeindesekretär Robbert Halffman seit Januar 2018 im Amt

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deurne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  2. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 30. Dezember 2018 (niederländisch)
  3. College van B&W. In: ris2.ibabs.eu. Gemeente Deurne, abgerufen am 30. Dezember 2018 (niederländisch)