Deus é Amor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ein Dios-es-Amor-Gemeindesaal in einem ehemaligen Kino in Montevideo

Die Igreja Pentecostal Deus é Amor (IPDA), bisweilen auch nur als Deus é Amor (Gott ist Liebe) bezeichnet, ist eine brasilianische neocharismatische Pfingstgemeinde und die erste neupfingstlerische Gruppe, die ausgeprägte Unternehmensstrukturen entwickelte.[1]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche „Deus é Amor“ wurde 1962 von David Martins de Miranda gegründet. Sie hat heute knapp 900.000 Mitglieder und betreibt ca. 17.600 Kirchen in Brasilien und in 136 weiteren Ländern. In Brasilien ist sie die zweitstärkste Pfingstgemeinde neben der Igreja Universal do Reino de Deus.[2] In São Paulo unterhält die Kirche von Miranda einen 60.000 Besucher fassenden Gemeindesaal. Ihre Radioprogramme gehören der Voz da Libertação (Stimme der Befreiung) an und werden vor allem über das Internet in andere Länder ausgestrahlt.

Theologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche betont das Wirken des Heiligen Geistes und göttliche Wunder. Im Vergleich zu konventionellen evangelischen Gemeinden gilt sie als radikal, teilweise sogar extremistisch. Werbebanner (siehe Foto o.r.), auf denen zahllose Rollstühle und Krücken abgebildet sind, erwecken den Anschein, als habe die Kirche hunderten Kranken zu einem neuen Leben verholfen.

Glaubenspraxis und Moral[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die internen Regeln sind sehr streng. So ist es verboten, fernzusehen, Fußball zu spielen oder Make-up und Schmuck zu tragen. Frauen dürfen sich ihre Haare nicht schneiden. Männer dürfen keinen Bart tragen.

Vorwurf der Geldwäsche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kauf eines weiteren alten und sehr großen Kinos in Montevideo, des Teatro Cine Plaza, für 4 Millionen US-Dollar und hohe Investitionen an anderer Stelle haben eine rege Diskussion in Uruguay über die mögliche Geldwäsche der beiden großen Pfingstgemeinde-Kirchen "Dios es Amor" und "Igreja Universal do Reino de Deus" ausgelöst. Sie werden beschuldigt, große Mengen Schwarzgeld zu waschen. Ein neues Gesetz zur Kontrolle dieser mächtigen Organisationen soll vorbereitet werden.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Behnk: Mit dem Plastikschwert gegen Dämonen - Brasilianische Pfingstbewegung (Stand: März 2007)
  2. http://espaco-vital.jusbrasil.com.br/noticias/3176114/envolvimento-de-convertido-em-assuntos-de-igreja-nao-gera-vinculo-de-emprego Pt. abgerufen am 29. Januar 2013
  3. Archivlink (Memento des Originals vom 29. Januar 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elpais.com.uy El Pais, Uruguay, abgerufen 21. Januar 2013