Deutsch-Arabische Gesellschaft

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DAG – Deutsch-Arabische Gesellschaft
Logo-DAG.png
Gründung 1966
Sitz Berlin, Deutschland
Aktionsraum Deutschland, Arabische Welt
Schwerpunkt Politik, Wirtschaft, Kultur, Deutschland, Arabische Welt
Website www.d-a-g.de

Die Deutsch-Arabische Gesellschaft e. V. (DAG) ist ein gemeinnütziger Verein. Sie wurde 1966 in Würzburg gegründet, Sitz und Geschäftsstelle des Vereins befinden sich in Berlin.

Ziele[Bearbeiten]

Ziel der Deutsch-Arabischen Gesellschaft ist der kontinuierliche Ausbau der deutsch-arabischen Freundschaft und die Vertiefung der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und der arabischen Welt.

Satzungsgemäß verfolgt der Verein die Ziele,

  • die deutsch-arabische Freundschaft zu fördern;
  • die Bürger der arabischen Länder und der Bundesrepublik Deutschland hinreichend und objektiv über die beide Seiten interessierenden Probleme, Fragen und Geschehnisse zu unterrichten;
  • Beziehungen auf den Gebieten der Kultur, Forschung und Wissenschaft zu fördern und zu vertiefen;
  • die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen, hier vor allem die Projekte der Entwicklungshilfe zwischen den arabischen Ländern und der Bundesrepublik Deutschland zu fördern und zu intensivieren;
  • die Betreuung der in der Bundesrepublik lebenden Araber;
  • Unterstützung bedürftiger Personen vor allem in den arabischen Staaten.

Strukturen und Organe[Bearbeiten]

Präsident der DAG war von 1981 bis 1991 sowie von 1993 bis zu seinem Tod im Jahr 2003 der ehemalige Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft Jürgen Möllemann. 2004 wurde der frühere bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu zum Nachfolger Möllemanns gewählt. Im März 2007 trat Wiesheu von dem Amt zurück, nachdem ihm eine große Mehrheit der Mitglieder eine von ihm angestrebte Satzungsänderung nicht bewilligte. Zum Nachfolger als Präsident der DAG wurde Peter Scholl-Latour einstimmig gewählt; er war bereits 1986 in den Beirat der DAG berufen worden. Scholl-Latour wurde im Dezember 2008, sowie in den Folgejahren bis einschließlich 2014, durch die Mitgliederversammlung und ordentliche Wahl einstimmig als Präsident bestätigt. Seit dem Tod Peter Scholl-Latours am 16. August 2014 treten an seine Stelle die Vizepräsidenten. Die Vizepräsidenten, Ernst J. Trapp und Ulrich Kienzle sind interimistisch bis zur Neuwahl des Präsidenten Sprecher des Präsidiums.

Vizepräsidenten der DAG sind derzeit (Stand 2013) u.a. der Unternehmer Ernst J. Trapp und der TV-Publizist Ulrich Kienzle. Das Amt des Generalsekretärs hat Ministerialrat a.D. Harald Moritz Bock inne. Schatzmeister der DAG ist der Rechtsanwalt und Steuerberater Oliver Klein. Ferner gehören als Vizepräsidenten dem Vorstand der langjährige Leiter der Vertretung Palästinas in den Nordischen Ländern Abdul Rahman Alawi, Botschafter a.D. Gerhard Fulda, die Unternehmer Bassam Helou und Ali Memari Fard, Alexander Krah, Sinan Carikci sowie Ibrahim El-Zayat an. Ehrenpräsident der DAG ist seit Oktober 2007 Seine Königliche Hoheit Prinz Faisal ibn Abdul Majeed Al Saud von Saudi-Arabien.

Vorsitzende des Beirates ist seit April 2010 die Europaabgeordnete Alexandra Thein. Dem Beirat gehören neben führenden Vertretern der Wirtschaft, Politik, Publizistik und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die in Berlin akkreditierten Missionschefs (Botschafter) der arabischen Staaten Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, Palästinensische Autonomiegebiete, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tunesien und der Vereinigten Arabischen Emirate an. Ferner finden sich derzeit (Stand 2010) unter insgesamt 45 Mitgliedern des Beirates u.a. Egon Jüttner MdB und Wolfgang Kubicki MdL.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorstand und Beirat