Deutsch-Kasachische Universität

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Deutsch-Kasachische Universität
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Gründung 1999
Trägerschaft privat[1]
Ort Almaty, ul. Puschkina 111/113
Land Kasachstan
Präsident Markus Kaiser[2][3]
Studierende 600 (WS 2012/13)
Website www.dku.kz

Die Deutsch-Kasachische Universität (DKU; russisch Казахстанско-Немецкий университет, kasachisch Қазақстан-Неміс Университеті) in der kasachischen Stadt Almaty ist eine Privatuniversität mit rund 600 eingeschriebenen Studierenden im Wintersemester 2014/15. Träger ist der Fonds „Deutsch-Kasachische Zusammenarbeit in der Ausbildung“.

Gegründet wurde die Universität auf private Initiative mit dem Ziel der Ausbildung von Fachkräften nach deutschem Vorbild im Jahr 1999.[4] Getragen wird die Universität von einem „Gesellschaftlichen Fonds“ (nach deutscher Rechtsauffassung vergleichbar mit einem e. V.) auf Gemeinnützigkeitsbasis (Non-Profit-Organisation). Mitglieder im Fonds sind neben der Prorektorin Olga Moskowtschenko Mitglieder der deutschen Partnerhochschulen Hans-Christian Brauweiler, Otto Hammer und Laszlo Ungvari. Als weitere Organe hat der Fonds einen Verwaltungsrat sowie einen Aufsichtsrat. Die Gremien setzen sich aus weiteren Vertretern der Hochschulen, der Wirtschaft, Verwaltung und Politik zusammen.[3]

Vom Bildungsministerium der Republik Kasachstan erhielt die DKU 2004 eine Sondergenehmigung, um teilweise nach deutschem Curriculum unterrichten zu können. Im Studienjahr 2007/2008 wurden Studiengänge nach deutschem Standard eingeführt. Sehr gute Studierende können einen Doppelabschluss in Kooperation mit einer von elf deutschen Hochschulen erwerben. Es gibt neun Bachelor- und sechs Masterstudiengänge, z. T. auch als Abend- bzw. Fernstudium. Ausbildungsschwerpunkte sind u. a. Internationale Beziehungen, Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Verkehrslogistik, Controlling sowie Wasser- und Umweltmanagement.

Die DKU wird durch ein Projekt im Rahmen des Programms „Export von Studiengängen“ des DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes für den Zeitraum 2007–2016 gefördert.[5] Projektträger von 2007 bis 31. Dezember 2014 war das Internationale Hochschulinstitut Zittau, welches bis 2012 eine eigenständige universitäre Einrichtung des Freistaates Sachsen war und zum 1. Januar 2013 durch das im September 2012 verabschiedete Hochschulfreiheitsgesetz in die Exzellenz-Universität TU Dresden eingegliedert wurde.[6] Projektleiter des DAAD-DKU-Projektes ist Hans-Christian Brauweiler, Rektor der AKAD Hochschule Leipzig (staatl. anerkannt) 2010–2013, zum Wintersemester 2013/2014 Ruf an die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) auf einen Lehrstuhl für ABWL, insbes. Betriebliche Rechnungslegung und Interne Revision.[7] Neuer Projektträger ab 1. Januar 2015 ist die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ).[8]

Von Mai 2007 bis Oktober 2015 war der deutsche Jurist Johann Wilhelm Gerlach, der zuvor unter anderem Präsident der FU Berlin war, Rektor und Präsident der Universität. Amtsvorgänger war Bodo Lochmann. Zu Beginn des akademischen Jahres 2014/2015 wurden die Positionen Rektor und Präsident nicht mehr in Personalunion besetzt. Neue Rektorin ist die vormalige Prorektorin Olga Moskowtschenko (seit 1. September 2014).

Am 3. September 2008 wurde in Astana ein "Regierungsabkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Kasachstan über die weitere Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty" abgeschlossen. Darin wird die beiderseitige Unterstützung in politischer, finanzieller und akademischer Sicht bekräftigt und definiert. Diesem vorausgegangen war eine "Gemeinsame Erklärung über die weitere Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Deutsch-Kasachischen Universität zwischen dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Republik Kasachstan" vom 1. Februar 2007 in Berlin.

Zu Beginn des akademischen Jahres 2009/2010 hat die DKU zusätzlich als zweiten Standort die gemeinsamen ehemaligen Botschafts-/Konsulatsräume der diplomatischen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland, Frankreichs und des Vereinigten Königreichs an der ul. Furmanova/ul. Kurmangasi angemietet.

Die Studiengebühren betragen ab dem Studienjahr 2014/2015 pro Jahr 725.000 Tenge. Die zweite Hochschulausbildung kostet für die gesamte Studienzeit von zweieinhalb Jahren 100.000 Tenge pro Semester. Die DKU hat ein Stipendienprogramm, welches in vielen Fällen die Studiengebühren um bis zu 100 % reduziert.

Der Unterricht an der Deutsch-Kasachischen Universität findet in russischer und englischer Sprache statt. Die deutsche Sprache wird an der Universität gelehrt. Ab dem dritten Studienjahr wird dann auch auf Deutsch unterrichtet – u. a. durch den Einsatz von deutschen Gastdozenten aus den Partneruniversitäten. Die DKU hat ein spezielles Mehrsprachigkeits-Konzept entwickelt.[9]

Fakultäten & Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsch-Kasachische Universität besteht aus insgesamt vier Fakultäten:

Darüber hinaus gibt es ein eigenständiges Sprachenzentrum für Sprachdidaktik und fachsprachliche Ausbildung (deutsch, englisch, kasachisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. whed.net
  2. Julia Boxler: Frische soziologische Dynamik – DKU unter neuer Direktion. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Deutsche Allgemeine Zeitung. 25. März 2016, archiviert vom Original am 17. November 2016; abgerufen am 16. November 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/deutsche-allgemeine-zeitung.de
  3. a b @1@2Vorlage:Toter Link/de.dku.kz (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  4. de.dku.idea-sketch.com (Memento des Originals vom 13. Oktober 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.dku.idea-sketch.com
  5. daad.de (Memento des Originals vom 13. Februar 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.daad.de
  6. ihi-zittau.de (Memento des Originals vom 6. Januar 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ihi-zittau.de
  7. daad.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.daad.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF)
  8. fh-zwickau.de
  9. daad.de (Memento des Originals vom 18. August 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.daad.de